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Geschützt vor den Einflüssen und Blicken der Außenwelt, liegt Valeria da. Ein Land wie kein zweites, mit immergrünen Wiesen und nie versiegendem Wasser. Und du bist mittendrin. Ein imposanter grauer Hengst schreitet an dir vorbei, zwinkert die zu und fragt dich, ob du denn schon dieselbe Verbundenheit verspürst wie sie alle, die sie in diesem Land leben. Du atmest tief die frische Luft ein, lächelst und nickst. "Ja.", ist deine schlichte Antwort, die mit einem breiten Grinsen seinerseits kommentiert wird.
Das Pass Into Oblivion ist ein textbasiertes Rollenspiel in welchem du in die Rolle eines Pferdes schlüpfst. Dazu kommt, dass du deinen Charakter mit der Hilfe unseres kreativen Teams selbst gestalten kannst, denn auf Wünsche gehen wir natürlich sehr gerne ein! Schau dafür gerne einmal auf unserem Discord-Server vorbei!
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PiO's Discord-Server
Rollenspiel
AKTUELL LÄUFT KEIN PLOT
Neuigkeiten
Beendigung des Plots - 09.07.2022
Die Zukunft von PiO - 20.11.2021
Nebenspiel
Der aktuelle Nebenspielzeitraum umfasst den Abend und die Nacht des 18. Tag des Sommers bis zum 27. Tag des Sommers. Die Temperaturen liegen zwischen 25°C und 30°C am Tag, während es in der Nacht konstant 20°C warm ist. Der Himmel ist bewölkt und bis zum 20. Tag des Sommers regnet es..
Das Team
Natsch - Darky
Alina


IV. Krieg bleibt immer gleich
18. Sommer 82, Mittags | Valeria | Schicksalsschlag, Silas, Ezrael Achilléas, Penthesilea Achilléas, Isaak, Nurija, Nero Valerius, Atlas, Ares Licinius, , Tuana Licinius, Desmond Aegidius, Spartacus Licinius, Ecair, Gabriel Noctis, , Nefes, Aaragon Miles, Álvaro, Anchor Aegidius, Bryna, Cara, Obsidian, Echo Valerius, Romana, Liméa Kléus, Artemis Miles, Asariel Achilléas, Rhuen, Koraés Achilléas, Aiko Kléus, , Belana Victus, Daphne, , Yeshi, Néniel, Etáin

Er wollte sie nicht verletzen. Nicht in erster Linie. Yeshi war sich der Wucht seiner Worte wohl bewusst, aber nicht so sehr dem Schaden, den sie anrichten konnten. Es spielte keine Rolle für ihn, ob sie den Unterschied zwischen Angst und Feigheit kannte. Es war ihm nicht wichtig. Sie war ihm nicht wichtig. Er spürte keine Genugtuung ob ihres kleinlauten Eingeständnisses. Das hier war kein Machtkampf. Er hatte sich nichts zu beweisen und er hatte ihr nichts zu beweisen. Es waren lediglich Lektionen.
“Du wirst feige Artgenossen kennenlernen. Und du wirst wissen, dass sie nicht ängstlich, sondern feige sind. Genau dann, wenn du ihnen gegenüberstehst.“ Das Leben war nicht nur beängstigend einfach, sondern eben auch grausam.
"Haben deine Eltern dich nicht geliebt?" Ja Yeshi, haben sie dich denn nicht geliebt? Haben sie dich nicht geliebt…? Haben sie nicht…? Ihre Worte hallten unnachgiebig in seinem Kopf wider, also schüttelte er das Haupt, als könne er sie so loswerden. Den Knoten in seiner Brust ignorierte er.
“Nein, haben sie nicht.“ Es war eine simple und traurige Antwort und leider Gottes noch dazu die Wahrheit. Seine Mutter hatte ihn nicht umsonst verstoßen. Seinem Vater war er keinen Pfifferling wert gewesen. Er hätte nach Ausreden suchen oder sie abwimmeln können, sie und ihre nervtötenden Fragen, aber er sah darin keinen Nutzen. So war es eben. Grausam. Mit einem nahezu amüsierten Grinsen hörte er ihr zu, ihr und ihren jugendlichen Weisheiten. Er hätte ihr jetzt Dinge über Fruchtbarkeit oder über Prägung erzählen können; darüber philosophieren ob eine von der Natur programmierte Liebe wirklich Liebe genannt werden sollte; ob es letztlich nicht doch nur der Drang war, den Nachwuchs wohlbehalten vor der Welt zu schützen – aber er schwieg.
“Sind wir nicht? Frag‘ mal ein Wolfsrudel“, schloss er schmunzelnd, sich auf den Haufen Fleisch beziehend. Und damit sogar einen Witz machend. Gar nicht so untypisch für Yeshis verbitterte Art. Sein Humor war dunkel und fein und manchmal kaum zu erkennen.
“Hinweisen, drohen – das ist mir einerlei. Zumindest weiß ich jetzt, dass du keine kleine Einzelgängerin bist.“ Immerhin hatte sie ihn gerade selbst darauf hingewiesen, dass sie nicht nur von ihren Eltern beschützt wurde.
“Ja, vielleicht. Man weiß erst, dass man nicht mehr auf der Suche ist, wenn man weiß, dass man nicht mehr auf der Suche ist“, antwortete er kryptisch, hatte sich dabei aber schon wieder gleichgültig abgewandt. Ihre Spitze brachte das Grinsen zurück in sein Gesicht und er war froh, dass sie es nicht sehen konnte. Was für ein aufmüpfiges Ding!
“Um ehrlich zu sein, wäre es vollkommen egal…“ Seufzend beendete er seine Suche nach potentiellen Gefahren (denn nichts anderes tat er, wann immer er ihr den Rücken kehrte, auch wenn es für sie nach absolutem Desinteresse aussehen musste) und schenkte er ihr einen langen, eindringlichen Blick.
“Die Gefahr, hier zu sterben, ist groß. Die Gefahr, in meiner Heimat zu sterben, ungleich größer. Dass ich noch lebe ist ein Geschenk Gottes. Oder ein glücklicher Zufall. Nenn‘ es, wie du willst. Da es Gründe für mich gibt, hier zu sein, kann ich also nicht einfach verschwinden und werde mich mit dem Gedanken anfreunden müssen, hier ins Gras zu beißen.“ Wörtlich oder metaphorisch. “Mir war nicht bewusst, dass ich davor genötigt sein werde, aufmüpfige Stutfohlen retten zu müssen. Tja nun… Gottes Wege sind unergründlich.“

