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Die Legenden von Valeria, einst ein strahlendes Reich voller Pracht und Macht, sind nun nicht mehr als flüsternde Erinnerungen im Wind der Vergangenheit. Ein feuriger Zorn aus den Tiefen der Erde hat es verschlungen, ein Inferno, das Leben und Träume gleichermaßen zu Asche verbrannte. Du bist durch ein gnadenloses Land gezogen, warst ein Wanderer ohne Heimat, getrieben von der verzweifelten Suche nach einem neuen Morgen.


Die Schwachen zerbrachen auf diesem Weg, manche folgten dem Ruf der Verzweiflung und wendeten sich vom König ab.

Doch es gibt jene, deren Herzen ein unbezwingbares Feuer tragen – eine Hoffnung, die selbst die finsterste Nacht nicht ersticken kann. Bist du einer von ihnen? Oder haben die Schatten bereits Besitz von deiner Seele ergriffen?
Das Pass Into Oblivion ist ein textbasiertes Rollenspiel in welchem du in die Rolle eines Pferdes schlüpfst. Wir schreiben in einem plotbasierenden System und sind immer bemüht die Charaktere so tief wie möglich in die Geschichte zu integrieren und einen möglichst breiten Anschluss zu bieten. Schau dafür gerne einmal auf unserem Discord-Server vorbei!

Aktuelle Neuigkeiten


Der neue Plot
29.05.2026

Der weitere Verlauf
03.05.2026

Februar-Neuigkeiten
11.02.2025

Das Team


Aktueller Zeitraum



1. Tag des Winters bis zum
30. Tag des Spätwinters


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II. Unter dem Schleier der Pflicht
5. Spätherbst 83, Ganzer Tag | Steppe | Schicksalsschlag, Nero Valerius, Gaia Acillius, Ceres Aegidius, Vesta Valerius, Nyke Astoria, Briony, Damhnait, Karthago Dracas, Khione Dracas, Aarin Miles, Aaron Miles, Sayyirah, Rhuen, Desmond Aegidius, Atlas, Nova Odyssey, Ezrael Achilléas, Detheroc Erice Dracas, Néniel, Saito Altair, Penthesilea Acillius, Selene Miles, , Spartacus Licinius, Amata Aegidius, Eris Astoria, Lucian Astoria, Hestia Dracas, Morgana, Tetia Victus, Rhea Victus, Remus Victus, Dracerion Dracas, Wrex Macridos, Celia Licinius, Opal, Kera
Automatisch rümpfte Spartacus die Nüstern, wann immer ihm der Gedanke an Vesta Valerius kam. Natürlich hatte er darüber sinniert, wie er die neue Bindung finden wollte, die sein Onkel einging. Mit einer Frau, die auch unmittelbar in seinem Leben stehen wollte, mal mehr mal weniger präsent. Aber dennoch war sie da. Und er konnte ihr diese Daseinsberechtigung nicht absprechen. Doch Spartacus konnte entscheiden, wie er damit umgehen wollte. Nämlich gar nicht. „Vermutlich beides“, antwortete er also lediglich auf Rhuens Frage und suchte abermals in der Menge nach ihrem Leib. Aber gut, er würde sehen, was die Zeit brachte. Sie war nicht Echo, würde sie nie sein und ersetzten konnte sie jene auch nicht. Wie Garrus damit umging? Der Dunkelfuchs schnaubte ob dieses Gedanken und beschloss irgendwann einmal seinem Cousin einen Besuch abzustatten. Es war erbärmlich mit anzusehen, wie er vor sich hinvegetierte und dennoch dieses kindliche Leuchten in seinen Iriden nicht verloren hatte.

