Vor 7 Stunden
“Ich kenne keine lächerlichen Kinder. Nur gebrochene.”
Briony blähte freudig die Brust. Seine Worte waren so weise, so vornehm. Voller Anteilnahme und ohne Spott.
Du bist ein Ritter, Damhnait. Ein Held. Du weißt es nur noch nicht.
Briony würde nicht nur eine Geschichte über ihn schreiben, sondern ein episches Memoir verfassen, das Jahre seiner Zeit in Anspruch nehmen würde. Wenn er es richtig machte würde es sein Meisterwerk werden. Aber mit der Ehrlichkeit des Goldenen wurden auch die düsteren Schatten geweckt, die der kleine Narr jeden Tag versuchte von sich zu weisen.
Briony lächelte tapfer, während sich Bilder von einer kalten, unbarmherzigen Nacht erhoben. Seine Mundwinkel schmerzten, als würden sie in ihrer grotesken Position sein Gesicht in zwei Hälften reißen. Oh, wie er sich vor den König gekniet und um ein Leben gefleht hatte. Es war erbärmlich, wie er geschluchzt hatte, sich ganz darüber im Klaren, dass eine Ablehnung nicht nur das Ende seiner Schwester, sondern seiner ganzen Familie bedeuten würde. Alles hatte er ihm angeboten. Alles. Er hatte ja gesagt, in seiner unendlichen Güte. Oder war das doch nur Kalkül? Der Plan einer lauernden Bestie?
„War er schonmal grausam zu dir?“ Es war eine interessante Frage, denn dem Volk nach war Damhnait immer damit beschäftigt, zu lügen. Was bedeutete das, wenn er jetzt Ja sagte, er ihn vielleicht anflunkerte. Vielleicht tat er das aber auch nicht, und der König konnte sich entspannt hinter der Rolle verstecken, die der Goldene eingenommen hatte. Vielleicht sagte er aber auch Nein und log trotzdem.
„Ja, ja, Machtkämpfe sind schon unangenehm“, sinnierte er, „aber ich werde weiter singen, und sie werden weiter zuhören. Und du wirst weiter am Rand stehen und ihre Gehässigkeit auf dich nehmen. Das ist unsere Rolle hier, und sie werden sie uns nicht wegnehmen, weil sie sie selbst nicht einnehmen wollen. Und das weißt du ja eigentlich, also worüber machst du dir Sorgen? Etwa um andere?“ Briony grinste verschmitzt. „Du weichst ganz schön von deinem Skript ab.“
Briony blähte freudig die Brust. Seine Worte waren so weise, so vornehm. Voller Anteilnahme und ohne Spott.
Du bist ein Ritter, Damhnait. Ein Held. Du weißt es nur noch nicht.
Briony würde nicht nur eine Geschichte über ihn schreiben, sondern ein episches Memoir verfassen, das Jahre seiner Zeit in Anspruch nehmen würde. Wenn er es richtig machte würde es sein Meisterwerk werden. Aber mit der Ehrlichkeit des Goldenen wurden auch die düsteren Schatten geweckt, die der kleine Narr jeden Tag versuchte von sich zu weisen.
Briony lächelte tapfer, während sich Bilder von einer kalten, unbarmherzigen Nacht erhoben. Seine Mundwinkel schmerzten, als würden sie in ihrer grotesken Position sein Gesicht in zwei Hälften reißen. Oh, wie er sich vor den König gekniet und um ein Leben gefleht hatte. Es war erbärmlich, wie er geschluchzt hatte, sich ganz darüber im Klaren, dass eine Ablehnung nicht nur das Ende seiner Schwester, sondern seiner ganzen Familie bedeuten würde. Alles hatte er ihm angeboten. Alles. Er hatte ja gesagt, in seiner unendlichen Güte. Oder war das doch nur Kalkül? Der Plan einer lauernden Bestie?
„War er schonmal grausam zu dir?“ Es war eine interessante Frage, denn dem Volk nach war Damhnait immer damit beschäftigt, zu lügen. Was bedeutete das, wenn er jetzt Ja sagte, er ihn vielleicht anflunkerte. Vielleicht tat er das aber auch nicht, und der König konnte sich entspannt hinter der Rolle verstecken, die der Goldene eingenommen hatte. Vielleicht sagte er aber auch Nein und log trotzdem.
„Ja, ja, Machtkämpfe sind schon unangenehm“, sinnierte er, „aber ich werde weiter singen, und sie werden weiter zuhören. Und du wirst weiter am Rand stehen und ihre Gehässigkeit auf dich nehmen. Das ist unsere Rolle hier, und sie werden sie uns nicht wegnehmen, weil sie sie selbst nicht einnehmen wollen. Und das weißt du ja eigentlich, also worüber machst du dir Sorgen? Etwa um andere?“ Briony grinste verschmitzt. „Du weichst ganz schön von deinem Skript ab.“