PENTHESILEA - IM WALD
Erst jetzt bemerkt sie die anderen Pferde, Pferde die sie noch nie gesehen hatte. Bei ihnen war, so fern sie es erahnen konnte, Stuten, Fohlen und Hengste. Sie alle sahen mitgenommen, verwundet und erschöpft aus.
Alles in ihr spannte sich an, jeder kleinster Nerv und Muskel, ihre Ohren hatte sie soweit wie‘s angelegt.
Sie sah noch mal die Gruppe durch; ein Hengstfohlen, den Wortfetzen anzunehmen, dass er voller Kälte und teilweise Abneigung stecke. Ein anderes Fohlen wiederum machte einen guten Eindruck, weil es vor Freundlichkeit steckt. Eine Rappstute kannte sie von dieser Gruppierung, es war Romana sie hatte mit ihr bei Silas nur flüchtig Kontakt gehabt, jedoch war sie immer freundlich, clever und hatte etwas wie Optimismus versprüht. Von den anderen Pferden hörte man nichts und dem zufolge konnte sie sie nicht einschätzen, als plötzlich ihr Blick an einer Stute haftete. Ihre Anspannung löste sich ein wenig, der Blick weiterhin auf die Stute gerichtet. Ihr Blick war auf eine Braune mit einer Schnippe gerichtet, welche ihr aus ihren Erinnerungen bekannt vorkam. 
Die Braune war elegant, hatte große braune Augen, die Belana an Augen von Rehkitzen erinnern, allerdings hatte auch wohl an ihr diese unschöne Zeit genagt, weil sie kleinere Blessuren, Wunden und vom vielen Laufen angeschwollene Fesseln hatte.
In ihren Erinnerungen hatte sie anfangs mit ihr viel gelacht und Blödsinn gemacht bis zu dem Moment, wo ihr Vater kam und ihr drohte. Von dem Tag an war sie wie ausgewechselt; sie hatte nicht mehr viel Zeit mit Belana und den anderen Fohlen verbracht und hatte nicht mehr wirklich mit ihnen herumgetollt. 
Jetzt erinnerte sich Belana wieder an ihren Namen Artemis und unter Freunden hieß sie immer Temi. Ein Lächeln huschte über ihrer Lippen und entfernte sich langsam von Daphne. Jeden Meter den sie dichter in Artemis Richtung ging, verschwamm ihrer Sicht immer mehr, denn in ihre Augen stiegen Tränen, Freundentränen über ein lang ersehntes Wiedersehen. Als sie vor Artemis stand fragte sie:“ B… Bist du es… Temi?“ Sie schluchzte dann lief ihr eine Träne über‘s Gesicht.


