Vor 1 Stunde
Detheroc nickte ermutigend, als seine Freundin aufblühte und anfing, von etwas zu sprechen, das sie wirklich interessierte. Das war dummerweise gar nicht so oft der Fall. Meistens sackte sie in sich zusammen und wartete mit angehaltenem Atem auf... etwas. Er wusste noch ganz genau, wie sie sich kennengelernt hatten. Detheroc, aufgeregt und schwatzend und sie, immer dann zusammenzuckend, wenn er sich zu schnell bewegte. Eher schlecht, wenn man bedachte, dass er nicht eine Sekunde ruhig auf der Stelle stehen konnte.
Der Dunkle betrachtete Aarin Miles, die den Gesichtsausdruck der erhabenen Scheißigkeit ihres Vaters perfekt nachahmte.
„Sieht gut aus. Die beiden ineinander verflochtenen Zöpfe? Sehr schön. Vielleicht kannst du es mir bei Gelegenheit mal beibringen. Khione ist da, denke, nicht ganz so hinter, aber vielleicht kriegen wir noch ein Mädchen und...“
Sie wäre nicht seines. Vermutlich. Und vermutlich hätte seine Frau auch kein Interesse daran, diesem Mädchen Blumen ins Haar zu flechten. Und wer tat es dann? Wer nahm sich dem jungen, aufgeregten Ding an, wenn es vor ihnen stand und sich auf den nächsten Ball freute? Wer hörte ihr zu, suchte mit ihr die Blumen aus, schlug ihr verschiedene Flechtfrisuren vor? Ihre Mutter, die sich zu schade dafür war? Ihr richtiger Vater, der nur den Krieg und den Tod kannte und lieber alles niedermetzelte, als einmal etwas für die Lebenden zu tun? Oder die Dienerschaft? Schön unpersönlich? Die Antwort war klar: Detheroc würde es tun. Und er hätte Spaß daran.
Selene erwähnte Khione, und sein Blick huschte augenblicklich über die Menge.
„Mein Töchterchen iiist... da.“ Mit einem Kopfnicken deutete er zu der dunklen Stute, die gerade ungefähr so angepisst aussah wie Dracerion Dracas. Hohoho — vielleicht war es besser, wenn sie jetzt nicht in Aaron's Nähe kam. Detheroc grinste und versuchte sie mit einem Blick zu sich zu locken. Er wäre ihr nicht böse wenn sie stattdessen umdrehte und in die entgegengesetzte Richtung ging. Das war der Charme heranwachsender Kinder.
Es war in diesem Moment, in dem Selene es wieder tat. Dieses Zusammensinken, dieses Verschwinden. Er sah gerade noch, wie ihr verzogenes Balg den angewidert den Blick von ihnen losriss und sich ausgerechnet Nyke Astoria zuwandte. Kleiner Drecksack.
„Darf ich ehrlich sein, Selene?“, fragte er sanft. „Aarin ist die Tochter deines Mannes, durch und durch, aber er — er ist dein Sohn. Söhne kommen nur leider nicht so gern nach ihren Müttern.“ Das wusste er aus Erfahrung. Detheroc beugte sich vor und stupste seiner Freundin sanft gegen die Brust. „Ich kann Khione fragen, vielleicht weiß sie mit ihm umzugehen. Es ist ein... schwieriges Alter.“
Der Dunkle betrachtete Aarin Miles, die den Gesichtsausdruck der erhabenen Scheißigkeit ihres Vaters perfekt nachahmte.
„Sieht gut aus. Die beiden ineinander verflochtenen Zöpfe? Sehr schön. Vielleicht kannst du es mir bei Gelegenheit mal beibringen. Khione ist da, denke, nicht ganz so hinter, aber vielleicht kriegen wir noch ein Mädchen und...“
Sie wäre nicht seines. Vermutlich. Und vermutlich hätte seine Frau auch kein Interesse daran, diesem Mädchen Blumen ins Haar zu flechten. Und wer tat es dann? Wer nahm sich dem jungen, aufgeregten Ding an, wenn es vor ihnen stand und sich auf den nächsten Ball freute? Wer hörte ihr zu, suchte mit ihr die Blumen aus, schlug ihr verschiedene Flechtfrisuren vor? Ihre Mutter, die sich zu schade dafür war? Ihr richtiger Vater, der nur den Krieg und den Tod kannte und lieber alles niedermetzelte, als einmal etwas für die Lebenden zu tun? Oder die Dienerschaft? Schön unpersönlich? Die Antwort war klar: Detheroc würde es tun. Und er hätte Spaß daran.
Selene erwähnte Khione, und sein Blick huschte augenblicklich über die Menge.
„Mein Töchterchen iiist... da.“ Mit einem Kopfnicken deutete er zu der dunklen Stute, die gerade ungefähr so angepisst aussah wie Dracerion Dracas. Hohoho — vielleicht war es besser, wenn sie jetzt nicht in Aaron's Nähe kam. Detheroc grinste und versuchte sie mit einem Blick zu sich zu locken. Er wäre ihr nicht böse wenn sie stattdessen umdrehte und in die entgegengesetzte Richtung ging. Das war der Charme heranwachsender Kinder.
Es war in diesem Moment, in dem Selene es wieder tat. Dieses Zusammensinken, dieses Verschwinden. Er sah gerade noch, wie ihr verzogenes Balg den angewidert den Blick von ihnen losriss und sich ausgerechnet Nyke Astoria zuwandte. Kleiner Drecksack.
„Darf ich ehrlich sein, Selene?“, fragte er sanft. „Aarin ist die Tochter deines Mannes, durch und durch, aber er — er ist dein Sohn. Söhne kommen nur leider nicht so gern nach ihren Müttern.“ Das wusste er aus Erfahrung. Detheroc beugte sich vor und stupste seiner Freundin sanft gegen die Brust. „Ich kann Khione fragen, vielleicht weiß sie mit ihm umzugehen. Es ist ein... schwieriges Alter.“




