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Geschützt vor den Einflüssen und Blicken der Außenwelt, liegt Valeria da. Ein Land wie kein zweites, mit immergrünen Wiesen und nie versiegendem Wasser. Und du bist mittendrin. Ein imposanter grauer Hengst schreitet an dir vorbei, zwinkert die zu und fragt dich, ob du denn schon dieselbe Verbundenheit verspürst wie sie alle, die sie in diesem Land leben. Du atmest tief die frische Luft ein, lächelst und nickst. "Ja.", ist deine schlichte Antwort, die mit einem breiten Grinsen seinerseits kommentiert wird.
Das Pass Into Oblivion ist ein textbasiertes Rollenspiel in welchem du in die Rolle eines Pferdes schlüpfst. Dazu kommt, dass du deinen Charakter mit der Hilfe unseres kreativen Teams selbst gestalten kannst, denn auf Wünsche gehen wir natürlich sehr gerne ein! Schau dafür gerne einmal auf unserem Discord-Server vorbei!
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Rollenspiel
AKTUELL LÄUFT KEIN PLOT
Neuigkeiten
Beendigung des Plots - 09.07.2022
Die Zukunft von PiO - 20.11.2021
Nebenspiel
Der aktuelle Nebenspielzeitraum umfasst den Abend und die Nacht des 18. Tag des Sommers bis zum 27. Tag des Sommers. Die Temperaturen liegen zwischen 25°C und 30°C am Tag, während es in der Nacht konstant 20°C warm ist. Der Himmel ist bewölkt und bis zum 20. Tag des Sommers regnet es..
Das Team
Natsch - Darky
Alina


IV. Krieg bleibt immer gleich
18. Sommer 82, Mittags | Valeria | Schicksalsschlag, Silas, Ezrael Achilléas, Penthesilea Achilléas, Isaak, Nurija, Nero Valerius, Atlas, Ares Licinius, , Tuana Licinius, Desmond Aegidius, Spartacus Licinius, Ecair, Gabriel Noctis, , Nefes, Aaragon Miles, Álvaro, Anchor Aegidius, Bryna, Cara, Obsidian, Echo Valerius, Romana, Liméa Kléus, Artemis Miles, Asariel Achilléas, Rhuen, Koraés Achilléas, Aiko Kléus, , Belana Victus, Daphne, , Yeshi, Néniel, Etáin

LUCIUS

Es war alles ganz anders verlaufen, wie geplant. Er hätte wissen müssen, dass der Buckskin dies nicht schaffen würde, so gut wie der Ausbilder nun auch war, gegen Wunden im Körper kam auch dieser nicht an. Lucius grübelte während Asariel sich ihm annahm. Sie brauchten einen Heiler. Die ganze Guilde verdammt, doch der Oberheiler war mit seinem Püppchen ein Ründchen spazieren gegangen. Kurz zuckten die Ohren des Leibwächters und er blickte dem Percheron hinterher. Dann wandte er sich an Joram. “Sollten wir alle zur Steppe gehen?“ Seinem Anführer ging es ebenfalls sichtlich Schlecht. Dem Schimmel der an seiner Seite gewesen war, hatte er bereits danken im Wald verschwinden sehen, obwohl dieser noch in einen Kampf verwickelt war. Doch dem Astoria war bewusst, dass er sich ihnen nicht anschließen würde.
“Nein... wir würden die Stuten in ihren Tod führen, wenn wir nicht auf Nachricht warten!“ keuchte Alvaro, der mehr trunken als Lebendig schien. Lucius bezweifelte, dass er noch lange stand hielt aber hier war derzeit für beide Buckskins kein Heiler.
“Ich gehe voraus und sehe nach...“ erklang die Stimme des Shirehores, der sich hinter die Damen des Volks gestellt hatte und seinen großen Körper vor allem das Fohlen der Aiko abschirmte.  Derzeit schienen die Abtrünnigen besiegt oder noch nicht weiter vorgerückt zu sein. Sie würden ihre Posten aufgeben. Gegen den Befehl des Königs handeln. Außerdem wusste Aurus nicht bescheid, würde er Lea finden und sie hier her zurück bringen, wären sie alle nicht mehr hier.
“Khal und Idan bleiben hier, für den Fall dass der Heiler oder Aurus wieder hier her finden. Der Rest kommt mit, wir werden uns dem Schlachtfeld nähern. Lantar, du gehst als Späher voraus!“ Lucius dachte nicht mal daran, seinem Vorgesetzten die Entscheidung zu belassen, denn schließlich war dieser eben wie Alvaro außer Gefecht. Skeptisch beäugte er seinen Vorgesetzten. Er war auf den Weg in den Wald gewesen, warum? Nur um den Feind einen Freies Geleit zu ebnen? Oder um selber aus diesem Land zu verschwinden? Letzteres würde er ja nun herausfinden, sollte sich der Heerführer nicht dazu bewegen, wieder mit ins Landesinnere zu kommen.
“Aiko und Limea werden in die Mitte genommen, ich stütze unseren Halbtoten Freund.“ Joram wurde bereits von zwei Stuten aus dem Volk flankiert, während Asariel, Aiko und Limea in die Mitte genommen wurden. Ganz automatisch. Stuten, ein Segen und ein Fluch zugleich. Mysterium der Folterer. Kurz rollte er mit einem amüsierten Lächeln die Augen ehe er an Alvaros Seite trat und den Buckskin stützte. Bei Gott, er war so glühend Heiß, dass Lucius beinahe zurück gezuckt wäre. Wenn sich ihm nicht bald ein Heiler anmahne, würden sie den Ausbilder verlieren.

