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Geschützt vor den Einflüssen und Blicken der Außenwelt, liegt Valeria da. Ein Land wie kein zweites, mit immergrünen Wiesen und nie versiegendem Wasser. Und du bist mittendrin. Ein imposanter grauer Hengst schreitet an dir vorbei, zwinkert die zu und fragt dich, ob du denn schon dieselbe Verbundenheit verspürst wie sie alle, die sie in diesem Land leben. Du atmest tief die frische Luft ein, lächelst und nickst. "Ja.", ist deine schlichte Antwort, die mit einem breiten Grinsen seinerseits kommentiert wird.
Das Pass Into Oblivion ist ein textbasiertes Rollenspiel in welchem du in die Rolle eines Pferdes schlüpfst. Dazu kommt, dass du deinen Charakter mit der Hilfe unseres kreativen Teams selbst gestalten kannst, denn auf Wünsche gehen wir natürlich sehr gerne ein! Schau dafür gerne einmal auf unserem Discord-Server vorbei!
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PiO's Discord-Server
Rollenspiel
AKTUELL LÄUFT KEIN PLOT
Neuigkeiten
Beendigung des Plots - 09.07.2022
Die Zukunft von PiO - 20.11.2021
Nebenspiel
Der aktuelle Nebenspielzeitraum umfasst den Abend und die Nacht des 18. Tag des Sommers bis zum 27. Tag des Sommers. Die Temperaturen liegen zwischen 25°C und 30°C am Tag, während es in der Nacht konstant 20°C warm ist. Der Himmel ist bewölkt und bis zum 20. Tag des Sommers regnet es..
Das Team
Natsch - Darky
Alina


IV. Krieg bleibt immer gleich
18. Sommer 82, Mittags | Valeria | Schicksalsschlag, Silas, Ezrael Achilléas, Penthesilea Achilléas, Isaak, Nurija, Nero Valerius, Atlas, Ares Licinius, , Tuana Licinius, Desmond Aegidius, Spartacus Licinius, Ecair, Gabriel Noctis, , Nefes, Aaragon Miles, Álvaro, Anchor Aegidius, Bryna, Cara, Obsidian, Echo Valerius, Romana, Liméa Kléus, Artemis Miles, Asariel Achilléas, Rhuen, Koraés Achilléas, Aiko Kléus, , Belana Victus, Daphne, , Yeshi, Néniel, Etáin

Es fiel ihm erstaunlich schwer, gegen die Kälte in seinem Inneren anzukämpfen. Und das, obwohl Isaak recht genau wusste, woher diese stammte. Es war die gleiche Kälte, die ihn nach einem jeden Kampf überkam. Ursprünglich hatte er sie sich als eine Art Schutzmantel zugelegt. Damals, als er noch jung gewesen war und kaum Erfahrung auf dem Schlachtfeld gehabt hatte, hatte er sich auf diese Weise vor der Tatsache verschlossen, dass er soeben Leben beendet hatte, die ihre ursprünglichen Schicksal nach noch Jahre hätten dauern können. Erst im Lauf der Zeit war ihm bewusst geworden, dass diese Kälte nicht willentlich von ihm hervorgerufen wurde. Vielmehr wuchs sie an, wurde mit jedem Tod ein wenig größer und da hatte Isaak verstanden, dass mit jedem Leben, welches er auslöschte, er selbst ein kleines Teil seiner Seele zu Grabe trug. Diese Kälte, die er spürte, war der Kuss des Todes. Und heute, das wusste er, war mehr in ihm gestorben, als all die anderen Male zuvor. Er hatte sich gegen die Seinen gewandt. Hatte Jenen den Dolch in den Rücken gerammt, die ihm vertraut, die zu ihm aufgesehen hatten. Es mochte vielleicht für ein größeres Wohl gewesen sein. Aber Isaak spürte, dass es letztlich dennoch nicht zu rechtfertigen war. Die Tatsache, dass sein Herz noch schlug... das war der Fehler. 
Vielleicht hatte er genau aus diesem Grund auch so ruhig reagiert, als plötzlich der Dunkelrote Valerianer vor ihm aufgetaucht war, den Blick aus grünen Augen so hasserfüllt auf ihn gerichtet, dass Isaak damit gerechnet hatte, im nächsten Augenblick seine Zähne in seiner Kehle zu spüren. Und wenn er ehrlich mit sich war, dann hätte er dieses Szenario mehr begrüßt als jenes, welches sich stattdessen abgespielt hatte.

