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Die Legenden von Valeria, einst ein strahlendes Reich voller Pracht und Macht, sind nun nicht mehr als flüsternde Erinnerungen im Wind der Vergangenheit. Ein feuriger Zorn aus den Tiefen der Erde hat es verschlungen, ein Inferno, das Leben und Träume gleichermaßen zu Asche verbrannte. Du bist durch ein gnadenloses Land gezogen, warst ein Wanderer ohne Heimat, getrieben von der verzweifelten Suche nach einem neuen Morgen.


Die Schwachen zerbrachen auf diesem Weg, manche folgten dem Ruf der Verzweiflung und wendeten sich vom König ab.

Doch es gibt jene, deren Herzen ein unbezwingbares Feuer tragen – eine Hoffnung, die selbst die finsterste Nacht nicht ersticken kann. Bist du einer von ihnen? Oder haben die Schatten bereits Besitz von deiner Seele ergriffen?
Das Pass Into Oblivion ist ein textbasiertes Rollenspiel in welchem du in die Rolle eines Pferdes schlüpfst. Wir schreiben in einem plotbasierenden System und sind immer bemüht die Charaktere so tief wie möglich in die Geschichte zu integrieren und einen möglichst breiten Anschluss zu bieten. Schau dafür gerne einmal auf unserem Discord-Server vorbei!

Aktuelle Neuigkeiten


Der neue Plot
29.05.2026

Der weitere Verlauf
03.05.2026

Februar-Neuigkeiten
11.02.2025

Das Team


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1. Tag des Winters bis zum
30. Tag des Spätwinters


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II. Unter dem Schleier der Pflicht
5. Spätherbst 83, Ganzer Tag | Steppe | Schicksalsschlag, Nero Valerius, Gaia Acillius, Ceres Aegidius, Vesta Valerius, Nyke Astoria, Briony, Damhnait, Karthago Dracas, Khione Dracas, Aarin Miles, Aaron Miles, Sayyirah, Rhuen, Desmond Aegidius, Atlas, Nova Odyssey, Ezrael Achilléas, Detheroc Erice Dracas, Néniel, Saito Altair, Penthesilea Acillius, Selene Miles, , Spartacus Licinius, Amata Aegidius, Eris Astoria, Lucian Astoria, Hestia Dracas
#61
Sein Leib blieb in der steinernen Statue gefangen, die er neuerdings seinen Körper schimpfte, als Eris ihn mahnend anstupste. Lediglich seine blauen Iriden verrieten die Irritation, die er bei dem erneuten Anblick des Miles in Anwesenheit Nykes spürte.
Und was gab Eris da noch weiter von sich? Ihrem Körper zu schaden? Gott. Soweit hatte er nicht einmal gedacht. Es hatte ihm schon genügt, dass diese gefleckte Kreatur dieselbe Luft einatmete wie Nyke. Er verstand nicht, was das Mädchen in dieser Vollkatastrophe sah. Seine Hoffnung lag darin, dass sie sich diesen Narren als Projekt ausgesucht hatte, um sich selbst zu mehr Zerstreuung zu verhelfen. "Bring mich nicht noch auf Ideen", quetschte er zwischen zusammengepressten Zähnen unter einem gequälten Seufzen hervor. 

"Oh Gott, die Qual will kein Ende nehmen", entfloh es ihm letztlich, als Nyke sich doch tatsächlich in die offene Umhalsung warf. Zwar hatte sie genug Manieren und Anstand genossen, sich sogleich wieder von ihm zu entfernen, Lucians Blick brannte dennoch für eine geraume Zeit auf dem ungleichen Paar. "Es reicht", wollte er sich in seiner stillen Rage auf den Weg machen, um den blonden Burschen von Nyke zu reißen. Er empfand absolut nicht wie Eris. Nyke sollte fallen? Nicht, wenn es nach ihm ging. Es nagte bereits zu genüge an ihm, dass er nicht für Eris da gewesen war, als sie ihren Verlobten verloren hatte. Nun stand sie hier, Symbol der Astorischen Eleganz und Stärke, und trug das positive Gemüt im Namen der gesamten Familie. Niemand, der ihm am Herzen lag, sollte jemals wieder fallen. Ganz gleich, wie niedrig der Stolperstein sein sollte. 
"Werte Cousine, ich schmeiße mich liebend gerne in euer aller Namen in den Dreck. Oder vertreibe ihn, bevor er Flecken hinterlässt." Er setzte sich in Bewegung - nur umso gleich an Ort und Stelle gehalten zu werden. Seine Reflexe griffen nach Eris, welche sich glücklicherweise selbst vor dem Aufprall bewahren konnte. 