Während er also Rhuen Worte an die grauen Ohren herantrug, nicht erwartete, dass der Graue irgendeinen Sinn aus diesen ziehen konnte, tat er es zumindest. Und es schmerzte, ein wenig, diese Erkenntnis, die er sich hier zusammenreimte, sich aber gleichzeitig ziemlich sicher war, dass sie gerade jetzt mehr denn jeh auf ein gewisses Adelsmädchen zutraf. Eine, die längst kein Mädchen mehr war und in Bälde heiraten würde. Oh bitte würde sie nicht so lächerlich aussehen, wie die eine von den Victus Töchtern, die ihre Blumenpracht jedem dahergelaufenen Trottel auf die Nüstern drücken musste. Wie armselig sich so anzubiedern. Sollte sie an jedem einzelnen Blütenblatt ersticken. Es wäre ihm gleich. Irgendein Heiler würde sich ihrer annehmen. Nun, zumindest wäre ihr eventuelles Ableben ein Desaster, dass sie alle nicht so schnell vergessen würden.
Wohl nur zu gerne erinnerte ihn Rhuen gerade an seinen eigenen Skandal, in der er sich so adelig reingeritten hatte und am liebsten noch das Gesicht des Gescheckten abgerissen hätte. Aber gut, man konnte ja nicht alles haben. Und Spartacus musste zugeben, dass es noch ein wenig saß, die Enttäuschung in Neros Blick. Er seufzte. „ja, da hast du Recht… was für eine gequirlte Scheiße“, sprach der Dunkelfuchs ruhig und schloss für einen Moment die Lider. Während der Graue ihm etwas vom Patrouillendiesnt erzählte, erspähte Spartacus Neros Körper, der sich durch die Menge bewegte und reckte automatisch seinen Kopf, um seine Schritte verfolgen zu können, wich gleichzeitig Rhuens Zähnen nur knapp aus. „Ich wollte gerade sagen, dass ich darüber nachdenken werde, aber da hat deine böse Zunge meine Gedanken zunichte gemacht“, erwiderte Spartacus dezent gereizt und seine Ohren schnippten in den Nacken. „Ich werde-“, Rhuen rempelte gegen ihn, brachte den Licinius damit aus seinem sicheren Stand, doch nutze Spartacus die Gelegenheit um herumzuwirbeln, um nach Rhuens Schopf zu schnappen, verfehlte diesen, ehe Rhuens Rammbockschädel mit einer Wucht gegen den seinen krachte und Spartacus meinte das knacken von Knochen in seinen Ohren zu hören. Es brachte ihn aus der Balance. Der Dunkelfuchs schüttelte seinen Kopf, bekannter Schmerz kehrte zurück, ließ ihn mit den Zähnen knirschen. „Ich gehe tanzen“, mit diesen Worten wandte er sich ab, taumelte ein paar Schritte vorwärts, ehe er sich wieder Herr über sein Gleichgewicht sah

(Rhuen); dann anspielbar

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Gerade als sie ihre Worte zu Ende besprochen hatte, drang eine weibliche, laute Stimme an ihr Gehör. Morgana spitzte die Ohren, schaute aufmerksam in Richtung des Tumultes auf, aus dem die mehr als eindeutigen Worte hallten. Hestia Dracas, wie sie Wrex zusammenstauchte als wäre der Soldat eine niedere Kreatur, die allein ihres Blickes nicht würdig war. Morganas Antlitz verhärtete sich, ihr Blick starr und dunkel. Wrex und auch der Rest seiner tugendhaften und pflichtbewussten Familie war ein Vorzeigebeispiel dessen, was einen guten und ehrenhaften Charakter ausmachte. Sie waren fromm und reinen Herzens. Dass ironischerweise ausgerechnet die ihr gleichaltrige Hestia ihn vor den Augen aller bloßstellte und behandelte wie ein Stück Dreck unter ihren Hufen, war eine Schande. 
Beinahe in Zeitlupe wanderten Morganas eisblaue Augen direkt in die blutroten Iriden des Oberhauptes ihrer Familie. Einen ganzen Moment verharrte sie vielsagend in ihnen, sendeten eine stille Botschaft. Sie würde nicht unbedingt von Missachtung sprechen... Aber dass Dracerion Dracas die Erziehung seiner jüngsten Tochter ein wenig zu... optimieren hatte, war mehr als offensichtlich. 
Und sie - sie würde am Ende des Tages das Gehör Wrex' ersuchen. Ein leises Seufzen verließ ihre Kehle. 

"Nun. Wie Ihr seht, muss der bloß zu gut gemeinte Wille, schöne Dinge noch schöner zu machen, nicht die größte Sorge eines Vaters sein, guter Remus." Ihr Lächeln stahl sich allmählich zurück auf ihre Lippen, als sie wieder zum Victuskrieger empor sah. Sein Gesicht war immerhin eines, das die Welt ein bisschen besser machte.