am See- entfernt sich von Daphne, geht zu Artemis
Sie kamen näher. Schritt für schritt kamen beide Stuten zu ihnen. Zu denen die Verwundet waren. Artemis Schopf hing rechtsseitig über ihrem Auge, welches langsam aufhörte zu bluten. Sie konnte daraus sehen, es war also noch intakt, aber es würde eine ziemlich blöde Narbe über bleiben. Das Gespräch zwischen Atlas und Aaragon kam ihr in den Sinn, vertrieb dies aber auch gleich wieder. Narben. Die Scheckstute kam nun schneller näher. Blaue-Graue Augen die sich in ihre Braunen spiegelten. Jetzt hatte die Miles kein Zweifel mehr, vor ihr tauchte die vor 7 Jahren Verschwundene Victus auf. 7 Jahre in denen ihr Vater die Hoffnung aufgab, die kleine Belana wieder zu finden. 7 Jahre in denen auch Artemis sich nun eingestehen musste, dass dieses wundervolle kleine Wesen vergessen wurde. Natürlich hatte man in den weiteren Jahren immer wieder an sie gedacht, wie an die vielen anderen Pferde, die Freiwillig oder Unfreiwillig verschwunden waren. Auf reisen gegangen, so wie sie selbst vor zwei Jahren. Was sind auch schon Jahre, wenn man selber in ihnen verweilte?
Nun stand die Stute vor ihr, sie hatten das gleiche Alter und waren beide aus dem Adel. Früher turnten sie immer zusammen herum. Solange bis Samael Temi dabei erwischte. Es ging nie, dass sie ein normales leben hatte, der Dämon hatte schon früh Pläne mit ihr gehabt, der eigene Vater zur eigenen Tochter. Doch es war vergangen. Sie hatte überlebt und war stark geworden. Was Belana alles erlebt hatte, ein wenig davor fürchtete Temi sich. Doch jetzt, als die Tränen in den Augen ihrer gegenüber traten, da war Vergangenheit nicht mehr wichtig. Belanas Stimme war brüchig, als sie Artemis fragte. Die Walkyre spürte wie der Klos ihre Kehle zu schnürte und ihr selber Tränen in die Augen traten. Dann nickte sie.
Langsam trat sie auf die Scheckstute zu, nahm vorsichtig ihre Nüstern vor, hielt aber kurz vor ihr inne. Die Tochter des Dämons wusste, dass nicht jeder Berührungen mochte und obwohl Belana und sie zusammen groß wurden, hieß das noch lange nicht, dass die Victus sich von ihr in den Arm nehmen ließ.
“Ja, Belana.... oh Gott, ja ich bin's!“ flüsterte sie und ein lächeln drang über ihre Lippen, während auch ihr Tränen kamen.
“Wir dachten du seist Tod... wir dachten, du würdest nie wieder zu uns zurück kommen!“ Kurz bedachte die Stute, die eben noch am ende ihrer Kräfte war, die hübsche schwarze Schönheit hinter der Schecke. Ihre Ohren waren anders geformt und allgemein glich sie eher dem ehemaligen Priester von der Statur her, als einem der ihren. Wo kamen diese beiden eigentlich her? Waren es nur Zufall oder waren sie... oh. Oh nein, sie waren doch nicht etwa aus Silas reich gekommen? Diesem Monster, gegen das sie hier gerade kämpfen? Der in ihr Leben eingefallen war und es aus den Angeln gerissen hatte?

[bei Belana und Daphne - See]
Romana musterte den Jungen mit einem unverbindlichen Ausdruck in den Augen. Man hatte ihr seine Geschichte erzählt und erschreckenderweise konnte die Rabin dabei weder Mitleid noch Bedauern für den Knirps empfinden. Sie alle hatten Scheiße erlebt, die einen mehr, die anderen weniger - es kam immer darauf an, was man daraus machte. Es galt nicht auf so ein Kind mehr Rücksicht zu nehmen oder nachsichtiger zu sein, weshalb seine Bemerkung ihr nur ein müdes Lächeln abrang. "Wir sahen alle Mal besser aus.", antwortete sie mit einem Schulterzucken, ehe sie wie Wunden des Kindes musterte. "Nein, war es nicht. Sie oder ich - ich entschied mich für mein Leben. Aber es war nett zu sehen wie überrascht sie waren, sie hielten mich für tot.", erklärte sie nüchtern und neigte den Kopf leicht zur Seite. Was hatte er sich erhofft? Das sie den Kampf bedauerte? Dafür hatte sie viel zu lange auf genau diesen Tag warten müssen. Sie hatte das bekommen, was sie wollte und erschreckenderweise, hatte es sie gänzlich befriedigt. Wenn jetzt noch die Nachricht von Silas Ableben kommen würde, wäre es für sie ein perfekter Tag. 

Gerade wollte sie sich wieder von dem Jungen abwenden und selbst noch etwas von dem Wasser zu sich nehmen, da hörte sie die Worte des Dunkelfuchses. "Zurückgelassen?", wiederholte sie unnötigerweise, ehe ein heiseres, leises Lachen aus ihrer Kehle drang. "Ich hätte Echo gerne mitgenommen, aber sie war der Meinung, dass sie mit Silas einen Plausch halten muss - sonst wäre sie nämlich auch dabei gewesen. Ich weiß nicht einmal ob sie noch lebt, geschweige denn wie es ihr geht. Die Letzte die Silas mit zu sich genommen hat, ist tot an eurer Grenze abgeladen worden...", wieder zuckte sie mit den Schultern. "Und da weder Echo noch ich nicht in der Lage sind, dem Gebirge zuzuflüstern, dass es bitte ein paar Stunden später zusammenbrechen soll, ist Echo halt dageblieben.", seufzte sie theatralisch, dann nahm sie einen tiefen Schluck aus dem See. Sein Rang war ihr egal, das er jetzt vielleicht wütend werden würde, war ihr egal. Was ihr nicht egal war, war der Zorn der sie so sehr an Silas erinnerte.