[will sich mit der Gruppe aufmachen zur Steppe | Aurus sucht nach Lea | Lantar läuft voraus]
Den Schmerz in ihrem Mähnenkamm spürte Nefes aufgrund ihrer Hysterie nicht. Viel zu sehr war ihre Lunge damit beschäftigt genug Sauerstoff zu bekommen und ihr Herz trommelte einen unregelmäßigen Takt gegen ihren Brustkorb. Erst auf sicheren Gestein konnte Nefes sich wirklich fallen lassen und sämtliche Dämme brache bei dem Mädchen ein. Ob es all das Lied war, was sich angestaut hatte und nun von ihr abfiel? Ob es der Gedanke war, dass sie gerade noch so überlebt hatte? In Nefes´ Kopf herrschte blankes Chaos, ihr wurde schwindelig und immer wieder schnappte sie hektisch nach dem benötigtem Sauerstoff. Der Rauch in ihrer Kehle war ihr egal, dass sich die zahlreichen Schnittwunden mit dem Dreck auf dem Boden nur noch mehr entzünden könnten, ebenfalls. Es war die Gleichgültigkeit gegenüber ihrer eigenen Existenz, die Nefes zutiefst erschreckte, aber ihr auch wieder die Angst vor dem Ungewissen bewusst machte. Die Weiße presste so fest die Lippen zusammen, bis sie glaubte Blut zu schmecken, ihre Muskeln waren verkrampft und nur mit Mühe hätte man Nefes aus ihrer Kauerstellung heraus wegschieben können. Aber eine solche Handlung war auch gar nicht nötig, denn Nurijas durchdringende Stimme, ließ Nefes augenblicklich innehalten und erstarren. Unruhig spielte sie mit den Ohren, überlegte, ehe sich diese wieder in ihren Nacken vergruben, um Nurijas plötzlichem Ausbruch stand zu halten. Nefes schniefte, sah beinahe trotzig den unebenen Untergrund an, auf dem sie sich befand. Dank Nurijas Hilfe konnte sich ihr Kreislauf beruhigen, nicht aber ihr Herz, welches Nefes am liebsten aus der Brust springen wollte, „du bist nicht wegen unserer Zukunft hier, oder der Hoffnung auf ein neues Leben, richtig?“ Nein, nein das war sie nicht und die stets zurückgedrängten Gedanken kamen mit einer Vehemenz an die Oberfläche zurück. Sie war hier wegen Romana. Und nur wegen ihr. Nurija war nur jemand, der ihr zu diesem wiedererlangten Glück verhelfen sollte. Nefes Lippen bebten, ihre Sonne wurde plötzlich ganz schwarz und sie törichte Idiotin hatte noch geglaubt, dass Nurija an ihrer Seite stand und Romana nun nicht mehr mit all zu viel Abscheu entgegentreten würde. Nefes Leib zitterte. Sie war nicht dumm… Sie war nur gescheit und band sich an andere… so wie es nun einmal ihr das Leben vorgab. Nefes schluckte, warum verstand Nurija denn nicht, dass Nefes nicht allein sein wollte, es vielleicht auch gar nicht konnte? Nicht hier und nicht jetzt. Vielleicht niemals. 
Tränen traten abermals aus Nefes Seelenspiegeln hervor, in ihrer Kehle wurde es eng und ihr Körper wurde wieder von diesem unkontrollierten Zittern erfasst. Ehe die Weiße den Kopf hochriss, die Schmerzen in ihrem Schädel ignorierend und Nurija mit so viel Leid in den Zügen ansah, dass es Nefes selbst schmerzte: "Lohnt es sich dann, überhaupt noch zu leben?!" Ihre Stimme war schrill, hallte fremd in Nefes Kopf wider und ihr Leib zitterte so stark, als hätten ihr diese Worte den letzten Funken Kraft aus ihrem Körper geraubt. "Sag mir, für wen lebst du?" Tränen hatten sich in Nefes' Seelenspiegel gesammelt und kullerten von ihren Wangen hinab. Sie wollte es nicht hören, worin sie sich so sicher war, dass Nurija nun sagen würde. "Tu' doch nicht so Nurija," Nefes knirschte tatsächlich mit den Zähnen und verschloss ihre Augen vor Nurijas Gesicht. "Du hast niemals für dich selbst gelebt."