Amata Aegidius. 
Aegidius. 
Unwillkürlich verschmälerten sich seine Augen für einen kurzen Moment. Amata konnte gewiss nichts dafür, den Namen ihres Cousin zu teilen. Der Beigeschmack, den jenes Adelshaus seit geraumer Zeit bei ihm hinterließ, war leider unumgänglich geworden. Wenngleich Ceres glücklich zu sein schien und ihr Lächeln leichter geworden war. 
Weshalb wiederum sein Lächeln schwerer wog. Wie konnte man gleichermaßen glücklich und verloren für eine andere Person sein? 

Die Worte der Fuchsstute holten ihn zurück und er löste den Blick von der grauen Gestalt der Stute. Er musste sich ermahnen.
Erneut erinnern.
Amata Aegidius konnte nichts für seinen Groll. 
Also nickte er zustimmend und sein Antlitz wurde milder. "Hmm. Tatsächlich sehr hübsch. Ich verstehe nichts von Blumen, sehe aber wohl, wenn sie ein schönes Gesicht untermalen." Ein höfisches Nicken zur Begrüßung. 
Die Gesellschaft einer anderen Dame würde Eris guttun. 
"Wollt ihr euch zu uns gesellen, Amata?"
Er hatte Nyke und Aaron aus den Augen verloren.
Das würde eine lange, frustrierende Nacht werden. 

Eris & Amata

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#62
Derartige Spektakel sind doch nur dazu da, um dem einfachen Volk das Gefühl zu geben dazu zu gehören, aber ihnen zugleich zu zeigen, was sie niemals erreichen werden. Der Spalt zwischen dem Adel und einfachen Volk ist kaum zu überwinden und einerseits beneidet Hestia das einfache Volk für ihre Freiheiten, aber andererseits sieht sie auch mit Argwohn auf sie herab.
Bisher konnte sie sich erfolgreich von ihren adeligen Pflichten drücken, aber ihr Vater macht ihr mit jedem vergehenden Tag deutlicher, dass es für sie an der Zeit ist, einen Gatten zu finden und das Blut der Draca weiter zu vererben. Aber welchen Sinn hat es? Ihre Kinder werden nicht den Namen der Familie Draca tragen, sondern den einer anderen Familie und bisher sieht sie keinen der möglichen Kandidaten als würdig an.

Genauso wie vor einer eigenen Vermählung wollte sie sich von dieser albernen Hochzeit drücken. Allerdings hatte ihr Vater bereits damit gerechnet und sie, noch bevor sie die Möglichkeit hatte, sich am Morgengrauen davon zu schleichen, geschnappt und herrichten lassen. So wurde ihr zweifarbiges Langhaar hübsch hergerichtet und mit passenden Blumen geschmückt. Auch ihr schwarzes Fell glänzte im Schein der Sonne, wenn sie sich denn zwischendurch zeigte, sodass es ihr nicht möglich war, in der Masse zu verschwinden.
Also stand sie etwas abseits und betrachtete aufmerksam das Geschehen. Der Vorteil ist, dass diese Spektakel allerlei interessante Tratsch mit sich bringen können und wer weiß welche Informationen sich ihr darin offenbaren. Denn wenn einem das eigene Leben schon nicht viel Freude bringt, ist es sehr verlockend, sich am Leid anderer zu ergötzen - wenngleich Hestia da durchaus Grenzen hat.
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