SPARTACUS - SEE
Nachdenklich lauschte Desmond den Worten seiner Schwester und strich ihr sanft über die Ganasche, als sie wieder seine Nähe suchte. Von den Aegidius waren nicht mehr viele übrig, ihre Familie war fast gänzlich ausgelöscht worden - von sich selbst. Bis heute fragte sich der Schimmel, ob er seinen Bruder und seine Mutter irgendwie hätte retten können. Doch seine Mutter hatte ihren Weg gewählt, sie war verloren gewesen. Doch Lazarus... Desmond schloss für einen Moment die Augen, den Schmerz verdrängend der in seinem Herzen aufflammte. "Vater hat dich nicht verkauft...", sprach er milde und unterdrückte ein leises Seufzen. Er wollte diesen Zorn nicht in der Stimme seiner Schwester hören, auch wenn er ihn durchaus verstehen konnte. "Ehen werden schon jeher arrangiert. Und ich erinnere mich an eine Zeit, da hättest du dir gewünscht, dass unser Vater dich verkauft.", wieder Lächelte er und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. "Vater hat die geplante Ehe schließlich aufgehoben... er wollte dich vor Silas bewahren.", fuhr er fort und hob direkt wieder die Stimme. "Natürlich hätte er dabei nicht seinen König verraten sollen, aber er war verzweifelt und letzten Endes hat er sich für seine Familie entschieden. Sie stand stets an erster Stelle für ihn, auch wenn die Königsfamilie und die Aegidius stehts gut befreundet waren. Würdest du wissentlich deine Tochter an einen Hengst wie Silas geben, wenn es Nero's Leben retten würde? Sie waren Mal befreundet, der Wandel den Silas durchgemacht hat, muss enorm gewesen sein.", fuhr Desmond fort, nach wie vor seinen Vater liebend. Er würde mit den Toten nicht brechen, sie alle machten Fehler, er hatte auch welche begannen. "Sein Fehler war es zu glauben, dass Aurelian Valerius ihm nicht helfen würde. Er glaubte, dass er alleine damit war.", endete der junge Gardist und seufzte leise, wieso erinnerte er sich selbst gerade so an seinen Vater?
Ihre Worte über diesen Isaak ließen Desmond nur schwach nicken. "Vielleicht hat er das Erdbeben überlebt und vielleicht war er clever genug, rechtzeitig die Seiten zu wechseln, bevor unsere Soldaten im Hain über sie drüber gemäht sind.", antwortete er ruhig und warf kurz einen Blick über die Schulter, schauend, ob alle Stuten noch da waren. Sie waren langsam, aber das war bei ihrem Zustand auch nicht weiter verwunderlich. Sie waren hochträchtig, die Wanderung durch das Gebirge muss eine ungeheure Strapaze gewesen sein. "Der See ist nicht mehr weit..", erklärte er den fremden Stuten, ehe er den Blick wieder nach vorne richtete und die Ansammlung an Pferden musterte, denen sie sich näherten. 

Ihre Frage ob seiner Reise ließ ihn nachdenklich werden. "Naja... meine erste Amtshandlung war es das Wolfsrudel welches in dem Wäldern hauste zu eliminieren.", sprach er leise und schürzte dann die Lippen. "Ich habe das westliche Gebirge erkundet und dabei einen Pfad entdeckt der zu einem Plateau führte. Von diesem Plateau konnte man Silas Reich sehen... als ich zurückkehrte um Nero das mitzuteilen, wurde die Monarchie angegriffen. Ich erreichte Nero als er schon von Silas Schergen niedergestreckt wurde. Hätte Ezrael nicht so schnell reagiert, würde er vielleicht nicht mehr leben. Gavriíl behauptete jedoch, dass ich Nero angegriffen habe... die drei Tage danach waren sehr... anstrengend. Alle hielten mich für einen Königsmörder und Handlanger von Silas.", Desmonds Lippen verzogen sich zu einer bekümmerten Linie. "Nero wachte leider nicht auf, sodass er das Gegenteil hätte beweisen können. Unser hoher Priester verlangte meine Hinrichtung... Gabriel sollte mein Henker werden. Letzten Endes ging trotzdem alles gut, wie du siehst. Ich lebe, Gavriíl gestand seinen Verrat an der Königsfamilie - die Auswirkungen sind weitreichender als wir alle wahrscheinlich erkennen können - und wurde von Nero hingerichtet. Ebenso ein Großteil des Klerus, Lea wurde fast vergewaltigt und...", Desmond holte tief Luft und senkte den Blick. "Angus Kléus tötete Aurelian Valerius und Danae.", die blauen Augen des Leibgardisten musterten das Gesicht seiner Schwester. "Anchor und Kýra haben geheiratet, Aaragon und Artemis sind zusammen mit Atlas angereist... Die letzten Tage waren sehr chaotisch.. Romana ist mit Asariel und Etáin auch über einen Pass im Gebirge angekommen..", Desmond hatte Mühe alle Ereignisse der vergangenen Tage zusammen zu bringen, es war einfach zu viel passiert. Während er sprach erreichten sie den See und erleichtert stellte der Gardist fest, dass ein Großteil der Soldaten wieder hier her zurückgefunden hatten. 

