Vor 6 Stunden
Für Atlas würde es vielleicht immer auch irgendwo ein Rätsel bleiben, was Sayyirah an ihm fand. Nicht weil er sich selbst so furchtbar fand, sondern weil sie jemand war, die wohl die Aufmerksamkeit von jedem Mann hier haben könnte. Egal, welchen Stand sie innehatten. Er schnaubte also leise und ein schiefes, seltenes Lächeln zupfte an seinen Mundwinkeln. “Du ehrst mich - Mal wieder.”, seine Stimme klang nur ein bisschen gequält aufgrund ihrer Lobeshymne auf seine Person und er bedauerte es still, dass er selbst nicht in der Lage war, es so auszudrücken wie Sayyirah. Wie sollte er ihr sagen, dass sie die schönste und cleverste Frau war, wenn es sich in seinem Kopf so plump anhörte? Atlas war kein Philosoph und auch kein Dichter, seine Zuneigung zeigte sich eher in Gesten und Blicken, von denen er glaubte, dass das nicht genug war.
Es interessierte ihn wirklich, wie sie zur Heirat stand. Die Kultur der Valerius war so anders als seine eigene. Er lachte leise, als Sayyirah die Gewagtheit von Fawna ansprach. Sie war tatsächlich ein wenig sonderbar, aber nicht so sonderbar, dass sich Atlas daran stoßen würde. Da gab es andere, die er… weitaus bedenklicher fand - in ihren Ansichten und ihrer Art. “Du könntest dich auch etwas wagen… sie hilft dir sicher dabei.”, schlug er vor und zupfte an einer ihrer langen, dunklen Strähnen.
Atlas hob wieder den Blick und hörte der Rappin nachdenklich zu. Er wusste, dass sie lange Zeit bei Silas gelebt hatte und es glich wohl einem Wunder, dass sie diese Zeit so unbeschadet überstanden hatte. Er wusste auch noch nicht, was er mit der Information machen sollte - über ihre Gedanken zur Hochzeit. Aber etwas in ihm wurde ruhiger, oder auch beruhigt, als sie sagte, dass sie nicht das Bedürfnis hatte, angestarrt und analysiert zu werden.
Dass Sayyirah nie etwas von ihm verlangen würde, war vielleicht der Grund, warum Atlas immer mehr bereit war zu geben. Ihre Unkompliziertheit bereitete dem Rostfarbenen regelmäßig ein schlechtes Gewissen, weil er das Gefühl hatte, sie würde mehr geben als er. Dabei war er sich nicht einmal sicher, ob sie das definiert hatten, was sie waren - aber er wusste auch nicht, ob man alles definieren musste. “Du möchtest also alleine mit mir tanzen?”, fragte der Soldat und ein fast schon anzügliches Lächeln glitt über seine sonst so ernsten Züge. Vielleicht wollte er damit auch dem Gespräch ein wenig die Ernsthaftigkeit nehmen.
Er blieb trotzdem bei seinem Vorschlag und bestärkte ihn noch. Wenn sie heute tanzen wollte, würde er mit ihr tanzen. Vielleicht würden sie kurz zum Gespräch werden, vielleicht waren die Brautleute aber auch einfach wichtiger als sie. Um Sayyirahs Willen, hoffte er es. Sollten sie sich über ihn das Maul zerreißen, aber er wollte nicht, dass man der Heilerin mit Worten weh tat. “Na Gott sei Dank.”, tat Atlas erleichtert und ließ die Luft geräuschvoll aus seinen Lungen entweichen. “Ich hätte damit gerechnet, dass deine schon komplett voll ist.”, weil sie nicht nur schön, sondern bezaubernd war. Weil sie gütig war. Und interessant. Weil sie all das war, was den Herrschaften an diesem Ort - einschließlich seinem Erzeuger - fehlte.
Es interessierte ihn wirklich, wie sie zur Heirat stand. Die Kultur der Valerius war so anders als seine eigene. Er lachte leise, als Sayyirah die Gewagtheit von Fawna ansprach. Sie war tatsächlich ein wenig sonderbar, aber nicht so sonderbar, dass sich Atlas daran stoßen würde. Da gab es andere, die er… weitaus bedenklicher fand - in ihren Ansichten und ihrer Art. “Du könntest dich auch etwas wagen… sie hilft dir sicher dabei.”, schlug er vor und zupfte an einer ihrer langen, dunklen Strähnen.
Atlas hob wieder den Blick und hörte der Rappin nachdenklich zu. Er wusste, dass sie lange Zeit bei Silas gelebt hatte und es glich wohl einem Wunder, dass sie diese Zeit so unbeschadet überstanden hatte. Er wusste auch noch nicht, was er mit der Information machen sollte - über ihre Gedanken zur Hochzeit. Aber etwas in ihm wurde ruhiger, oder auch beruhigt, als sie sagte, dass sie nicht das Bedürfnis hatte, angestarrt und analysiert zu werden.
Dass Sayyirah nie etwas von ihm verlangen würde, war vielleicht der Grund, warum Atlas immer mehr bereit war zu geben. Ihre Unkompliziertheit bereitete dem Rostfarbenen regelmäßig ein schlechtes Gewissen, weil er das Gefühl hatte, sie würde mehr geben als er. Dabei war er sich nicht einmal sicher, ob sie das definiert hatten, was sie waren - aber er wusste auch nicht, ob man alles definieren musste. “Du möchtest also alleine mit mir tanzen?”, fragte der Soldat und ein fast schon anzügliches Lächeln glitt über seine sonst so ernsten Züge. Vielleicht wollte er damit auch dem Gespräch ein wenig die Ernsthaftigkeit nehmen.
Er blieb trotzdem bei seinem Vorschlag und bestärkte ihn noch. Wenn sie heute tanzen wollte, würde er mit ihr tanzen. Vielleicht würden sie kurz zum Gespräch werden, vielleicht waren die Brautleute aber auch einfach wichtiger als sie. Um Sayyirahs Willen, hoffte er es. Sollten sie sich über ihn das Maul zerreißen, aber er wollte nicht, dass man der Heilerin mit Worten weh tat. “Na Gott sei Dank.”, tat Atlas erleichtert und ließ die Luft geräuschvoll aus seinen Lungen entweichen. “Ich hätte damit gerechnet, dass deine schon komplett voll ist.”, weil sie nicht nur schön, sondern bezaubernd war. Weil sie gütig war. Und interessant. Weil sie all das war, was den Herrschaften an diesem Ort - einschließlich seinem Erzeuger - fehlte.