Ares - Isaak hatte sogleich gewusst, dass er es sein musste - hatte ihn für eine gefühlte Ewigkeit schweigend angestarrt und der Sabino war sich nicht sicher gewesen, ob er mit seinen Gefühlen gerungen hatte, oder aber es eine Taktik des Roten war, sein Gegenüber einzuschüchtern. Er selbst jedenfalls hatte den Blick nur schweigend erwidert, das rechte Hinterbein ein wenig entlastend, da er einen beißenden Schmerz in seiner Wirbelsäule verspürte, der sich in jedem Zentimeter seines Körpers wiederzufinden schien. Selbst das Atmen fiel ihm schwer und die etlichen Wunden, die sein Fell verunstalteten, kosteten Blut und Kraft, sodass Isaak dem Anderen kaum etwas entgegen zu setzen gehabt hätte. Aus diesem Grund, wie auch aus der Tatsache heraus, dass ihm das Gestarre auf die Nerven ging, hatte Isaak schließlich aufgekeucht.
"Bring es jetzt gleich zu Ende." 
Nichts lag ihm für gewöhnlich ferner, als sich auf diese Weise zu erniedrigen. Doch andererseits hatte er das Gefühl, es nicht anders verdient zu haben. Dass Ares darauf lediglich dumpf aufgelacht hatte, war ebenfalls herabsetzend, doch nicht so sehr, wie das, was er erwiderte.
"Einen so leichten Tod hat du nicht verdient, Verräter. Ich müsste mich schämen, würde ich dein lächerliches Leben hier und jetzt aushauchen."
Dann hatte er sich abgewandt. Einen Schritt getan. Und über die Schulter zurückgeblickt.
"Sieh' zu , dass du das hier überlebst. Dass du wieder auf die Beine kommst. Und dann, Isaak.... dann werde ich dich töten."

Und mit diesem Versprechen hatte Ares ihn schließlich zurück gelassen. Isaak hatte dem Roten nachgeblickt, jedoch nur kurz, dann hatten seine eisblauen Augen sich für einen kurzem Moment geschlossen. 
Dann hatte er sich ebenfalls in Bewegung gesetzt, auf Zeus und den großen Rappen zuhaltend. Gerade erreichte er die andere Seite Zeus', da erkannte er, wie sich zwischen den Rauchschwaden weitere Silhouetten abbildeten. Und während er stumm beobachtete, wer sich da aus dem Nebel schälte, spürte er plötzlich eine seltsame Art von Erleichterung in sich aufsteigen.
Seine Tage waren gezählt.


Heiliger Hain | Bei Gabriel & Zeus
Die Minuten verstrichen und ein eisernes Schweigen hatte sich zwischen die beiden Hengsten gelegt, weniger bedrückend, viel mehr nagend. Der König versuchte seine Gedanken zu sammeln, sich dem langersehnten... einen Moment entgegen streben sehend, der ihn letzten Endes erlösen würde.
Der Gerinnungsprozess seiner Wunden war unlängst abgeschlossen und neben Schweiß, Matsch und Asche, klebte auch cremiges Blut auf seiner Haut. Er brauchte dringend einen Heiler, das war dem schwarzen Hengst bewusst, doch viel mehr als das, brauchte er sie. Nero leckte sich über die Lippen, spürte den Blick von Atlas auf sich. „Was denkst du, wie wird das alles ausgehen?“, fragte der schwarze König mit ruhiger Stimme, einen Moment verharrend und seine Gliedmaße streckend. Seine Muskeln schmerzten, schrien nach einer erholenden Rast, doch noch konnte der Valerius sich dem drängen nicht hingeben. „Ich glaube, dass der eigentlich Kampf noch auf dich zukommt. Auf euch alle.“, die Stimme von Atlas war nachdenklich, rau und leise. Nero wusste, dass der Rostfarbene recht hatte. „Und wo wirst du sein?“, fragte der erfahrene König weiter, sich wieder in Bewegung setzend, diesmal ohne sich zu stützen. Seine Schritte waren verhalten, langsam, doch sie würden ihn an sein Ziel führen. „An eurer Front.“, Atlas Blick war nach vorne gerichtet, Nero nickte.

Der heilige Hain roch wie der Rest des Landes, feucht, blutig. Lediglich der Geruch des Schwefels war hier nicht so ausgeprägt. Noch nicht. Nero war nicht so naiv zu glauben, dass sie in diesem Land noch eine Heimat finden würden. Es stieß sie ab, wie ein kränkelndes Organ. Doch darum würde er sich später Gedanken machen.

Ein anderer Geruch legte sich in seine Nüstern und automatisch wurden die Schritte des König schneller. Sie war hier und ihm so nah, wie gefühlt eine Ewigkeit nicht mehr. Nero schluckte, er wandte den Kopf um mit seinem verbliebenen Auge seine Umgebung zu sondieren. Und da war sie, ihr Körper schob sich gerade durch ein Gestrüpp, an ihrer Seite Bryna. Das goldene Auge des Königs tastete den weißen Körper ab, sein Herzschlag beschleunigte sich und all der Schmerz und die Qualen der vergangenen Tage waren vergessen. Sie war da. Sie war am leben. „Echo...“, das tiefe Bariton seiner Stimme wurde von einem leisen Zittern erschüttert.
Der schwarze König setzte sich wieder in Bewegung und zog seine Königin an sich. Sanft, wie sehnsüchtig verirrt strichen seine Nüstern über ihr samtenes Fell, tief den Geruch seiner Liebsten inhalierend. Zugleich jedoch wusste er, dass sie sich erst später mehr Zeit für einander würden nehmen können.
Trotzdem wollte er ihn auskosten, diesen Moment, diese quälenden Sekunden, die ihm wieder begreiflich machten, warum es so wichtig war, dass er überlebte. Für sie.

