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Die Legenden von Valeria, einst ein strahlendes Reich voller Pracht und Macht, sind nun nicht mehr als flüsternde Erinnerungen im Wind der Vergangenheit. Ein feuriger Zorn aus den Tiefen der Erde hat es verschlungen, ein Inferno, das Leben und Träume gleichermaßen zu Asche verbrannte. Du bist durch ein gnadenloses Land gezogen, warst ein Wanderer ohne Heimat, getrieben von der verzweifelten Suche nach einem neuen Morgen.


Die Schwachen zerbrachen auf diesem Weg, manche folgten dem Ruf der Verzweiflung und wendeten sich vom König ab.

Doch es gibt jene, deren Herzen ein unbezwingbares Feuer tragen – eine Hoffnung, die selbst die finsterste Nacht nicht ersticken kann. Bist du einer von ihnen? Oder haben die Schatten bereits Besitz von deiner Seele ergriffen?
Das Pass Into Oblivion ist ein textbasiertes Rollenspiel in welchem du in die Rolle eines Pferdes schlüpfst. Wir schreiben in einem plotbasierenden System und sind immer bemüht die Charaktere so tief wie möglich in die Geschichte zu integrieren und einen möglichst breiten Anschluss zu bieten. Schau dafür gerne einmal auf unserem Discord-Server vorbei!

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03.05.2026

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II. Unter dem Schleier der Pflicht
5. Spätherbst 83, Ganzer Tag | Steppe | Schicksalsschlag, Nero Valerius, Gaia Acillius, Ceres Aegidius, Vesta Valerius, Nyke Astoria, Briony, Damhnait, Karthago Dracas
#5
Die dunklen Augen der alten Fuchsstute ruhten auf den Bemühungen ihrer jüngsten Enkeltochter und sie musste stark an sich halten, das ungeschickte Ding nicht beiseite zu schieben und diese wilde Strähne selbst zu bändigen. Gut, dass Ceres bereits verheiratet war, sonst würde sich Gaia spätestens bei dem Gezupfe sorge darum machen, ob sie das Mädchen überhaupt an den Mann bringen konnte. Zwar besaß sie denselben Rotton wie sie selbst im Fell, doch Ceres fehlte es bei weitem an ihrer Eleganz und Erhabenheit. Vielleicht würde das noch mit den Jahren kommen, vielleicht war bei ihr jedoch auch jede Mühe umsonst. Es gab einfach Frauen die besaßen es von Natur aus. Vesta zum Beispiel, oder Penthesilea. Und dann gab es noch die Bauerntrampel, wie Ceres, die egal wie sehr sie sich mühten, immer nur blass neben den anderen aussehen würden. 

Gaia wusste, dass sie heute ungnädig war. Es wäre nicht ihre Art gewesen zuzugeben, dass sie nervös war. Vermutlich würde diese Nervosität auch erst verschwinden, wenn Nero und Vesta endgültig vermählt wären, als fürchtete sie, dass auf den letzten Metern doch noch etwas schief gehen könnte. 
Die Matriarchin nickte schwach, als Ceres ihre Worte bestätigte und wandte kurz den Blick ab, als sie ihren Sohn sah, der auf der anderen Seite des See’s auf sie wartete und mit seiner Gattin sprach. Auch eine Miles. Aber eine der wenigen, die Anstand und Eleganz besaßen. Nur deswegen hatte sie ihm gestattet, Juno zu ehelichen. Außerdem war sie gewillt etwas von ihr zu lernen. 

Dann jedoch zog sich etwas in Gaia zusammen und ihre dunklen Augen schienen sich noch etwas mehr zu verschatten. Ceres gab ihr… Widerworte? Ihre Lippen waren zu einer strengen Linie gerade gezogen und ihre Stirn zog sich leicht zusammen. Und nicht nur das, ihre große Schwester mischte sich ebenfalls ein. Der Blick der alten Stute verschärfte sich und sie sah von Ceres zu der zukünftigen Königin. “Er ist ein Mann, meine Liebe. Er sieht  nur den Nutzen deiner Schwester - ein Schoss, der ihm Nachkommen schenken kann.”, ihre Stimme klang ruhig und zugleich lag eine Mahnung in ihr. Zu mehr würde Ceres auch nicht taugen. “Eure Existenz ist nicht von Bedeutung, wenn ihr ihnen keine Söhne schenkt.”, sie glaubten doch nicht tatsächlich an Liebe? Oder dass sie von Wert waren, wenn sie ihren Soll nicht erfüllten? Vesta würde ohne jener Pflicht bestimmt nicht ein Leben lang die Vorzüge als Königin genießen dürfen. Sie schnaubte, ehe ihr Blick sich wieder auf der widerspenstigen Strähne verfing. Keiner ihrer Enkelinnen würde sie zutrauen, sich selbst in dieser Welt wirklich behaupten zu können. 

Vestas Sorge, sie könne nicht das Herz des Volkes für sich gewinnen, ließ Gaia kaum merklich die Luft tiefer in ihre Lungen ziehen. Das einfältige Ding war immer so sehr darauf bedacht, allen zu gefallen - selbst jenen, die es nicht einmal Wert waren, den Dreck unter Gaias Hufen zu fressen. “Wenn du beständiger bist als die letzten beiden Königinnen, wirst du sie für dich gewinnen.”, erklärte Gaia mit ruhiger Stimme, als wäre es etwas völlig offensichtliches. “Du darfst deine Untertanen und deine Familie nicht im Stich lassen. Wie Echo.”, erklärte sie ihre Worte und ging dabei einmal um Vesta herum. “Und nicht rumhuren, wie Danae.”, ein kalter Hauch fuhr durch Gaias Stimme. “Beständigkeit schafft Vertrauen.”

Vesta & Ceres - Am See

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II. Unter dem Schleier der Pflicht - von Team - Gestern, 09:59 AM
RE: II. Unter dem Schleier der Pflicht - von Natsch - Gestern, 08:36 PM

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