08-08-2026, 12:21 AM
Sein halbblinder König war nicht einmal hier, um diese verwirrte Schar mit seinem Auge zu sehen und Karthago hatte bereits beschlossen, dass der Abend zu enden hatte. Einen letzten Blick warf er seiner Schwester zu und erhaschte die absurde Szene. Hestia und Tanzen? Es erschien ihm nicht abwegig, weil er an ihren Fähigkeiten zweifelte. Im Gegenteil war das Nesthäkchen der Dracas eine exzellente Tänzerin und was seine Mutter an Eleganz und Anmut besessen hatte, hatte sie ihrem undankbaren Spross in die Wiege gelegt. Es war absurd, weil der Tanz in diesen Reihen als Spiegel von Freude und Losgelassenheit dienen sollte. Ein Ritual, wenn man wollte.
Mit welchem Recht hatte Hestia Dracas eine Ode zur Sorglosigkeit und Freude verdient?
Er schnaubte abfällig und löste seine Augen von dem Anblick. Weder würde er seinem Vater einen weiteren Moment seiner Aufmerksamkeit schenken, noch der "Bitte" nach der Suche nach seinem Bruder folgen. Es war ihm gleich, auf welchem Weib und unter welchem Einfluss welcher Mittel er sich soeben befand.
Das alles war ihm gleich.
Prinzipiell war ihm alles gleich geworden.
Und trotzdem ebbte die Wut nicht ab. In all seiner Verehrung für den Mond lebte er doch ganz ohne Gezeiten und ertrank ununterbrochen in der Flut aus Zorn und Hass.
Es raunte schon wieder in ihm. Wenn er jetzt nicht von hier verschwand, würde er seine Übellaunigkeit am nächsten Opfer ausleben. Gierig suchte er bereits. Wenn Nova sich hier nicht bei ihm befand, würde er diesen scheiß Abend hinter sich lassen müssen, bevor er alles ins Verderben stü-
Das musste die vierzehnte Person des Abends sein, die in einen Artgenossen rempelte. Seine Nüstern verzogen sich, während er das graue Ding musterte.
Einen Moment verlangte es ihm ab, bevor die Erleuchtung eintrat. "Ah", kroch es aus der schmalen Kehle. "Du bist Ares' Lendenspross." Und sie fürchtete sich ganz offensichtlich vor ihm.
Wie revolutionär.
Sein Lächeln tränkte sich in Selbstmitleid, bevor es den Weg auf seine Lippen fand.
Dann brach irgendetwas in ihm. Vielleicht war das Mädchen zur rechten Zeit am rechten Ort. Vielleicht stopfte sie dem Schmelzkegel auch nur vorübergehend den Schlund. Vielleicht fachte sie die Feuer nur an.
Dennoch.
"So schlimm? Ich tu dir nichts." Seltsam ruhig und ermüdet blickte er in ihre perligen Augen. Irgendwann hatte er auch so in die Welt geblickt. Vielleicht.
"Wo wolltest du hin?", bot er sein Geleit an.
Mit welchem Recht hatte Hestia Dracas eine Ode zur Sorglosigkeit und Freude verdient?
Er schnaubte abfällig und löste seine Augen von dem Anblick. Weder würde er seinem Vater einen weiteren Moment seiner Aufmerksamkeit schenken, noch der "Bitte" nach der Suche nach seinem Bruder folgen. Es war ihm gleich, auf welchem Weib und unter welchem Einfluss welcher Mittel er sich soeben befand.
Das alles war ihm gleich.
Prinzipiell war ihm alles gleich geworden.
Und trotzdem ebbte die Wut nicht ab. In all seiner Verehrung für den Mond lebte er doch ganz ohne Gezeiten und ertrank ununterbrochen in der Flut aus Zorn und Hass.
Es raunte schon wieder in ihm. Wenn er jetzt nicht von hier verschwand, würde er seine Übellaunigkeit am nächsten Opfer ausleben. Gierig suchte er bereits. Wenn Nova sich hier nicht bei ihm befand, würde er diesen scheiß Abend hinter sich lassen müssen, bevor er alles ins Verderben stü-
Das musste die vierzehnte Person des Abends sein, die in einen Artgenossen rempelte. Seine Nüstern verzogen sich, während er das graue Ding musterte.
Einen Moment verlangte es ihm ab, bevor die Erleuchtung eintrat. "Ah", kroch es aus der schmalen Kehle. "Du bist Ares' Lendenspross." Und sie fürchtete sich ganz offensichtlich vor ihm.
Wie revolutionär.
Sein Lächeln tränkte sich in Selbstmitleid, bevor es den Weg auf seine Lippen fand.
Dann brach irgendetwas in ihm. Vielleicht war das Mädchen zur rechten Zeit am rechten Ort. Vielleicht stopfte sie dem Schmelzkegel auch nur vorübergehend den Schlund. Vielleicht fachte sie die Feuer nur an.
Dennoch.
"So schlimm? Ich tu dir nichts." Seltsam ruhig und ermüdet blickte er in ihre perligen Augen. Irgendwann hatte er auch so in die Welt geblickt. Vielleicht.
"Wo wolltest du hin?", bot er sein Geleit an.



