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Geschützt vor den Einflüssen und Blicken der Außenwelt, liegt Valeria da. Ein Land wie kein zweites, mit immergrünen Wiesen und nie versiegendem Wasser. Und du bist mittendrin. Ein imposanter grauer Hengst schreitet an dir vorbei, zwinkert die zu und fragt dich, ob du denn schon dieselbe Verbundenheit verspürst wie sie alle, die sie in diesem Land leben. Du atmest tief die frische Luft ein, lächelst und nickst. "Ja.", ist deine schlichte Antwort, die mit einem breiten Grinsen seinerseits kommentiert wird.
Das Pass Into Oblivion ist ein textbasiertes Rollenspiel in welchem du in die Rolle eines Pferdes schlüpfst. Dazu kommt, dass du deinen Charakter mit der Hilfe unseres kreativen Teams selbst gestalten kannst, denn auf Wünsche gehen wir natürlich sehr gerne ein! Schau dafür gerne einmal auf unserem Discord-Server vorbei!
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PiO's Discord-Server
Rollenspiel
AKTUELL LÄUFT KEIN PLOT
Neuigkeiten
Beendigung des Plots - 09.07.2022
Die Zukunft von PiO - 20.11.2021
Nebenspiel
Der aktuelle Nebenspielzeitraum umfasst den Abend und die Nacht des 18. Tag des Sommers bis zum 27. Tag des Sommers. Die Temperaturen liegen zwischen 25°C und 30°C am Tag, während es in der Nacht konstant 20°C warm ist. Der Himmel ist bewölkt und bis zum 20. Tag des Sommers regnet es..
Das Team
Natsch - Darky
Alina


IV. Krieg bleibt immer gleich
18. Sommer 82, Mittags | Valeria | Schicksalsschlag, Silas, Ezrael Achilléas, Penthesilea Achilléas, Isaak, Nurija, Nero Valerius, Atlas, Ares Licinius, , Tuana Licinius, Desmond Aegidius, Spartacus Licinius, Ecair, Gabriel Noctis, , Nefes, Aaragon Miles, Álvaro, Anchor Aegidius, Bryna, Cara, Obsidian, Echo Valerius, Romana, Liméa Kléus, Artemis Miles, Asariel Achilléas, Rhuen, Koraés Achilléas, Aiko Kléus, , Belana Victus, Daphne, , Yeshi, Néniel, Etáin

Belana nahm die Braune in eine Umarmung, hach Umarmungen wie lange sie doch keine mehr gehabt hatte.
„Ich dachte ich sehe dich oder vielmehr euch nie wieder.“ Wieder schluchzte sie und Tropfen bildete sich auf Artemis Mähne.
„ Aber jetzt reden wir mal nicht über mich sondern über dich.“ Sie löste sich langsam aus der Umarmung, ein letztes Zittern durchzuckte ihren Körper, dann kam sie langsam zur Ruhe. Ein Blick strich nochmal über Gruppe von Pferden, dann wendete sich Belana wieder ihr zu.
„Du hast dich verändert, du bist nicht mehr die selbe, ich spüre es.“ 7 Jahre … 7 unendlich lange Jahre waren sie getrennt, wer von ihnen könnte nicht behaupten, dass die andere sich verändert hat. „ Wie sind die dort drüben so?“ Sie deutetet in die Richtung in der die anderen waren. „ Was ist sonst passiert, wie ist der König mit Königin? Deiner Mutter wie geht es ihr, hattest du überhaupt noch Kontakt mit ihr?“ 
„ Etwas was ich ganz vergessen habe; die Rappstute dort ist Daphne. Sie hat mich entdeckt sie kam auch von Silas Reich.“ Belana sagte ihr es einfach, ohne daran zu denken, dass Artemis gar nicht wusste wo wie sie die Jahre war. Für sie war es innerhalb der wenigen Stunden, die sie Daphne kannte, völlig „normal“ dass sie beide aus Silas Reich kamen und erzählte ganz ehrlich davon.
Mit ihren Nüstern strich sie vorsichtig die Strähnen von der Braunen auf die andere Seite, der Anblick von Artemis Auge ließ ihr den Atem gefrieren.
„ Was ist mit dir passiert, wer war das, ich schwöre wenn ich ich Denjenigen finde, ist der mindestens 1 Kopf kleiner als das kleinste Fohlen das existiert.“ Wer kann es nur übers Herz bringen, solch rehkitzartigen Augen zu verschandeln dachte sich Belana.