Der Tränenschleier machte es fast unmöglich etwas genaueres zu erkennen, während Nefes Atmung stoßweise zwischen ihren Lippen hervordrang und sie versuchte einen Fixpunkt auf dem rauen Gestein zu finden. Sie sah Valeria fallen, ihre Hoffnung wie eine instabile Felswand langsam einstürzen und schließlich zerbröseln. Das alles geschah unter ihrem Blick, der stetig zitternd auf einen kleinen Steinchen ruhen blieb. Ihr Herz hämmerte gegen den zarten Brustkorb und die Weiße glaubte, es hätte schon bald nicht mehr die benötigte Stärke so kraftvoll und stetig zu arbeiten. Dennoch stemmte sich das Mädchen irgendwie in die Höhe, zitterte immer noch, vor Anstrengung und der Welle aus Gefühlen, die durch ihren Körper jagten. Fast schon trotzig starrte sie Nurija an, während ihre Tränen langsam versiegten. „Du wirst schon sehen, Romana ist am Leben,“ sie deutete auf das zerstörte Valeria, „dort unten.“ Nefes schnaubte aus und blinzelte die letzten Tränen aus ihren Augenwinkeln fort, ehe sie sich abwandte und dann doch wieder an Nurijas Seite trat. Es war ihr egal, für was sie die Roan nun hielt, auch wenn ein kleiner Teil in Nefes sich wünschte, dass Nurija sie nicht von sich stoßen würde. „Wir sollten weiter,“ brachte Nefes langsam an und schwieg dann, ließ Nurija einfach machen.

Nurija - Anhöhe im Gebirge
Der späte Nachmittag
geht in den frühen Abend über...


Ruhe scheint in das Land Valeria einzukehren. Das Gebirge ist verstummt und auch wenn sich weiterhin vereinzelte Lavaströme träge ihren Weg in das Landesinnere suchen, so scheint die Bedrohung vorerst gebannt zu sein. Dichte, schwarze Wolken verhängen den Himmel und vereinzelte saure Regentropfen lösen sich grollend aus ihnen. Kleinere Brandherde haben sich gebildet, bewegen sich aber auch nur langsam durch die Steppe. 

Der See ist der zentrale Sammelpunkt für die Monarchie. Ein Großteil der Herde hat sich bereits dort eingefunden und wird von den Heilern Mira, Severin Victus und Liara Pheiros versorgt. Die Heiler machen dabei keinen Unterschied, ob es sich dabei um Angehörige der Monarchie oder Soldaten von Silas handelt. Die Nachricht, das Silas beim Kampf mit Nero Valerius starb, verbreitete sich schnell unter den Pferden am See. Erleichterung macht sich breit, zu gleichen Teilen aber auch Angst unter den Anhängern Silas'; was wird mit ihnen geschehen? Wird man Gnade walten lassen?
Die Gruppe um Álvaro stößt zu den anderen Pferden am See, was die Heiler in Aufruhr versetzt Aufgrund der Verletzungen, die der Ausbilder hat. Severin zeigt sich jedoch ruhig und kümmert sich sogleich um die schlimmen Wunden des Buckskins - ob er durchkommen wird?
Von Penthesilea aber auch Obsidian fehlt weiterhin jede Spur. Sayyirah - eine junge Stute aus den Reihen von Silas - bat Severin unterdessen ihm bei seiner Arbeit zu helfen, sie habe aus ihrer Heimat ebenfalls heilsame Fähigkeiten erworben. Der Heiler nimmt jede Hilfe an. 

Währenddessen findet Ezrael Achilléas einen Weg zurück zur Gruppe und führt den kleinen Teil der Adelsdamen zusammen mit Kýra Aegidius zurück zur Herde. Seine Fähigkeiten als Leibheiler werden dringend benötigt, doch kann er dem Druck der mit dem Ergebnis der Schlacht nun entsteht standhalten? 

