Vor 7 Stunden
Der Blick ihrer alten Augen ruhte auf dem Leibheiler als versuchte sie durch seine Stirn hindurch in das Innenleben seines Schädels zu blicken. Die Achilléas waren bedauernswerterweise in ihrer Zahl geschrumpft. Nach Tasrestostes Tod hatte Asariel wieder geheiratet. Ein Leibgardist, der ursprünglich aus dem Volke stammte. Gebracht hatte es ihr wenig, denn auch er war tot und sie wieder allein mit einem Fohlen bei Fuß. Aber dieser Umstand hatte es leicht gemacht, sie davon zu überzeugen, dass Penthesilea im Schoss der Acillius mehr als gut aufgehoben war. Wäre ja bedauerlich gewesen, wenn sie mit einem Tölpel wie Spartacus oder diesem Bastard von Danae angebandelt hätte, nur weil anscheinend ein Teil der Monarchie sich auf Liebe und so einen Schwachsinn begann zu berufen.
Dass es Ezrael gut ging, könnte der Matriarchin nicht egaler sein, doch sie nahm die Beschreibung seines Wohlbefindens mit einem schwachen Nicken entgegen.
Hoffnung. Hoffnung war für Narren, aber Gaia hielt den Schein gerne aufrecht. Schließlich stand sie vor einem Narren und ein Großteil des Volkes und des Adels bestand aus Narren. Was sie in der Verbindung von Nero und Vesta vor allem sah, war Macht. Und Macht war nur für jene bestimmt, die bereit waren, sich tief genug zu beugen, um sie aufzuheben. Ezrael war nicht so ein Mann. Würde er nie sein. “Wer seine Enkelkinder ohne Vorbereitung auf die Ehe loslässt, ist wohl grausam.”, erklärte sie ruhig und ignorierte das kleine Wort Tatendrang gewissenhaft. Nichten und Neffen. Wie schmeichelhaft.
Die Frage nach ihrem Gemahl ließ Gaia’s Lächeln eine Spur wärmer werden. “Ich zweifle nicht daran, dass Thiron dieser Umstand mit großem Stolz erfüllt hätte; schließlich wäre es keine geringe Ehre gewesen, hätte der König eine seiner Enkeltöchter erwählt.”, das war nicht einmal gelogen. Er war ein loyaler Soldat und kein grausamer Mann. Dass der Krieg mit dem Zirkel ihn als Opfer gefordert hatte, war tragisch gewesen und vielleicht auch einer der Gründe, weshalb sie Rhíon keines Blickes würdigte. Ein Wechselbalg niederer Abstammung, dass unter keinen Umständen in ihre Reihen gehörte.
Ezraels nächste Worte ließen die alte Stute die Stirn in Falten legen. “Ich hoffe, Ezrael, dass Ihr nicht in der Absicht sprecht, den Boden für einen Antrag zu bereiten. Wenngleich ich die Ehre einer solchen Aufmerksamkeit anzuerkennen weiß, wäre sie in meinem Falle gänzlich vergebens.”, natürlich machte Ezrael ihr keinen Antrag, das war ihr bewusst. Und es gab auch nicht mehr viele Männer, bei denen die erfahrene Matriarchin in Versuchung kommen würde. “Nun, Euer Bruder trug die Verantwortung über ein ganzes Heer und vermochte dennoch, eine Familie zu gründen. Ich hege die Hoffnung, dass auch Ihr eines Tages den Mut aufbringt, Euch auf dieses Abenteuer einzulassen, statt mit bewundernswerter Beharrlichkeit nach Gründen zu fahnden, weshalb es sich vermeiden ließe. ”, räusperte sie leicht und nahm einen tiefen Atemzug. “Sollte Euch daran gelegen sein, Ezrael, werde ich mich bemühen, Euch einige Damen von Stand in Erinnerung zu rufen, deren Verbindung Eurer durchaus würdig wäre. Schließlich werden wir in Bälde derselben Familie angehören.”
Dass es Ezrael gut ging, könnte der Matriarchin nicht egaler sein, doch sie nahm die Beschreibung seines Wohlbefindens mit einem schwachen Nicken entgegen.
Hoffnung. Hoffnung war für Narren, aber Gaia hielt den Schein gerne aufrecht. Schließlich stand sie vor einem Narren und ein Großteil des Volkes und des Adels bestand aus Narren. Was sie in der Verbindung von Nero und Vesta vor allem sah, war Macht. Und Macht war nur für jene bestimmt, die bereit waren, sich tief genug zu beugen, um sie aufzuheben. Ezrael war nicht so ein Mann. Würde er nie sein. “Wer seine Enkelkinder ohne Vorbereitung auf die Ehe loslässt, ist wohl grausam.”, erklärte sie ruhig und ignorierte das kleine Wort Tatendrang gewissenhaft. Nichten und Neffen. Wie schmeichelhaft.
Die Frage nach ihrem Gemahl ließ Gaia’s Lächeln eine Spur wärmer werden. “Ich zweifle nicht daran, dass Thiron dieser Umstand mit großem Stolz erfüllt hätte; schließlich wäre es keine geringe Ehre gewesen, hätte der König eine seiner Enkeltöchter erwählt.”, das war nicht einmal gelogen. Er war ein loyaler Soldat und kein grausamer Mann. Dass der Krieg mit dem Zirkel ihn als Opfer gefordert hatte, war tragisch gewesen und vielleicht auch einer der Gründe, weshalb sie Rhíon keines Blickes würdigte. Ein Wechselbalg niederer Abstammung, dass unter keinen Umständen in ihre Reihen gehörte.
Ezraels nächste Worte ließen die alte Stute die Stirn in Falten legen. “Ich hoffe, Ezrael, dass Ihr nicht in der Absicht sprecht, den Boden für einen Antrag zu bereiten. Wenngleich ich die Ehre einer solchen Aufmerksamkeit anzuerkennen weiß, wäre sie in meinem Falle gänzlich vergebens.”, natürlich machte Ezrael ihr keinen Antrag, das war ihr bewusst. Und es gab auch nicht mehr viele Männer, bei denen die erfahrene Matriarchin in Versuchung kommen würde. “Nun, Euer Bruder trug die Verantwortung über ein ganzes Heer und vermochte dennoch, eine Familie zu gründen. Ich hege die Hoffnung, dass auch Ihr eines Tages den Mut aufbringt, Euch auf dieses Abenteuer einzulassen, statt mit bewundernswerter Beharrlichkeit nach Gründen zu fahnden, weshalb es sich vermeiden ließe. ”, räusperte sie leicht und nahm einen tiefen Atemzug. “Sollte Euch daran gelegen sein, Ezrael, werde ich mich bemühen, Euch einige Damen von Stand in Erinnerung zu rufen, deren Verbindung Eurer durchaus würdig wäre. Schließlich werden wir in Bälde derselben Familie angehören.”