Artemis, Belana - am See
Sie hätte nicht betroffen sein müssen. Yeshi kannte es nicht anders. Für ihn hatte es nie eine liebende Mutter, einen sorgenden Vater gegeben. Yeshi war alleine auf der Welt. Schon immer. Alles andere kam ihm befremdlich vor. Die Hoffnung der Stute zog an ihm vorüber wie eine Windböe. Unbeachtet. Etwas zu erwidern schien ihm unnötig. Was wusste sie schon von seinem Leben?
“Das ist ihr Sein. Das ist der Lauf der Dinge.“ Fast war es, als nähme der Schimmel die Raubtiere in Schutz. Als wäre er nicht voll von Abscheu für sie, so wie andere Pferde. Yeshi hegte keinen Groll gegen Wölfe. Sie verhielten sich nur so, wie die Natur es eben für sie vorgesehen hatte. Sie verhielten sich eben wie Jäger.
Seine Ohren spielten aufmerksam. Mit einem Mal klang die Stute nicht mehr sehr optimistisch.
“Gott ist kein Soldat. Und er ist kein Kindermädchen“, gab er zurück und klang müde, als hätte er diese Geschichte schon unzählige Male erzählt, “er ist nicht dazu da, uns ständig zu beaufsichtigen. Es sind unsere Entscheidungen, nicht seine.“ Wer böse sein wollte, war böse. Wer sich verführen ließ von Hass und Neid und Gier und Missgunst, der traf diese Entscheidung ganz selbstständig. Ohne Gottes Zutun. Aber das war eine andere Geschichte…
Er ließ es zu, dass sie sich von ihm entfernte. Lachte heiser auf und klang ausnahmsweise wirklich amüsiert.
“Ich brauche keine Rettung. Wenn du das vorhast, dann spar‘ dir deine Energien lieber.“ Musternd ließ er seinen Blick über sie gleiten.
“Die Gründe kenne ich noch nicht. Ich wurde von jemandem geschickt. Das Land braucht mich, hieß es. Und hier bin ich also. Yeshi.“
Reichlich spät. Doch immerhin eine Vorstellung.

PENTHESILEA - IM WALD
Die einzige Regung, die Spartacus' Züge durchzuckte, war das Rümpfen seiner Nüstern. Nicht mehr, aber auch nicht weniger Reaktionsfreude maß er den Worten seiner Tante bei. Es war mehr als ungewohnt sich mit der Rabin in Interaktion zu wissen, auch noch in einer solchen Ausnahmesituation wie dieser. Der Dunkelfuchs hatte sich nicht großartig um sein neues Familienmitglied gekümmert, so gesehn hatten sie noch nicht die Chance gehabt eine gegenseitige Bindungsbeziehung aufzubauen. Vielleicht konnte heute die erste Weiche dafür gestellt werden. Aber nur vielleicht. Denn Spartacus Gedanken drifteten ab, in viel zu dunklere Gefielde, sodass es ihm egal war, wie energisch er auf der zart geknüpften Bande herumtrampelte. 
Ihr Lachen irritierte ihn und automatisch trat er einen Hufschritt zurück, behielt sie wachsam im Blick und ignorierte, dass sich ihm einige empfindsame Häärrchen aufgestellt hatten. Was. Zum. Teufel. War in irgendeiner Art und Weise amüsant daran? Spartacus Miene verhärtete sich schlagartig. Er hatte Mühe ihren Worten zu folgen, wurde doch sein Schädel erneut von diesem leisen stetigen Rauschton eingenommen. Doch er verstand Romana. Jedes einzelne Wort, welches aus ihrem Maul drang.