Rigor Mortis hat derweil die Grenzen des Landes hinter sich gelassen und folgt mit einigem Abstand den Spuren der Abtrünnigen, überrascht darüber, dass sie allem Anschein nach einen Gefangenen gemacht haben. Warum interessierte es ihn überhaupt?

Durch Isaaks Geschick haben sich einige von Silas Anhänger gegen ihre eigenen Männer gestellt und letzten Endes den Sieg davon getragen. Dennoch entschieden sich viele, nach dem Kampf ihr Heil in der Ferne zu suchen, sodass sich letzten Endes nur Flozs und Zeus den Valerius wirklich anschlossen. Kurz vor Ende des Kampfes ist Echo Valerius und Bryna die Flucht geglückt, doch die Stuten kommen nicht weit, denn durch das Dickicht des heiligen Hains, kommen Nero Valerius und Atlas auf sie zu.
Desmond hatte sich von seiner Schwester und den anderen Stuten getrennt als sie den See erreicht hatten und von einer Vielzahl an Gesichtern begrüßt wurden. Der junge Gardist hatte mit den Soldaten gesprochen, hatte Severin und seiner neuen Gehilfin ein wenig unter die Arme gegriffen um dann letzten Endes doch dem eigenen Zittern der Glieder nachzugeben und von dem Heiler zum Wasser geschickt zu werden.
Es war verkehrt sich auszuruhen, zumindest fühlte es sich verkehrt an, auch wenn Desmond wusste, dass er halb erschöpft noch weniger zu der Gesamtsituation beitragen könnte als ohnehin schon. Der graue Hengst seufzte leise, trat an den See und löschte seinen Durst mit wenigen aber großen Schlucken.
Und mit jedem weiteren Zug den er nahm, fragte sich Desmond, wohin ihre Reise gehen würde. Wenn man sich umsah und eigentlich vermied er genau das zu tun, konnte man erahnen, dass das Land für sie nichts mehr bereit hielt, dass es gefährlich sein würde, hier weiter zu leben. Entfernte Feuer knisterten in ihren Ohren, das Gebirge - nun zwar verstummt - würde sicherlich bald wieder Blut und Feuer spuken und entweder würden sie alle hier verbrennen oder an den giftigen Dämpfen eingehen, die sie umgaben. Es war eine bittere Tatsache, dass Valeria sterben würde, doch es lag an ihnen, an ihren König, sie an neue Ufer zu führen. 

Desmond stieß hustend die Luft aus seinen Lungen und zuckte beinahe zusammen, als die ersten Regentropfen sein von Blut und Schweiß verklebtes Fell trafen. Grollend schoben sich die schwarzen Wolken über ihren Köpfen zusammen, ihre Heimat schien es wahrlich nicht gut mit ihnen zu meinen. 
Die blauen Iriden des Schimmels tasteten ihre Umgebung ab, es gab nach wie vor Soldaten die sie vermissten. Ob er auf dem Schlachtfeld nach ihnen suchen sollte? Was wenn sie den Moment verpassten, wenn sie sich dazu entschlossen Valeria den Rücken zu kehren? Der Gardist haderte, entschied sich jedoch letzten Endes dagegen. Sie würden den Nachzüglern Zeit einräumen... bestimmt. Außerdem war Nero auch noch nicht wieder da, er würde erst zum See kommen, bevor sie das Land verlassen würden... da war sich der graue Gardist sicher.

SEE - ANSPIELBAR
Es waren nur wenige Stuten zurück geblieben. Manche hatten sich verweigert, wollten nicht in das Gebirge folgen, welches vor ihrer aller Augen eingestürzt war, manche waren über den einzigen Weg geflohen, der sie auch in dieses verdammte Land gebracht hatte. Doch Néniel hatte verharrt, hatte dem Rauschen des Meeres gelauscht, das Salz auf ihrer Haut gespürt und geschmeckt, die Gedanken überall, nur nicht an diesem Ort.
Erst als dieses junge Mädchen gekommen war um sie zu holen, hatte die weiße Stute sich von dem Strand verabschieden können. Wohin ihre Reise ging wusste die Sternentochter nicht, doch das war zweitrangig. Wichtig war nur, dass man den Weg ging, den man einst begann - das Ziel würde sich einem eh erst dann offenbaren, wenn man es tatsächlich erreichte, nicht wenn man glaubte, es erreicht zu haben. Zusammen mit der jungen Stute schlenderte die erfahrene Stute durch die Dünen, das Gebirge musternd, welches sich vor ihnen erstreckte. "Nurija und die die ihr gefolgt sind, sind hoch gegangen....", erklärte das Kind, den Körper stets etwas an den von Néniel gelehnt. "Tuana und die anderen sind dort lang... Und die anderen haben den Pfad genommen, der sie nord-östlich heraus führt.", fuhr sie fort und Néniel spürte, dass ihr Gegenüber wollte, dass sie eine Entscheidung traf. Eine Entscheidung die sie retten würde, denn warum auch immer, das Kind schien ihr und ihren Fähigkeiten zu vertrauen. Eine dumme Zuversicht, die die weiße Stute hoffte nicht zu enttäuschen. Ein sanftes Lächeln zierte die Lippen der Sternentochter, den Blick des Mädchens musternd. "Du möchtest nach Valeria, nicht wahr? Hast du Familie dort?", Néniel ging weiter, einen nicht unerheblichen Abstand zum Gebirge einhaltend, welches heißes, brodelndes Blut an seinen Wänden herabfließen ließ. "Ich möchte ja, aber ich habe keine Familie dort - aber vielleicht ja irgendwann?", entgegnete die junge Ding und entlockte der erfahrenen Stute damit ein Lächeln.