TUANA & ÜBERLÄUFER - SEE
Penthesilea musterte den Schimmel aus nachdenklichen Augen und eine Welle des bedauernd rollte über ihren jungen Verstand. Seine Eltern hatten ihn nicht geliebt? Betroffen schlug sie die Augen nieder und ihr Mund schloss sich, die Worte hinunterschluckend, die sie sich für einen Konter bereits zurecht gelegt hatte. Manchmal wunderte es sie nicht, dass in ihrer Welt so viele schreckliche Dinge passierten. Valeria war seit ihrer Geburt von manch einem Unglück heimgesucht worden. Celestials Tod, die Entführung ihrer Mutter und einigen anderen Stuten der Monarchie, der Mord an Danae und Aurelian, ja auch die Hinrichtung von Gavriíl und der Krieg. Doch neben all dieser Angst, dieser Schande und der Trauer hatte es auch schöne Momente gegeben. Momente die für das Leben sprachen und weit tiefer reichten als irgendein biologischer Sinn. Doch vielleicht konnte oder wollte jemand, der nie die aufrichtige Liebe einer Mutter erfahren hatte, von all dem nichts wissen? Wollte die bloße Existenz dieser Liebe bestreiten, weil er sie eben nicht kannte? Penthesilea seufzte und ihr Kopf schmerzte. "Ich hoffe du wirst sie eines Tages noch erleben...", damit meinte sie die Liebe. Die ehrliche, bedingungslose Liebe. 

Bei der Erwähnung des Wolfsrudels hob Penthesilea eine ihrer dunklen Augenbrauen und ein kecker Ausdruck legte sich auf ihr junges Gesicht. "Ich befürchte für ein Wolfsrudel ist alles was lebt ein Haufen Fleisch...", die junge Achilléas war zum Glück noch nie einem dieser Raubtiere begegnet aber Desmond hatte ihr einmal abends eine gruselige Geschichte über jene Lebewesen erzählt. Sie hatte die ganze Nacht nicht schlafen können und Asariel hatte den jungen Gardisten am nächsten Tag ordentlich was dazu gesagt. Penthesilea spürte noch immer die Scham, wenn die eisblauen Augen des Schimmels sie im vorbeigehen trafen. Ihre Mutter hatte sie da ganz schön verraten...

Als der Schimmel von Gott sprach, wurde der Ausdruck auf dem Gesicht der braunen Stute verschlossener. "Ich glaube Gott hat dieses Land verlassen...", schon immer hatte Penthesilea ein Problem mit dem Glauben ihrer Mutter und den anderen Angehörigen der Monarchie gehabt. Sie konnte keinem Gott vertrauen, der so viel Leid über die Pferde brachte, die sie liebte. Sanft kräuselten sich die Nüstern des Stutfohlens. "Vielleicht rettest du auch nicht das Stutfohlen, sondern das aufmüpfige Stutfohlen dich..", antwortete sie bedächtig und löste sich einige wenige Schritte von dem Schimmel, bevor sie wieder stehen blieb und über die Schulter zu dem Fremden blickte. "Was sind das für Gründe, die dich hier her geführt haben?"
YESHI - WALD
Erleichterung machte sich in der Rostroten breit, als sie bemerkte, wie Liméa sich immer wieder dicht an sie drückte. Wäre es doch ihre größte Sorge gewesen, wenn die kleine Sabiano ihren eigenen Kopf durchsetzen würde und verschwand. Ihre Nüsten strichen über das weiche Fell ihrer Tochter, versuchten ihr so zu vermitteln, dass sie in Sicherheit war. Niemals würde Aiko es zulassen, dass ihrem Herz etwas zustieß. Vorher würde sie ihr eigenes Leben geben.
Ein wenig erschrocken war sie doch, als Ezrael plötzlich auftauchte. Doch ebenso war sie froh darum, ihn unversehrt zu sehen. Ein weiches Lächeln legte sich auf ihre Lippen, als sie den Heiler betrachtete. In ihrer Zeit hier in Valeria, war ihr der Champagnerfarbene sehr ans Herz gewachsen und sie mochte ihn. Allmählich kam sie auch mit seiner Art zurecht und war damit nicht mehr gänzlich überfordert. Auch Liméa mochte den Heiler sehr und Aiko hätte nicht gewusst, wie sie ihrer Tochter sein Ableben hätte erklären sollen. Erleichtert stieß sie die Luft aus und strich abermals mit den Nüstern über Liméas Fell. Kurz vergrub sie sich darin und atmete ihren Duft tief ein. Voller Dankbarkeit, dass sie - noch - alle unversehrt hier standen.