Ihr, 'ich hätte sie gerne mitgenommen', machte Romana mit ihrem nächsten Satz auch schon wieder zunichte. Gerade als Spartacus glaubte sein Innerstes würde aufhören vor Schmerz zu bröckeln, riss es die Rabin mit einem Wimpernschlag nur noch weiter auf. Suhlte sich darin und der Dunkelfuchs konnte sich dieses absurden Gedankens nicht entledigen, dass Romana Echo absichtlich zurückgelassen hatte. Damit sie mit einem Gewissen, so rein wie ein Neugeborenes, nach Valeria stolzieren konnte. Und während Echo mit diesem Scheusal...verhandelte, dabei vermutlich ihr Leben riskierte, da sie diesem geisteskranken Irren schutzlos ausgeliefert war, verschwand Romana? Diese Gelegenheit eiskalt nutzend? Spartacus knirschte mit den Zähnen, wollte zu einer Erwiderung ansetzen, als Romana verlauten ließ, dass sie nicht wüsste, ob Echo noch am Leben wäre, doch die Kehle des Dunkelfuchses war mit einem Mal staubtrocken, sodass es ihm nicht möglich war Worte zu sprechen. So schloss Spartacus seinen Kiefer wieder, spannte die dort befindlichen Muskeln an und ließ keine Sekunde lang seine Seelenspiegel von Romanas Gesicht weichen. Sie hätte Echo mitnehmen wollen? - Lüge! Schallte es erneut donnerschlagartig und mit einer unfassbaren Vehemenz in seinem Schädel. Die Muskeln begannen unter dem braunen Fell zu zittern. Es schmerzte, aber es war ein guter Schmerz, lenkte den Kronprinzen ab und hielt ihn wohl davon fern, eine dumme und wohl auch emotionsgeladene Handlung zu unternehmen.
Den Spott, der Spartacus glaubte, in Romanas letzen Satz von ihren Lippen tropfen zu hören, machte ihn fast schon rasend vor der angestauten Wut in seinem Inneren. "Du hast also lieber deinen eigenen Arsch gerettet," zischte er ihr zu und bog die Ohren nach hinten, bereit ihr den Rücken zu kehren.  Er hatte ihr nichts mehr zu sagen.

Romana - am See
Sein Plan Echo hier schnellstmöglich rauszubringen war gut, doch Silas' Gefolge war eindeutig darauf gedrillt Fluchtversuche zu riechen. Der Champagnerfarbene konnte gar nicht so schnell schauen, wie er und die Königin doch eingekreist waren. Keine Möglichkeit die Schimmelstute hier heile herauszubekommen. Nicht mit seinem bisschen Erfahrung. Das hier war keine Übung. Und mochte er noch so hart trainiert und den Wissensstand der anderen Soldaten in seinem Alter beinahe eingeholt haben, so war Koraés letztendlich doch nichts weiter als ein unerfahrener Ex-Kleriker, der sich zu Höherem berufen gefühlt hatte.
Fieberhaft rechnete der junge Hengst in seinem Kopf die Möglichkeiten durch, die ihnen blieben. Keine mochte ihm recht gefallen. Denn alle bedeuteten, dass er die Deckung für Echo aufgeben müsste. Das würde Koraés auf keinen Fall zulassen. Die Fremden spürten, dass sie mit den beiden valyrischen Pferden leichtes Spiel hatten. Vielleicht zögerten sie ihren Angriff alleine aus diesem Grund hinaus - weil sie es liebten die Angst zu wittern. Vielleicht hatte es auch einen ganz anderen Grund. So oder so war es letztendlich das entscheidende Quäntchen Glück, das auf ihrer Seite war. Koraés konnte gerade noch einen Sprung zur Seite machen, als einer der Angreifenden zur Seite gstoßen wurde und ein weiterer diesem ausweichen musste. Blitzschnell reagierte der kompakt gebaute Hengst, drehte sich um und keilte aus, sodass der Fremde, der ihm soeben näher gekommen war, wieder zurückweichen musste. Und dann stand Ares an seiner Seite. Ein flüchtiges Grinsen huschte über das Gesicht des jungen Soldaten, ehe er wieder ernst und konzentriert zu den Worten des Roten nickte. Schon begann er sich unauffällig zu Echo zurückzuziehen, als diese die Stimme erhob. Eines seiner Ohren zuckte leicht nach hinten, um ihre Worte besser zu verstehen. Ganz leicht nickte Koraés, während er zeitgleich die Stirn runzelte. Er sah durchaus die Logik im Plan der Königin, vor allem, da er die Kämpfenden trotz der sie umzingelnden Angreifer sehen konnte. Doch es behagte dem adelig geborenen und erzogenen Hengst überhaupt nicht die Stuten ohne Schutz ziehen zu lassen. Fragend sah er daher Ares an. Sollten - konnten - sie es wagen? Vermutlich würde ihnen keine andere Wahl bleiben. Dennoch zögerte Koraés, wollte jedes Risiko so klein wie möglich halten.
Ein lauter Ruf brachte die Angreifer, die sie eingekesselt hatten, erstmalig durcheinander. Der Champagnerfarbene sah Ohren zucken, einer drehte sich sogar halb um. Das wäre ihre Chance! »Jetzt,« gab Koraés wie selbstverständlich das Zeichen an Echo und Ares weiter, dass dies der Moment war, den sie nutzten konnten. Er hatte nicht hören können, dass der Sabinohengst, der gerade an Brynas Seite stand, in genau diesem Augenblick das gleiche kurze Wort an die Fuchsstute gewandt aussprach. Erst, als der junge Soldat sich, Ares dabei nachahmend, gegen einen der abgelenkten Angreifer warf, um diesen zur Seite zu stoßen, sah er wie Bryna und der Fremde auf sie zuschossen. Ernst nickte er erst der Fuchs-, dann der Schimmelstute zu, sobald sie vereint waren. »Passt auf euch auf.« Beiden Stuten immer noch Deckung gebend versuchte er sich zu orientieren. Es lagen inzwischen einige leblose Körper auf dem Boden. Ihre Seite war bisher gut davongekommen. Dachte Koraés jedenfalls, bis er Gabriel erblickte. Der imposante Rappe sah gar nicht gut aus und wurde vom ersten Eindruck nur von dem großrahmigen Fuchs getoppt, der stark schwankend versuchte ein paar Schritte in ihre Richtung zu gehen, den Blick dabei eindeutig fest auf Bryna geheftet. Wobei... wenn Koraés recht überlegte, war der Blick des Fuchses eher schwammig. »Er... stirbt,« sprach er seine Vermutung an den Sabino gewandt aus. Zögerlich noch, hoffend, dass er sich irrte, dass der Fuchs, der sich entschieden hatte auf ihrer Seite zu kämpfen, härter im Nehmen war als geahnt. Der junge Soldat wusste nicht, ob die Stuten noch so nah waren, dass sie seine Vermutung gehört hatten. Letztendlich hätte er jedoch auch nicht geahnt, dass auch nur eine von beiden dem ehemaligen Anhänger Silas' zugetan sein könnte. 

