Seine Kinder. Das Erbe seines stolzen und alten Hauses.
Dort standen sie inmitten der pulsierenden Ader des Reiches und suhlten sich ahnungslos im Staub. Wie sehr es ihn schmerzte, sein Vermächtnis auf diese Weise besudelt zu wissen. Sein ältester Sohn, sein Abbild, ein von ihm geschaffenes Monster. Und hätte er nicht irgendwann begonnen die Kontrolle über das Biest zu verlieren, wäre er mit stolz geschwollener Brust bereits die Reise ins Jenseits angetreten. Oder wohin auch immer seinesgleichen entsandt wurden. Was er aber unlängst in den Augen Karthagos auflodern sah, beunruhigte ihn auf eine Weise, die ihn letztlich tätig werden ließ. Und die Kräuter der kleinen Füchsin taten ihr Übriges. Erstaunlich, wozu man eine Kreatur drängen konnte, wenn ihr der nötige Halt fehlte. Und wie leichtgläubig sie war.
Wenn er Hestia doch nur auf eben dieselbe Weise Gehorsam einflößen könnte.
Vielleicht wäre ein nettes Wort oder eine Erklärung fällig gewesen, als er sich nüsternrümpfend aus seiner Starre löste und sich in Richtung seiner Welpen fortbewegte. Die Frau seines Bruders hatte seit jeher gewusst, worauf sie sich einließ. Wahrlich erwartete sie nicht hier vor aller Augen mit Affektion und Liebkosungen beschenkt zu werden. Dienten diese ohnehin mehr seinem eigenen Ego, wann immer er sich dazu herabließ.
Sein Schritt war langsam und im Rhythmus nicht so geschmeidig, wie sich der Körper einst durch die Welt trug. Wer aber aufmerksamen Sinnes war, konnte vernehmen, dass das Oberhaupt der Dracas am heutigen Abend kontrollierter, gefasster auftrat. Und trug er das Haupt nicht beinahe so erhaben wie zu besseren Zeiten? Aus grimmigem Gesicht blickte er in die Welt hinaus und wo er lief, ging man ihm aus dem Weg. Die Gründe waren mannigfaltig und ihm gleich. Das Ergebnis war dasselbe.
"Meine Kinder. Hmpf", raunte er letztlich bei den dunklen Gestalten angekommen. "Wo ist euer nichtsnutziger Bruder?!" Früher einmal hatte es ihn getroffen, wenn Karthago das Gesicht auf jene Weise abwandt. Mittlerweile vermochte das vernarbte Herz kaum noch etwas zu durchdringen. Nach einem Leben wie seinem, voller Schmerz und Verachtung, was kümmerte es da noch, von welcher Seite sie herrührten?
Wortlos entfernte sich sein Sohn. "Wage es nicht, Karthago. Nicht heute Abend." Wenn er ihn mit dieser schwarzen Schlampe erwischen sollte-
"Und du. Welpe." Er fuhr unlieb mit dem schweren Kopf herum, erfasste seine Tochter mit dem guten Auge, bevor er weiter sprach. "Wrex Macridos. Jetzt. Und keine Scherze, Hestia. Ich bin heute nicht in der Laune für deine, hmpf", ein abfälliges Schnauben. "Allüren."
Und wo war überhaupt sein eigener nichtsnutziger Bruder? Auch dieser Status schien in der Familie vererbt zu werden. Kaum dass er ihn bei dem Trauerspiel einer Selene Miles vernahm, schloss er das Kapitel für den Abend ab.
Viel wichtiger war, wo sich sein eigenes Vorhaben für den heutigen Abend herumtrieb. Als er Gaia Acillius aufspürte, fragte er sich, weshalb man Ezrael Achillaes' Anwesenheit noch ertrug.
Dort standen sie inmitten der pulsierenden Ader des Reiches und suhlten sich ahnungslos im Staub. Wie sehr es ihn schmerzte, sein Vermächtnis auf diese Weise besudelt zu wissen. Sein ältester Sohn, sein Abbild, ein von ihm geschaffenes Monster. Und hätte er nicht irgendwann begonnen die Kontrolle über das Biest zu verlieren, wäre er mit stolz geschwollener Brust bereits die Reise ins Jenseits angetreten. Oder wohin auch immer seinesgleichen entsandt wurden. Was er aber unlängst in den Augen Karthagos auflodern sah, beunruhigte ihn auf eine Weise, die ihn letztlich tätig werden ließ. Und die Kräuter der kleinen Füchsin taten ihr Übriges. Erstaunlich, wozu man eine Kreatur drängen konnte, wenn ihr der nötige Halt fehlte. Und wie leichtgläubig sie war.
Wenn er Hestia doch nur auf eben dieselbe Weise Gehorsam einflößen könnte.
Vielleicht wäre ein nettes Wort oder eine Erklärung fällig gewesen, als er sich nüsternrümpfend aus seiner Starre löste und sich in Richtung seiner Welpen fortbewegte. Die Frau seines Bruders hatte seit jeher gewusst, worauf sie sich einließ. Wahrlich erwartete sie nicht hier vor aller Augen mit Affektion und Liebkosungen beschenkt zu werden. Dienten diese ohnehin mehr seinem eigenen Ego, wann immer er sich dazu herabließ.
Sein Schritt war langsam und im Rhythmus nicht so geschmeidig, wie sich der Körper einst durch die Welt trug. Wer aber aufmerksamen Sinnes war, konnte vernehmen, dass das Oberhaupt der Dracas am heutigen Abend kontrollierter, gefasster auftrat. Und trug er das Haupt nicht beinahe so erhaben wie zu besseren Zeiten? Aus grimmigem Gesicht blickte er in die Welt hinaus und wo er lief, ging man ihm aus dem Weg. Die Gründe waren mannigfaltig und ihm gleich. Das Ergebnis war dasselbe.
"Meine Kinder. Hmpf", raunte er letztlich bei den dunklen Gestalten angekommen. "Wo ist euer nichtsnutziger Bruder?!" Früher einmal hatte es ihn getroffen, wenn Karthago das Gesicht auf jene Weise abwandt. Mittlerweile vermochte das vernarbte Herz kaum noch etwas zu durchdringen. Nach einem Leben wie seinem, voller Schmerz und Verachtung, was kümmerte es da noch, von welcher Seite sie herrührten?
Wortlos entfernte sich sein Sohn. "Wage es nicht, Karthago. Nicht heute Abend." Wenn er ihn mit dieser schwarzen Schlampe erwischen sollte-
"Und du. Welpe." Er fuhr unlieb mit dem schweren Kopf herum, erfasste seine Tochter mit dem guten Auge, bevor er weiter sprach. "Wrex Macridos. Jetzt. Und keine Scherze, Hestia. Ich bin heute nicht in der Laune für deine, hmpf", ein abfälliges Schnauben. "Allüren."
Und wo war überhaupt sein eigener nichtsnutziger Bruder? Auch dieser Status schien in der Familie vererbt zu werden. Kaum dass er ihn bei dem Trauerspiel einer Selene Miles vernahm, schloss er das Kapitel für den Abend ab.
Viel wichtiger war, wo sich sein eigenes Vorhaben für den heutigen Abend herumtrieb. Als er Gaia Acillius aufspürte, fragte er sich, weshalb man Ezrael Achillaes' Anwesenheit noch ertrug.