Das Auftauchen Alvaros war jedoch nicht so erfreulich. Der Hengst war in einem schlechten Zustand, hatte sichtbare Schmerzen. Aiko verzog ihre Lippen zu einem schmalen Strich. Asariels Vorschlag, Lea solle sich seine Wunden einmal ansehen, schien vernünftig und verrückt zur selben Zeit. Immerhin war die kleine Braune ebenso noch ein Kind. Doch hatte Aiko erfahren dürfen, dass sie schon mehr erlebt hatte, als es für eine unschuldige Fohlenseele gut war. Besorgt blickte sie zu Liméa, die sich langsam von ihr löste.
Erst der laute Ruf nach Lea ließ das Fohlen wieder ein wenig in ihre Richtung taumeln und gegen sie prallen. Ein Schmunzeln legte sich obgleich der Reaktion auf die Lippen der jungen Mutter. Allerdings ließen die Worte ihrer Tochter sie erstarren. Lea hatte sich.. Davongeschlichen? Aiko schluckte und folgte den Blicken ihrer Tochter. Die Richtung, in die Asariels Tochter verschwunden war, gefiehl ihr nicht besonders. „Es war nicht lieb von ihr, einfach zu gehen, ohne ihrer Mama etwas zu sagen. Asariel macht sich Sorgen um ihre Tochter, denn dort draußen ist es gefährlich, Kleines. Man darf niemals alleine losziehen, um jemanden zu suchen, verstehst Du? Das ist eine schwere Aufgabe.“ Die Rostrote war bemüht, ihrer Tochter nicht noch mehr Angst zu machen, ihr aber auch die gefährliche Situation zu vermitteln. Wäre sie es gewesen, die sich davongestohlen hätte; Aiko würde umkommen vor Sorge. Erleichtert vernahm sie, dass einer der Soldaten mit denen Alváro aufgetaucht war, nach ihr suchen sollte und sich sogleich auf den Weg machte.

Mit wenigen Schritten verringerte Aiko den Abstand zu Asariel und fuhr ihr mit den Nüstern durch die Mähne. Verständnisvoll blickte sie ihr entgegen. „Lea ist ein kluges und mutiges Mädchen und schon viel zu erwachsen. Sie wird sicherlich keine Dummheiten anstellen.“ Schwach lächelte sie die Ältere an.

Sie bemerkte die Veränderung in Belanas Haltung, ohne dass sie die Scheckin dafür ansehen musste. Es war ein Gefühl, einer Aura gleich, welches zu ihr herüber drang und Daphne dazu veranlasste, einen Schritt zur Seite zu treten. Kaum einen Augenblick später eilte Belana an ihr vorbei und hin zu der Braunen, welche sie mit offenkundiger Freude begrüßte. 
Vielleicht hätte ein kurzes Lächeln an Daphnes Lippen gezerrt ob der Rührseligkeit, welche die Szene unweigerlich an sich hatte, doch statt sich weiter auf das Wiedersehen zu konzentrieren, löste die Schwarze ihren Blick und ließ ihn stattdessen über die weiteren ankommenden Körper gleiten. Es schien sich bei diesem See wohl um einen zentralen Sammelpunkt zu handeln und alle Valerianer - sowie jene, die sich ihnen als Resultat des Krieges zugehörig fühlten -  fanden sich hier ein um... ja. Um was? Die blauen Augen flackerten ein weiteres Mal hin zum Gebirge, wo der Rauch sich mittlerweile tiefschwarz türmte und das Land in ein unheilvolles Licht tauchte.
Ein leises Seufzen löste sich aus der Brust der Rappstute, ehe sie sich nun gänzlich vom Wasser abwandte und einige Schritte vom Ufer zurück trat. Sie wusste nicht, worauf diese Pferde hier warteten, doch mit jeder Sekunde, die verstrich, rückten sie näher an eine Katastrophe, die den Angriff Silas' mit Leichtigkeit in den Schatten stellen würde. Sie für ihren Teil hatte nicht vor, länger viel darauf zu warten, dass das Gebirge sich gänzlich selbst zerriss. Einzig und allein die Tatsache, dass sie ihren müden Gliedern nicht zutraute, jetzt sofort aufzubrechen, hielt sie noch zurück. 

See, eher am Rand - anspielbar     
Worte ihres Bruders, die ihr Herz berührten, die sich tief in ihre Seele niederließen. Worte, die sie aufrüttelten und eine erneute Welle an Emotionen in ihr wachrüttelten. Emotionen, auf Grund dessen sie vor der Königin in tränen ausgebrochen war. Emotionen, aufgrund sie so vollkommen durcheinander schien, dass sie ihre Lippen feste aufeinander presste und starr gerade aus blickte.
Er hatte recht. Bitterkeit stieß ihr den Magen auf, als Desmond ihr einen Kuss auf die Ganasche gab. Sie hatte sich nichts mehr gewünscht, als dass Vater ihr einen Ehemann dahingestellt hätte. Jemandem hier, jemanden aus dem Adel. Jemanden den sie kannte. Meinetwegen auch eine Arrangierte ehe über das Land hinaus, wie es Astoria ergangen war. Im Prinzip, hätte er es ihr nur sagen müssen. Tuana spürte, wie die Tränen den Hals hinauf quollen und ihr die Worte abschnürten. Ja sie würde doch nicht schon wieder zu Weinen anfangen? Nein, sie wollte keine Tränen vergießen.
Er hatte recht, Vater war ihr ein und alles gewesen. Ihr Held, ihr Fels. Sie hatte zu ihm aufgeblickt, wie auch zu Lazarus. Würdest du wissentlich deine Tochter an einen Hengst wie Silas geben, wenn es Nero's Leben retten würde?
Ihre Tochter. Tuanas Ohren zuckten und ein Schmerz tief in ihrer Seele breitete sich in dem Herzen aus. Nein, sie würde ihre Kinder mit dem eigenen Leben beschützen. Still rollten die Tränen durch ihr Gesicht, all die ungetrauerten Momente, jene in denen sie Stark blieb, weil es die Situationen nicht her gaben, brachen sich langsam aber sich bahn.
Desmonds nächste Worte brachen ihr das Herz, ließen die Stücke hinauf spülen und verstellten die Wege der Tränen hinaus. Die Taube hoffte es, betete zu Gott, dass er die Hand über den Sabino legte. Er war nicht wie Silas und wäre sie nicht schon mit Ares vermählt, würde sie es hier unter König Nero auch bewilligen und Anerkennen. Doch Desmond hatte es bestätigt, diese Ehe hatte ihr Vater zuvor annulliert. Sie war nichtig. Nichts desto trotz betete sie für einen Freund.