Haingruppe - primär Echo, Ares, Bryna und Isaak
Penthesilea neigte den Kopf leicht zur Seite. Sie fühlte sich an das Gespräch mit ihrer Mutter zurückerinnert. Gott, sie konnte nicht an eine so lichte Gestalt glauben, die angeblich alles erschaffen hatte. "Wofür ist Gott denn dann überhaupt gut? Warum sollte man an ihn glauben?", fragte sie und rümpfte leicht ihre Nüstern. In ihren Augen hatte der 'große Hirte' auf ganzer Linie versagt, aber das alles schien ja auch irgendwie zu seinen Plänen und Wegen zu gehören. Sie konnte einfach nicht an ihn glauben, den gnädigen Allwissenden und Barmherzigen. Wenn es einen Gott gab, so hatte er entweder einen ordentlich schwarzen Humor oder war ein grausamer Irrer. Zumindest nichts von dem, was der hohe Priester ihnen stets gepredigt hatte. 

Den Schimmelhengst über die Schulter musternd, neigte sie den Kopf leicht zur Seite. "Manchmal sieht man nicht, ob man gerettet werden muss...", sie zuckte beinahe beiläufig mit den Schultern. "Aber vielleicht erkennst du es ja irgendwann, wenn du gerettet wurdest.", vervollständigte sie den Satz und wandte den Blick wieder kurz ab, kurz lokalisierend, wo sie überhaupt war. Die entfernten Kampfgeräusche wurden leiser, waren aber noch nicht ganz verklungen. Sie musste wieder westwärts gehen, um zu ihrer Mutter zu gelangen. Kurz stockte Penthesilea das Herz... Sie würde ungeheuren Ärger bekommen! Und sie hatte Obsidian nicht einmal gefunden! Sie schluckte, doch dann erklang wieder die Stimme des Schimmels. 
Sein Name war als Yeshi und er war von jemanden geschickt worden? Misstrauen keimte in dem Herzen der jungen Achilléas. War er womöglich doch ein Anhänger von Silas? "Und wer schickte dich?", sie wandte dem Schimmel wieder den Blick zu. "Mein Name ist Penthesilea Achilléas.", der höflichkeitshalber stellte sie sich jedoch auch vor und wandte sich ihm wieder halb zu.
YESHI - WALD
Nachdem Romana ihren Durst gestillt hatte, lag der Blick ihrer grünen Augen auf dem Jungen. Ihr lag es fern sich mit dem Kind zu streiten und gewiss hätte sie ihre Worte weiser wählen können, doch sie war in diesem Moment weder dazu in der Lage, noch war sie Spartacus Rechenschaft schuldig. Und hätte er sie vielleicht nicht direkt so von der Seite angemacht, hätte sie sich eventuell Mühe gegeben. Eventuell. Doch dazu hatte sie schon zu lange mit solchen Rotzlöffeln auf Silas Seite des Landes zu tun gehabt. 
Das Zittern seiner Muskeln verriet seine Wut und Romana war erstaunt und vielleicht auch ein wenig fasziniert von dieser Wut. Was er wohl an Echo hatte? War sie nun so etwas wie seine Mutter? War er in sie verknallt? Jugendliche Verehrung? Romana versuchte sich an das Bild der Königin zu erinnern, doch sie hatten zu wenig miteinander zu tun gehabt, da Romana kurz nach ihrer Ankunft auch schon wieder verschwunden war. Es wäre in der Tat interessant gewesen zu wissen, ob Echo das Treffen mit Silas an einem Stück überlebt hatte. Ob Silas sich auf sie gestürzt hatte wie ein Tier und sie genommen hat wie Akasha? Es gab noch zu viele offene