Gestern, 01:12 AM
Rhuen zuckte gleichgültig mit den Schultern. "Meinetwegen auch das. Ist mir ziemlich egal.", antwortete er trocken. Warum sollte es ihn auch kümmern? Er war hier um ihrer Leiber wegen. Seine Aufgabe war es, ihr Leben zu beschützen und sie vor weiteren Tragödien zu bewahren. Was ihr seelisches Befinden anbelangte, so konnten sie sich seinetwegen zum Teufel scheren und sich einen anderen Pausenclown suchen. Mit dem Blödsinn wollte und brauchte er nichts zutun haben und war froh, wenn man ihn in Frieden seiner Wege gehen ließ.
Die neue Königin stank also nach Blumen. Herrlich.
"Magst du sie wirklich nicht oder ist sie bloß irgendein Jemand in deinem Leben, dem du keinen größeren Stellenwert mehr beimessen kannst?", entgegnete er. Wenn man wollte, konnte man in seiner Antwort durchaus eine Provokation sehen. War es aber nicht. Eigentlich kümmerte es Rhuen nicht, wer sie war, solange sie nur gute Absichten dem König gegenüber hegte. Der Rest war nicht seine Angelegenheit. Im Bezug auf Spartacus jedenfalls würde es den Schwarzen jedoch keinesfalls wundern, wenn er inzwischen so abgestumpft war, dass er schlicht und ergreifend keine Sympathie mehr empfinden konnte. Weil er immer nur enttäuscht und gevögelt wurde, schöner konnte man es wirklich nicht ausdrücken.
Er hörte ihm zu, blickte dabei aufmerksam in die Weite. Ferngeblieben war ein schmeichelhaftes Wort in Anbetracht der Tatsache, dass seine Mühe seinen Bruder zu finden und zurück nach Hause zu bringen, offensichtlich völlig umsonst gewesen war. Physisch war Obsidian zwar anwesend, irgendwo. Sein Geist aber schien zurückgeblieben zu sein in dieser todbringenden Wüste. Wieder waren sie da. Diese Gedanken. An ihn.
Er war dankbar, dass Spartacus' Redefluss offenbar gerade kein Ende nahm. Rhuen versuchte sich auf das Gesagte zu konzentrieren, verlor aber mehr und mehr den Faden, weil er schlicht und ergreifend nicht ganz folgen konnte. Ja, die Tussi war hübsch. Das war aber mehr eine nüchterne Erkenntnis als eine Absichtsbekundung, eine Ehe mit ihr schließen zu wollen. Auf dieses ganze Drama mit den Weibern hatte er heute kein Bock und würde es auch in den nächsten zehn Jahren nicht haben. Fertig. Als Spartacus dann aber irgendwas von alten Säcken faselte, musste er unweigerlich an den Leibheiler denken, wie er damals... Nein, er wollte da jetzt nicht weiter darüber sinnieren. Es war widerlich und ekelhaft.
"Alter. Hast du dir überreife Früchte reingeballert oder warum erzählst du gerade so viel Scheiße?", lachte er und war dem Liciniusabkömmling insgeheim sehr dankbar um diese Wohltat einer Ablenkung. Es tat ihm gut, auch wenn diese Einsicht sich noch ein wenig merkwürdig anfühlte in Anbetracht der Tatsache, dass sie sich damals wirklich ... Nicht abgekonnt hatten? Oder wie auch immer man das nennen sollte. Rhuen war nicht gut in diesem zwischenmenschlichen Psychologieblödsinn. War ja auch nicht so wichtig.
"Ich habe heute Nacht Patrouillendienst. Kommst du mit oder gibt es wichtigere, royale Angelegenheiten, mit denen Ihr Euch zu befassen habt, oh königliche Hoheit?" Rhuen grinste und schnappte mühelos nach Spartacus, verfehlte ihn jedoch wie zu erwarten. "Ich würde es Euch allenfalls empfehlen, sonst wird Euer prunkvoller Arsch bald genau so fett wie Euer maßloses Ego..."