Remus Victus | Steppe

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Endlich! Endlich war er da!
Solange Opal zurückdenken konnte, hatte sie noch nie zuvor ein ähnliches Gefühl von Vorfreude verspürt. Von dem Moment an, da sie von der geplanten Hochzeit erfahren hatte, war die Aufregung mit jedem Tag ein kleines bisschen größer geworden. Und heute war es endlich soweit. Vesta würde den König heiraten. Den König!
In ihren Augen gab es niemanden, der besser in diese Rolle passte. Vesta war schön, sie war schlau und vor allem war sie nett. Nicht ok-nett. Sondern freundlich-nett. Diese Art Nett, die wirklich zuhörte und für jeden ein gutes Wort übrig hatte.
Aus diesem Grund war Opal bereits seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen und hatte sich ganz besonders viel Mühe gegeben nur die schönsten Blüten zu sammeln, das weicheste Moos aufzutürmen und alles so herzurichten, wie es einer angehenden Königin würdig war.
Briony war nicht so begeistert gewesen, dass sie es bereits vor dem Morgengrauen nicht mehr in ihrem Lager ausgehalten hatte. Vor allem nicht, da sie in den letzten Tagen nahezu von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang im Dienst der Acillius gestanden hatte. Aber er war ein Mann. Und die verstanden eben nichts davon, wie notwendig es war, alles perfekt vorzubereiten. Ja, sie war müde. Und ja, ihre Glieder schmerzten mittlerweile bei jedem Schritt. Aber das war es wert! Wie oft hatte man schließlich die Möglichkeit, bei einer königlichen Hochzeit zu sagen 'Guck, das Gesteck da am Platz des Hochzeitspaares, das hab ich gemacht! Ich!'
Allein der Gedanke daran ließ das junge Herz schneller schlagen und machte die Erschöpfung nahezu vergessen, als Opal wieselflink zwischen den großgewachsenen Leibern der Anwesenden hindurch schlüpfte. Allmählich füllte sich der Versammlungsplatz und es war gar nicht mehr so leicht, den Überblick zu behalten. Musste irgendwo feines Wiesengras aufgefüllt werden? Waren noch genügend Beeren aufgetischt?
Gerade wollte sie sich vergewissern, dass alles in bester Ordnung war, da musste sie einen zügigen Schritt zur Seite springen, um nicht von einem rotbraunen Körper umgerempelt zu werden.
"Eeh.." Ihr Blick schwang zu dem Besitzer herum um festzustellen, ob sie mit einem 'yyy' oder einem 'ntschuldigt' fortführen sollte, ganz abhängig davon, um wen es sich handelte. An sich war die Differenzierung einfach. Letzteres galt dem Adel, ersteres wahrscheinlich allen Anderen. Als sie das Gesicht des jungen Licinius erkannte, entschied sich Opal jedoch für eine dritte Variante und fügte nichts weiter hinzu.
Hatte er wieder zu viel von den Beeren genascht, dass ihn sein Gleichgewichtssinn bereits zu dieser frühen Stunde im Stich ließ? Sie musterte ihn kurz, konnte aber keinen Anhaltspunkt dafür ausmachen. Vielleicht war er einfach unfassbar ungeschickt, wie das eben so war wenn der Kopf mit den Dimensionen des Körpers noch überfordert war.
Opal räusperte sich, als sie merkte, dass sie ihn noch immer anstarrte und schob schnell ein Lächeln auf ihre Züge und eine Ausrede auf ihre Zunge.
"Ist alles zu Eurer Zufriedenheit? Oder kann ich Euch mit etwas dienlich sein?"

Spartacus

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Er hätte ihr gerne eine Chance gegeben. 
Nicht gerne. Aber er hätte es freiwillig getan.
Nicht ganz aus freien Stücken aber aus-
Er hätte es getan. 
So blieb ihm nichts anderes, als diese Verlobung aus dem Grund nachzugehen, der ihn durch alle Phasen und Felder seines Lebens führte. Wrex Macridos war ein gehorsamer, achtsamer Soldat und Sohn, und wenn seine Mutter es verlangte, würde er durch die Feuer der Hölle für sie gehen. Bei jedem weiteren Wort, das die laute Stimme Hestias von sich gab, war er sich bei letzterem Unterfangen allerdings nicht mehr so sicher. Diese absurden Augen. Wer hatte solche Augen?
Vidorra Macridos blickte der Dracas-Tochter selbst nach ihren ungehobelten Worten mit sanftem, gutmütigem Blick entgegen und atmete ihr Lachen in gehauchtem, furstverwaschenen Seufzen aus. Seine Mutter war eindeutig zu gut mit der Welt. Warum hatte sie es ausgerechnet ihrem Sohn also auferlegt, diese Strafe zu tragen? Was erhofften sich seine Eltern aus dieser Verbindung? Ihm blieb nichts anderes übrig, als auf ihr Urteil zu vertrauen. Wenn sein Haus auch ein kleines war, so hielt es fest zusammen. "Eine Faust, Wrex. Und wenn wir weniger Finger zählen. Eine Faust."
 