Fragen, die wohl nur Silas würde beantworten können. "Ich habe mich entschieden. Ich habe Asariel und Etáin gerettet, anstatt sie in der Grotte sterben zu lassen. Es gab keine Chance zu warten. Vielleicht willst du das nicht verstehen, weil dein Zorn deine Sicht auf die Dinge vernebelt. Was es auch ist, es ist letzten Endes egal, denn du hast ebenfalls schon eine Entscheidung getroffen. Und das ist okay, ich bettle nicht um deine Zuneigung oder dein Verständnis.. noch fühle ich mich schlecht weil ich diese Entscheidung getroffen habe. Ich will hier nicht auf heile Familie machen.", ein bitteres Lächeln trat dabei auf ihre Lippen. Sie hatte Valeria idealisiert, doch mittlerweile wollte sie nur noch zu ihrem Bruder. Zu Isaak. Der Krieg hatte alles von ihr gefordert und jetzt wollte sie ihren Lohn einfordern. Ihren Bruder, Nefes. "Vielleicht hätte mich Penthesilea ebenfalls so angesehen, mir solche Worte entgegen geschleudert, wenn ich Echo statt Asariel mitgenommen hätte. Wer weiß das schon.", Romanas Stimme war ruhig, verbarg aber nicht eine gewisse strenge, aber auch Nachdenklichkeit. Ihre grünen Augen ruhten auf dem Jungen, der sich schon halb abgewandt hatte. 

SPARTACUS - SEE
Zuckte da ein feines Lächeln um Yeshis Lippen? Es war nur der Bruchteil einer Sekunde und vielleicht nicht mehr als eine Fata Morgana. “Niemand sagt, dass du an ihn glauben sollst. Das ist ein Angebot, keine Vorschrift. Du darfst an ihn glauben, wenn du das möchtest. Daran, dass alles gut wird und daran, dass am Ende alles den Gang nimmt, der uns zum Ziel führt. Und daran, dass es ein Ziel gibt.“ Yeshis Vorstellung von Gott war weitaus liberaler als die der anderen Gläubigen. Gott war für ihn keine Personifikation, kein greifbares Wesen, nichts, das er hätte beschreiben können. Gott lebte für ihn in der Natur, in den Gezeiten, den Elementen und in ihnen selbst. In all ihrem Tun und ihren Gedanken. Zum ersten Mal kam er in Berührung mit einer Gottesvorstellung, die ihn nachdenklich werden ließ. Er beäugte die Stute einige Wimpernschläge lang nachdenklich.
Dann wurden seine Gedanken von einem blasierten Grinsen gesprengt.
“Danke für die Nachhilfestunde“, murmelte er trocken. Sie klang wie er selbst und das verlieh der Situation eine ungewollte Komik.
"Und wer schickte dich?"
Wurde sie nun also doch misstrauisch? Reichlich spät, dachte er bei sich. Kurz neigte er das Haupt zum Gruß.
“Danke, Penthesilea Achilléas.“ Er wiederholte ihren Namen, sprach ihn allzu deutlich aus und es war nicht ganz klar, ob er sich gerade über sie lustig machte oder ob er sich einfach ihren Namen einprägen wollte.
“Den, der mich schickt, kennst du nicht. Und du wirst ihn nicht mehr kennenlernen. Er ist längst von uns gegangen. Also keine Angst – ich fresse dich nicht. Ausnahmsweise.“
Seine Ohren zuckten. Nur ein einziges, kurzes Mal. Klappten nach vorne. Legten sich wieder an, so wie sie die ganze Zeit an seinem Kopf haften blieben, als wäre er immerzu auf der Hut.
"Ich bringe dich zurück. Es scheint mir, als wäre es ruhiger jetzt."

