Vor 4 Stunden
Eine Hochzeit löste gemischte Gefühle in dem erfahrenen Soldaten aus, der sich mit ruhigen Schritten durch die Menge bewegte, um sich einen Platz am Rand der Zeremonie zu sichern. Er wurde automatisch an seine eigene erinnert. An seine Nervosität, das Glück, das sich so leicht in sein Herz geschlichen hatte. An die verräterischen Tränen, als er seine Frau das erste Mal an dem Tag erblickte, nachdem sie peinlich darauf geachtet hatte, dass er sie nicht vor ihrem Auftritt sah.
Sie war alles in dem Moment gewesen. Und danach auch. Er hatte sie geliebt. Bedingungslos. Sie war immer schön für ihn gewesen. Selbst dann, als sie der Meinung war, dass sie nach vier Kindern nicht mehr den jungen Körper hatte wie zu ihrer Hochzeit. Denn auch mit den kleinen Unebenheiten, den Narben und der Müdigkeit im Gesicht, war sie wunderschön gewesen. Remus hatte sie nicht daran zweifeln lassen, dass er sie liebte. Ebenso wenig, dass er sie begehrte. Manchmal muss er unwillkürlich schmunzeln, wenn er an ihre gespielte Empörung zurück dachte, wenn er sie aus dem Nichts küsste und ihr sagte, dass er sie wollte. Jetzt. Sofort. Gelegentlich hatte sie ihn hingehalten, seine Sehnsucht genossen. Oft genug aber auch nicht.
Remus schüttelte leicht seinen Kopf, verdrängte den Gedanken und nickte kurz in Dracerions Richtung, als er den Patriarch der Familie Dracas sah. Er wusste nicht, ob er selbst so alt werden wollte. Es würde bedeuten, dass er zu viele Jahre ohne sie leben musste. Und Remus hatte Angst, dass er sie mit der Zeit vergessen könnte. Ihren Duft. Ihre Wärme. Ihren Geschmack.
Eine leise Stimme riss den Soldaten aus seinen Gedanken und sein Blick glitt zu seiner Rechten. Die weiße Gestalt von Morgana stand unmittelbar in seiner Nähe, ihre blauen Augen ruhten auf ihm. Er neigte höflich den Kopf, betrachtete sie aus dunklen Augen. “Guten Tag Morgana.”, begrüßte er die Glaubensschwester und wandte sich ihr ganz zu, aus dem Augenwinkel seine beiden Töchter bemerkend, die ihrer Mutter ähnlicher sahen als ihm. Die Jüngste war wohl in alle verbliebenen Blüten gefallen, denn von ihrem schwarzen langen Haar war kaum mehr was zu sehen. Der Victus atmete einmal schwer aus. “Mir geht es sehr gut, danke der Nachfrage. Nach einem Jahr können wir glaube ich sagen, dass wir eine gute Heimat gefunden haben.”, beantwortete er ihre Frage mit nüchterner Klarheit. “Und Euch?”, stellte er höflich die Gegenfrage, eigentlich aber kaum gewillt, sich in Smalltalk zu verlieren. Wachsam glitt sein Blick nochmal zu seinen Töchtern, Lucian bemerkend, der sich ihnen näherte. “Ich befürchte fast, dass Tetia es etwas übertrieben hat.”, er bemerkte die Mühe, mit der seine jüngste Tochter versuchte, die Blütenpracht auf ihrem Kopf zu stemmen.
Sie war alles in dem Moment gewesen. Und danach auch. Er hatte sie geliebt. Bedingungslos. Sie war immer schön für ihn gewesen. Selbst dann, als sie der Meinung war, dass sie nach vier Kindern nicht mehr den jungen Körper hatte wie zu ihrer Hochzeit. Denn auch mit den kleinen Unebenheiten, den Narben und der Müdigkeit im Gesicht, war sie wunderschön gewesen. Remus hatte sie nicht daran zweifeln lassen, dass er sie liebte. Ebenso wenig, dass er sie begehrte. Manchmal muss er unwillkürlich schmunzeln, wenn er an ihre gespielte Empörung zurück dachte, wenn er sie aus dem Nichts küsste und ihr sagte, dass er sie wollte. Jetzt. Sofort. Gelegentlich hatte sie ihn hingehalten, seine Sehnsucht genossen. Oft genug aber auch nicht.
Remus schüttelte leicht seinen Kopf, verdrängte den Gedanken und nickte kurz in Dracerions Richtung, als er den Patriarch der Familie Dracas sah. Er wusste nicht, ob er selbst so alt werden wollte. Es würde bedeuten, dass er zu viele Jahre ohne sie leben musste. Und Remus hatte Angst, dass er sie mit der Zeit vergessen könnte. Ihren Duft. Ihre Wärme. Ihren Geschmack.
Eine leise Stimme riss den Soldaten aus seinen Gedanken und sein Blick glitt zu seiner Rechten. Die weiße Gestalt von Morgana stand unmittelbar in seiner Nähe, ihre blauen Augen ruhten auf ihm. Er neigte höflich den Kopf, betrachtete sie aus dunklen Augen. “Guten Tag Morgana.”, begrüßte er die Glaubensschwester und wandte sich ihr ganz zu, aus dem Augenwinkel seine beiden Töchter bemerkend, die ihrer Mutter ähnlicher sahen als ihm. Die Jüngste war wohl in alle verbliebenen Blüten gefallen, denn von ihrem schwarzen langen Haar war kaum mehr was zu sehen. Der Victus atmete einmal schwer aus. “Mir geht es sehr gut, danke der Nachfrage. Nach einem Jahr können wir glaube ich sagen, dass wir eine gute Heimat gefunden haben.”, beantwortete er ihre Frage mit nüchterner Klarheit. “Und Euch?”, stellte er höflich die Gegenfrage, eigentlich aber kaum gewillt, sich in Smalltalk zu verlieren. Wachsam glitt sein Blick nochmal zu seinen Töchtern, Lucian bemerkend, der sich ihnen näherte. “Ich befürchte fast, dass Tetia es etwas übertrieben hat.”, er bemerkte die Mühe, mit der seine jüngste Tochter versuchte, die Blütenpracht auf ihrem Kopf zu stemmen.