Doch als sich sein Blick hob, da wurde dem Rappen bewusst, dass es nicht nur für Echo war. Sondern auch... für sie. Seine Soldaten, die Kämpfer die hier die Stellung gehalten haben. Für sein Volk. Er musterte Gabriel, Ares, Koraés... die Fremden. Sein Blick flog über die Leichen, über die Feinde und die Freunde, die sie hier verloren hatten.
Nero löste sich von Echo. „Silas ist tot.“, verkündete der schwarze Hengst, ohne, dass ein Lächeln dabei seine Züge erhellte. „Wir versammeln uns am See. Ares...“, damit wandte sich der König an den Licinius. Sein Blick lag eindringlich auf dem Roten. „Tuana ist da, sie wartet auf dich.“, Nero spürte einen vagen Anflug von Müdigkeit. „Wo sind Isaak und Ecair?“, selbst unter all den Verletzungen strahlte der Rappe die unangefochtene Autorität eines Königs aus, die wenig verbliebenen Hengste musternd, die nicht zu seinen Soldaten zählten. Ein großer Schimmel war gerade dabei sich vor einen Sabino zu schieben...


BEI DER GRUPPE IM HEILIGEN HAIN
Atlas musterte seine verletzten Kameraden, spürte jedoch eine vage Erleichterung, als er sah, dass Ares und Gabriel allem Anschein nach überlebt hatten. Der große Rappe war schwer angeschlagen und ähnlich wie Nero, würde er einige Zeit der Heiler in Anspruch nehmen. Doch sie waren am leben und das bedeutete, dass zwei weitere gute Soldaten weiterhin an ihrer Seite stehen würden. Der Rostfarbene selbst hatte mehr Glück gehabt, auch wenn er die ein oder andere schmerzhafte Prellung erwartete, die sich erst später bemerkbar machen würde. Egal, darum würden sie sich später kümmern.
Aaragon und Cara strichen kurz die Gedankenstränge des Hünen und er fragte sich, ob sie sich auch schon am See eingefunden hatten. Wenn nicht, würde er sie beide suchen gehen und Aaragons Arsch wahrscheinlich unter irgendeinem Koloss hervor ziehen, weil er seinen Gegner im Sturz getötet hatte. Ein schmales Lächeln zupfte an den Mundwinkeln des Rostfarbenen bei dem Gedanken, doch dann hob er den Blick seiner goldenen Augen zu seinem Vater und.. Echo. Sie war zierlich, klein. Etwas völlig anderes als seine Mutter. Doch was hatte er erwartet? Ein Ebenbild von Aphrodite zu sehen? Atlas verwarf den Gedanken, wandte sich von Echo ab und lauschte den Worten seines Vaters, musterte kurz Ares' Reaktion ehe er sich den Sabino besah. Der Kopf des Hünen neigte sich leicht zur Seite, seine goldenen Iriden musterten den Schimmel, der versucht war sich vor Isaak oder Ecair – wer von den beiden es auch immer war – zu schieben. Dabei trat Atlas selbst einen großen Schritt nach vorne, die Muskeln unter seinem Fell spannten sich an...


BEI DER GRUPPE IM HEILIGEN HAIN
Desmond war gerade in einer Diskussion mit sich selbst – sollte er nun noch nach den anderen suchen oder wie Nero sagte, erst einmal am See bleiben und warten? – als er einen Stoß von der Seite spürte. Überrascht hob der Schimmel seinen Blick, musterte die Fremde die ihn offensichtlich übersehen hatte. Wie konnte man ihn übersehen?
Desmonds Nüstern kräuselten sich nachdenklich, als würde er tatsächlich über ihre Entschuldigung sinnieren. „Ich verzeihe dir, ich bin wie die Schwerkraft. Neuankömmlinge müssen sich da immer erst ein bisschen dran gewöhnen.“, antwortete der Leibgardist mit einem kessen Lächeln auf den Lippen. Die Rappstute gehörte definitiv nicht zu dem Volk welches unter Nero lebte. Es wäre ihm aufgefallen, wenn ein Marwari unter ihnen leben würde.
Auf der Reise die er mit Kýra bestritten hatte, waren sie diesem Volk einmal begegnet. Zumindest dem Teil, der ein nomadisches Leben zu führen pflegte. In das Königreich Thar – Desmond wusste, dass sie auch dort lebten – waren weder Kýra noch er jemals gewesen. Interessant, dass Silas anscheinend eine gefunden hatte. Aber vielleicht hatte der Roan auch ein Faible für seltene Dinge gehabt? Wie auch immer, Desmond unterbrach seinen Blick auf ihre Ohren und legte ihn stattdessen in ihre blauen Augen. „Und was planst du, nun da Silas nicht mehr lebt?“, fragte der graue Gardist unverschämt lässig, als würden sie gerade nicht nur wenige Meter vom Schlachtfeld stehen, bedroht durch einen Vulkan der sie womöglich alle zu töten vermag. Ein kurioses Lächeln legte sich auf seine Lippen, oh es war so seltsam.


