Gestern, 05:53 PM
Und dann sah er es. Dieses blutjunge Ding mit seiner zu auffällig üppigen Rundung, um noch länger übersehen und abgetan zu werden. Karthago fand sich selbst des öfteren als lieblos, brutal. So seelenlos aber wie Dracerion Dracas, würde er niemals sein.
Er blieb stehen, ließ die braune Stute passieren und sah ihr noch eine Weile nach wie sie sich auf jenem Weg befand, den er und Khione so eben zurückgelegt hatten.
Aus gerümpften Nasenlöchern jagte ein Raunen und er bedeutete seiner Cousine mit einem Kopfnicken in Richtung der schwangeren Jungstute. "Vergleicht man mich mit dem alten wahnsinnigen, der unser reueloses Haus noch führt, treffen deine Worte wohl zu Cousine und ich bin für wahr ein liebes Ding." Er spuckte seinen Frust auf den Boden.
Einige unbeteiligte rauschten hastig an den beiden dunklen Gestalten vorbei. Vielleicht würde der Drachen gleich tatsächlich endlich Feuer speien.
"Von wegen Tradition. Wie alt wird dieses Kind schon sein? Und er pflanz ein weiteres in ihren Bauch. Wie kriegt er überhaupt noch einen hoch."
Jetzt wünschte er sich, er hätte die Schläge aus der Hand seines Vaters doch vergönnt. Wie hatte er doch noch vor Nova gestanden und ihr all seine Gefühle gegenüber seiner Familie entblößt. Ein Graus. Der Ekel löste sich wie Gift durch seine Kehle.
Außerdem: Nova.
Wieder die gerümpften Nüstern. Die Welt wollte ihm keine ruhige Minute lassen. Nichts ergab mehr Sinn.
Und jeder einzelne Gedanke in seinem Kopf quälte ihn.
Als sei eine Ewigkeit vergangen lösten sich seine Augen aus der Richtung des Familienplatzes und fanden die eisblauen seiner Cousine wieder. Er hatte fast vergessen, dass sie überhaupt noch anwesend war.
Und wie provokant diese rote Blume sich ihm doch präsentierte. Als lache sie ihm ins Gesicht.
Rot wie Blut.
Mit einem Knurren bewegte er sich ruckartig zu ihr und Riss ihr die Blüte mit einer Bewegung aus dem Langhaar. "Ich sagte doch weg mit der Scheiße." Oh, sie würde das nicht mögen. Natürlich nicht. Sie waren dennoch aus demselben Holz geschnitzt. Ein Glück für ihre Mähne, dass man ihm über die Jahre hinweg Geschick eingeprügelt hatte und keines ihrer Haare vom dunklen Kamm brach.
Gott sei Dank war er eine Persönlichkeit, die Kontenance wahrte.
"Was tun wir mit unserer Sippe, hm? Wir, die Todgeweihten."
Vielleicht keine schlechte Idee. Er sollte so früh wie möglich die Loyalitäten seines Hauses ihm gegenüber klarstellen.
Und dann mit Gaia tanzen gehen.
Er blieb stehen, ließ die braune Stute passieren und sah ihr noch eine Weile nach wie sie sich auf jenem Weg befand, den er und Khione so eben zurückgelegt hatten.
Aus gerümpften Nasenlöchern jagte ein Raunen und er bedeutete seiner Cousine mit einem Kopfnicken in Richtung der schwangeren Jungstute. "Vergleicht man mich mit dem alten wahnsinnigen, der unser reueloses Haus noch führt, treffen deine Worte wohl zu Cousine und ich bin für wahr ein liebes Ding." Er spuckte seinen Frust auf den Boden.
Einige unbeteiligte rauschten hastig an den beiden dunklen Gestalten vorbei. Vielleicht würde der Drachen gleich tatsächlich endlich Feuer speien.
"Von wegen Tradition. Wie alt wird dieses Kind schon sein? Und er pflanz ein weiteres in ihren Bauch. Wie kriegt er überhaupt noch einen hoch."
Jetzt wünschte er sich, er hätte die Schläge aus der Hand seines Vaters doch vergönnt. Wie hatte er doch noch vor Nova gestanden und ihr all seine Gefühle gegenüber seiner Familie entblößt. Ein Graus. Der Ekel löste sich wie Gift durch seine Kehle.
Außerdem: Nova.
Wieder die gerümpften Nüstern. Die Welt wollte ihm keine ruhige Minute lassen. Nichts ergab mehr Sinn.
Und jeder einzelne Gedanke in seinem Kopf quälte ihn.
Als sei eine Ewigkeit vergangen lösten sich seine Augen aus der Richtung des Familienplatzes und fanden die eisblauen seiner Cousine wieder. Er hatte fast vergessen, dass sie überhaupt noch anwesend war.
Und wie provokant diese rote Blume sich ihm doch präsentierte. Als lache sie ihm ins Gesicht.
Rot wie Blut.
Mit einem Knurren bewegte er sich ruckartig zu ihr und Riss ihr die Blüte mit einer Bewegung aus dem Langhaar. "Ich sagte doch weg mit der Scheiße." Oh, sie würde das nicht mögen. Natürlich nicht. Sie waren dennoch aus demselben Holz geschnitzt. Ein Glück für ihre Mähne, dass man ihm über die Jahre hinweg Geschick eingeprügelt hatte und keines ihrer Haare vom dunklen Kamm brach.
Gott sei Dank war er eine Persönlichkeit, die Kontenance wahrte.
"Was tun wir mit unserer Sippe, hm? Wir, die Todgeweihten."
Vielleicht keine schlechte Idee. Er sollte so früh wie möglich die Loyalitäten seines Hauses ihm gegenüber klarstellen.
Und dann mit Gaia tanzen gehen.



