Vor 8 Stunden
Für einen verdächtig langen Atemzug blieben seine Seelenspiegel an dem Antlitz des grauen Findelkindes hängen. Eigentlich schien er sich nicht verändert zu haben, war immer noch der gleiche Spinner mit seinen roten Augen. Doch Spartacus wusste es besser, wusste, was Krieg mit eben jenen anstellen konnte, die davon betroffen waren. Und was eine Wüste mit einem machte, wenn man zu lange und allein in dieser wanderte. Er war gewachsen, überragte ihn vielleicht ein bisschen, aber er war stämmiger gebaut als der Liciniuserbe. Ihre Unterschiedlichkeiten machten sie zu Trainingspartnern, die einander nichts schenken würden. Wobei- was auch immer Rhuen jetzt für eine Aufgabe in der Monarchie haben würde, galt abzuwarten. Spartacus wandte also endlich den Blick von dem Rotauge ab, nahm sogar dessen Namen in den Mund, schmeckte irgendwie ranzig, aber gut, etwas anderes fiel ihm nicht ein. Worüber sollte er sich mit ihm unterhalten? Er hatte den Grauen schon aus seinem Leben gestrichen, falls er jemals so etwas wie eine Rolle in diesem eingenommen hatte. Eine Nervensäge das war er gewesen, ein Angeber und ein jemand, der seinen Nüstern einmal zu viel in seine Angelegenheiten vergraben hatte.
Rhuen war ein Fremder und das würde sich auch nie ändern. Er verstand nicht was es wirklich bedeutete in der Monarchie groß zu werden, verstand allein die aktuellen Beziehungsgeflechte nicht. Und wenn es nach Spartacus ginge, könnte das Rotauge auch jetzt schon wieder gehen, denn gerade verfolgte er mit zunehmenden Missfallen dessen Blick in Richtung Penthesilea. Er würde sie beschmutzen, allein dadurch, dass er sie ansah. Pah! Er selbst hielt sie wenigstens in Ehren, weil er sich von ihr fern hielt, um-
Die Ohren drehten sich in Rhuens Richtung und kurz darauf folgten seine Iriden. Dike Stimme des anderen klang fremd in seinen Ohren. Nicht mehr so pipsig wie noch vor Monaten, nicht wahr? „Wen meinst du damit, dich oder mich?“, gab der Dunkelfuchs trocken von sich und schnaubte daraufhin aus. „Was willst du hier? Bist du hier um die Stimmung zu vermiesen?“ Ein Grinsen zupfte an seinen dunklen Lippen, „sieh doch nur, wie sie sich freuen, fett werden und sich später die Bäuche mit vergorenen Beeren vollschlagen.“ Wenn Rhuen nur wüsste- Aber besser er wusste nichts. „Hast du dem König und seiner Königin schon deine Glückwünsche bekundet?“ Seine Seelenspiegel verengte sich, wo war der Blütenrausch überhaupt? Ah, er vergaß. „Wenn sie beide eintreffen kannst du das ganz offiziell vor aller Augen tun, na Interesse?“ Am liebsten wollte er wieder gehen, aber er hatte Nero etwas versprochen, so im Stillen für sich an den Rappen gerichtet. „Wie vermögt Ihr es zu tanzen?“, sprach Spartacus amüsiert und zeigte mit den Nüstern zu einer Schar Adelsmädchen hinüber, „wenn Ihr verschweigt wer Ihr seid und woher Ihr kommt, werden sie Euch mit Freuden ins Gesicht springen. Und oh, Ihr solltet euch von den Argusaugen ihrer Mütter in Acht nehmen, sonst befürchte ich werden sie Euch von der Tanzfläche jagen, ehe Ihr auch nur einer von den Damen zulächeln konntet.“ Diese Traube dort unten würde sich nur mit Persönlichkeiten von Rang und Adel abgeben. Abgehobene Weiber, sollte man einmal in Beerensaft ertränken, nur damit sie ein Fünkchen an Realität zu schmecken bekamen. „Aber deinem Blick ist zu entnehmen, dass du lieber hier stehen bleibst, bis du irgendwann tot umfällst.“ Spartacus schüttelte den Kopf, „sich zu amüsieren ist nicht verboten“, und dies sagte der Dunkelfuchs mit all der möglichen Euphorie die bereits seit Anbeginn der Veranstaltung in ihm gestorben war.
Rhuen war ein Fremder und das würde sich auch nie ändern. Er verstand nicht was es wirklich bedeutete in der Monarchie groß zu werden, verstand allein die aktuellen Beziehungsgeflechte nicht. Und wenn es nach Spartacus ginge, könnte das Rotauge auch jetzt schon wieder gehen, denn gerade verfolgte er mit zunehmenden Missfallen dessen Blick in Richtung Penthesilea. Er würde sie beschmutzen, allein dadurch, dass er sie ansah. Pah! Er selbst hielt sie wenigstens in Ehren, weil er sich von ihr fern hielt, um-
Die Ohren drehten sich in Rhuens Richtung und kurz darauf folgten seine Iriden. Dike Stimme des anderen klang fremd in seinen Ohren. Nicht mehr so pipsig wie noch vor Monaten, nicht wahr? „Wen meinst du damit, dich oder mich?“, gab der Dunkelfuchs trocken von sich und schnaubte daraufhin aus. „Was willst du hier? Bist du hier um die Stimmung zu vermiesen?“ Ein Grinsen zupfte an seinen dunklen Lippen, „sieh doch nur, wie sie sich freuen, fett werden und sich später die Bäuche mit vergorenen Beeren vollschlagen.“ Wenn Rhuen nur wüsste- Aber besser er wusste nichts. „Hast du dem König und seiner Königin schon deine Glückwünsche bekundet?“ Seine Seelenspiegel verengte sich, wo war der Blütenrausch überhaupt? Ah, er vergaß. „Wenn sie beide eintreffen kannst du das ganz offiziell vor aller Augen tun, na Interesse?“ Am liebsten wollte er wieder gehen, aber er hatte Nero etwas versprochen, so im Stillen für sich an den Rappen gerichtet. „Wie vermögt Ihr es zu tanzen?“, sprach Spartacus amüsiert und zeigte mit den Nüstern zu einer Schar Adelsmädchen hinüber, „wenn Ihr verschweigt wer Ihr seid und woher Ihr kommt, werden sie Euch mit Freuden ins Gesicht springen. Und oh, Ihr solltet euch von den Argusaugen ihrer Mütter in Acht nehmen, sonst befürchte ich werden sie Euch von der Tanzfläche jagen, ehe Ihr auch nur einer von den Damen zulächeln konntet.“ Diese Traube dort unten würde sich nur mit Persönlichkeiten von Rang und Adel abgeben. Abgehobene Weiber, sollte man einmal in Beerensaft ertränken, nur damit sie ein Fünkchen an Realität zu schmecken bekamen. „Aber deinem Blick ist zu entnehmen, dass du lieber hier stehen bleibst, bis du irgendwann tot umfällst.“ Spartacus schüttelte den Kopf, „sich zu amüsieren ist nicht verboten“, und dies sagte der Dunkelfuchs mit all der möglichen Euphorie die bereits seit Anbeginn der Veranstaltung in ihm gestorben war.



