Verdutzt blickte er zu Eris und suchte im Gesicht seiner Cousine nach einer möglichen Antwort auf das abrupte Abrauschen Amatas. "Also doch mein Gesicht?" Eines musste er der grauen Aegidius lassen. Sie hatte eine ungewöhnliche, erfrischende Art. Er selbst hatte kaum gemerkt, dass das Erstaunen ihm das gewohnte schiefe Lächeln auf die Lippen zeichnete und er die Worte unter gehauchtem Lachen hervorgebracht hatte. Doch so schnell es gekommen war, umso rascher zerriss es bei dem Anblick, der sich ihm bot. Durch die Mengen konnte er sie nur als Fetzen ausmachen, aber dieser hatte schon gereicht, um ihm das Blut gefrieren zu lassen. War das Nyke an der Brust des Miles? "Genug ist genug", bließ er die Worte zwischen gepressten Zähnen aus geblähten Nüstern. Bevor Eris Beschwichtigung finden konnte, nickte er provisorisch verabschiedend und begab sich in die Richtung, in jener er Nyke irgendwo hinter dem Volksgemisch vermutete. Bei Gott, Eris wusste leider ziemlich genau, wie sie ihren Cousin um den Finger wickeln konnte. Das war eine äußerst lästige Angewohnheit, die seinen Cousinen wohl in die Wiege gegeben wurde. Das und die übermäßige Sorge und der Drang, sie ständig und überall vor allem Unheil beschützen zu müssen. Es schien, dass die ganze Welt sich des Wertes dieser zwei Damen bewusst war und so würde er wohl niemals wahrlich zur Ruhe kommen.
Er drängte sich durch die mittlerweile dicht gewordene Masse. Mit beiläufig gesäuselten Entschuldigungen räumten die meisten ihm den Weg bereits frei. Die vielen hoffnungsvollen Begrüßungen der jungen Damen umging er mit dem halbtoten gewohnten Lächeln und einem höfischen Nicken, während er eiligen Schrittes vorwärts hastete. Seine hellen Augen fokussierten nach wie vor die maledeite Ecke, in der Aaron seine Cousine wohl gerade die Seele abkaufen wollte. Ein Miles. Musste sie sich ausgerechnet einen Miles aussuchen? Er wollte Eris Philosophie nicht zustimmen. Er konnte nicht. Warum nicht einer der Altair oder Licinius?
Irgendjemand aus einem der vornehmeren, gehaltvolleren Häuser.
Jemand mit Rückgrat, Ehre und Anstand. Ein treues Herz und eine gute Seele.
Er wünschte sich für sie Freundlichkeit und liebevolle Worte.
Er wünschte sich jemanden, mit dem eine Ehe Bestand halten und vielleicht sogar aufrichtige Gefühle beschwören konnte. Er wünschte sich -
Rhea Victus.
Er konnte den Aufprall mit Rhea Victus gerade noch verhindern.
"Verzeiht mir! Das war so ungeschickt!", entschuldigte sich ein stolpernder Hengst.
Seine Augen weiteten sich, als ihm kurzer Hand die Luft aus der Lunge gepresst wurde. Einer der Herren hatte im Eifer des Gefechts seinen Tanz wohl verhaspelt und war ungelenk in den Schimmel gerammt. Die Beine in den Boden gestemmt, verhinderte er einen Zusammenstoß mit der Braunen. Ein Raunen floh durch die Menge. "Oh! Herr Astoria! O-oh!" Und fort war der Tölpel.
Ebenso Nyke und Aaron.
Und er stand nun hier und blickte Rhea Victus in die dunklen Augen. "Ist", er sammelte sich, bevor er fortsetzte, "alles in Ordnung?" Einen Moment blickte er dem Hengst noch engäugig nach, bevor seine Stimme etwas weicher wurde. "Tetia", vollendete er die unsaubere Begrüßung mit einem höfischen Nicken und blickte dann wieder zu ihrer älteren Schwester. "Und Rhea. Guten Abend."
Er spürte förmlich die Blicke Remus und Lucius in seinem Nacken. Warum musste er als Sohn geboren werden? Innerlich seufzte er, während sich die übliche galante Maske zurück auf sein Gesicht stahl. "Ihr seht bezaubernd aus, meine Damen. Ihr stecht besonders heraus, liebe Tetia. Ein schönes Arrangement." Dennoch löste sich sein Blick von dem Rheas erst, nachdem er die Worte vollendet hatte, und wanderte zu Tetia und ihrer Blumenpracht. Das schiefe Lächeln zurück auf den Lippen.
Und damit musste er sich seine Niederlage hinsichtlich Aaron eingestehen. Fürs Erste.
Er drängte sich durch die mittlerweile dicht gewordene Masse. Mit beiläufig gesäuselten Entschuldigungen räumten die meisten ihm den Weg bereits frei. Die vielen hoffnungsvollen Begrüßungen der jungen Damen umging er mit dem halbtoten gewohnten Lächeln und einem höfischen Nicken, während er eiligen Schrittes vorwärts hastete. Seine hellen Augen fokussierten nach wie vor die maledeite Ecke, in der Aaron seine Cousine wohl gerade die Seele abkaufen wollte. Ein Miles. Musste sie sich ausgerechnet einen Miles aussuchen? Er wollte Eris Philosophie nicht zustimmen. Er konnte nicht. Warum nicht einer der Altair oder Licinius?
Irgendjemand aus einem der vornehmeren, gehaltvolleren Häuser.
Jemand mit Rückgrat, Ehre und Anstand. Ein treues Herz und eine gute Seele.
Er wünschte sich für sie Freundlichkeit und liebevolle Worte.
Er wünschte sich jemanden, mit dem eine Ehe Bestand halten und vielleicht sogar aufrichtige Gefühle beschwören konnte. Er wünschte sich -
Rhea Victus.
Er konnte den Aufprall mit Rhea Victus gerade noch verhindern.
"Verzeiht mir! Das war so ungeschickt!", entschuldigte sich ein stolpernder Hengst.
Seine Augen weiteten sich, als ihm kurzer Hand die Luft aus der Lunge gepresst wurde. Einer der Herren hatte im Eifer des Gefechts seinen Tanz wohl verhaspelt und war ungelenk in den Schimmel gerammt. Die Beine in den Boden gestemmt, verhinderte er einen Zusammenstoß mit der Braunen. Ein Raunen floh durch die Menge. "Oh! Herr Astoria! O-oh!" Und fort war der Tölpel.
Ebenso Nyke und Aaron.
Und er stand nun hier und blickte Rhea Victus in die dunklen Augen. "Ist", er sammelte sich, bevor er fortsetzte, "alles in Ordnung?" Einen Moment blickte er dem Hengst noch engäugig nach, bevor seine Stimme etwas weicher wurde. "Tetia", vollendete er die unsaubere Begrüßung mit einem höfischen Nicken und blickte dann wieder zu ihrer älteren Schwester. "Und Rhea. Guten Abend."
Er spürte förmlich die Blicke Remus und Lucius in seinem Nacken. Warum musste er als Sohn geboren werden? Innerlich seufzte er, während sich die übliche galante Maske zurück auf sein Gesicht stahl. "Ihr seht bezaubernd aus, meine Damen. Ihr stecht besonders heraus, liebe Tetia. Ein schönes Arrangement." Dennoch löste sich sein Blick von dem Rheas erst, nachdem er die Worte vollendet hatte, und wanderte zu Tetia und ihrer Blumenpracht. Das schiefe Lächeln zurück auf den Lippen.
Und damit musste er sich seine Niederlage hinsichtlich Aaron eingestehen. Fürs Erste.



