Vor 9 Stunden
Zwei der Jungstuten hatten sich ihm in den Weg gestellt, als er soeben die Lage des Platzes mit einem bestätigenden Nicken begutachtet hatte. Alle schienen auf ihren Posten zu sein und so war ihm nichts anderes übrig geblieben als erneut seinen Weg durch die Mitte all der Versammelten anzutreten. Immer auf der sturen, geraden Linie, die sich durch sein Leben zog.
"Ein schönes Fest, nicht wahr, Mylord?" Er wusste, dass es unhöflich war, nicht auf Fragen einzugehen. Nero hatte ihn immer öfter dazu ermuntert, doch hier und da auch ein nettes Wort an jene zu richten, die sich die Mühe machten, hinter die Mauer blicken zu wollen. Die Metapher war ihm zwar schlüssig, den Sinn dahinter verstand er allerdings nicht. So es denn die Worte des Königs waren, hatte er akzeptiert, genickt und sich auf den Weg in die Mitte des Volksplatzes gemacht. Überfordert von all der Aufmerksamkeit war er wieder zu seinem König zurückgekehrt und hatte erst dann als selbst Anchor sein Grinsen nicht unterdrücken konnte, verstanden, dass er hier wohl einem Irrtum unterlaufen war. Seither war er nicht mehr Teil solcher Feste gewesen. So redseelig wie Anchor war er nun einmal nicht. Daher war es auch nur verständlich, dass er am heutigen Tag seinen Aufseherdienst antreten durfte. Sein mildes Lächeln, das einen Millimeter höher im Mundwinkel gelegen hatte als üblich, war gewiss außerordentlich genug gewesen, dass Nero das Mut zusprechen darin lesen konnte. Danach hatte er sich abgewandt und den Weg hier gefunden.
Ob es aber ein schönes Fest war? Sein Blick glitt über die Ebene.
Weiter vorne hatte man bereits einen Tanzkreis gebildet. Er neigte den Kopf schräg, bis sein Blick den dort zugewiesenen Soldaten ausmachen konnte, der beobachtend an seinem Posten stand. Saito lächelte zufrieden und ließ ein leises "Gut" verlauten.
"Wir würden uns diesem Tanz so gerne anschließen. Aber uns fehlt ein Partner..."
Er verstand. "Ich verstehe. Viel Erfolg." Ging der Wink mit dem Zaunpfahl an ihm vorbei, dann wandte er sich mit einem verabschiedenden Nicken von ihnen ab. Ihnen bei der Suche am Weg zu stehen wäre wohl nicht gerade die Art von Höflichkeit, die Nero bei seiner ihm auferlegten Aufgabe erwarten würde.
Irgendwo hörte er Eris Astoria kichern und als sich ihre Blicke trafen, hoben sich kaum merklich seine Lider. Nur kurz, bevor er die pulsierende Röte auf seinen Wangen sogleich löschte. Auch ihr nickte er zu und ging rasch weiter.
Sein Blick blieb letztlich an Penthesilea Acillius hängen. Irgendetwas in ihren Augen erweckte ein vertrautes Gefühl in ihm. Sie war nicht immer so still gewesen. Jetzt, wo sie aber bei dem Hause Acillius stand, schien selbst der Wind sie zu meiden. Sie war Anchor wichtig. Das hob sie in der Prioritätenstufe unwillkürlich an.
Also würde er nach dem Rechten sehen.
Rasche, monotone Schritte, bis er vor der Ansammlung Acillius zum Stehen kam, begrüßend nickte und den Blick dann wortlos durch sie hindurch zu Penthesilea richtete.
Wieder hörte er Eris irgendwo kichern und sein Ohr zuckte kurz irritiert auf.
Penthesilea also. Er nickte noch einmal.
"Ein schönes Fest, nicht wahr, Mylord?" Er wusste, dass es unhöflich war, nicht auf Fragen einzugehen. Nero hatte ihn immer öfter dazu ermuntert, doch hier und da auch ein nettes Wort an jene zu richten, die sich die Mühe machten, hinter die Mauer blicken zu wollen. Die Metapher war ihm zwar schlüssig, den Sinn dahinter verstand er allerdings nicht. So es denn die Worte des Königs waren, hatte er akzeptiert, genickt und sich auf den Weg in die Mitte des Volksplatzes gemacht. Überfordert von all der Aufmerksamkeit war er wieder zu seinem König zurückgekehrt und hatte erst dann als selbst Anchor sein Grinsen nicht unterdrücken konnte, verstanden, dass er hier wohl einem Irrtum unterlaufen war. Seither war er nicht mehr Teil solcher Feste gewesen. So redseelig wie Anchor war er nun einmal nicht. Daher war es auch nur verständlich, dass er am heutigen Tag seinen Aufseherdienst antreten durfte. Sein mildes Lächeln, das einen Millimeter höher im Mundwinkel gelegen hatte als üblich, war gewiss außerordentlich genug gewesen, dass Nero das Mut zusprechen darin lesen konnte. Danach hatte er sich abgewandt und den Weg hier gefunden.
Ob es aber ein schönes Fest war? Sein Blick glitt über die Ebene.
Weiter vorne hatte man bereits einen Tanzkreis gebildet. Er neigte den Kopf schräg, bis sein Blick den dort zugewiesenen Soldaten ausmachen konnte, der beobachtend an seinem Posten stand. Saito lächelte zufrieden und ließ ein leises "Gut" verlauten.
"Wir würden uns diesem Tanz so gerne anschließen. Aber uns fehlt ein Partner..."
Er verstand. "Ich verstehe. Viel Erfolg." Ging der Wink mit dem Zaunpfahl an ihm vorbei, dann wandte er sich mit einem verabschiedenden Nicken von ihnen ab. Ihnen bei der Suche am Weg zu stehen wäre wohl nicht gerade die Art von Höflichkeit, die Nero bei seiner ihm auferlegten Aufgabe erwarten würde.
Irgendwo hörte er Eris Astoria kichern und als sich ihre Blicke trafen, hoben sich kaum merklich seine Lider. Nur kurz, bevor er die pulsierende Röte auf seinen Wangen sogleich löschte. Auch ihr nickte er zu und ging rasch weiter.
Sein Blick blieb letztlich an Penthesilea Acillius hängen. Irgendetwas in ihren Augen erweckte ein vertrautes Gefühl in ihm. Sie war nicht immer so still gewesen. Jetzt, wo sie aber bei dem Hause Acillius stand, schien selbst der Wind sie zu meiden. Sie war Anchor wichtig. Das hob sie in der Prioritätenstufe unwillkürlich an.
Also würde er nach dem Rechten sehen.
Rasche, monotone Schritte, bis er vor der Ansammlung Acillius zum Stehen kam, begrüßend nickte und den Blick dann wortlos durch sie hindurch zu Penthesilea richtete.
Wieder hörte er Eris irgendwo kichern und sein Ohr zuckte kurz irritiert auf.
Penthesilea also. Er nickte noch einmal.




