08-08-2026, 11:31 PM
Sie sollte nicht hier sein. Noch nicht. Denn ihre Zeit ist erst gekommen, wenn die Zeremonie vorbei ist und sich die Gesellschaft langsam wieder auflöst. Aber die Neugierde ist einfach zu groß und sie möchte ja auch gar nicht versuchen, Teil von alldem zu sein. Sie möchte sich einfach nur daran erfreuen, all die hübsch hergerichteten Stuten zu erblicken und vielleicht schafft sie es ja sogar, einen Blick auf das Hochzeitspaar zu erhaschen? Die Braut wird bestimmt jedem den Atem rauben.
Aber Kera muss aufpassen, dass sie nicht den falschen Leuten auffällt. Man wird sie vielleicht nicht mit Pauken und Trompeten hinfort jagen. Aber geflüsterte Worte voller Abscheu können manchmal tiefer schneiden als jedes Messer. So versucht sie, sich unauffällig am Rande der Gesellschaft aufzuhalten und lässt ihren Blick über all die Anwesenden gleiten. Wie wunderbar sie tanzen. Sie würde auch gerne einmal so tanzen. Allerdings steht es ihr nicht zu. Ihre Art des Tanzes findet in den Schatten statt. Zu zweit und doch alleine.
Die Overo Stute atmet tief ein, um das weitere Aufkeimen der negativen Gedanken zu unterdrücken und konzentriert sich stattdessen auf das Positive in ihrem Leben. Sie hatte schließlich Glück - Cyan wacht über sie und das, obwohl sie so einen schlechten Charakter hat. Er ist ein guter Mann und gütig.
Ihr Blick fiel gerade wieder auf ein hübsches, tanzendes Paar, als sie plötzlich einen Ruck spürte und einige Schritte zurück taumelten. Erschrocken weiteten sich ihre Augen und sie rechnete schon mit dem Schlimmsten. Doch vor ihr steht ein junger Bursche. Er gehört zwar nicht zum Adel, aber viele Männer, gerade unter den Soldaten, mögen es, wenn man ihnen trotzdem so entgegen tritt. Aber was will er hier? Bei ihr? War es Absicht, unauffällig mit ihr ins Gespräch zu kommen? Sie mustert ihn einen Moment und versucht in seinem Gesicht zu lesen, ehe sie sich leise räuspert. ”Verzeiht junger Herr. Ich war unachtsam.” Ihre Stimme ist freundlich und ohne jeglichen Spott. Ihr Blick wandert kurz an ihm vorbei, um zu überprüfen, ob Aufmerksamkeit auf ihnen liegt - Junge Hengste neigen dazu, sich gegenseitig anzuspornen, endlich zum ‘Mann’ zu werden. Aber dafür ist er noch zu jung. Er hat noch so viel anderes, was er vorab erleben kann. Vielleicht sogar die erste große Liebe? ”Verzeiht mir meine Direktheit, doch Ihr solltet Eure Jugend noch nicht hinter Euch lassen.” Sind am Ende die Worte, die sie wählt. Es ist besser, es nicht offen auszusprechen.
Aber Kera muss aufpassen, dass sie nicht den falschen Leuten auffällt. Man wird sie vielleicht nicht mit Pauken und Trompeten hinfort jagen. Aber geflüsterte Worte voller Abscheu können manchmal tiefer schneiden als jedes Messer. So versucht sie, sich unauffällig am Rande der Gesellschaft aufzuhalten und lässt ihren Blick über all die Anwesenden gleiten. Wie wunderbar sie tanzen. Sie würde auch gerne einmal so tanzen. Allerdings steht es ihr nicht zu. Ihre Art des Tanzes findet in den Schatten statt. Zu zweit und doch alleine.
Die Overo Stute atmet tief ein, um das weitere Aufkeimen der negativen Gedanken zu unterdrücken und konzentriert sich stattdessen auf das Positive in ihrem Leben. Sie hatte schließlich Glück - Cyan wacht über sie und das, obwohl sie so einen schlechten Charakter hat. Er ist ein guter Mann und gütig.
Ihr Blick fiel gerade wieder auf ein hübsches, tanzendes Paar, als sie plötzlich einen Ruck spürte und einige Schritte zurück taumelten. Erschrocken weiteten sich ihre Augen und sie rechnete schon mit dem Schlimmsten. Doch vor ihr steht ein junger Bursche. Er gehört zwar nicht zum Adel, aber viele Männer, gerade unter den Soldaten, mögen es, wenn man ihnen trotzdem so entgegen tritt. Aber was will er hier? Bei ihr? War es Absicht, unauffällig mit ihr ins Gespräch zu kommen? Sie mustert ihn einen Moment und versucht in seinem Gesicht zu lesen, ehe sie sich leise räuspert. ”Verzeiht junger Herr. Ich war unachtsam.” Ihre Stimme ist freundlich und ohne jeglichen Spott. Ihr Blick wandert kurz an ihm vorbei, um zu überprüfen, ob Aufmerksamkeit auf ihnen liegt - Junge Hengste neigen dazu, sich gegenseitig anzuspornen, endlich zum ‘Mann’ zu werden. Aber dafür ist er noch zu jung. Er hat noch so viel anderes, was er vorab erleben kann. Vielleicht sogar die erste große Liebe? ”Verzeiht mir meine Direktheit, doch Ihr solltet Eure Jugend noch nicht hinter Euch lassen.” Sind am Ende die Worte, die sie wählt. Es ist besser, es nicht offen auszusprechen.