Die erfahrene Stute entschied sich für den direkten Weg durch die große Schlucht. Noch während sie den Boden zwischen den Steilklippen betrat, begann es zu regnen. Der Qualm lichtete sich und die zwei Stuten gingen ruhigen Schrittes durch das Trümmerfeld. Es hatte etwas bedrückendes hier zu sein, die geschlagene Wunde im Fels genauer zu betrachten. Nach einigen Minuten, der Nachmittag war bereits dem frühen Abend gewichen, kamen sie an den ersten, verbrannten Leichen vorbei. Néniel musterte das Schrecken, drückte zugleich das Mädchen enger an sich. Sie hörte ihr weinen, ihre Klagen als sie den leblosen Körper ihres Freundes passierten. Sie waren alle noch so jung gewesen, mehr Kinder als Soldaten... Die letzte Passage durch die Schlucht mussten sie klettern, denn allem Anschein nach war der instabile Durchgang bereits zusammen gebrochen. "Es ist so furchtbar...", hörte Néniel die bebende Stimme des Mädchens, schlitternd wieder auf der anderen Seite des Hindernisses ankommend. "Jetzt ist es furchtbar, ja. Aber es werden auch wieder andere Zeiten auf dich zukommen, das verspreche ich dir.", die dunklen Lippen der Sternentochter fanden ihren Weg auf die Stirn des Kindes. "Glaubst du daran? Wirklich?", der feste Blick ihrer hellen Augen traf Néniel mitten in ihr Herz. "Ich würde gerne.", damit löste sie sich und setzte ihren Weg fort. "...doch wir werden es nie herausfinden, wenn wir nicht weiter gehen.", der Weg führte sie weiter über das Schlachtfeld, niemand schien mehr hier zu leben. 

NEVAEH [NPC] - SCHLACHTFELD - ANSPIELBAR
Wie durch Nebel schien der dunkle Henker zu wandeln. Flach atmend damit sich die kaputten Rippen nicht noch mehr in die Organe bohrten – jedenfalls fühlte es sich so an – versuchte Gabriel die Gedanken und das Geschehene zu Sortieren. Sie hatten Gesiegt. Knapp aber gesiegt.
Zeus war stark angeschlagen, Gabriel nickte dem Schimmel zu und humpelte mit seinem mindestens Geprellten Hinterbein nun in die Richtung, in die er die Stuten vermutete. Jene, die nicht zu ihnen gewechselt sind, haben bereits die Flucht zurück ins Gebirge gewagt. Lasst sie ziehen! Hatte Gabriel gesagt also sie sich umdrehten und Hintern sahen. So schnell konnte es nun mal gehen. Aber alle hatten mehr oder weniger viel Abbekommen.
Vor dem Hengst tat sich einiges an Blut auf dem Boden auf, ehe er den Schwarzen Hengst sah. Eh.... Isaak? Der Sohn Silas und so? Verdammt, Gabriel musste endlich seine Gedanken beisammen kriegen, bevor er hier den Überblick verlor.
Ein Geräusch ließ den Friesen jedoch aufschrecken, als er die Stuten sah, die bereits am Rand des Hains standen und im Begriff waren, das Kampffeld zu verlassen. Beide waren heil auf. Nun aber stand vor den beiden Genossinnen sein König.
Gabriel hätte nie für möglich gehalten dass er so froh sein könne, Nero zu sehen. Nicht dass er nicht an ihn Glaubte, aber ihn hier vor sich zu haben, hieß: sie hatten gewonnen!
Erleichterung ließ seine Beine zittern und beinahe hätte er nicht mehr auf die Umgebung geachtet, als vor ihm die Wurzel seinen großen Teller von Huf rutschen ließ. “Nana, jetzt nicht schlapp machen!“ trat Zeus an seine Seite, selber blutend uns Humpelnd. Beide zusammen stützten einander und so traten sie näher an Nero und Atlas die just jetzt auf Echo und Bryna stießen. Die Valerianischen Soldaten, Zeus und Flosz sowie Isaak waren noch hier. Sie würden das Geschehen wohl vor ihnen nun hinnehmen und sogar beschützen, sollten die Geflohenen anders denken und Kehrt machen. Was Gabriel wirklich nicht glaubte. Nur eins war derzeit in seinem Kopf wichtig. Asariel!

