Die dunklen Augen der alten Fuchsstute ruhten auf den Bemühungen ihrer jüngsten Enkeltochter und sie musste stark an sich halten, das ungeschickte Ding nicht beiseite zu schieben und diese wilde Strähne selbst zu bändigen. Gut, dass Ceres bereits verheiratet war, sonst würde sich Gaia spätestens bei dem Gezupfe sorge darum machen, ob sie das Mädchen überhaupt an den Mann bringen konnte. Zwar besaß sie denselben Rotton wie sie selbst im Fell, doch Ceres fehlte es bei weitem an ihrer Eleganz und Erhabenheit. Vielleicht würde das noch mit den Jahren kommen, vielleicht war bei ihr jedoch auch jede Mühe umsonst. Es gab einfach Frauen die besaßen es von Natur aus. Vesta zum Beispiel, oder Penthesilea. Und dann gab es noch die Bauerntrampel, wie Ceres, die egal wie sehr sie sich mühten, immer nur blass neben den anderen aussehen würden.
Gaia wusste, dass sie heute ungnädig war. Es wäre nicht ihre Art gewesen zuzugeben, dass sie nervös war. Vermutlich würde diese Nervosität auch erst verschwinden, wenn Nero und Vesta endgültig vermählt wären, als fürchtete sie, dass auf den letzten Metern doch noch etwas schief gehen könnte.
Die Matriarchin nickte schwach, als Ceres ihre Worte bestätigte und wandte kurz den Blick ab, als sie ihren Sohn sah, der auf der anderen Seite des See’s auf sie wartete und mit seiner Gattin sprach. Auch eine Miles. Aber eine der wenigen, die Anstand und Eleganz besaßen. Nur deswegen hatte sie ihm gestattet, Juno zu ehelichen. Außerdem war sie gewillt etwas von ihr zu lernen.
Dann jedoch zog sich etwas in Gaia zusammen und ihre dunklen Augen schienen sich noch etwas mehr zu verschatten. Ceres gab ihr… Widerworte? Ihre Lippen waren zu einer strengen Linie gerade gezogen und ihre Stirn zog sich leicht zusammen. Und nicht nur das, ihre große Schwester mischte sich ebenfalls ein. Der Blick der alten Stute verschärfte sich und sie sah von Ceres zu der zukünftigen Königin. “Er ist ein Mann, meine Liebe. Er sieht nur den Nutzen deiner Schwester - ein Schoss, der ihm Nachkommen schenken kann.”, ihre Stimme klang ruhig und zugleich lag eine Mahnung in ihr. Zu mehr würde Ceres auch nicht taugen. “Eure Existenz ist nicht von Bedeutung, wenn ihr ihnen keine Söhne schenkt.”, sie glaubten doch nicht tatsächlich an Liebe? Oder dass sie von Wert waren, wenn sie ihren Soll nicht erfüllten? Vesta würde ohne jener Pflicht bestimmt nicht ein Leben lang die Vorzüge als Königin genießen dürfen. Sie schnaubte, ehe ihr Blick sich wieder auf der widerspenstigen Strähne verfing. Keiner ihrer Enkelinnen würde sie zutrauen, sich selbst in dieser Welt wirklich behaupten zu können.
Vestas Sorge, sie könne nicht das Herz des Volkes für sich gewinnen, ließ Gaia kaum merklich die Luft tiefer in ihre Lungen ziehen. Das einfältige Ding war immer so sehr darauf bedacht, allen zu gefallen - selbst jenen, die es nicht einmal Wert waren, den Dreck unter Gaias Hufen zu fressen. “Wenn du beständiger bist als die letzten beiden Königinnen, wirst du sie für dich gewinnen.”, erklärte Gaia mit ruhiger Stimme, als wäre es etwas völlig offensichtliches. “Du darfst deine Untertanen und deine Familie nicht im Stich lassen. Wie Echo.”, erklärte sie ihre Worte und ging dabei einmal um Vesta herum. “Und nicht rumhuren, wie Danae.”, ein kalter Hauch fuhr durch Gaias Stimme. “Beständigkeit schafft Vertrauen.”
Gaia wusste, dass sie heute ungnädig war. Es wäre nicht ihre Art gewesen zuzugeben, dass sie nervös war. Vermutlich würde diese Nervosität auch erst verschwinden, wenn Nero und Vesta endgültig vermählt wären, als fürchtete sie, dass auf den letzten Metern doch noch etwas schief gehen könnte.
Die Matriarchin nickte schwach, als Ceres ihre Worte bestätigte und wandte kurz den Blick ab, als sie ihren Sohn sah, der auf der anderen Seite des See’s auf sie wartete und mit seiner Gattin sprach. Auch eine Miles. Aber eine der wenigen, die Anstand und Eleganz besaßen. Nur deswegen hatte sie ihm gestattet, Juno zu ehelichen. Außerdem war sie gewillt etwas von ihr zu lernen.
Dann jedoch zog sich etwas in Gaia zusammen und ihre dunklen Augen schienen sich noch etwas mehr zu verschatten. Ceres gab ihr… Widerworte? Ihre Lippen waren zu einer strengen Linie gerade gezogen und ihre Stirn zog sich leicht zusammen. Und nicht nur das, ihre große Schwester mischte sich ebenfalls ein. Der Blick der alten Stute verschärfte sich und sie sah von Ceres zu der zukünftigen Königin. “Er ist ein Mann, meine Liebe. Er sieht nur den Nutzen deiner Schwester - ein Schoss, der ihm Nachkommen schenken kann.”, ihre Stimme klang ruhig und zugleich lag eine Mahnung in ihr. Zu mehr würde Ceres auch nicht taugen. “Eure Existenz ist nicht von Bedeutung, wenn ihr ihnen keine Söhne schenkt.”, sie glaubten doch nicht tatsächlich an Liebe? Oder dass sie von Wert waren, wenn sie ihren Soll nicht erfüllten? Vesta würde ohne jener Pflicht bestimmt nicht ein Leben lang die Vorzüge als Königin genießen dürfen. Sie schnaubte, ehe ihr Blick sich wieder auf der widerspenstigen Strähne verfing. Keiner ihrer Enkelinnen würde sie zutrauen, sich selbst in dieser Welt wirklich behaupten zu können.
Vestas Sorge, sie könne nicht das Herz des Volkes für sich gewinnen, ließ Gaia kaum merklich die Luft tiefer in ihre Lungen ziehen. Das einfältige Ding war immer so sehr darauf bedacht, allen zu gefallen - selbst jenen, die es nicht einmal Wert waren, den Dreck unter Gaias Hufen zu fressen. “Wenn du beständiger bist als die letzten beiden Königinnen, wirst du sie für dich gewinnen.”, erklärte Gaia mit ruhiger Stimme, als wäre es etwas völlig offensichtliches. “Du darfst deine Untertanen und deine Familie nicht im Stich lassen. Wie Echo.”, erklärte sie ihre Worte und ging dabei einmal um Vesta herum. “Und nicht rumhuren, wie Danae.”, ein kalter Hauch fuhr durch Gaias Stimme. “Beständigkeit schafft Vertrauen.”