Wrex löste seine dunklen Augen aus ihrer Verengung und lockerte die Mundwinkel. Gerade noch hatte er überlegt, mit welchen Worten er das Ganze beschwichtigen, bereinigen konnte. Stattdessen sprach sie und kam ihm vor wie ein zum Leben beschworener Wasserspeiher. Der Drang, ihren Worten mit einer Kopfbewegung zur Seite auszuweichen, gebar sich. 
Ein Zucken löste sich in seinem Kiefer. 
Er musste zugeben, dass er ein wenig fassungslos war. Oft hatte er sich just diesen Moment ausgemalt. Wie er seiner zukünftigen Frau gegenüberstand und sie sich sanft lächelnd die gemeinsame Zukunft bestätigten. Vielleicht ein paar warme Worte, ein besonnenes Lächeln und das beherzte Kennenlernen unter wachenden Blicken. 
So hatte er sich das Ganze aber nicht ausmalen wollen. Und nicht mit Hestia Dracas. 
Es hatte ihm einen Moment abverlangt, bevor er verstand, dass sie seiner Aufforderung zum Tanz zustimmte. 
Scheiße. Das war nicht Teil seiner Rechnung gewesen. "Ihr... wollt?" Wie einem verlorenen Jungen gleich entfloh der ruhigen, tiefen Stimme die Ungläubigkeit. 
Seine Mutter japste fröhlich, bevor sie sich mit ermunternden Worten zurückzog. "Wie aufregend! Wie schön! Geht, geht und nehmt euch Zeit!"
Dann war sie fort. 

Er hatte Hestia einen Moment angestarrt, bemerkte er, als die Lippen sich endlich wieder schlossen. Eine Angewohnheit, die ihm öfter schon die markanten Züge weicher, verträumter formte. In diesem Moment nicht hilfreich.  
Ein Räuspern in leiser Verzweiflung, während er die Augen andächtig im höfischen Nicken schloss, und Hestia wortlos zur Tanzfläche geleitete. 
An einer Gruppe Hengste vorbeiziehend, formte er stumm die Worte "Hilf mir" zu einem seiner Kameraden, der ihm darauf lediglich mit angeheitertem Lachen entgegnete. Dreckskerl. Er würde sich im Training revanchieren. 
Ein weiteres Räuspern, ehe er sich zu Hestia wandt und beim Ankling des nächsten Liedes den Tanz mit galanter Verbeudung anstimmte. 
"Meine Mutter ist herzlich", versuchte er. "Sie meint es nur gut." Jedoch nicht mit ihm. Dann hätte sie ihm Nyke Astoria gegeben. 

Hestia Dracas

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Sein halbblinder König war nicht einmal hier, um diese verwirrte Schar mit seinem Auge zu sehen und Karthago hatte bereits beschlossen, dass der Abend zu enden hatte. Einen letzten Blick warf er seiner Schwester zu und erhaschte die absurde Szene. Hestia und Tanzen? Es erschien ihm nicht abwegig, weil er an ihren Fähigkeiten zweifelte. Im Gegenteil war das Nesthäkchen der Dracas eine exzellente Tänzerin und was seine Mutter an Eleganz und Anmut besessen hatte, hatte sie ihrem undankbaren Spross in die Wiege gelegt. Es war absurd, weil der Tanz in diesen Reihen als Spiegel von Freude und Losgelassenheit dienen sollte. Ein Ritual, wenn man wollte. 
Mit welchem Recht hatte Hestia Dracas eine Ode zur Sorglosigkeit und Freude verdient? 
Er schnaubte abfällig und löste seine Augen von dem Anblick. Weder würde er seinem Vater einen weiteren Moment seiner Aufmerksamkeit schenken, noch der "Bitte" nach der Suche nach seinem Bruder folgen. Es war ihm gleich, auf welchem Weib und unter welchem Einfluss welcher Mittel er sich soeben befand. 
Das alles war ihm gleich. 
Prinzipiell war ihm alles gleich geworden. 
Und trotzdem ebbte die Wut nicht ab. In all seiner Verehrung für den Mond lebte er doch ganz ohne Gezeiten und ertrank ununterbrochen in der Flut aus Zorn und Hass. 

