06-30-2026, 01:17 PM
Sein Stumpfsinn hätte sie nicht so überraschen sollen. Immerhin war er mit Ceres liiert. Wohl aber durfte sie durchaus gekränkt sein, ob seiner offensichtlichen Ignoranz - oder Hinterhältigkeit. In ihr lächelte ein gehässiger Kobold.
Ich sagte es dir, Liebes. Sie sind alle gleich. So grausam und kalt, dass sie sich hinter verschlossener Tür die blutigen Klauen wie Nektar lecken.
Hatte sie in ihrer Gutmütigkeit denn nicht einmal mehr zu hoffen wagen dürfen? Sie wollte seufzen. Stattdessen verzogen sich ihre Lippen in ein betroffenes, verzeihendes, kalkuliertes Lächeln. Die Barmherzigkeit auf der Zunge tragend.
"Mein wertester Herr Aegidius. Ihr könnt wohl kaum annehmen, dass meine Familie mich hier gänzlich alleine auflaufen ließe. Eine wahrlich infame Unterstellung." Sie deutete an den Rand der Gesellschaft, irgendwo in die Schatten, wo ihre verschreckte Mutter sich wohl noch verkriechen musste.
"Oder aber ihr deutet auf den äußerst vulnerablen Zustand einer alleinstehenden Dame hin. Angesichts dessen, aus wie viel Pein ihr werteste Ceres aber nun erlöst habt, wage wiederum ich es nicht eine solche Unterstellung zu tätigen. Einer solchen Grausamkeit will ich euch nicht für fähig halten." Und damit war sie eindeutig zu gnädig. Erneut.
Sie wollte ihm seinen hirnlosen Versuch eines Gesprächseinstiegs allerdings durchaus verzeihen und ihm eine neue Chance gönnen. Es gab Schlimmeres als dabei gesehen zu werden, sich vom Mann der Acillius-Hexe ins Gespräch leiten zu lassen. Denn am Ende des Tages war da diese lästige Sache, der sie sich schlichtweg nicht entziehen konnte. Nach wie vor, belastete sie ihre Familie mit ihrer Ledigkeit. Sie hasste es. Wie viel lieber wäre sie selbst der Kopf des Hauses? Zu oft beobachtete sie ihren Bruder, den Stolz des Hauses, in seiner Freiheit und der Vergeudung all seines Potentials, wenn er sich mal wieder mit dem roten Tölpel prügelte oder sein loses Mundwerk nicht unter Kontrolle hielt. Sie wollte ihn dafür rügen - konnte aber nicht anders, als ihm immer dann all ihre ungenutzte mütterliche Liebe zu schenken, wenn die Strafe ihres Vaters zu schrecklich war. Niemals aber sollte sie so schrecklich sein.
"Und gewiss hoffe ich, ihr verzeiht meinen kleinen Unfall." Damit löste sich ihr Blick von den zu hübschen Augen aus dem zu leeren Kopf und schweifte über den Rest des Platzes. Ihr Vater hatte sie eindeutig zu früh hierher gejagt. Bis auf kümmerliche Gestalten und den Alptraum in Person hatte sich noch nichts Brauchbares versammelt. Beim Anblick des Königs' Bastards und seines blutroten Fells aber lief es ihr eiskalt den Rücken hinab. War das ein Blickkontakt? Als sie noch jünger war, hatte Aaidan ihr damit gedroht, sie mit ihm zu vermählen, wann immer sie ungehorsam war. Aaron hatte sie dann aufgezogen. Die Braut des Monsters. Diese Kreatur war wahrlich Stoff für Alpträume.
Und das alles hier war ein Alptraum. Wenn sie den heutigen Tag nicht nutzen würde, würde er sie vielleicht doch noch an Atlas vermählen.
Beinahe unsicher glitt ihr Blick zurück zu Desmond.
Ich sagte es dir, Liebes. Sie sind alle gleich. So grausam und kalt, dass sie sich hinter verschlossener Tür die blutigen Klauen wie Nektar lecken.
Hatte sie in ihrer Gutmütigkeit denn nicht einmal mehr zu hoffen wagen dürfen? Sie wollte seufzen. Stattdessen verzogen sich ihre Lippen in ein betroffenes, verzeihendes, kalkuliertes Lächeln. Die Barmherzigkeit auf der Zunge tragend.
"Mein wertester Herr Aegidius. Ihr könnt wohl kaum annehmen, dass meine Familie mich hier gänzlich alleine auflaufen ließe. Eine wahrlich infame Unterstellung." Sie deutete an den Rand der Gesellschaft, irgendwo in die Schatten, wo ihre verschreckte Mutter sich wohl noch verkriechen musste.
"Oder aber ihr deutet auf den äußerst vulnerablen Zustand einer alleinstehenden Dame hin. Angesichts dessen, aus wie viel Pein ihr werteste Ceres aber nun erlöst habt, wage wiederum ich es nicht eine solche Unterstellung zu tätigen. Einer solchen Grausamkeit will ich euch nicht für fähig halten." Und damit war sie eindeutig zu gnädig. Erneut.
Sie wollte ihm seinen hirnlosen Versuch eines Gesprächseinstiegs allerdings durchaus verzeihen und ihm eine neue Chance gönnen. Es gab Schlimmeres als dabei gesehen zu werden, sich vom Mann der Acillius-Hexe ins Gespräch leiten zu lassen. Denn am Ende des Tages war da diese lästige Sache, der sie sich schlichtweg nicht entziehen konnte. Nach wie vor, belastete sie ihre Familie mit ihrer Ledigkeit. Sie hasste es. Wie viel lieber wäre sie selbst der Kopf des Hauses? Zu oft beobachtete sie ihren Bruder, den Stolz des Hauses, in seiner Freiheit und der Vergeudung all seines Potentials, wenn er sich mal wieder mit dem roten Tölpel prügelte oder sein loses Mundwerk nicht unter Kontrolle hielt. Sie wollte ihn dafür rügen - konnte aber nicht anders, als ihm immer dann all ihre ungenutzte mütterliche Liebe zu schenken, wenn die Strafe ihres Vaters zu schrecklich war. Niemals aber sollte sie so schrecklich sein.
"Und gewiss hoffe ich, ihr verzeiht meinen kleinen Unfall." Damit löste sich ihr Blick von den zu hübschen Augen aus dem zu leeren Kopf und schweifte über den Rest des Platzes. Ihr Vater hatte sie eindeutig zu früh hierher gejagt. Bis auf kümmerliche Gestalten und den Alptraum in Person hatte sich noch nichts Brauchbares versammelt. Beim Anblick des Königs' Bastards und seines blutroten Fells aber lief es ihr eiskalt den Rücken hinab. War das ein Blickkontakt? Als sie noch jünger war, hatte Aaidan ihr damit gedroht, sie mit ihm zu vermählen, wann immer sie ungehorsam war. Aaron hatte sie dann aufgezogen. Die Braut des Monsters. Diese Kreatur war wahrlich Stoff für Alpträume.
Und das alles hier war ein Alptraum. Wenn sie den heutigen Tag nicht nutzen würde, würde er sie vielleicht doch noch an Atlas vermählen.
Beinahe unsicher glitt ihr Blick zurück zu Desmond.