DAPHNE - SEE
Das rote Fell an ihrer Seite hatte etwas unglaublich Tröstendes. Mit einem unterdrückten Stöhnen drängte die Weiße sich ein wenig näher an die Flanke Brynas, den Blick fest auf den Punkt gerichtet, den sie zu erreichen auserkoren hatten. Alles andere wollte sie nicht in ihr Bewusstsein lassen - um der Unversehrtheit ihrer beider Seelen willen. Ihrer eigenen und jener, die unter ihrem Herzen schlummerte. Nichts sollte dem Ungeborenen in ihrem Leib Schaden zufügen und am Wenigsten sie selbst, indem sie sich von dieser Grausamkeit um sie herum vergiften ließ. Sie wusste nicht mehr, woher genau diese Erinnerung stammte, doch hatte Irgendjemand ihr einmal erzählt, dass Seelen einen solchen Schaden nehmen konnten, dass ein sonst vollkommen ausgeglichenes Wesen durch einen einzigen, kleinen Impuls plötzlich zu Taten in der Lage war, die sich in ihrer Grausamkeit an jene anlehnten, die der betroffenen Seele selbst widerfahren waren. Und das - dies schwor sich die Weiße in diesem Moment - würde sie niemals zulassen. Sofern das Schicksal es gut mit ihr meinte und das Kind das Licht der Welt erblicken würde, würde sie sein sicherer Hafen sein. Immer. Das war sie ihm schuldig.
Nero.
Nero.
Ihre Augen weiteten sich ungläubig, als schwarzes Fell zwischen den Blättern des Gebüschs auftauchte, durch welches sie sich in jenem Moment schlugen.
Er lebte tatsächlich. 
Schmerzhaft schlug ihr Herz schneller in ihrer Brust, gegen den Kummer und Groll, der sich in den letzten Tagen so sehr in ihr aufgebaut hatte. und während alles in ihr sich nach seiner Berührung verzehrte, konnte ihr Körper doch keinen einzigen Schritt mehr tun. Erst als seine Wärme sie umfing, war Echo in der Lage, einen kleinen Schritt näher an ihn heran zu stolpern, plötzlich überwältigt von einer so tiefgreifenden Erschöpfung, dass sie glaubte, ihm nächsten Moment einer Ohnmacht nahe zu sein. Tief atmete sie ein, atmete seinen Geruch ein und konzentrierte sich einzig und allein darauf, seinen Herzschlag zu spüren. 
Erst als sie spürte, wie Nero den Kopf hob, strömten schlagartig wieder die anderen Gedanken auf sie ein. Das hier war weder der Ort, noch die Zeit, sich einem Wiedersehen hinzugeben. Dessen war auch die Weiße sich bewusst und so presste sie die Kiefer aufeinander, als der Schwarze sich von ihr löste und anstandslos in die Rolle des Königs glitt. Sie selbst trat ein wenig zur Seite, ohne jedoch einen zu großen Abstand zwischen sich und ihn zu bringen und musste ein Zusammenzucken unterdrücken, als Nero Silas Tod verkündete. Ihr Blick glitt zu seinem Kopf hin und da sie nunmehr auf seiner rechten Seite stand, erkannte sie jetzt erst, welche Wunden der Schwarze von der Schlacht davon getragen hatte.
Augenblicklich wollte der Hass wieder in ihr auflodern, Hass auf den Murgesen, wie auch auf den Hohepriester, deren Machthunger ihnen all dieses Leid aufgebürdet hatte. So viele waren gestorben... so viele.
Es war Tuanas Name, der sie schließlich von ihren bitteren Gedanken ablenkte und ihr erlaubte, die Wut in einem Anflug  von Erleichterung zu ertränken. Sie hatte es also geschafft. Kurz streiften Echos Augen den roten Körper des Licinius, welcher sich sogleich mit einem Nicken von Koraés verabschiedete und in Richtung des Sees aufbrach. Dann zogen die nächsten Namen ihre Aufmerksamkeit auf sich und ihr Blick wanderte sogleich hin zu dem Sabino.  Er lebte also noch. Echo hob den zierlichen Kopf ein wenig an. Natürlich erinnerte sie sich noch daran, dass sie ihm seinerzeit ihr Wort gegeben hatte. Doch hatte sich dies auf die Zeit während des Kampfes bezogen... wohl aber nicht auf die danach. Oder?