Erst als er von seinem Abenteuer erzählte, taute die Schimmelstute wieder auf, blinzelte und nickte bedächtig. Ja, ein Wolfsrudel barg gefahren für die kleinsten von ihnen. Als Desmond von Gavriil erzählte, blieb Tuana wie angewurzelt stehen. Sie wollte in seinen Redefluss einsteigen, doch ihr blieben die Worte im Halse stecken. Nein, das konnte sie nicht glauben. Gavriil würde doch nicht einen der Ihren für etwas verantwortlichen, dass er niemals begehen würde? Gavriil doch nicht? Nicht der heilige Vater der all diese Schäfchen hatte unter sich... Doch die Taube dachte an den einen Tag im heiligen Hain nach, den, wo sie so verunsichert war, ob der Glaube das richtige war. Gavriil war manches mal komisch, ja schon. Gruselig, obsessiv, aber waren sie das nicht alle?
Oh sie würde ihm sowas von die Leviten lesen – auch wenn es ihn nie interessierte was jemand wie Sie sagte. Aber wenn er ihren Bruder für etwas böses angehen wollte... … der Hohepriester verlangte meine Hinrichtung... “Was? Nein!“ flüsterte sie gequält und verzog das Gesicht. Zorn und Kummer mischten sich zu einer Flutwelle zusammen und umspülten ihren Geist. Wie konnte der Priester das zulassen? War er verblendet gewesen? War er schon so alt, dass sein Kopf schaden genommen hatte? Gavriíl gestand seinen Verrat an der Königsfamilie Tuanas Augen weiteten sich vor entsetzen. Sie stand immer noch, war nicht weiter gegangen. wurde von Nero hingerichtet Er wurde... was?
Die Taube schrie in ihrem Käfig auf. Sie zitterte, ihre Muskeln vibrierten und alles um sie herum begann langsam zu schwanken.
Gavriil war nicht mehr? Er hat sie alle Verraten?
Waren sie alles nur Verräter? Stand keiner mehr hinter dem König und dessen Familie?
War alles zum Scheitern verurteilt? Nein, nein nur weil einige Greise den Verstand verloren hatten, mussten sie es ihnen nicht gleich machen. Tuana hätte ihr Leben gegeben, wenn Sie damit Silas von Nero weg halten hätte können. Sie hätte ihren Freund beschützt, sie hätte ihr Erbe, ihre Heimat beschützt. Echo beschütz, auch wenn die Erkenntnis lange gebraucht hatte bis sie zu reifen begann. Nein, sie würden diese Fehler nicht mehr machen. Oder?
Verzweifelt sah sie Desmond an. Würden sie?
Verrat? Intrigen? War das auch in IHREM Blut?
Lea wurde fast vergewaltigt ihr Herz geriet ins Stocken. Angus Kléus tötete Aurelian Valerius und Danae Tuana konnte nicht mehr.
Ihre Welt ging gerade in tausend Splittern den Bach hinunter. “... Desmond...“ dann wurde ihr Schwarz vor Augen, zitternd ging sie langsam zu Boden, schaffte es sich hin zu legen und all den Kummer den sie so feste in sich hatte, den Sie eingesperrt geglaubt hatte, brach hinaus.
Danae... die liebevolle Danae, die den Königsregeln nicht gefolgt war, ihrer Würde entledigt und doch ein wundervolles herzensgutes Wesen war. Ja sie konnte nicht verstehen wie jemand Fremd ging, aber musste sie und Aurelian, die sich doch gerade erst wieder gefunden hatten, so verenden? Mussten sie getötet werden? Warum? Warum tat das ihr Gott ihnen an? Warum war er so grausam zu ihren Freunden, zu Nero, der so viel hat mitmachen müssen? Zu Kyra, oh nein, Kyra... sie musste Stark sein, musste zu ihrer Freundin. Musste wissen, dass es ihr gut ging. Steh auf du dummes Tier, na los! Schalte sich die Stute und konnte nicht anders als begierig Luft zu hohlen, da eine erneute Welle an Schluchzten von Heulkrämpfen sie heimsuchte. Das Anchor und Kyra geheiratet hatten, dass Romana, Asariel und Etain hier ankamen und selbst dass Aaragon und Artemis mit Atlas hier ankamen ging unter.
Beide Stuten kamen zu ihr, legten die Nüstern an ihre Schulter und sprachen ihr ruhig zu. Nur langsam begann sie sich zu beruhigen. Mühsam zwang sie wieder mal alles hinab, was keinen Platz hier und heute hatte. Das alles durfte raus, wenn Sie alleine war. Nachts, am See. Aber weder Ares noch Desmond sollten sehen, wie Tuana Licinius aufgrund von Gefühlen in die Knie geht! Das hatte eine adlige nicht, ende. Sie war es, sie war Adel. Sie war Stolz auf ihren König, auf ihren Bruder, auf ihren Ehemann. Was währen sie denn ohne Regeln?
Echo
Sie musste wieder hoch kommen. JETZT.
“ Es geht mir gut... alles gut!“ säuselte sie zwischen zwei Schluchzern und versuchte die Zitternden Glieder wieder in die Höhe zu stemmen.
“Des... wenn das hier vorbei ist...“ sie versuchte ihre Gedanken aus dem Sog des Kummers zu befreien und nach vorne zu blicken. Dunkelheit hatte ihr Herz dort in Silas Reich kennen gelernt und sie hatte es gehasst. Licht war etwas schönes. Hoffnung war etwas starkes und Freundschaft “Hilf mir dem König...“ Sie versuchte die richtigen Worte zu finden. “... zu Zeigen dass er nicht alleine ist. Dass egal was kommt, wir nicht so sind wie die, die ihm Wunden zugefügt haben.“ Tuana hasste es inzwischen, das Weinen.
“Ich will keine Verräterin sein... ich will dass er weiß, dass ich mein Leben für ihn gebe, weil er mein König, weil er mein FREUND ist.“ Alles tat ihr weh, Körperlich und Geistig. “So viel Tod, so viel Verrat... wie kann man da noch stehen?“ brüchig vibrierte ihre Stimme, doch inzwischen stand die Schimmelstute wieder und war bereit, die letzten Schritte zum See zu gehen. Kraft, sie brauchte die Hoffnung, aus der sie die Kraft ziehen konnte. Doch etwas anderes kreiste durch ihren Kopf.
“Was ist mit Aiko passiert? Ihr Fohlen?“ furcht lag in den Worten, furcht vor der Antwort ihres Bruders.

