07-26-2026, 11:35 AM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-26-2026, 11:35 AM von Natsch.)
Damhnait spürte beinahe körperlich, wie Briony sich leicht aufplusterte. Er wusste nicht, ob er ihn schockiert hatte oder er es einfach ähnlich sah. Ein Teil von ihm wünschte sich, dass der Junge es verstand. Ein anderer Teil hoffte, dass er es nicht tat. Das würde ihm etwas ersparen, von dem Damhnait nicht wusste, was es war. Eine Bestätigung. Eine Anteilnahme, nach der er nicht verlangte. Vielleicht wollte er allein sein mit seiner Scham. Mit seiner Wut. Mit seinem ganzen Sein. Vielleicht aber auch nicht. Sein Blick glitt nochmal zu Selene, die bei einem der Dracas stand. Dem, den man am leichtesten ertragen konnte.
Brionys Frage ließ Damhnait einen Moment schweigend zurück. War der König einmal grausam zu ihm gewesen? Nein. Doch er war blind. Blind für die Bedürfnisse derer, die er für niederer hielt. Das war der Fluch des Seins eines Königs. Die Probleme der kleinen Staubpartikel in seinem Kosmos waren nicht relevant genug, um ihnen Beachtung zu schenken. “Nein, Nero war nie grausam zu mir.”, sagte er ruhig und wandte den Blick von Selene ab, sah wieder zur Briony, der einige Zentimeter kleiner war. “Aber ich glaube, dass er es sein kann.”, er hob wieder den Blick, just in dem Moment als Nero die Steppe betrat. Der schwarze Körper des Königs schob sich vom Rand in die Menge. Er trug seinen Schmuck. “Und, dass er es irgendwann auch sein muss.”, sonst würden sie alle verloren sein. Mit Güte überlebte hier niemand lange.
Damhnaits Mundwinkel zuckten schwach. “Und welche Lieder wirst du singen?”, über einen toten König? Über den neuen Regenten? Über eine Vergangenheit, die ihnen nichts mehr geben kann? Über die Rückkehr in das heilige Land? “Meine Rolle erscheint mir leichter zu tragen.”, der über den man sprach. Spottete. Vor dem man Angst hatte, weil er grausam war. Weil er kein Mann war, sondern ein Monster. “Um andere?”, nein, eigentlich sorgte er sich nur um eine Person. “In meinem Skript bin ich kein Retter.”
Brionys Frage ließ Damhnait einen Moment schweigend zurück. War der König einmal grausam zu ihm gewesen? Nein. Doch er war blind. Blind für die Bedürfnisse derer, die er für niederer hielt. Das war der Fluch des Seins eines Königs. Die Probleme der kleinen Staubpartikel in seinem Kosmos waren nicht relevant genug, um ihnen Beachtung zu schenken. “Nein, Nero war nie grausam zu mir.”, sagte er ruhig und wandte den Blick von Selene ab, sah wieder zur Briony, der einige Zentimeter kleiner war. “Aber ich glaube, dass er es sein kann.”, er hob wieder den Blick, just in dem Moment als Nero die Steppe betrat. Der schwarze Körper des Königs schob sich vom Rand in die Menge. Er trug seinen Schmuck. “Und, dass er es irgendwann auch sein muss.”, sonst würden sie alle verloren sein. Mit Güte überlebte hier niemand lange.
Damhnaits Mundwinkel zuckten schwach. “Und welche Lieder wirst du singen?”, über einen toten König? Über den neuen Regenten? Über eine Vergangenheit, die ihnen nichts mehr geben kann? Über die Rückkehr in das heilige Land? “Meine Rolle erscheint mir leichter zu tragen.”, der über den man sprach. Spottete. Vor dem man Angst hatte, weil er grausam war. Weil er kein Mann war, sondern ein Monster. “Um andere?”, nein, eigentlich sorgte er sich nur um eine Person. “In meinem Skript bin ich kein Retter.”