Heiliger Hain
Die ganze Zeit hatten ihre Augen in der Ferne gelegen, wachsam. Besorgt. Sie hatte sich dicht bei den anderen Stuten aufgehalten. Allerdings war sie immer etwas abseits geblieben - für sich. Zu schwer war ihr Herz, ihre Seele um die Gesellschaft der anderen zu ertragen. Silas hatte seinen perphiden Plan tatsächlich umgesetzt und Valeria angegriffen. Bis zum letzten Moment hatte die Helle gehofft, er würde scheitern.
Immer wieder glitt ihr Blick zu den dichten Rauchwolken am Himmel. Das Höllenfeuer war ausgebrochen und dunkler Nebel verschluckte einen Teil von Valeria. Ein Schauder durchfuhr ihren Körper, als sie sich vorstellte, was dort draußen auf dem Schlachtfeld vor sich ging. Romana.. Artemis.. sie schluckte die Tränen hinab und stieß den Atem aus. Eine gefühlte Ewigkeit war vergangen, ehe eine unheimliche Stille einkehrte. Erst, als sich die Gruppe in Bewegung setzte um das Versteck zu verlassen, löste sie sich gänzlich von den anderen.

Den Kopf erhoben, sich weiterhin am Rand bewegend betrachtete sie die Kämpfer. Krieger und Kriegerinnen, verwundet. Blut, Schweiß. Diese Gerüche füllten ihre Lungen. Ein Gefühl des Ekels überkam sie. Doch machte ihr Herz auch einen kleinen Sprung; Silas war gescheitert! Das Höllenfeuer hatte ihn verschluckt - nicht zuletzt dank Nero. Versunken in ihre Gedanken, zuckte die Helle zusammen als eine ihr bekannte Stimme an ihr Ohr drang. Ihr Kopf schnellte nach oben und - zum ersten Mal seit einer sehr langen Zeit - legte sich ein ehrliches, breites und erleichtertes Lächeln auf ihre Züge. Nun kam sie nicht umhin und eine Träne der Freude rollte über ihr Gesicht. „Artemis!“, rief sie erfreut aus und trat näher an die Braune heran. Ohne nachzudenken, legte sie ihren Hals über den der Anderen und seufzte leise. Kurz schloss sie ihre Augen, löste sich dann von der Braunen und trat einen Schritt zurück. „Es ist vorbei!“, hauchte sie und senkte leicht ihren Kopf. Es fühlte sich - tief im Inneren - an wie ein Befreiungsschlag für ihre Seele. „Wie.. wie geht es Dir? Bist du.. arg verletzt?“ Ihr Blick glitt besorgt über den schlanken Körper ihres Gegenübers.

