Vor 9 Stunden
Er war eine wahrlich widerwärtige Kreatur. Wie ekelhaft er da stand und seine Worte unrhythmisch in die Luft spuckte. Ob er so auch Ceres' Hals hinabsabberte, wenn er sich auf ihrem Rücken an seinem eigenen Wesen ergötzte? Er musste sich wahrhaftig selbst vergöttern. Dass Ceres auf diese Art von Hengst aus war. Nein, nein. Nicht doch. Es passt hervorragend, dass sie sich in ihrer Verzweiflung auf genau diesen Klotz eingelassen hatte.
Wie gut sie doch zusammenpassten.
Seine Anwesenheit überfuhr sie wie eine Welle. Sie wusste gar nicht, worauf sie sich zuerst einlassen sollte. Zuerst all die Abfälligkeiten, die er ihr so offen entgegenblökte. Die hässliche Visage, die so unförmig lächelte. Wie konnte er sich so selbstsicher fühlen? Er hatte den König gerettet. Und das war's. Mehr hatte er doch nicht zu bieten? Umgab sich mit den niederen Kreaturen des Volkes, selbst nachdem man sie offensichtlich aus den hohen Reihen verbannte hatte. Und er war so völlig blind für all das, was um ihn herum wirklich vor sich ging. Niemand konnte ihn tatsächlich für diesen hellen Ritter halten, für den er selbst sich halten musste. Und sie hingen dennoch an seinen Lippen?
Unsere Reihen.
"Wie ihr eben so unfreundlich bewiesen habt, stammen wir beide nicht aus denselben Reihen", spieh sie ihm augenblicklich als Antwort auf seine Niederträchtigkeit hinsichtlich ihres Bruders entgegen. Wenn er das tatsächlich annahm, war er noch dämlicher als sie angenommen hatte. Was versuchte er hier überhaupt? Sie hatte wenigstens versucht den Schein zu wahren. Aber natürlich war es einem Rüpel wie ihm völlig gleich. Er verstand sich nicht einmal darin, das Spiel zu spielen. Das war es doch, worum es hier ging. Das war es, was alles zusammenhielt. Ohne dieses Spiel waren sie alle nicht mehr als Klumpen aus Fleisch und Knochen. Das war es, was wenigstens Ceres einst verstanden hatte. Wie enttäuschend für die alte Acillius, die sich soeben über den Platz bewegt hatte. Als wollte sie die Anwesenheit der Alten daran erinnern, rief sich Aarin das Spielfeld wieder ins Bewusstsein. Solange sie sich darauf aufhalten würde, war es egal, was dieser Fleischklumpen von ihr dachte.
"Offensichtlich haltet ihr nicht viel von mir und doch steht ihr hier und beleidigt mich so offenkundig. Entweder könnt ihr euch also nicht von mir lösen oder ihr genießt es euch im Leid anderer zu suhlen. Wenn das euer wahres Ich ist, fällt es nicht schwer, die tatsächliche Intention hinter eurer heldenhaften Rettung in Frage zu stellen. Ah, nein. Es ist gleich, was ihr dabei wirklich dachtet." Es genügte schon, dass andere es hinterfragten. Da er so unvorsichtig mit seinem Verhalten war, wäre auch das wohl nur eine Frage der Zeit.
"Da ihr mit eurem Harem roter Mädchen genug Verehrerinnen habt und ich Gott sei Dank nicht in euer Raster falle, dürft ihr euch gerne entfernen." Sie neigte den Kopf zur Seite und verdrehte die Augen dabei kurz. Etwas lauter, beinahe theatralisch getroffen, sprach sie dann an niemand Besonderen adressiert.
"Oh, ich danke euch so sehr für eure Sorge, Herr Aegidius! Aber tatsächlich hat bislang niemand meine Aufmerksamkeit für einen Tanz gewinnen können!"
Sie hoffte, ihr Vater höre die Worte. Sie hoffte, sie konnte ihn damit erzürnen oder weich stimmen und dass er ihr irgendein Zeichen geben würde, in welche Richtung seine Laune umschlug. Sie wollte die Ungewissheit loswerden.
Und blickte wartend in Desmonds Fratze.
Wie gut sie doch zusammenpassten.
Seine Anwesenheit überfuhr sie wie eine Welle. Sie wusste gar nicht, worauf sie sich zuerst einlassen sollte. Zuerst all die Abfälligkeiten, die er ihr so offen entgegenblökte. Die hässliche Visage, die so unförmig lächelte. Wie konnte er sich so selbstsicher fühlen? Er hatte den König gerettet. Und das war's. Mehr hatte er doch nicht zu bieten? Umgab sich mit den niederen Kreaturen des Volkes, selbst nachdem man sie offensichtlich aus den hohen Reihen verbannte hatte. Und er war so völlig blind für all das, was um ihn herum wirklich vor sich ging. Niemand konnte ihn tatsächlich für diesen hellen Ritter halten, für den er selbst sich halten musste. Und sie hingen dennoch an seinen Lippen?
Unsere Reihen.
"Wie ihr eben so unfreundlich bewiesen habt, stammen wir beide nicht aus denselben Reihen", spieh sie ihm augenblicklich als Antwort auf seine Niederträchtigkeit hinsichtlich ihres Bruders entgegen. Wenn er das tatsächlich annahm, war er noch dämlicher als sie angenommen hatte. Was versuchte er hier überhaupt? Sie hatte wenigstens versucht den Schein zu wahren. Aber natürlich war es einem Rüpel wie ihm völlig gleich. Er verstand sich nicht einmal darin, das Spiel zu spielen. Das war es doch, worum es hier ging. Das war es, was alles zusammenhielt. Ohne dieses Spiel waren sie alle nicht mehr als Klumpen aus Fleisch und Knochen. Das war es, was wenigstens Ceres einst verstanden hatte. Wie enttäuschend für die alte Acillius, die sich soeben über den Platz bewegt hatte. Als wollte sie die Anwesenheit der Alten daran erinnern, rief sich Aarin das Spielfeld wieder ins Bewusstsein. Solange sie sich darauf aufhalten würde, war es egal, was dieser Fleischklumpen von ihr dachte.
"Offensichtlich haltet ihr nicht viel von mir und doch steht ihr hier und beleidigt mich so offenkundig. Entweder könnt ihr euch also nicht von mir lösen oder ihr genießt es euch im Leid anderer zu suhlen. Wenn das euer wahres Ich ist, fällt es nicht schwer, die tatsächliche Intention hinter eurer heldenhaften Rettung in Frage zu stellen. Ah, nein. Es ist gleich, was ihr dabei wirklich dachtet." Es genügte schon, dass andere es hinterfragten. Da er so unvorsichtig mit seinem Verhalten war, wäre auch das wohl nur eine Frage der Zeit.
"Da ihr mit eurem Harem roter Mädchen genug Verehrerinnen habt und ich Gott sei Dank nicht in euer Raster falle, dürft ihr euch gerne entfernen." Sie neigte den Kopf zur Seite und verdrehte die Augen dabei kurz. Etwas lauter, beinahe theatralisch getroffen, sprach sie dann an niemand Besonderen adressiert.
"Oh, ich danke euch so sehr für eure Sorge, Herr Aegidius! Aber tatsächlich hat bislang niemand meine Aufmerksamkeit für einen Tanz gewinnen können!"
Sie hoffte, ihr Vater höre die Worte. Sie hoffte, sie konnte ihn damit erzürnen oder weich stimmen und dass er ihr irgendein Zeichen geben würde, in welche Richtung seine Laune umschlug. Sie wollte die Ungewissheit loswerden.
Und blickte wartend in Desmonds Fratze.



