Er mochte Hochzeiten. Hätte seine Frau bei dieser — ihre Worte! — Übertreibung nicht sofort genervt die Augen verdreht, hätte er gar behauptet, dass er sie liebte. Aber bei Gott, er war ja so emotional und »Detheroc, ich bitte dich, mach dich nicht lächerlich, es ist doch nur eine Hochzeit.«
Erstmal war es die Hochzeit. Zweitens war es wohl nicht verboten, sich für den König und die Acillius Familie zu freuen und nebenbei die mit Blumen dekorierten Leiber zu bewundern. Entgegen der Vermutung seiner immerzu paranoiden Frau nicht, weil er es auf irgendein junges Liebchen abgesehen hatte, sondern weil er Blumen tatsächlich schön fand.
"Wir sollten zu Dracerion gehen."
Klar, damit er sich noch mehr Geschwafel von seinem Bruder anhören konnte, der nach jedem dritten Wort krächzte und nach jedem zweiten Satz an seiner Spucke erstickte — bedauerlicherweise nie lang genug, um wirklich tot umzufallen.
"Die Zeremonie beginnt gleich und du hast noch kein Wort mit deinem Bruder gewechselt."
Übersetzt: Detheroc hatte ihr noch nicht die Möglichkeit gegeben, sich unauffällig zu Dracerion zu begeben und das ohnehin schon nach ihm stinkende Fell an seiner Seite zu reiben. Als wäre es ihm gestern nicht aufgefallen, gepaart mit ihrem etwas überraschten »Du bist ja noch wach?« und dem kalkulierten und leicht panischen »Sollen wir's heute versuchen?«
Widerlich. Nein, nein, nein, wenn sie den Bastard seines Bruders unter dem Herzen trug, dann konnte sie diese Schande auch gern alleine ausbaden. Er würde danebenstehen und... Ja, vermutlich würde er Mitleid haben und doch so tun, als wäre es sein eigenes.
"Wir sollten beginnen, uns als Familien zusammenzustellen."
"Wir stehen als Familie zusammen."
Sie waren beide hier. Ihr Sohn blickte drein, als wäre er lieber irgendwo anders, und ihre Tochter war woanders — aber sie standen zusammen.
"Die ganze Familie, Detheroc!", schallte sie ihn, als wäre er zu dumm zum Atmen.
"Dann geh doch", antwortete er patzig.
Und, und, und? Ja, da war es. Es ließ ihn nie im Stich. Auf das altbekannte Augenrollen seiner Frau war stets Verlass. Da er so unmöglich war, begab sich seine Frau zu seinem Bruder und begann, mit ihm zu sprechen, dabei ignorierend, dass sie ihre eigene Familie zurückließ und sich bei Dracerion nicht ein einziges seiner Kinder aufhielt.
Uuuuuh, sieh mich an, äffte er in Gedanken, seinen Bruder nach, ich bin ein Drache. Verdammter Selbstdarsteller. Er hatte das mit den Drachen nie verstanden, und fühlte sich dank der konstanten Hummeln im Arsch auch eher weniger wie einer.
Vielleicht war Mutter eine genauso treulose Tomate, wie meine eigene Frau.
Sein Sohn sah ihn derweil auf die typisch panische Art an, die nur Kinder draufhatten, wenn sie zwischen den entgleisten Meinungen ihrer Eltern feststeckten.
"Geh nur", seufzte Detheroc, "ich komme gleich nach."
Erstmal war es die Hochzeit. Zweitens war es wohl nicht verboten, sich für den König und die Acillius Familie zu freuen und nebenbei die mit Blumen dekorierten Leiber zu bewundern. Entgegen der Vermutung seiner immerzu paranoiden Frau nicht, weil er es auf irgendein junges Liebchen abgesehen hatte, sondern weil er Blumen tatsächlich schön fand.
"Wir sollten zu Dracerion gehen."
Klar, damit er sich noch mehr Geschwafel von seinem Bruder anhören konnte, der nach jedem dritten Wort krächzte und nach jedem zweiten Satz an seiner Spucke erstickte — bedauerlicherweise nie lang genug, um wirklich tot umzufallen.
"Die Zeremonie beginnt gleich und du hast noch kein Wort mit deinem Bruder gewechselt."
Übersetzt: Detheroc hatte ihr noch nicht die Möglichkeit gegeben, sich unauffällig zu Dracerion zu begeben und das ohnehin schon nach ihm stinkende Fell an seiner Seite zu reiben. Als wäre es ihm gestern nicht aufgefallen, gepaart mit ihrem etwas überraschten »Du bist ja noch wach?« und dem kalkulierten und leicht panischen »Sollen wir's heute versuchen?«
Widerlich. Nein, nein, nein, wenn sie den Bastard seines Bruders unter dem Herzen trug, dann konnte sie diese Schande auch gern alleine ausbaden. Er würde danebenstehen und... Ja, vermutlich würde er Mitleid haben und doch so tun, als wäre es sein eigenes.
"Wir sollten beginnen, uns als Familien zusammenzustellen."
"Wir stehen als Familie zusammen."
Sie waren beide hier. Ihr Sohn blickte drein, als wäre er lieber irgendwo anders, und ihre Tochter war woanders — aber sie standen zusammen.
"Die ganze Familie, Detheroc!", schallte sie ihn, als wäre er zu dumm zum Atmen.
"Dann geh doch", antwortete er patzig.
Und, und, und? Ja, da war es. Es ließ ihn nie im Stich. Auf das altbekannte Augenrollen seiner Frau war stets Verlass. Da er so unmöglich war, begab sich seine Frau zu seinem Bruder und begann, mit ihm zu sprechen, dabei ignorierend, dass sie ihre eigene Familie zurückließ und sich bei Dracerion nicht ein einziges seiner Kinder aufhielt.
Uuuuuh, sieh mich an, äffte er in Gedanken, seinen Bruder nach, ich bin ein Drache. Verdammter Selbstdarsteller. Er hatte das mit den Drachen nie verstanden, und fühlte sich dank der konstanten Hummeln im Arsch auch eher weniger wie einer.
Vielleicht war Mutter eine genauso treulose Tomate, wie meine eigene Frau.
Sein Sohn sah ihn derweil auf die typisch panische Art an, die nur Kinder draufhatten, wenn sie zwischen den entgleisten Meinungen ihrer Eltern feststeckten.
"Geh nur", seufzte Detheroc, "ich komme gleich nach."