PENTHESILEA - IM WALD
Da stand sie vor ihr, wie ein Geist aus ferner Vergangenheit. Erwachsen doch das Fellkleid der Schecke verriet, wer sie war. Unverkennbar für alle Zeiten. Belana zog Artemis in eine Umarmung und die Braune erwiderte sie, drückte Belana an ihre Brust und genoss die Wärme ihrer ehemaligen Freundin. Spürte das Leben in ihr, welches nicht versiegt war.
Als die Umarmung vorbei war, blickte Temi mit leicht gedrehtem Kopf auf die Schecke. Belana schien erwachsen geworden sein, nur die Worte die aus ihr raus sprudelten verwiesen noch auf ihre Vergangenheit. So viel Feuer in ihr. Temi musste lächeln.
“Langsam Belana, hol mal Luft Schätzchen!“ lachte sie sanft und freute sich wirklich über ihr Erschienen.

“Sieben Jahre sind eine lange Zeit, Süße, da verändert sich jeder.“ gab Temi von sich und neigte den Kopf, drehte den Körper um sie beide einzuladen, mit zu den anderen zu gelangen.
Daphne war inzwischen etwas zur Seite gegangen und Temi hatte den Eindruck, dass sie lieber für sich verweilen wollte. Fest vornehmen, diese wunderschöne Stute auch noch mal genau in Augenschein zu nehmen, trat sie nun neben Belana und ging in Richtung der Gruppe.

“Du warst dort drüben? Bei Silas?“ Temi stockte der Atem und ihre Augen wurden groß. “Oh nein, süße...“ flüsterte sie, schüttelte den Kopf als Belana auf ihre Wunde zu sprechen kam und sie die Wut darin hörte.
“Er atmen nicht mehr!“ gab sie bitter von sich, neigte den Kopf und musterte die Schecke wieder.

“Du weist aber, dass wir im Kampf mit Silas sind? Er ist hier eingefallen, hatte zuvor die Königin Echo Valerius gestohlen. Bist du ihr begegnet?“
Fragte sie vorsichtig und sie kamen näher und näher. Vor ihnen lagen Verwundete beider Seiten. Die Heilergilde hatte mächtig viel zu Tun. Junge Soldaten aus Silas reich, aber auch welche aus ihren Reihen. Vor den Heilern war jeder gleich, egal wer zu wem gehörte. Immer mehr Pferde fanden sich ein. Ob der Krieg nun endlich vorbei war?