Es raunte schon wieder in ihm. Wenn er jetzt nicht von hier verschwand, würde er seine Übellaunigkeit am nächsten Opfer ausleben. Gierig suchte er bereits. Wenn Nova sich hier nicht bei ihm befand, würde er diesen scheiß Abend hinter sich lassen müssen, bevor er alles ins Verderben stü- 
Das musste die vierzehnte Person des Abends sein, die in einen Artgenossen rempelte. Seine Nüstern verzogen sich, während er das graue Ding musterte. 
Einen Moment verlangte es ihm ab, bevor die Erleuchtung eintrat. "Ah", kroch es aus der schmalen Kehle. "Du bist Ares' Lendenspross." Und sie fürchtete sich ganz offensichtlich vor ihm. 
Wie revolutionär. 
Sein Lächeln tränkte sich in Selbstmitleid, bevor es den Weg auf seine Lippen fand.
Dann brach irgendetwas in ihm. Vielleicht war das Mädchen zur rechten Zeit am rechten Ort. Vielleicht stopfte sie dem Schmelzkegel auch nur vorübergehend den Schlund. Vielleicht fachte sie die Feuer nur an. 
Dennoch. 
"So schlimm? Ich tu dir nichts." Seltsam ruhig und ermüdet blickte er in ihre perligen Augen. Irgendwann hatte er auch so in die Welt geblickt. Vielleicht. 
"Wo wolltest du hin?", bot er sein Geleit an. 

Celia

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Diese Familie ist… unerwartet. Ein solches Auftreten in der Öffentlichkeit hätte in ihrer Familie sogleich eine entsprechende Reaktion mit sich gebracht. Doch statt sie harsch zu ermahnen und eine baldige Bestrafung anzukündigen, lächelt die Mutter ihres Verlobten sie sanftmütig an. Dabei blamiert Hestia gerade nicht nur ihre eigene Familie, sondern auch die Familie Macridos - Ein solches Verhalten ist inakzeptabel und wirft negative Aufmerksamkeit auf beide Familien. Normalerweise achtet die Schwarze auch darauf, es nicht zu übertreiben. Doch gerade war es ihr nur recht, dass man sich hiernach das Maul über sie zerreißen wird. Lass die Leute reden.
Auch ihre Strafe, die sie erwartet, sobald sie in das Gebiet der Dracas zurückkehrt und niemand von außen einen Blick darauf erhaschen kann, wird sie stolz in Empfang nehmen. Zumindest geht sie davon aus. Am Ende hängt es davon ab wie die Strafe ausfällt.

Es ist eine spontane Entscheidung dem Tanz zuzustimmen und so wie seine Worte sie einen Moment aus dem Konzept gebracht hat, ist es bei ihm ihre Zustimmung zum Tanz. Nun - Sie hätte ebenfalls nicht damit gerechnet und bereut es auch sogleich wieder. Aber sie steht zu ihrem Wort. Meistens.
So sieht sie ihn schweigend, abwartend an, bis er endlich wieder seiner Sprache mächtig ist. Ander hätte nun wohl gemeinsam gelacht und es hätte die Situation aufgelockert. Aber im Blick der schwarzen Stute ist keine Freude oder Heiterkeit zu sehen. Stattdessen nur eine stille Antwort auf seine Frage. Doch man kann ihr hoch anrechnen, dass gerade kein spöttisches Wort über ihre Lippen kommt. So sehr es sich auch anbietet.

So erwidert sie sogar sein Nicken und folgt ihm, wie es sich für eine Frau gehört, zur Tanzfläche. Ihr entgeht auch nicht die Gruppe an Hengsten, die sie passieren und ebenso wenig das heitere Lachen des Einen. Sie konnte sich schon denken, was dieses Lachen verursacht hat. Kurz kommt ihr auch der Gedanke, Wrex einfach kommentarlos stehen zu lassen und einen der anderen Anwesenden zum Tanz aufzufordern. Warum? Einfach um ihn weiter bloßzustellen. Aber das könnte ebenso für sie nach hinten losgehen, weshalb dieser Gedanke schnell wieder vergeht.

