07-24-2026, 01:46 PM
"Nein."
Sie ließ das Wort so schlicht in der lauen Luft stehen, als hätte sie ihm damit nicht gerade offenbart, dass sie an seinen Qualitäten als Oberhaupt der Familie zweifelte. Es war eines der Dinge, die den Sprösslingen des Hauses Dracas in die Wiege gelegt worden waren; oder aber durch entsprechende Maßnahmen Einzug in ihre Wesen gehalten hatten. Furchtlosigkeit.
Karthago würde sich beweisen müssen. Dass sie ihm nicht in den Rücken fallen würde, hatte rein pragmatische Gründe. Wer würde sonst an seiner Stelle die Führung übernehmen? Xieran? Damit wäre das Hause Dracas fürwahr dem Untergang geweiht. Für Detheroc standen Dracerions beiden Söhne im Weg. Und selbst wenn diese die Folge nicht antreten würden, wäre Khiones Vater wahrscheinlich ebenso wenig geeignet wie Xieran. Von dieser Seite her betrachtet hatte Karthago also gewissermaßen bereits erreicht, was er soeben so ehrgeizig geäußert hatte. Er war die beste Wahl.
Langsam nahm die Anzahl an Anwesenden zu, was bedeutete, dass sie sich dem Zentrum des Festplatzes näherten. Khione atmete in einem tiefen Zug ein. Sie verabscheute diese Art von Aufläufen; seit dem Krieg verursachten solche Mengen an Leibern ein Unwohlsein in ihrer Brust, ihr Herz schlug schneller und beinahe automatisch begann sie, die Umgebung nach potentiellen Gefährdern zu durchkämmen. Es war ein Glück, dass es ihr einigermaßen gelang, diese Veränderung in ihrem Befinden bedeckt zu halten. Es wäre ein gefundenes Fressen für ihren werten Cousin.
"Ein nettes Paar." widerholte Khione Karthagos Worte in ihrem Kopf und hätte beinahe aufgelacht angesichts der Absurdität, die dieser Aussage innwohnte.
"Ich fürchte du musst dir eine andere Dame suchen, die dir Zerstreuung hinsichtlich einer gewissen Rappstute leistet."
Ihr war durchaus bewusst, dass sie mit diesem Thema äußerst dünnes Eis betrat. Aber wer wenn nicht sie war in der Lage, sich darauf zielsicher zu bewegen? Nichtsdestotrotz zog sie es vor, dem aufkommenden Zorn ihres Cousins auszuweichen und entfernte sich mit ein paar zügigen Schritten von ihm.
"Auf das Haus Dracas. Und darauf, dass ich meine Loyalität nicht bereue."
Sie warf ihm über die Schulter einen vielsagenden Blick zu, dann schob Khione sich zwischen den Körpern hindurch und verschwand im Gedränge.
Sie ließ das Wort so schlicht in der lauen Luft stehen, als hätte sie ihm damit nicht gerade offenbart, dass sie an seinen Qualitäten als Oberhaupt der Familie zweifelte. Es war eines der Dinge, die den Sprösslingen des Hauses Dracas in die Wiege gelegt worden waren; oder aber durch entsprechende Maßnahmen Einzug in ihre Wesen gehalten hatten. Furchtlosigkeit.
Karthago würde sich beweisen müssen. Dass sie ihm nicht in den Rücken fallen würde, hatte rein pragmatische Gründe. Wer würde sonst an seiner Stelle die Führung übernehmen? Xieran? Damit wäre das Hause Dracas fürwahr dem Untergang geweiht. Für Detheroc standen Dracerions beiden Söhne im Weg. Und selbst wenn diese die Folge nicht antreten würden, wäre Khiones Vater wahrscheinlich ebenso wenig geeignet wie Xieran. Von dieser Seite her betrachtet hatte Karthago also gewissermaßen bereits erreicht, was er soeben so ehrgeizig geäußert hatte. Er war die beste Wahl.
Langsam nahm die Anzahl an Anwesenden zu, was bedeutete, dass sie sich dem Zentrum des Festplatzes näherten. Khione atmete in einem tiefen Zug ein. Sie verabscheute diese Art von Aufläufen; seit dem Krieg verursachten solche Mengen an Leibern ein Unwohlsein in ihrer Brust, ihr Herz schlug schneller und beinahe automatisch begann sie, die Umgebung nach potentiellen Gefährdern zu durchkämmen. Es war ein Glück, dass es ihr einigermaßen gelang, diese Veränderung in ihrem Befinden bedeckt zu halten. Es wäre ein gefundenes Fressen für ihren werten Cousin.
"Ein nettes Paar." widerholte Khione Karthagos Worte in ihrem Kopf und hätte beinahe aufgelacht angesichts der Absurdität, die dieser Aussage innwohnte.
"Ich fürchte du musst dir eine andere Dame suchen, die dir Zerstreuung hinsichtlich einer gewissen Rappstute leistet."
Ihr war durchaus bewusst, dass sie mit diesem Thema äußerst dünnes Eis betrat. Aber wer wenn nicht sie war in der Lage, sich darauf zielsicher zu bewegen? Nichtsdestotrotz zog sie es vor, dem aufkommenden Zorn ihres Cousins auszuweichen und entfernte sich mit ein paar zügigen Schritten von ihm.
"Auf das Haus Dracas. Und darauf, dass ich meine Loyalität nicht bereue."
Sie warf ihm über die Schulter einen vielsagenden Blick zu, dann schob Khione sich zwischen den Körpern hindurch und verschwand im Gedränge.



