"Natürlich. Für nichts anderes bin ich zurückgekommen.", antwortete Rhuen knapp und hob skeptisch eine Augenbraue, während er seinem langbeinigen Leidensgenossen entgegenblickte. Diese Spitzen und Raufereien zwischen ihnen mussten offenbar sein, als wären sie ein Naturgesetz. Dennoch wusste der Rappwindfarbene, dass auf Spartacus Verlass sein würde, wenn es die Pflicht verlangte.
Wenn er ihn so ansah, tat er ihm beinahe schon fast leid - er wirkte rastlos und wie ein Jemand, der von seiner Mutter auf diese Erde geboren wurde, um den Frust und das Leid zu kompensieren, das andere stattdessen nicht ertragen mussten. Seine Verbündeten und seine Familie wurden ihm seit dem ersten Tag seines Lebens entrissen, immer wieder aufs Neue. Und wenn die Anderswelt sie nicht holte, dann wurden sie ihm eben anderweitig weggenommen. So wie Lea. Kein Wunder, dass er ein wenig verloren wirkte ihn dieser Welt, die sich still und heimlich gegen sein Glück drehte.
"Ich denke nicht, dass es auch nur annähernd angemessen wäre, wenn sich jemand wie ich in der Nähe der Königsfamilie aufhalten würde... Aber wenn es sich ergibt, gratuliere ich natürlich gerne."
Es überraschte ihn, wie viel der dunkle Fuchs heute sprach und Rhuen würde sich selbst belügen, wenn er seine Präsenz nicht doch als angenehm empfand. Er lachte kurz. "Danke für die Blumen, Prinz. Du bist offenbar noch immer genau der selbe wortgewandte Ochse von damals. Aber es gibt offensichtlich Dinge, die ändern sich nicht." - Und dass du es bist, ist verdammt nochmal gut so.
Tanzen. Nichts weiter erschien dem Schwarzen ferner als der Gedanke, mit irgendjemandem zu tanzen. Er hatte noch nie getanzt. Warum sollte er jetzt damit anfangen? Sein Aufgabenbereich war ein anderer - natürlich, sein Wachposten rechtfertigte nämlich auch jegliche Abstinenz bei den Feierlichkeiten. Er stand hier, sah zu, freute sich seinetwegen ein bisschen für die anderen und würde jedem, der diesen Tag ins Verderben stürzen wollte, galant den Hals umdrehen. So war doch jeder zufrieden gestimmt.
Kurz wandte er sich um, als er Schritte unmittelbar in ihrer Nähe wahrnahm. Für einen Augenblick musterte er das zierliche, elegante Antlitz der dunklen Stute mit den roten Augen, fixierte sie einen Moment, nur um sich dann wieder Spartacus zuzuwenden. Die Ähnlichkeit zwischen Dracas und Tenebrae war verblüffend, das war ihm schon des öfteren aufgefallen. Und wahrscheinlich doch bloß ein unbedeutender Zufall.
"Warum tanzt du nicht? Die ganzen Krähen müssten doch gierig darauf abzielen, deine Zukunft zu besiegeln. Oder hat man dich zwischenzeitlich auch schon verscherbelt wie ein willenloses Stück Fleisch?"
Wenn er ihn so ansah, tat er ihm beinahe schon fast leid - er wirkte rastlos und wie ein Jemand, der von seiner Mutter auf diese Erde geboren wurde, um den Frust und das Leid zu kompensieren, das andere stattdessen nicht ertragen mussten. Seine Verbündeten und seine Familie wurden ihm seit dem ersten Tag seines Lebens entrissen, immer wieder aufs Neue. Und wenn die Anderswelt sie nicht holte, dann wurden sie ihm eben anderweitig weggenommen. So wie Lea. Kein Wunder, dass er ein wenig verloren wirkte ihn dieser Welt, die sich still und heimlich gegen sein Glück drehte.
"Ich denke nicht, dass es auch nur annähernd angemessen wäre, wenn sich jemand wie ich in der Nähe der Königsfamilie aufhalten würde... Aber wenn es sich ergibt, gratuliere ich natürlich gerne."
Es überraschte ihn, wie viel der dunkle Fuchs heute sprach und Rhuen würde sich selbst belügen, wenn er seine Präsenz nicht doch als angenehm empfand. Er lachte kurz. "Danke für die Blumen, Prinz. Du bist offenbar noch immer genau der selbe wortgewandte Ochse von damals. Aber es gibt offensichtlich Dinge, die ändern sich nicht." - Und dass du es bist, ist verdammt nochmal gut so.
Tanzen. Nichts weiter erschien dem Schwarzen ferner als der Gedanke, mit irgendjemandem zu tanzen. Er hatte noch nie getanzt. Warum sollte er jetzt damit anfangen? Sein Aufgabenbereich war ein anderer - natürlich, sein Wachposten rechtfertigte nämlich auch jegliche Abstinenz bei den Feierlichkeiten. Er stand hier, sah zu, freute sich seinetwegen ein bisschen für die anderen und würde jedem, der diesen Tag ins Verderben stürzen wollte, galant den Hals umdrehen. So war doch jeder zufrieden gestimmt.
Kurz wandte er sich um, als er Schritte unmittelbar in ihrer Nähe wahrnahm. Für einen Augenblick musterte er das zierliche, elegante Antlitz der dunklen Stute mit den roten Augen, fixierte sie einen Moment, nur um sich dann wieder Spartacus zuzuwenden. Die Ähnlichkeit zwischen Dracas und Tenebrae war verblüffend, das war ihm schon des öfteren aufgefallen. Und wahrscheinlich doch bloß ein unbedeutender Zufall.
"Warum tanzt du nicht? Die ganzen Krähen müssten doch gierig darauf abzielen, deine Zukunft zu besiegeln. Oder hat man dich zwischenzeitlich auch schon verscherbelt wie ein willenloses Stück Fleisch?"