Artemis musste sich zwingen, den Blick von den verletzen Pferde abzuwenden und zu Belana zu blicken. “Ich war zwei Jahre lang auf reisen, mit Aaragon und Samael... Mein Vater, Samael, der Mistkerl, verreckte ein Glück auf der Reise. Ich mache mir sorgen um meinen Cousin Aaragon, der noch immer auf dem Schlachtfeld steckt.“ Ihre Stimme war fein und weich und sehr leise, als der Blick in den rauchigen Wolken zu Boden glitt, aus dem immer noch Kampflärm heran rauschte. “Wir müssen deine Eltern finden Belana, sie haben sich wirklich große Sorgen um dich gemacht!“ Temi hatte sie in den wenigen Tagen zwischen Ankunft und krieg nicht wirklich gesehen, aber sie wusste wie aufgelöst die beiden waren, als Belana verschwand. Nur jetzt wohin zu gehen glich einem Todesurteil, vor allem mit ihrer Wunde. Immer noch fühlte sie sich schwummrig und schwach und mehr als ein paar Schritte am Stück konnte sie nicht gehen ohne eine Pause zu machen. Das leid der Kriegerin.
Nurija hatte immerzu bedingungslos in eine Sache vertrauen können. Ihre Anpassungsfähigkeit. Sie war nicht, wie eine dieser treuen Dirnen, die alles versuchten, um in ihren gewohnten Formen und Routinen zu verweilen. Nein, sie wusste, dass mit dem Leben immerzu auch die Veränderung einherging und sie verschwendete gewiss nicht ihre Zeit damit, sich längst Vergangenes herbeizuwünschen. Aber das? Das war nicht nur eine Veränderung, das war ein Rückschlag. Wie sollte sie hiermit arbeiten? Die aufbrechende Erde und das flüssige Feuer ließen weder die Existenz von Nahrung noch Wasser zu und alle Untertanen, die sie dort unten hätte finden können, waren kläglich am wegsterben. Sie würde gewiss nicht über Schutt und Asche regieren. Dort wo sie herrschte, würde die Erde nicht brennen. Nurija verzog angewidert das Gesicht und suchte nach dem Koloss, doch sie erkannte - wenn sie überhaupt eine Gestalt als lebend ausmachen konnte - die Kreaturen dort unten nur schemenhaft. Ein kleiner Teil von ihr war sich sicher, dass sie Silas, würde er dort unten sein, sofort erkennen würde. Sie waren gleich, sie waren eins. Götter, die die neue Welt beherrschen würden. Aber sie sah ihn nicht und sie wusste, er hatte versagt. Silas war zu schwach gewesen.
Der Ekel schwand und ließ nichts zurück, als Leere. War er… fort? Ein Gott konnte nicht sterben, herrschte selbst in seiner Abwesenheit noch über die Geister jener, die er berührt hatte, aber wenn er sie verlassen hatte, dann war sie nun allein. Wie enttäuschend. Ein Gott sollte durch den Schlag eines anderen Gottes fallen, nicht durch die eigene Unbedachtheit. Nurija atmete tief durch, wandte den Blick ab und richtete sich auf, nicht ganz sicher, wie sie das Gefühl in ihrem Inneren betiteln sollte. Eines jedoch wusste sie ganz sicher. Sie würde niemals wieder jemandem folgen. Sie stand nun für sich selbst, hatte die göttliche Kraft erhalten und würde ihre Herrschaft ohne die Hilfe eines anderen erringen.

Es war der Aufschrei einer anderen Stute, der sie dazu brachte, den Blick fortzureißen und hinter sich zu blicken. Der Boden unter den Hufen Nefes bröckelte, sie strauchelte und sie fiel. Aber sie fiel nicht einfach nur, sie ließ sich fallen, unternahm einen lächerlich kraftlosen Versuch sich von der Kante in Sicherheit zu begeben und akzeptierte dann ihr Schicksal. Nurija sah, wie sie aufgab. Sie hatte aufgegeben. Nurija war kaum Herr ihrer Sinne, als sie vorpreschte, das Weibsbild so kräftig am Mähnenkam packte, dass sie Blut schmeckte und sie mit der Hilfe einer anderen Stute zurück auf festen Boden zerrte. Nurija ließ sie augenblicklich wieder los, gleichermaßen angewidert wie entsetzt. Ihr Atem ging schwer, ihre Flanken zitterten und der Weg in die Höhe hatte sie erschöpft, doch all das war nicht von Belang. Aus ihrem Zorn zog sie neue Kraft und dieser Zorn war grenzenlos. Denn Nefes hatte sich fallen lassen.
„Du törichtes, dummes Ding!“ Die anderen sagten nichts, tänzelten nur nervös auf der Stelle und wechselte unsichere Blicke. „Was ist dein Problem, huh?“
Oh, sie wusste ganz genau, was ihr verdammtes Problem war. Sie hatte es doch gehört, als eines der letzten verzweifelten Worte, die Nefes an die Welt hatte bringen wollen. Romana. Wieder war es diese verdammte Romana. 
„SAG ES!“, schrie sie. Ihre Stimme hallte an den hoch aufragenden Felsen wieder. Sie hatte ihre eigene Stimme noch nie so laut wahrgenommen. Es hinterließ ein leichtes Schmerzen in ihrer Kehle und ein Ringen in ihren Ohren, doch es war ihr egal. Das war alles unbedeutend, denn Nefes hatte es gewagt…
„Du bist nicht wegen unserer Zukunft hier, oder der Hoffnung auf ein neues Leben, richtig?“ Wie gerne hätte sie ihre Zähne abermals in Nefes Leib geschlagen, der jämmerlich unter ihr verharrte und von unregelmäßigen Schluchzern geschüttelt wurde. Wie hatte sie sich nur so täuschen können? Tatsächlich hatte sie geglaubt, Nefes habe sich, einfältig wie sie war, die nächstbeste gesucht, welcher sie treu ergeben ihr Leben schenken konnte, aber Nefes war ihr nicht aus Treue oder Zuneigung gefolgt. Und was noch schlimmer war, sie hatte diesen Berg nicht einmal für sich selbst erklommen.
„Es ist immer noch sie, spie sie aus. „Wie kannst du nur so dumm sein und den Wert deines Lebens an der Existenz eines anderen festmachen!?“ Vielleicht würde sie eines Tages auf diese Worte zurückblicken und bemerken, wie ein winzig kleiner Teil sich in diesem Moment ebenfalls angesprochen fühlte. 