Auf der Tanzfläche erwidert sie die Verbeugung entsprechend elegant. Fließend geht sie dann in die geübten Tanzbewegungen über und folgt seiner Führung. Es gab Zeiten, da hat sie gerne getanzt und sich mit all den höfischen Notwendigkeit voller Tatendrang auseinander gesetzt.
Damit, dass er sogleich seine Mutter anspricht, nimmt er ihr auch für den Moment jegliche Angriffsfläche. Denn sie hat nicht das Recht, über eine Mutter zu urteilen - Nicht nachdem sie für den Tod der eigenen Mutter verantwortlich ist. ”Dann wird sie verstehen, dass diese Verbindung lächerlich ist.” Damit kränkt sie nicht direkt seine Mutter. Vielmehr ihn und das ist in Ordnung. Er mag ebenso ein Opfer sein - Doch er ist ein Mann, ein Soldat. Da sollte man Einfluss auf das eigene Leben haben. Während sie spricht, bewegt sich ihr Körper im Takt der Musik und kein Schritt weist einen Fehler auf - Nahezu perfekt geht sie eine Symbiose mit der Musik ein. Eine, die sie mit dem Mann vor sich eingehen sollte. Doch er ist nicht mehr als ein billiges Beiwerk und wird es auch immer bleiben. ”Oder glaubst du wirklich du bist meiner würdig?” Spott liegt in ihrer Stimme und im Kontrast zum gemeinsamen Tanz.


Wrex der Unwürdige

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Sein Schädel pochte und wann immer Spartacus sein Haupt von der einen auf die andere Seite schwenkte, war da dieses dumpfe Pochen hinter seiner Stirn, was ihn daran erinnerte, dass Rhuen ein kleiner Junge war, der seinen Spieltrieb noch nicht im Griff zu haben schien. Abermals schüttelte der Dunkelfuchs den Kopf, in der irrsinnigen Hoffnung dessen Schwere loszuwerden, aber vergebens. Zähneknirschend kniff er die Lider zusammen und atmete einige Atemzüge lang ein und aus, so lange, bis er das Gefühl hatte, sein Brustkorb würde platzen. Erst nach wenigen Minuten sah er sich in der Lage einen Schritt vor den anderen zu setzten. Er würde nicht straucheln, nicht heute. Sein Blick glitt zu den Beeren hinüber, die neben dem saftigen Gras und den Blüten aufgereiht waren. Ein Festmahl für alle Umstehenden in dessen Mitte wahrlich angenehme Gespräche oder eine erneute Streiterei entstehen könnte. Oder eben eine Prügeleien, wenn man es drauf anlegte. Ob ihm heute danach war? Die dunklen Mundwinkel zuckten in die Höhe, wohl eher nicht.

Gerade hatte der Dunkelfuchs eine Traube an Adelsdamen ins Visier genommen, auf die er zusteuern wollte und sich damit in ihren Reihen aus endlosen Schmeicheleien ertränkend, oder er wurde mit Häme wieder fortgeschickt, weil irgendein Elternteil meinte, dass sie sich nicht mit einem wie ihm abzugeben hatten. Spartacus schnaubte, wurde aber dann in seinem Gang aufgehalten, als etwas ihn an der Seite streifte oder er eher sie aus dem Takt gebracht hatte. Spartacus blieb stehen, betrachtete die junge Stute vor sich, die etwa im gleichen Alter wie er sein musste, vielleicht etwas jünger. Jedenfalls machte sie der braunen Hirschkuh Konkurrenz, war nur eben um einiges bunter. Der Dunkelfuchs hatte schon die Lippen geöffnet, schloss jene aber dann unverrichteter Dinge wieder, das das gescheckte Mädchen ihre Stimme erhob. Das Bernstein glitt musternd über sie, aber Spartacus konnte sich nicht recht erinnern sie jemals bewusst wahrgenommen zu haben und ihre Nachfrage offenbarte auch wieso. „Ihr seid eine Dienerin. Eine Dienstmagd.“ Deswegen war sie ihm nie ins Auge gestochen. Deswegen maste sie sich wohl auch an, nach seinem wohlergehen zu fragen, es war für sie so natürlich wie das Atmen. „Ihr wollte so unbedingt dienen?“, sprach der Dunkelfuchs und erwartete keine Antwort. „Schön, dann kommt mit.“ Ohne auf eine Antwort zu warten, schob sich Spartacus voraus, zwischen den Leibern der Adeligen hindurch, bis sie das Bankett erreichten, ein erbärmlicher und zugleich der ansehnlichste Haufen, den sie im neuen Tal zustande brachten. „Dann sagt mir, was hier fehlt.“ Seine Nüstern deuteten hinüber. Es fehlte an nichts, von allem war reichlich vorhanden. „Und wenn Euch die Sprache nicht gänzlich verlassen hat, könnt ihr bestimmt so gütig sein und mit Euren Namen verraten.“