Heiliger Hain | anspielbar | bei Zeus
Immer wieder musste Daphne gegen die Müdigkeit ankämpfen, die nach ihren Gliedern und ihrem Geist zu greifen versuchte. Eine Tatsache, die sie beinahe noch mehr verstimmte als die, sich nicht von hier fortbewegen zu können, obwohl alles in ihr danach schrie, diesem Tal den Rücken zu kehren und es schlicht seinem Untergang zu überlassen. Doch inzwischen war Daphne mit sich überein gekommen, dass sie alleine kaum eine Chance haben würde. Sie kannte weder die Umgebung dieses Tals noch wusste sie, welche Gefahren gegebenenfalls auf sie lauerten. Denn wenngleich man es kaum für möglich halten mochte, so hatte sie doch aus ihren jüngsten Fehlern gelernt und das Bedürfnis, blauäugig einem hungrigen Berglöwen oder aber anderen abtrünnigen Gestalten in die Quere zu kommen, hielt sich in Grenzen.
Sie unterdrückte das Seufzen, welches sich in ihrer Kehle empor arbeiten wollte und ließ den Blick über die Anwesenden gleiten. Viele von ihnen waren verletzt und es war abzusehen, dass dieser Tag noch weitere Leben fordern würde. Unabhängig davon, ob der Vulkan die Erde noch in diesem Sonnenzyklus zerreißen wollte oder aber erst nach dem nächsten Morgengrauen. Der Regen jedenfalls, der just in diesem Moment einsetzte, fühlte sich bereits merkwürdig warm an, ganz so, als würde der Berg ihn bereits als Vorboten ins Feld schicken.
Nun konnte Daphne das Seufzen nicht mehr zurückhalten, doch verwandelte es sich auf ihren Lippen zu einem leisen Zischen und sie setzte sich in Bewegung um die Ungeduld zu katalysieren, die mit jedem Moment mehr von ihr Besitz ergriff. 
Recht zügig schritt sie am Ufer des Sees entlang, wissend, dass sie sich damit immer weiter von Belana entfernte. Doch die junge Stute schien gut aufgehoben, zurückgekehrt in die Reihen jener, zu denen sie letztlich wohl zu gehören schien. Ein Umstand, den Daphne niemals kennen lernen würde, was jedoch nicht weiter schlimm war. Sie hatte sich damit abgefunden, ein rollender Stein zu sein. Dennoch warf sie einen kurzen Blick zu der Gescheckten zurück; wenn sie sich ein Ding niemals verzeihen konnte, dann jenes, falsch in ihrer Annahme zu gehen und dadurch jemand Anderen unnützer Gefahr auszusetzen. Doch ehe sie Belana zwischen den anderen ausmachen konnte, wurden ihre Bewegungen unterbrochen, als Daphne mit der Schulter gegen einen Widerstand traf.
Sie presste für den Bruchteil einer Sekunde die Kiefer aufeinander, über ihre eigene Unachtsamkeit erzürnt, während sie den Kopf schnell umwandte und in das helle Gesicht blickte, das zu jenem Widerstand gehörte.
"Entschuldige." 

See - Desmond
Inzwischen war es ruhig geworden und die Stute konnte sich sachte zurück ziehen. Ihre Wunden wurden behandelt, als die Heiler eine ruhige Minute hatten. Die Stuten aus dem Wald waren auch zu ihnen gekehrt, leider und das schmerze Artemis am meisten, war Lea und Obsidian nicht unter ihnen. Die beiden jüngsten schienen die Gruppe verlassen zu haben. Temi machte sich wirklich sorgen um die beiden und wäre sie nicht gerade von einem Heiler ermahnt worden, jetzt keine schnellen und kraftvollen Bewegungen zu machen, wäre sie mit Sicherheit mit noch ein paar nicht ganz so angeschlagenen Soldaten zurück geeilt um die jüngsten und Schützenswertesten unter ihnen zu suchen.
Doch daraus wurde erst mal nichts. Artemis Miles erblickte zwischen all den verwundeten und erschöpften eine wunderschöne helle Gestalt. Sie ließ ihren gegenüber, der sie in ein Gespräch ziehen wollte links liegen und trat langsam und mühsam zu Etain.