[Artemis]
So war es der schwarze Körper Isaaks, der sich an ihre Seite schob und ihr zugleich einen Angreifer vom Hals schaffte. Ein stummes Nicken war alles, was Bryna in dieser Situation an Anerkennung bot. Viel mehr bedurfte es auch nicht, ehe ihre Kiefer sich schmerzlich aufeinander pressten und sie einen knurrenden Laut ausstieß. Es war auch nicht ihr Plan gewesen, solange hier zu sein und die Flucht nicht zu schaffen. Doch die heimischen Soldaten und die, die noch für Silas kämpften, hatten ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Binnen Sekunden hatte Isaak die Situation analysiert und seinen Plan angepasst. Echo musste hier weg und Bryna würde sich besser als Fluchthelferin machen, als auf dem Schlachtfeld. So viel stand fest. Erneut ein Nicken, mit dem sie dem Sabiano verständlich machte, dass seine Worte bei ihr angekommen waren. Sein Körper straffte sich und seine Iriden bohrten sich in ihre. Niemals hätte Bryna gedacht, dass sie einmal mit diesem Hengst Seite an Seite für ihre Königin auf dem Schlachtfeld stehen würde. "Jetzt!", drang es an ihr Ohr und zeitgleich mit dem robusten Sabiano setzte sich ihr Körper in Bewegung, machte einen großen Satz nach vorne und brach durch die Soldaten Silas hindurch. Kurz vor Echo hielt die Rote inne, schob ihre Königin bestimmt und vielleicht etwas unsanft in die Richtung des Waldes. Der Weg würde nicht einfach werden, doch dort hatten sie gute Chancen. Die schweren Körper der Soldaten würden ihnen durch das Gestrüpp nicht so einfach folgen können.
Das Stöhnen ihrer Königin drang an ihre Ohren und sie merkte, wie der zierliche Körper sich näher an den ihren drückte. Ein schwaches Lächeln legte sich auf die Züge der Roten, während sie für einen kurzen Moment Echo anblickte. Bryna konnte ihre Erschöpfung verstehen, körperlich wie seelisch. Für sie war dieser Krieg noch bedeutend schlimmer, als für die Rote. Auch wenn der Gedanke an ihren Vater ihr einen schmerzlichen Stich in der Herzgegend versetzte. Sie hoffte sehr, dass sie ihm lebend gegenüber treffen würde, wenn das hier alles vorbei war. Ja, WENN es alles mal vorbei war. Daran glaubte Bryna noch lange nicht. Mühsam bahnte sie sich mit Echo den Weg durch das Gestrüpp, um einige gute Meter hinter dem Schlachtfeld wieder aus den Ästen zu treten. Gerade wollte Bryna einen Weg ansteuern, als sie plötzlich wie vom Donner gerührt erstarrte. Ihnen gegenüber stand er; Nero. Mit wenigen Schritten hatte er die Distanz zu seiner Königin überwunden und die Rote trat einige Schritte zurück, senkte den Kopf leicht. Eine Geste, die ihr noch heute zuwider war. Trotzdem machte sich ein Gefühl der Erleichterung in ihr breit, als sie sah, dass Nero lebte. Zwar verletzt, mit einem Auge weniger und doch atmend. Sie hatte das Gefühl, dass auf dem Schlachtfeld draußen grausame Dinge geschehen waren und ihre Gedanken waren wieder bei Álvaro - ihrem Vater. Einem der besten Soldaten, die Nero je an seiner Seite hatte. Ihr Blick glitt über die Begleitung des Königs - doch sie sah ihren Vater nicht. Nur einen ihr unbekannten Hengst mit einer besonders auffälligen Fellfärbung. 'Silas ist tot', hallte die Stimme von Nero in ihrem Kopf wieder. Silas ist tot! Schwer schluckte sie und schloss kurz die Augen.
Die Stimme des Rappen, oder besser die beiden Namen, die er sprach, ließen sie die Augen schlagartig wieder öffnen. Ihr Kopf schnellte in die Höhe. Ecair! Issak. Sie drehte den Kopf, suchte nach dem roten Fell. Dabei entdeckte sie Isaak und einen großen Schimmel - dessen Namen sie nicht genau wusste. Jedoch konnte sie das rote Fell Ecairs nicht sofort ausmachen. Ihr Herz schlug schneller und Übelkeit stieg in ihr auf. Hektisch suchten ihre Iriden die nähere Umgebung ab, versuchten, ihn ausfindig zu machen..
Heiliger Hain - erst Isaak, dann Echo - anspielbar
Der Lärm hatte sich gelegt. Die Schreie waren verstummt. Hin und wieder vernahm man noch ein Grollen, schwer dem Himmel oder der Hölle zuzuordnen. Die Rostbraune war - Liméa an ihrer Seite - mit den anderen aus der Gruppe im Wald aufgebrochen zum See. Ein wenig Wasser würde ihnen nicht schaden. Die trockenen Kehlen zu erfrischen und hoffentlich, die anderen lebend wieder zu sehen. Ihr Blick lag stets auf ihrer Tochter, in der Hoffnung, diese würde sich nicht verselbstständigen und Lea oder Obsidian suchen wollen. Immerhin waren dafür die Soldaten zuständig und keine kleinen Fohlen. Dies hatte Aiko ihr versucht, liebevoll und doch bestimmt zu vermitteln. Allerdings schien etwas in der Art bei Liméa einfach zwecklos zu sein und auf taube Ohren zu stoßen.
Ein Seufzer verließ die Kehle der Rotbraunen, als sie den See erblickte und auch die vom Schlachtfeld heimgekehrten. Erleichterung machte sich in ihr breit, als sie Romana erblickte. Ebenso Tuana - sie war auch nach Hause gekommen. Alles schien sich zum Guten zu wenden - doch wahrscheinlich würde der Schein trügen. Sicher hatten sich nicht alle für Neros Seite entschieden. Manche hielten an den falschen Idealen von Silas fest, waren nun erst einmal zurückgekehrt, um ihre Wunden zu lecken und neue Pläne zu schmieden.
Die falsche Sicherheit und Ruhe durfte nicht missverstanden werden. Eine kurze Pause stand ihnen allen zu. Wunden mussten versorgt werden und einige Zeit würde die Heilung von Körper und Seelen in Anspruch nehmen. Doch ein inneres Gefühl verriet Aiko, dass dieser trügerische Sieg nicht lange halten würde. Erneut verließ ein Seufzer ihre Kehle, als ihre Hufe das kühle Nass berührten.
Für einen kurzen Moment fühlte es sich so an, als würden all ihre Gedanken und Sorgen vom Wasser mitgenommen werden und die Rostbraune genoss dieses Gefühl. Schloss kurz ihre Augen. Als sie diese wieder öffnete, blickte sie sich selbst im Spiegelbild des Wassers entgegen. Ein schmales Lächeln legte sich auf ihre Lippen, als sie sich betrachtete, ehe sie nachdenklich den Blick auf ihre Tochter lenkte. Ihr kleines Mädchen würde ihren Vater niemals kennenlernen. Vielleicht war es auch einfach besser so, wenn sie nicht wusste, wer ihr wirklicher Vater war. Manches musste man der Seele einfach nicht zumuten und so würde Aiko die Geschichte für Liméa so lange es nur ging, aufrecht halten.
Verträumt blickte sie weiterhin auf ihr Herz und fragte sich, was nun die Zukunft für sie bereithalten würde. Wie würde sich das Leben der Kleinen weiter gestalten? Hatte sie doch gerade erst ein zu Hause an diesem Ort gefunden - und auch Aiko war tatsächlich so etwas wie angekommen hier, so wurde es gerade vom Höllenfeuer verschluckt und zerstört. Eine weitere Heimat, die ihnen genommen wurde. In Gedanken fragte die junge Mutter sich, ob sie sich weiterhin den Valerius anschließen würde, mit ihnen ziehen würde, um eine neue Heimat zu finden. Wenn dies überhaupt der Plan war, den Nero für sein Volk verfolgen würde. Zunächst hatte dieser allerdings noch andere Sorgen, befürchtete sie.
Am See mit Liméa - anspielbar
Spartacus Herz schlug schneller, während er innerlich nach Informationen von der Weißen lechzte. Seine Ohren zuckten abwartend, gar unruhig hin und her und drehten sich dann kaum merkbar Richtung Nacken, als er Tuanas Lippen an seinen Schopf spürte und völlig erschlagen von der unerwarteten mütterlichen Geste, starrte Spartacus einfach nur stur gerade aus, obwohl alles in ihm danach schrie sich einfach fallen zu lassen, widerstand er erfolgreich diesem Drang nach mütterlicher Zuneigung und presste so fest die Lippen aufeinander, bis es schmerzte.
Ein kleiner, minimaler, Funken der Erleichterung erlaubte es sich, sich in der dunklen Brust einzunisten. Ihrer aller Königin ging es noch gut am heutigen Morgen. Auch wenn Tuanas Aussage den inneren Aufruhr in dem Dunkelfuchs nicht gänzlich beruhigen konnte, wich doch so etwas wie ein leises Seufzen von den dunklen Lippen. Vielleicht war es genau diese Nachricht, die Spartacus gebraucht hatte, damit seine kreisenden Gedanken zumindest etwas verstummten und vielleicht waren Tuanas Worte auch der Auslöser dafür, dass sich ein kleines, kaum sichtbares Lächeln, auf Spartacus´ Mundwinkel stahl. Aber als Tuanas Worte weiterflossen und schließlich zu dem Prinzen durchsickerten, erstarb dann doch das Lächeln gänzlich und eine ausdruckslose Mimik blieb zurück, während sich das Bernstein abschätzig in die anderen Silas-Anhänger am See bohrte. Die Nachricht vom Fall eines fremden, unbekannten Königs mochte sie vielleicht hierher gelockt haben, aber sein Onkel starb nun einmal nicht so leicht. Tja, da hatten sie eben Pech gehabt. Wieder voller Groll erfüllt, wandte der Dunkelfuchs seinen Blick ab. Überläufer mochten sich vielleicht als Krieger als eine gute Hilfe herausstellen, aber andere waren einfach nur Parasiten, die ihnen ihre Nahrung wegfraßen. Spartacus Nüstern blähten sich und er unterdrückte mit aller Selbstbeherrschung - die er gerade noch im Stande war aufzubringen - ein abschätziges Schnauben. 
 