Nefes - Anhöhe im Gebirge
Die Rabin schaffte es, den Jungen auf der Stelle festzuhalten, der nun seine Ohren in ihre Richtung drehte und ihren Worten zuhörte, obwohl seine Körpersprache eindeutig verriet, dass Spartacus mit ihrer Begegnung abgeschlossen hatte. Der Dunkelfuchs presste seine Lippen zu einer schalen Linie zusammen, während er Romana aus dem Augenwinkel heraus musterte und wohl auf jede noch so kleinste Regung ihrerseits gefasst schien. Doch seine Wut prallte an ihr ab und seine Tante war ruhig, gefasst, überhaupt nicht aus ihrer Ruhe gebracht. Ein Fakt, der Spartacus Zorn abkühlen und als schwarzer Klumpen in seinem Innersten zurückließ. Der Prinz kniff die Augen zusammen, ignorierte das Kratzen seiner Kehle und lockerte die angespannten Muskeln. Romana hatte sich entschieden, gegen Echo, aber für andere. Angesichts der Eile, die geboten war, um zu fliehen. Spartacus holte tief Luft, nur um diese in einem Stoß wieder entweichen zu lassen. Scheiße. "Na immerhin hast du Asariel mitgebracht." In seinem Zorn hatte er das vollkommen außer Acht gelassen, hatte die Rabin, in seine Fokussierung auf Echo, unüberlegt angefahren. Zähneknirschend musste er sich wohl eingestehen, dass ein vorheriges Nachdenken wohl besser gewesen wäre, anstatt im Zorn zu handeln.
Aber war das nicht immer so? Haderte er denn nicht schon einer weile mit dieser plötzlich auftretenden Wut, die alles verschlang und ein rationales Denken gar unmöglich machte?
Ein Grinsen zupfte an den dunklen Mundwinkeln, ehe Spartacus sich der Rabin wieder gänzlich zuwandte und trotzig sein Kinn anhob. "Familie, huh?" Spartacus senkte wieder den Blick, knirschte mit den Zähnen, "was verstehst du schon...", der Prinz schüttelte langsam den Kopf und war nun wirklich im Begriff zu gehen, um dieses Engegefühl in seiner Brust zu vertreiben, dass sich immer dann bemerkbar machte, wenn von ´Familie´ die Rede war. Es schmerzte.

Penthesilea.

Ein Summen, tausend Bienen gleich, dröhnte so plötzlich in seinem Schädel wieder, als der Name von Romanas Lippen rollte und ließen Spartacus erneut in seiner Bewegung inne halten. Ungläubig blinzelte er, fragte sich gar, warum er stehengeblieben war, und wandte dann den Kopf wieder zu Romana.
Penthesilea war wohl sein Triggerpunkt gewesen und es fühlte sich wie ein Schlag ins Gesicht an. Ohne Romana wäre Asariel immer noch dort. Und ohne Asariel hätte er wohl keine so liebevolle Ziehmutter gehabt, die seinen verwirrten Geist an sich genommen hatte, noch bevor er sich des starken Bandes zu Echo überhaupt bewusst wurde.
Penthesilea hätte bestimmt bitterlich geweint. Aber ein Glück musste er sich mit diesem Gedanken nicht auseinandersetzten. Nicht mehr. "Es ist gut... dass ihre Mutter wieder in Valeria ist." Erneut sog der Dunkelfuchs die Luft tief in seine Lungen, "vielleicht ist es besser, dass dir diese Entscheidung vom Gebirge abgenommen wurde." Er wandte seinen Kopf in Richtung jenes Gesteins. Wie viele Leben es wohl schon durch das Beben genommen hatte? Hoffentlich war Echo nicht unter ihnen. Spartacus schluckte, schüttelte innerlich diesen Gedanken gleich wieder von sich. "Wer ist noch dort drüben?... Kameraden?" Spartacus zuckte mit den Schultern, vielleicht waren sie das und vielleicht war Echo unter ihnen... unter den Guten? Aber wer war schon wahrhaft gut auf dieser Welt. "Wie war er so? Silas."

Romana - am See


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