Gestern, 01:56 PM
Ah. Ein Missverständnis also. Es brachte ihn nicht sonderlich aus der Fassung. Mehr als die Verkürzung eines Trittes entlockte es ihm nicht. Es war gewiss nicht das erste Mal, dass Saito jemandes Worte falsch verstand oder gar ganz an ihnen vorbei redete. Bei Penthesilea schien er sich gar wohl genug zu fühlen, ihr viele seiner Gedanken zu offenbaren. Und auch, wenn sie mit dem Missgeschick nun aufräumte, glaubte er nicht, dass seine Inneres bei ihr Fehl am Platz sei. Sie verstand sich darauf, ihrem Gegenüber das Gefühl von Aufrichtigkeit zu vermitteln. Er hatte nichts zu verbergen, doch wäre dem so, glaubte er, sie sei eine geeignete Hüterin.
"Hmm", bestätigte er ihre Frage nach seinem Interesse. Keine Angelegenheit der Heersache, sondern eine des Herzens. Er wurde oft auf indirekte, ihm unverständliche Art danach gefragt. Zu oft entging ihm der Kern dessen und noch öfter glaubte er nicht, dass diese Angelegenheit und die Beantwortung dessen irgendeinem Zweck beitrug. Er hatte bislang nie vorgehabt, der Ehe nachzugehen. Bis vor dem Krieg noch war sein gesamtes Leben nur einer Aufgabe gewidmet und schrieb gar das Gegenteil vor. Von Geburt an hatte man ihm erklärt, dass er niemals heiraten würde und dass sein Herz nicht mehr als ein Indikator dafür war, dass er lebte. Erst seit Silas und dem Verlassen der zerbrochenen Heimat hatten sie es ihm nun zur Pflicht gemacht, eine Frau zu finden und den Namen Altair weiterzutragen.
Es hatte für ihn bislang nur eine gegeben und er glaubte nicht daran, ihr jemals gerecht zu werden. Daher war es ihm gleich, wer sonst an seiner Seite stand. Er war ein guter, pflichtbewusster Leibgardist und Sohn und würde auch der Ehepflicht treu sein.
"Ich würde es nicht wagen, ihr nach dem Tod ihres Verlobten Schmerzen mit dem Gedanken an eine andere Ehe zu bereiten. Diesen Frust möchte ich Eris ersparen." Erst nachdem er die Worte beendet hatte, wagte er es, seinen Blick in Richtung der Astoria-Tochter zu richten und als er die Blumen in ihrem geflochtenen Haar sah, stahl sich ein mildes Lächeln auf seine Lippen.
Mit Penthesileas nächsten Worten schenkte er dann wieder ihr seine vollste Aufmerksamkeit. So wirr er manchmal war, verstand er sich so gut er konnte auf Manieren. Außerdem machte die Braune es ihm sonderbar leicht, seine Gedanken mitzuteilen.
"Ich verstehe nicht viel von all dem. Vielleicht ist es falsch, sich mit vorgegebenen Laufbahnen wohlzufühlen. Mein ganzes Leben war vorbestimmt und ich habe darin Ruhe gefunden. Ich dachte, dass ich nur einer Bestimmung folgen muss. Mich jetzt auf einem Kampffeld wiederzufinden, von dem ich nichts verstehe, ist beängstigend. Was, wenn ich sie doch verletze? Ich könnte nich-" Er brach ab und schüttelte die Gedanken weg.
"Ist das närrisch? Seht ihr dies anders?" Zum ersten Mal seit langem konnte er behaupten, dass ihn die Antwort darauf wirklich interessierte.
"Hmm", bestätigte er ihre Frage nach seinem Interesse. Keine Angelegenheit der Heersache, sondern eine des Herzens. Er wurde oft auf indirekte, ihm unverständliche Art danach gefragt. Zu oft entging ihm der Kern dessen und noch öfter glaubte er nicht, dass diese Angelegenheit und die Beantwortung dessen irgendeinem Zweck beitrug. Er hatte bislang nie vorgehabt, der Ehe nachzugehen. Bis vor dem Krieg noch war sein gesamtes Leben nur einer Aufgabe gewidmet und schrieb gar das Gegenteil vor. Von Geburt an hatte man ihm erklärt, dass er niemals heiraten würde und dass sein Herz nicht mehr als ein Indikator dafür war, dass er lebte. Erst seit Silas und dem Verlassen der zerbrochenen Heimat hatten sie es ihm nun zur Pflicht gemacht, eine Frau zu finden und den Namen Altair weiterzutragen.
Es hatte für ihn bislang nur eine gegeben und er glaubte nicht daran, ihr jemals gerecht zu werden. Daher war es ihm gleich, wer sonst an seiner Seite stand. Er war ein guter, pflichtbewusster Leibgardist und Sohn und würde auch der Ehepflicht treu sein.
"Ich würde es nicht wagen, ihr nach dem Tod ihres Verlobten Schmerzen mit dem Gedanken an eine andere Ehe zu bereiten. Diesen Frust möchte ich Eris ersparen." Erst nachdem er die Worte beendet hatte, wagte er es, seinen Blick in Richtung der Astoria-Tochter zu richten und als er die Blumen in ihrem geflochtenen Haar sah, stahl sich ein mildes Lächeln auf seine Lippen.
Mit Penthesileas nächsten Worten schenkte er dann wieder ihr seine vollste Aufmerksamkeit. So wirr er manchmal war, verstand er sich so gut er konnte auf Manieren. Außerdem machte die Braune es ihm sonderbar leicht, seine Gedanken mitzuteilen.
"Ich verstehe nicht viel von all dem. Vielleicht ist es falsch, sich mit vorgegebenen Laufbahnen wohlzufühlen. Mein ganzes Leben war vorbestimmt und ich habe darin Ruhe gefunden. Ich dachte, dass ich nur einer Bestimmung folgen muss. Mich jetzt auf einem Kampffeld wiederzufinden, von dem ich nichts verstehe, ist beängstigend. Was, wenn ich sie doch verletze? Ich könnte nich-" Er brach ab und schüttelte die Gedanken weg.
"Ist das närrisch? Seht ihr dies anders?" Zum ersten Mal seit langem konnte er behaupten, dass ihn die Antwort darauf wirklich interessierte.