Ergeben schloss der Dunkelfuchs schließlich die Lider, sich mahnend Ruhe in seine Muskeln und Innerstes zu rufen. Wenn Echo bei Nero und Atlas war, dann war die Chance, dass alle drei hier lebend ankommen, würden noch am größten. 
Ergeben schloss Spartacus auf Tuanas Tadel hin, die Lider und schnaubte gar amüsiert auf, nachdem er die Schimmelstute einen Augenblick lang gemustert hatte, verdrehte er die Augen und seine Mundwinkel zuckten gar in die Höhe: "Bin schon weg. Hab vielen Dank für deine Informationen, Tuana." Mit diesen Worten wandte sich der Dunklere ab und suchte sich einen der herumlaufenden Heiler aus, bei dem er vorstellig werden konnte. Ein Seufzer - einer von vielen an diesem Tag - troff nun doch voller Erleichterung von Spartacus Lippen und er konnte seine rebellierenden Muskeln jetzt noch mehr spüren als vorher. Vielleicht lag es daran, dass er willentlich ein Stück seiner kalten Mauer hatte fallen lassen? Aber bestimmt war er nur erschöpft und müde, daran konnten nicht einmal lang verdrängte Emotionen etwas ändern.
 
Nachdem ihm einer der Heiler mit dem nächsten Tadel in den Ohren gelegen hatte, hatte sich Spartacus ein wenig am flachen Wasser des Sees ausgeruht und konnte nun behaupten, dass seine Glieder nicht mehr ganz so stark eine dringend benötigte Ruhepause einforderten. Der Blick aus den bernsteinfarbenen Iriden glitt abschätzend über den See. Das Valeria, dass sie alle kannten, war verloren. Mit Silas Tod war so viel mehr geschehen. 
Der Regen, der begonnen hatte auf das Land zu fallen kribbelte unangenehm auf der Haut und der Prinz schüttelte sich den dunklen Schopf aus dem Gesicht, während seine Seelenspiegel einen imaginären Punkt in weiter Ferne musterten: Was würde sich noch alles verändern, wenn sie alle einander am See finden würden?

