07-08-2024, 09:21 PM
Ein Geheimnis von dem er nichts wissen sollte trieb den goldenen Hengst in die Reihen jener, die er eigentlich seit einigen Jahren mied. Er hatte solche Veranstaltungen nie etwas abgewinnen können, nicht, weil er sich so sehr gegen die Ehe und das gründen einer Familie wehrte, mehr weil er immer das Gefühl gehabt hatte, nie gänzlich dazu zu gehören. Er konnte noch so redegewandt sein, noch so perfekt auftreten, es blieb immer ein fader Geschmack an seinem Auftreten kleben. Und der Grund dafür stand in einiger Entfernung, inmitten der anderen Pferde die nur all zu gern das Gespräch mit ihm suchten. Es wunderte Damhnait einen Moment, dass Gaia nicht bei Sunlit stand, irgendwelche klugen Gedanken mit ihm austauschte oder geschockt tat, wenn sie Mal wieder das neuste Gerücht über den Goldjungen der Familie Sunlits zugeflüstert bekam. Und wo war der alte Dracas? Gehörte er nicht ebenso - wenngleich wahrscheinlich zu seinem Widerwillen eingebunden - zu diesen alten Herrschaften die den süßen Worten seines Vaters lauschten?
Die Nüstern Damhnaits kräuselten sich für einen Moment, dann wandte er den Blick ab bevor sein Vater auch nur auf die Idee kommen konnte, sein Sohn habe ein tieferes Interesse an ihn. Und dabei schluckte Damhnait. Erinnerte er sich doch an jede Berührung und jedes gesäuselte Wort, dass sein Herz zum flattern gebracht hatte. Ekel überkam ihn und er schob die Erinnerungen weit weg.
Dann trafen sich ihre Blicke. Der Mund des Goldjungen wurde trocken und er schluckte schwer. Sie war hier. Natürlich war sie hier. Ihre Schönheit hatte Damhnait bereits in jungen Jahren nachts wach gehalten, bewundernd, erregt, voller Scham, Ekel und Angst. Nie hatte er gewagt das Wort an sie zu richten, er war doch nur ein dummer Junge gewesen. Ein dummer kleiner Junge der an den Lippen seines Vaters hing. Und auch heute fühlte er sich nicht wie ein Mann, der sich ein Herz fassen konnte um sie anzusprechen. Sie war zu gut für ihn. Zu schön. Er würde neben ihr verblassen, die Leute würden sie fragen was sie an der Seite eines solch widerlichen Zeitgenossen wollte. Er war zu zweifelhaft. Er war nie gut genug gewesen. Und natürlich war sie so schön wie damals, auch wenn der Ausdruck in ihrem Gesicht mittlerweile nicht mehr so voller Leben war wie einst. Gebrochen.
Das konnte nur jemand sehen, der es ebenfalls war.
So war es, wenn sich zwei verbundene Seelen erkannten.
Sie stand an der Seite ihrer Tochter, irgendwo musste auch ihr Gatte sein. Damhnait spürte, wie sein Herz ein weiteres Mal zerbrach an dieser degoutanten Sehnsucht. Vermutlich wusste sie nicht einmal, dass er existierte. Und das war besser so. Ihre Blicke trafen sich erneuert, sie wirkte neugierig - vermutlich weil er sie anstarrte. Damhnait schaute weg. Scham und Ekel durch seine Adern pulsierend. Das Gesicht jedoch so ausdruckslos wie eh und je.
Braunes Fell schob sich in sein Blickfeld. Damhnait blinzelte, schluckte das Gefühl herunter welches sein Herz erklomm und setzte das perfekte Lächeln des perfekten Goldjungens auf. Seine große Gestalt neigte sich leicht, sein Kopf drehte sich galant. "Vesta, lang ist es her.", sprach er sanft, die Lippen kurz befeuchtend. Ob sie auch so viele Geschichten über ihn gehört hatte?
Die Nüstern Damhnaits kräuselten sich für einen Moment, dann wandte er den Blick ab bevor sein Vater auch nur auf die Idee kommen konnte, sein Sohn habe ein tieferes Interesse an ihn. Und dabei schluckte Damhnait. Erinnerte er sich doch an jede Berührung und jedes gesäuselte Wort, dass sein Herz zum flattern gebracht hatte. Ekel überkam ihn und er schob die Erinnerungen weit weg.
Dann trafen sich ihre Blicke. Der Mund des Goldjungen wurde trocken und er schluckte schwer. Sie war hier. Natürlich war sie hier. Ihre Schönheit hatte Damhnait bereits in jungen Jahren nachts wach gehalten, bewundernd, erregt, voller Scham, Ekel und Angst. Nie hatte er gewagt das Wort an sie zu richten, er war doch nur ein dummer Junge gewesen. Ein dummer kleiner Junge der an den Lippen seines Vaters hing. Und auch heute fühlte er sich nicht wie ein Mann, der sich ein Herz fassen konnte um sie anzusprechen. Sie war zu gut für ihn. Zu schön. Er würde neben ihr verblassen, die Leute würden sie fragen was sie an der Seite eines solch widerlichen Zeitgenossen wollte. Er war zu zweifelhaft. Er war nie gut genug gewesen. Und natürlich war sie so schön wie damals, auch wenn der Ausdruck in ihrem Gesicht mittlerweile nicht mehr so voller Leben war wie einst. Gebrochen.
Das konnte nur jemand sehen, der es ebenfalls war.
So war es, wenn sich zwei verbundene Seelen erkannten.
Sie stand an der Seite ihrer Tochter, irgendwo musste auch ihr Gatte sein. Damhnait spürte, wie sein Herz ein weiteres Mal zerbrach an dieser degoutanten Sehnsucht. Vermutlich wusste sie nicht einmal, dass er existierte. Und das war besser so. Ihre Blicke trafen sich erneuert, sie wirkte neugierig - vermutlich weil er sie anstarrte. Damhnait schaute weg. Scham und Ekel durch seine Adern pulsierend. Das Gesicht jedoch so ausdruckslos wie eh und je.
Braunes Fell schob sich in sein Blickfeld. Damhnait blinzelte, schluckte das Gefühl herunter welches sein Herz erklomm und setzte das perfekte Lächeln des perfekten Goldjungens auf. Seine große Gestalt neigte sich leicht, sein Kopf drehte sich galant. "Vesta, lang ist es her.", sprach er sanft, die Lippen kurz befeuchtend. Ob sie auch so viele Geschichten über ihn gehört hatte?