“Hallo liebes, schön dich heil wieder zu sehen!“

Temi lächelte und war wirklich froh darüber, die Stute vor sich zu haben und mit eigenen Augen sehen zu können, dass man ihr kein Haar gekrümmt hatte. Nicht auszumalen, was gewesen wäre wenn. Gerne hätte Temi sie umhalst aber sie wusste nicht, ob Etain schon ihre Berührung zulassen würde. Also begnügte sich die braune Stute mit einem nicken und einem solch herzlichen und offenen lachen, dass sie mühe hatte die Tränen zurück zu halten.
Natürlich war sie auch erleichtert zu sehen, dass es Limea und ihrer Mutter gut ging, Asariel und all den anderen Stuten aus dem Volk.
Inzwischen hatte sich die Wolken auch etwas gelichtet, doch der hier und da niederfallende Regen kribbelte merkwürdig auf ihrer Haut. Doch das war der Preis, den sie für das Feuer zahlten, welches langsam durch die Steppe streifte und diese glühenden Strömte aus brennendem Feuer, dass sich immer noch vom Berg erstreckte.

[Spricht Etain an | kann aber von jedem angespielt werden]
Feuer. Es tobte, zerfraß alles auf seinem Weg, machte nicht halt, nicht vor den Grenzen, nicht vor den Schluchten. Tobend und Wütend strich es durch den Körper, versengte das Blut, versenkte die Nerven. Der Körper neben ihm wirkte so angenehm kühl, dass Alvaro schon gar nicht mehr merkte, wie er sich auf den anderen Stützte. Wie er kaum merklich dem kühlen Körper folgte, weil er eben angenehm wirkte. Ein wenig das Feuer in ihm in Zaum hielt. Er brannte. War eine lebende Fackel, Feuer seiner Heimat und das seiner Seele. Irgendwann erklangen wilde Rufe, spürte er, wie sein Körper sachte nieder gerungen wurde, auch wenn die Muskeln sich schwach protestierend dagegen weigerten. Am Boden zu liegen hieß zu sterben. Nein, er starb nicht gerne, er würde es nicht tun, nicht bevor er wusste, dass es Bryna gut ging, das sie wohlauf war und in Sicherheit. Er würde sein kleines Mädchen doch beschützen müssen. Hatte er schon bei seinem Sohn und seinem Herzen versagt. Er hatte die wunderschöne Bíara nicht retten können. Musste zusehen wie sie unter ihren Verletzungen zugrunde ging. Wunderschöne sanfte Augen, von Feuer gezeichnet und Rusch und Asche ihrer Seele. Wild und ungestüm. Meine liebste Bíara... die Schmerzen der alten Wunde spürte Alvaro schon gar nicht mehr. Das Fieber verschlang alles auf seinem Weg, das war das einzige Positive. Schmerzen die sein Hinterbein empor krochen waren kaum mehr als ein kribbeln. Alvaro hatte nicht wirklich viel abbekommen. Eine größere Prellung am Rippenkasten und hier und da einige kleinere Bisswunden. Nur das Bein, die Wunde die er davon getragen hatte, als der Abtrünnige ihn erwischte, weil er unkonzentriert war und nach dem Knirps geschaut hatte. Die war aufgegangen. Eiterte, pulsierte und schmerzte. Vielleicht war es einfach an der Zeit, zu seiner Familie zu gehen und Bryna die ihre eigene großziehen zu lassen? Würde er mit Bíara ins Jenseits übergehen und seinen Sohn wieder treffen. Er musste sich für so viele dinge Entschuldigen.
Bíara liebes... ich komme... warte auf mich!