Opal

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Sie sollte nicht hier sein. Noch nicht. Denn ihre Zeit ist erst gekommen, wenn die Zeremonie vorbei ist und sich die Gesellschaft langsam wieder auflöst. Aber die Neugierde ist einfach zu groß und sie möchte ja auch gar nicht versuchen, Teil von alldem zu sein. Sie möchte sich einfach nur daran erfreuen, all die hübsch hergerichteten Stuten zu erblicken und vielleicht schafft sie es ja sogar, einen Blick auf das Hochzeitspaar zu erhaschen? Die Braut wird bestimmt jedem den Atem rauben.
Aber Kera muss aufpassen, dass sie nicht den falschen Leuten auffällt. Man wird sie vielleicht nicht mit Pauken und Trompeten hinfort jagen. Aber geflüsterte Worte voller Abscheu können manchmal tiefer schneiden als jedes Messer. So versucht sie, sich unauffällig am Rande der Gesellschaft aufzuhalten und lässt ihren Blick über all die Anwesenden gleiten. Wie wunderbar sie tanzen. Sie würde auch gerne einmal so tanzen. Allerdings steht es ihr nicht zu. Ihre Art des Tanzes findet in den Schatten statt. Zu zweit und doch alleine.

Die Overo Stute atmet tief ein, um das weitere Aufkeimen der negativen Gedanken zu unterdrücken und konzentriert sich stattdessen auf das Positive in ihrem Leben. Sie hatte schließlich Glück - Cyan wacht über sie und das, obwohl sie so einen schlechten Charakter hat. Er ist ein guter Mann und gütig.
Ihr Blick fiel gerade wieder auf ein hübsches, tanzendes Paar, als sie plötzlich einen Ruck spürte und einige Schritte zurück taumelten. Erschrocken weiteten sich ihre Augen und sie rechnete schon mit dem Schlimmsten. Doch vor ihr steht ein junger Bursche. Er gehört zwar nicht zum Adel, aber viele Männer, gerade unter den Soldaten, mögen es, wenn man ihnen trotzdem so entgegen tritt. Aber was will er hier? Bei ihr? War es Absicht, unauffällig mit ihr ins Gespräch zu kommen? Sie mustert ihn einen Moment und versucht in seinem Gesicht zu lesen, ehe sie sich leise räuspert. ”Verzeiht junger Herr. Ich war unachtsam.” Ihre Stimme ist freundlich und ohne jeglichen Spott. Ihr Blick wandert kurz an ihm vorbei, um zu überprüfen, ob Aufmerksamkeit auf ihnen liegt - Junge Hengste neigen dazu, sich gegenseitig anzuspornen, endlich zum ‘Mann’ zu werden. Aber dafür ist er noch zu jung. Er hat noch so viel anderes, was er vorab erleben kann. Vielleicht sogar die erste große Liebe? ”Verzeiht mir meine Direktheit, doch Ihr solltet Eure Jugend noch nicht hinter Euch lassen.” Sind am Ende die Worte, die sie wählt. Es ist besser, es nicht offen auszusprechen.


Rhuen

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Ein wenig irritiert über den spontanen Abgang von Spartacus blickte Rhuen dem Dunkelfuchs nach, schüttelte dann jedoch zufrieden über das vermeintlich positive Aufeinandertreffen der beiden den Kopf. Jener wurde zwar von einem pulsierenden Schmerz heimgesucht, aber dennoch. Es gab schon turbulentere Tage, wenn sie in ferner Vergangenheit aufeinandergetroffen waren. Manchmal wurde man aus Spartacus Licinius einfach nicht schlau, aber wenn dieser nicht wollte, dann sollte es so sein. Dennoch mochte und schätzte er ihn auf eine gewisse Art und Weise. Mal sehen, wo das ganze noch endete. Oder eben nicht.

