07-08-2026, 02:15 PM
Penthesilea konnte nicht ganz leugnen, dass sie eine diebische Freude dabei empfand, als sie die jungen Frauen sah, die sich um die mehr oder weniger jungen Männer des Adels bündelten, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen und eventuell ein Gelübde. In den Augen der anderen hatte sie alles erreicht, was sie wollten. Im Winter würde Lea einen starken Namen annehmen, ebenso starke Kinder bekommen und sich damit in die fade Kette derer eingliedern, die in ihrem Leben nichts außer derselben Monotonie gefrönt hatten. Wieso also die Freude? Weil die Verzweiflung amüsant war. Sie alle beneideten Penthesilea um etwas, worauf sie liebend gern verzichtet hätte. War das nicht eine seltsame Ironie des Schicksals?
Das matte Lächeln auf ihren Lippen wurde etwas breiter, als sie einen der Leibgardisten des Königs ausmachte, der sich den ganzen Damen zu entziehen versuchte. Saito Altair. Ein schweigsamer Mann, dem in diesem Jahr anscheinend einige Herzen zugetan waren. “Du solltest nicht so starren.”, sagte Asariel leise an ihrer Seite und strich ihrer Tochter liebevoll über den schlanken Hals. “Entschuldige, Mutter.”, erwiderte Penthesilea geziemt und senkte den Blick. Sie würde ihrer Mutter wohl nicht erklären müssen, warum sie starrte. Asariel schien seit Gabriels Tod jedes Verständnis für den Humor ihrer Tochter verloren zu haben. Ihr Bruder lächelte aufbauend in ihre Richtung, sagte jedoch nichts.
Zwei Atemzüge. Zwei Atemzüge hielten sie davon ab, wieder den Blick zu heben und Saito Altairs Weg weiter zu verfolgen und mit ihm die Damen, die an seinem Schweif hingen wie die Fliegen. Es war erbärmlich. Erbärmlich? Penthesilea blinzelte. Wunderte sich über den Ausdruck. Bedachte ihn aber nicht weiter, als der Leibgardist auf einmal seinen Kurs änderte und auf ihre Familie zukam. Vielleicht wollte er ja mit ihrer Mutter sprechen, sie war schließlich wieder…
Sein Nicken wurde erwidert. Doch er sagte nichts. Penthesilea musterte ihn, ihre Stirn zog sich in leiser Skepsis zusammen. “Saito Altair..”, begrüßte Asariel den Kollegen ihres verstorbenen Gemahls, doch Lea spürte den Blick - der gruselig nichtssagend schien - auf sich. Hatte sie etwas im Gesicht? War eine dieser lächerlichen Blumen verrutscht? Er nickte wieder. Die zukünftige Acillius betrachtete ihn skeptisch. Dann löste sie sich von der Seite ihrer Mutter. “Ach… jetzt weiß ich…”, sagte sie, als würde sie es tatsächlich tun und ignorierte das erschrockene Japsen ihrer Mutter. Nach dem Skandal mit Anchor auf ihrer eigenen Verlobung, schien Penthesilea eine ausgesprochen interessante Neigung zu entwickeln. “Lea, wenn…”, Asariel unterbrach sich, als sie den finsteren Blick von Gaia in die Richtung ihrer Tochter bemerkte. Die Tochter des verstorbenen Heerführers kümmerte das sehr wenig. “Soll ich Euch an diesem Abend bei der Damenwahl helfen?”, ihre Stimme nahm eine kesse und zugleich ironische Farbe an, als sie sich ein paar Schritte von ihrer Familie entfernt hatten.
Das matte Lächeln auf ihren Lippen wurde etwas breiter, als sie einen der Leibgardisten des Königs ausmachte, der sich den ganzen Damen zu entziehen versuchte. Saito Altair. Ein schweigsamer Mann, dem in diesem Jahr anscheinend einige Herzen zugetan waren. “Du solltest nicht so starren.”, sagte Asariel leise an ihrer Seite und strich ihrer Tochter liebevoll über den schlanken Hals. “Entschuldige, Mutter.”, erwiderte Penthesilea geziemt und senkte den Blick. Sie würde ihrer Mutter wohl nicht erklären müssen, warum sie starrte. Asariel schien seit Gabriels Tod jedes Verständnis für den Humor ihrer Tochter verloren zu haben. Ihr Bruder lächelte aufbauend in ihre Richtung, sagte jedoch nichts.
Zwei Atemzüge. Zwei Atemzüge hielten sie davon ab, wieder den Blick zu heben und Saito Altairs Weg weiter zu verfolgen und mit ihm die Damen, die an seinem Schweif hingen wie die Fliegen. Es war erbärmlich. Erbärmlich? Penthesilea blinzelte. Wunderte sich über den Ausdruck. Bedachte ihn aber nicht weiter, als der Leibgardist auf einmal seinen Kurs änderte und auf ihre Familie zukam. Vielleicht wollte er ja mit ihrer Mutter sprechen, sie war schließlich wieder…
Sein Nicken wurde erwidert. Doch er sagte nichts. Penthesilea musterte ihn, ihre Stirn zog sich in leiser Skepsis zusammen. “Saito Altair..”, begrüßte Asariel den Kollegen ihres verstorbenen Gemahls, doch Lea spürte den Blick - der gruselig nichtssagend schien - auf sich. Hatte sie etwas im Gesicht? War eine dieser lächerlichen Blumen verrutscht? Er nickte wieder. Die zukünftige Acillius betrachtete ihn skeptisch. Dann löste sie sich von der Seite ihrer Mutter. “Ach… jetzt weiß ich…”, sagte sie, als würde sie es tatsächlich tun und ignorierte das erschrockene Japsen ihrer Mutter. Nach dem Skandal mit Anchor auf ihrer eigenen Verlobung, schien Penthesilea eine ausgesprochen interessante Neigung zu entwickeln. “Lea, wenn…”, Asariel unterbrach sich, als sie den finsteren Blick von Gaia in die Richtung ihrer Tochter bemerkte. Die Tochter des verstorbenen Heerführers kümmerte das sehr wenig. “Soll ich Euch an diesem Abend bei der Damenwahl helfen?”, ihre Stimme nahm eine kesse und zugleich ironische Farbe an, als sie sich ein paar Schritte von ihrer Familie entfernt hatten.