Severins Blick ruhte auf dem Herzen des Buckskins. Unter dem Fell und der Haut konnte er es kräftig schlagen sehen. Es wurde nicht langsamer und pulsierte weiterhin Rhythmisch. Stumm nickte er der jungen Stute mit dem Namen Sayyirah zu, die ihm fleißig bei der Hand ging. Unermüdlich versuchten die beiden, Moose und Wasser zu der Wunde zu fügen um den Dreck und den Eiter aus dieser heraus zu bekommen. Kurz hatte er gedachte sie hätten Alvaro verloren, doch er schien nur in einen sehr tiefen Schlaf entflohen zu sein. Derzeit jedenfalls. Wenn sie das Fieber nicht schnell in den Griff bekamen, würde er ihnen unter den Hufen weg schmelzen. Say hatte eine gute Idee gehabt, wie sie der Wunde her werden und er hoffte sehr, dass dies funktionieren würde. Dann jedenfalls hätte dieser groteske Wahnsinn um sie herum wenigstens etwas positives. Doch zuvor mussten sie sich neben dem Ausbilder noch um einige andere kümmern.
Dass sie mehrgleisig fuhren, machte die Sache noch schwieriger. Severin jedenfalls war es egal, ob er das Pferd vor sich kannte oder nicht, seine Aufgabe war wie jeder der Heiler einfach. So viele zu Retten wie es ihnen möglich waren.
Eben hatten sie ein junges Pferd verloren, bevor sie sich wieder zusammen dem Ausbilder widmeten. Mit angespanntem Blick behielt er die Atmung im Blick. Say rief einigen Pferden etwas zu, sie wusste wie man mit den teils ängstlichen, teils erschöpfen Stuten umsprang, die durchaus noch in der Lage waren, für die Heiler Pflanzengänge oder ähnliches zu machen. Sie war wirklich erstaunlich, noch erstaunlicher, dass Sayyirah das alles aus Silas Reich hatte. Nie für möglich hätte Severin es gehalten, dass dort ebenso Kundige Heiler gab wie bei ihnen.
“So lange er noch vor sich hin brabbelt, hat er noch eine Changs!“ gab sie von sich und er sah den leichten Film auf ihrem Fell. Ja das stimmte. Seine Stimme war heiser und gebrochen, doch er rief immer und immer wieder leise nach Bíara, wer auch immer dies war, schien dem Ausbilder wichtig zu sein.

Er stand dicht neben ihr, das Fuchsbraune Fell leuchtete wie wildes ungezügeltes Feuer. Um sie herum wildes Geheul und Getöse. Ihr Lächeln, dieses Inferno in den Augen, wild und ungezügelt, als sie prustend den Kopf in die Luft hob und sich auf die Hinterhand erhob. Da drangen sie durchs geäst, Flammende Wölfe, die ihn Umzingelten. Sie und ihn. „Komm mein Liebling, auf in deine letzte Schlacht!“ schallte ihre wilde, lachende Stimme die so ansteckend war, das sein Herz verliebt zu tanzen begann und er die ihre Kraft wie ein Leuchtfeuer in sich aufnahm.

[ Liegt am See | wird von Severin und Sayyirah zwischendurch behandelt | sinkt in Fieberträume ]
Sein Herz schlug noch immer wild in seiner Brust und Ares war kaum in der Lage, sich zu beherrschen. Doch das musste er. Für's Erste wenigstens. Nur langsam löste er seinen Blick von dem Sabino und richtete ihn dorthin, wo Echo und Bryna sich befanden. Tief atmete der Licinius ein, der Gestank von Blut und Tod, Schwefel und Asche füllte seine Nüstern, doch schenkte er dem keine Beachtung. Stattdessen kreisten seine Gedanken um das, was in den letzten Momenten geschehen war. 

Es war ihnen gelungen, Silas Schergen so weit zurück zu schlagen, dass die Verbliebenen schließlich die Waffen streckten und der Kampf somit ein siegreiches Ende fand. Doch Ares war in den letzten Kampfhandlungen nicht mehr mit ganzem Kopf dabei gewesen. Von jenem Moment an, da Echo den Namen Isaak ausgesprochen hatte, hatte die Konzentration des Licinius immer mit meinem Bruchteil auf dem Sabino gelegen. Das war er also. Der Bastard, der ihn um seine Frau gebracht hatte. Ares hatte sogleich eine tiefgreifende Abneigung verspürt und der erste Impuls, sich auf ihn zu stürzen, war nur schwerlich zu unterdrücken gewesen. Stattdessen hatte er seinen letzten Gegner mit erbarmungsloser Härte gerichtet und dafür gesorgt, dass sich Echo und Bryna ein Weg an den Rand der Heiligen Hains bot. Und dann erst hatte er sich dem Sabino entgegen gestellt.

Ares schüttelte die Gedanken ab und richtete seine Aufmerksamkeit auf Koraés, der an seiner Seite aufgetaucht war.
"Geht's?"
Ares Stimme klang kälter als üblich, als er sich nach dem Befinden seines Kameraden erkundigte. Vielleicht war es der Anstrengung geschuldet. Vielleicht der unterdrückten Wut, die merkwürdiger Weise mit keinem Funken nach Außen trat. 

Heiliger Hain | Koraés, aber auch für andere anspielbar 


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