Gerade als er sich abwandte, wurde der Windfarbene zurückgestoßen und musste doch glatt seine vier Beine sortieren, um nicht im nächsten Moment galant auf die Schnauze zu fliegen. Was zur Hölle... Wer war diese Frau?
 Und zweifelte sie allen Ernstes an, dass er alt genug für den Dienst im Heer war? Wenn sie wüsste, dass er bereits im Krieg gekämpft und dabei auch noch recht erfolgreich gewesen war, würde sie mit Sicherheit anders sprechen. Aber irgendwie wunderte es Rhuen nicht im Geringsten. Anerkennung gab es häufig nur für die jenigen unter ihnen, die eine namenhafte Abstammung aufweisen konnten. Er zählte nicht dazu. Es interessierte ihn auch nicht. Dass sie ihm diese Tatsache jedoch so unverfroren um die Ohren schlug, empfand er doch schon als geringfügig... Unverschämt? Herablassend? Respektlos? 

"Wenn du jemanden schon so begrüßt, bin ich gespannt, wie charmant du dich erst von einem verabschiedest. Ich dachte, man kann erstmal nur reden, bevor... Wer bist du überhaupt?", raunte er und schüttelte abermals das silbrige Langhaar, um sich einigermaßen zu ordnen. Dieser ganze Trubel war definitiv nichts für ihn.

"Du brauchst mich nicht ansprechen als wäre ich jemand höheren Standes. Ich heiße Rhuen." Immerhin hatte sie sich für ihre Unachtsamkeit entschuldigt. Ein Anfang. Die purpurnen Iriden lagen auf der Fremden, musterten sie eindringlich, so gut es ihm am helllichten Tage eben möglich war. Sie war... Schön. 
"Wieso hast du dein Haar nicht zurechtgemacht? So wie die da." Mit einem knappen Nicken deutete Rhuen zu den Adelsleuten, wie sie ein Stück weit entfernt von ihnen lachten, tanzten und vermutlich allmählich ungeduldig auf das Brautpaar warteten. Bis es denn endlich losging. "Tanzt du nicht gerne?

Kera

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Sie ist es gewöhnt, darauf reduziert zu werden, was sie ist - Eine Hure. Aus diesem Grund kommt ihr auch gar nicht in den Sinn, dass der junge Hengst ihre Worte auf etwas vollkommen anderes bezieht. Niemals würde sie einem Soldaten seine Kompetenz absprechen. Selbst als Rekrut trägt man einen wichtigen Teil dazu bei, das Volk zu schützen.
Sie zuckt kurz erschrocken mit den Ohren. Wie unhöflich sie doch ist! Selbst wenn ihr Vorhaben gut gemeint ist, ist sie es falsch angegangen. ”Rhuen. Ein schöner Name.” Entgegnet sie ehrlich und neigt den Kopf etwas gen Boden. Er mag noch ein Bursche sein und keinen hohen Stand besitzen - Aber auch er hat den Respekt verdient, den eine Frau einem Mann entgegenzubringen hat ”Mein Name ist Kera. Verzeiht…verzeih mir meine direkten Worte.” Wieder einmal entschuldigt sie sich. Wie so oft in ihrem Leben.

So wie die da? Ihr Kopf zuckt etwas nach oben, um seinem Blick zu den Feiernden zu folgen. Etwas fassungslos wandert ihr Blick wieder zurück zu Rhuen. Es war ein Fehler hierher zu kommen… Sie hätte sich einfach fügen und auf den richtigen Moment warten sollen. Nun aber steht sie hier und maßt sich an, dazuzugehören. ”Es wäre anmaßend von mir mich so herzurichten.” Sie lächelt - Doch ob das Lächeln wirklich ehrlich ist, sei dahingestellt. ”Und es ist bereits eine Freude einfach nur einen Blick darauf werfen zu können.” Ja, das ist ihr wirklich eine Freude. Sie mag Hübsches und hier ist einer schöner als der andere.
Seine nächste Frage lässt sie allerdings kurz schmunzeln. Seine direkte und auch irgendwie unschuldige Art ist erfrischend. ”Ich bin nicht sehr geschickt im tanzen..." Sie hatte nie die Chance es zu lernen. "...und meinesgleichen würde dort nur für Unmut sorgen. Wie sieht es mit dir aus? Wirst du dich noch zu den tanzenden gesellen?” Sicherlich würde er dort ein sehr hübsches Bild zusammen mit einem der jungen Mädchen abgeben.


Rhuen

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