Erst Tuana; (Romana), dann allein
am See - anspielbar
"Neeeeeiiiinnn, ich habe mich nicht in die Brennnesselsträucher gesetzt!" Zu diesen theatralischen Worten folgte das ebenso vollkommen übertriebene Augenrollen und das Abwenden des Kopfes, dessen Nase hoch in der Luft getragen wurde. Irritiert zuckten die Ohren des Heilers in seinen Nacken, als er das mittlerweile schon bekannte Gekicher in seinem Rücken vernahm, dies ihn schon einige Wegstunden lang verfolgte. "Ich bin vielleicht etwas schusselig, aber meine Ohren hören noch alles meine Damen," grinsend wandte er seinen Kopf herum und musterte ihre amüsierte Adelsdamentruppe, die er nun schon seit einer Ewigkeit durch den Wald führte. Er wusste, warum er mit niemanden dieser Damen jemals verheiratet sein würde. Sie waren - jede auf ihre ganz eigene und individuelle Weise - anstrengend. Dass Ezrael diesem Klischee umso mehr als alles andere selbst entsprach, wusste er wohl am besten.
Kyra hatte sich mittlerweile zwischen die Damenwelt begeben und sah dort nach dem rechten, während Ezrael allein die Spitze ihrer Formation bildete und sich nach dem richtigen Weg umsah. 
Seine Zähne schabten kurz über seine Flanke hinweg und im nächsten Atemzug schüttelte sich der Braune kräftig, um diesen Juckreiz loszuwerden, "mein Hinterteil ist mir heilig!" Krähte Ezrael weiter amüsiert aus und genoss das Gekicher in seinen Ohren, während er sich nun erneut umsah und die Brennnesseln zu seinen Hufen aufnahm. Wenn sie sich schon verstecken mussten - und sich offensichtlich verlaufen hatten - konnten sie immerhin Heilkräuter mitnehmen, die sie wunderbar mit ihrer kleinen Truppe transportieren konnten.

Nach einer gefühlten Ewigkeit schien sich der Weg vor ihnen zu Lichten und der unebene Waldboden wich einer Graslandschaft. Das Feuer und den Qualm einmal außer Acht gelassen, waren sie wohl endlich am See angekommen und die große Wasserfläche war nun auch in Sichtweite. Nur Ezrael - der mit seinen Gedanken noch ganz woanders war - bemerkte dies als Letztes und wurde erst durch die piepsige Stimme eines jungen Fohlen auf ihren Zielort aufmerksam gemacht. "Ezrael, der See! Da vorne ist der See!" Sofort kehrte das Strahlen in Ezraels Gesicht zurück und er blieb stehen, wandte sich herum, "als Erstes...h-he-heeee, wartet doch mal!" Die Damen zogen eine der anderen an dem Heiler vorbei und machten sich im Schnellschritt und mit neuer Motivation auf zum See, um zu sehen welche ihre Liebsten sich schon eingefunden hatten, Die Freude und die aufwallende Sorge war greifbar und der Heiler blieb als letztes zurück, betrachtete alle schweigend und schluckte daraufhin schwer. Die Heiterkeit war vorbei, war sie auch schon immer gewesen, aber die Ereignisse der Schlacht waren mit den verstrichenen Stunden in den Hintergrund gerückt. Ezrael war eben auch ein Meister der Verdrängung, jene ihn nun stärker den jeh einholte und ihn die Realität wieder vor Augen führte. 

Die Verletzten ließen den Leibheiler erschaudern und zaghaften Schrittes trat er aus dem Wald heraus, wo ihm sogleich die Gerüche nach Blut, Eiter, Asche, Feuer und auch nach Tod entgegenschlugen. Letzterer war so unverkennbar, sodass er sich mit einer Vehemenz in Ezraels Nüstern bohrte und ihm kurzzeitig die Luft abschnürte. Wenige Augenblicke später, war er auch schon so vollends von diesem atemraubenden Druck auf seiner Brust eingenommen, jener den Braunen nach Luft schnappen ließ und seine Iriden panische umherhuschten, die Verletzten zählte, jene vermisste die noch nicht wieder hier  waren und automatisch begann er die Überlebenschancen all jener zu analysieren. Zu jener Tat war er natürlich nicht fähig, aber Ezraels Hirn ließ ihn den schlechtmöglichsten Ausgang für Valeria sehen, sodass der Leibheiler das Zittern seiner Muskeln nicht mehr unterdrücken konnte.
"G-Gute Arbeit, Severin!"

Das waren wohl die einzigen Worte, die Ezrael ziemlich schrill und ziemlich zittrig über die Lippen glitten, während er sich im nächsten Augenblick auf jene biss und die aufwallende Panik niederzuringen versuchte, die ihn urplötzlich befallen hatte. Darauf bedacht nicht hier und jetzt umzufallen, stakste Ezrael zu dem mickrigen Kräuterhäuflein hinüber, womit die Heiler alle behandeln sollten. Der Leibheiler blinzelte mehrmals, aber immer wieder verschwamm sein Sichtfeld, bis Ezrael realisierte das es seine eigenen Tränen waren, die nun zu Boden fielen. Der Heiler schüttelte sich, mehrmals und konzentrierte sich dann auf die Kräuter vor seiner Nasenspitze. 

(Kyra & NPCs); Severin (NPC), dann allein
Am See - anspielbar


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