Gestern, 09:46 PM
Gleichwohl der Anlass dieser Zusammenkunft ein so freudiges Ereignis war, war das Herz der jungen Astoria schwer. Der Schmerz über den Verlust ihrer Mutter war noch immer frisch, er hatte sich durch ihr Bewusstsein gefressen und tauchte jeden Gedanken in ein melancholisches Blau, welches sie von sich selbst nicht gewohnt war. Heute hier zu stehen, an der Seite ihrer Schwester und ihres Vaters, die beide den selben Verlust wie sie selbst zu tragen hatten, kam ihr seltsam unreal vor. Vor allem, da Lucius und Eris ihn weitaus besser zu verkraften schienen als sie. Nicht dass sie nicht auch von Trauer erfüllt waren - im Gegenteil. Sie vermochten es nur besser auszuhalten. Nyke hob die Lider und warf einen vorsichtigen Blick hinauf in das Gesicht ihres Vaters. Dass seine Züge in den letzten Wochen an Härte gewonnen hatten, war ihr nicht entgangen. Ebenso wenig, dass die klugen Augen ihrer Schwester an Glanz eingebüßt hatten. Und genau das war es, was diese ganze Situation für sie so unerträglich machte. Der Schmerz ihrer Familie. Er summierte sich auf ihren Schultern. Und dennoch - hätte sie es gekonnt, sie hätte ihn vollkommen auf sich genommen, wenn dafür Eris und ihr Vater mit Leichtigkeit gesegnet worden wären.
Nyke unterdrückte ein Seufzen und löste den Blick von Lucius. Eigentlich hatte sie ihn in die Ferne schweifen lassen wollen, hin zu einem unbestimmten Punkt in dem er sich verlieren konnte bis ihre Augen schmerzten. Doch bevor sie dazu in der Lage war, streifte ein bekannter Geruch ihre Nüstern und veranlasste Nyke dazu, den Kopf unwillkürlich in jene Richtung zu drehen, aus welcher er zu ihr herangetragen worden war.
Und ehe sie sich versah, hatte ihr Körper sich bereits in Bewegung gesetzt, einem unerklärlichen Impuls folgend.
"Ich bin gleich wieder zurück." Sie spürte den Blick ihres Vaters auf sich und es verwunderte sie selbst, dass er sie gehen ließ, ohne eine weitere Erklärung zu verlangen. Tatsächlich hegte Lucius schlicht die Hoffnung, dass seine Tochter für einen Moment aus ihrer Schwermütigkeit herausfand und ließ sie aus diesem Grunde ziehen. Auch wenn es ihm nicht gänzlich behagte, dass es Aaron war, welchen sie anzusteuern schien.
"Hallo Aaron." Sie war in kurzer Entfernung zu ihm stehen geblieben, ein zartes Lächeln auf den Lippen, das jedoch von dem Ausdruck in ihren Augen Lügen gestraft wurde. Wie merkwürdig sich ihre Mundwinkel anfühlten. Spröde. Als hätten sie verlernt, wie was war, zu lachen. Erschreckend, wie schnell solche Dinge, die man tagtäglich tat, einem plötzlich fremdartig erschienen.
"Schön, dich zu sehen.", sprach sie schnell weiter um den Gedanken daran abzuschütteln. "Heute... ohne Verkleidung."
Nyke unterdrückte ein Seufzen und löste den Blick von Lucius. Eigentlich hatte sie ihn in die Ferne schweifen lassen wollen, hin zu einem unbestimmten Punkt in dem er sich verlieren konnte bis ihre Augen schmerzten. Doch bevor sie dazu in der Lage war, streifte ein bekannter Geruch ihre Nüstern und veranlasste Nyke dazu, den Kopf unwillkürlich in jene Richtung zu drehen, aus welcher er zu ihr herangetragen worden war.
Und ehe sie sich versah, hatte ihr Körper sich bereits in Bewegung gesetzt, einem unerklärlichen Impuls folgend.
"Ich bin gleich wieder zurück." Sie spürte den Blick ihres Vaters auf sich und es verwunderte sie selbst, dass er sie gehen ließ, ohne eine weitere Erklärung zu verlangen. Tatsächlich hegte Lucius schlicht die Hoffnung, dass seine Tochter für einen Moment aus ihrer Schwermütigkeit herausfand und ließ sie aus diesem Grunde ziehen. Auch wenn es ihm nicht gänzlich behagte, dass es Aaron war, welchen sie anzusteuern schien.
"Hallo Aaron." Sie war in kurzer Entfernung zu ihm stehen geblieben, ein zartes Lächeln auf den Lippen, das jedoch von dem Ausdruck in ihren Augen Lügen gestraft wurde. Wie merkwürdig sich ihre Mundwinkel anfühlten. Spröde. Als hätten sie verlernt, wie was war, zu lachen. Erschreckend, wie schnell solche Dinge, die man tagtäglich tat, einem plötzlich fremdartig erschienen.
"Schön, dich zu sehen.", sprach sie schnell weiter um den Gedanken daran abzuschütteln. "Heute... ohne Verkleidung."