Und da begann sie wieder. Die essenzielle und traditionelle Rauferei zwischen ihnen, als sie sich gegenseitig versuchten zu hacken, sich anzusteigen, nur um im nächsten Moment in heldenhafter Eleganz mit den Schädeln aneinander zu donnern. Wessen "Autsch! Dummer/Blöder Idiot..." zuerst über die Zunge rollte, war kaum noch zu definieren. Sie lachten und hatten Spaß. Und das war so verdammt befreiend.
Die neue Königin stank also nach Blumen. Herrlich.
"Magst du sie wirklich nicht oder ist sie bloß irgendein Jemand in deinem Leben, dem du keinen größeren Stellenwert mehr beimessen kannst?", entgegnete er. Wenn man wollte, konnte man in seiner Antwort durchaus eine Provokation sehen. War es aber nicht. Eigentlich kümmerte es Rhuen nicht, wer sie war, solange sie nur gute Absichten dem König gegenüber hegte. Der Rest war nicht seine Angelegenheit. Im Bezug auf Spartacus jedenfalls würde es den Schwarzen jedoch keinesfalls wundern, wenn er inzwischen so abgestumpft war, dass er schlicht und ergreifend keine Sympathie mehr empfinden konnte. Weil er immer nur enttäuscht und gevögelt wurde, schöner konnte man es wirklich nicht ausdrücken.
Er hörte ihm zu, blickte dabei aufmerksam in die Weite. Ferngeblieben war ein schmeichelhaftes Wort in Anbetracht der Tatsache, dass seine Mühe seinen Bruder zu finden und zurück nach Hause zu bringen, offensichtlich völlig umsonst gewesen war. Physisch war Obsidian zwar anwesend, irgendwo. Sein Geist aber schien zurückgeblieben zu sein in dieser todbringenden Wüste. Wieder waren sie da. Diese Gedanken. An ihn.
Er war dankbar, dass Spartacus' Redefluss offenbar gerade kein Ende nahm. Rhuen versuchte sich auf das Gesagte zu konzentrieren, verlor aber mehr und mehr den Faden, weil er schlicht und ergreifend nicht ganz folgen konnte. Ja, die Tussi war hübsch. Das war aber mehr eine nüchterne Erkenntnis als eine Absichtsbekundung, eine Ehe mit ihr schließen zu wollen. Auf dieses ganze Drama mit den Weibern hatte er heute kein Bock und würde es auch in den nächsten zehn Jahren nicht haben. Fertig. Als Spartacus dann aber irgendwas von alten Säcken faselte, musste er unweigerlich an den Leibheiler denken, wie er damals... Nein, er wollte da jetzt nicht weiter darüber sinnieren. Es war widerlich und ekelhaft.
"Alter. Hast du dir überreife Früchte reingeballert oder warum erzählst du gerade so viel Scheiße?", lachte er und war dem Liciniusabkömmling insgeheim sehr dankbar um diese Wohltat einer Ablenkung. Es tat ihm gut, auch wenn diese Einsicht sich noch ein wenig merkwürdig anfühlte in Anbetracht der Tatsache, dass sie sich damals wirklich ... Nicht abgekonnt hatten? Oder wie auch immer man das nennen sollte. Rhuen war nicht gut in diesem zwischenmenschlichen Psychologieblödsinn. War ja auch nicht so wichtig.
"Ich habe heute Nacht Patrouillendienst. Kommst du mit oder gibt es wichtigere, royale Angelegenheiten, mit denen Ihr Euch zu befassen habt, oh königliche Hoheit?" Rhuen grinste und schnappte mühelos nach Spartacus, verfehlte ihn jedoch wie zu erwarten. "Ich würde es Euch allenfalls empfehlen, sonst wird Euer prunkvoller Arsch bald genau so fett wie Euer maßloses Ego..."
Und da begann sie wieder. Die essenzielle und traditionelle Rauferei zwischen ihnen, als sie sich gegenseitig versuchten zu hacken, sich anzusteigen, nur um im nächsten Moment in heldenhafter Eleganz mit den Schädeln aneinander zu donnern. Wessen "Autsch! Dummer/Blöder Idiot..." zuerst über die Zunge rollte, war kaum noch zu definieren. Sie lachten und hatten Spaß. Und das war so verdammt befreiend.