[Mit Desmond und den anderen auf dem Weg zum See]
Das Töten war ihm nie wirklich schwer gefallen. Nicht weil Isaak seinen Gegnern die Menschlichkeit absprach und er sie zu seelenlosen Hüllen degradierte, zu Dingen. Ihm war bewusst, dass der Akt des Tötens seiner Natur nach irreversibel war und jeder Mord, jede Hinrichtung, eine Kerbe in seine eigene Seele schlug. Es war ihm nicht schwer gefallen, weil er selbst sich mit der Endlichkeit seines Seins abgefunden hatte. Weil er sich darüber im Klaren war, dass eines Tages, auf irgendeinem Schlachtfeld, sein eigenes Leben durch einen geschickten Streich beendet werden würde. Zwar wusste er nicht wann oder wer, doch diese Gewissheit 'Dass' hatte der Sabino in jeden Kampf getragen.
Und auch heute begleitete sie jeden seiner Gedanken, jedoch wohl noch präsenter als an jedem anderen Tag. Denn Jene, denen er heute auf dem Schlachtfeld begegnete, waren keine Feinde. Es waren Kameraden. Jahrelang hatte er Seite an Seite mit ihnen gekämpft, hatte sie geführt und trainiert. Er kannte sie. Sie kannten ihn.
Dennoch schreckte er nicht davor zurück, ihr Blut zu vergießen. Konnte nicht. Durfte nicht.

Isaak schenkte dem regungslosen Körper vor sich keine Beachtung mehr, kaum dass dieser auf den Grund gesunken war. Der metallische Geschmack von Blut pochte auf seiner Zunge und der Sabino spürte seinen eigenen Herzschlag in seinen Gliedern, hörte seinen Atem in seinen Ohren rauschen. Er war erschöpft, hatte selbst einige Wunden einstecken müssen. Keine von ihnen war sonderlich gefährlich, doch die Summe der Verletzungen war es, die ihn schwächte. Der Kampf mit Zeus hatte ihn bereits Einiges an Kraft gekostet und Isaak war ehrlich erleichtert gewesen, als der Weiße sich ihrer Seite zugewandt hatte. Doch zurückgehalten hatte er sich auch danach nicht. Die Zahl der Kämpfenden war inzwischen deutlich dezimiert, die Verbliebenen kämpften jedoch mit unverminderter Verbissenheit. Der Sabino ließ seine eisblauen Augen über die kämpfenden Körper gleiten, bis er an rotem Fell hängen blieb. Im ersten Augenblick glaubte er, Ecair vor sich zu sehen, doch das Fell war von satterer Farbe und so erkannte Isaak, dass es Bryna war. Mit zwei weiten Galoppsprüngen war er an die Seite der Stute geeilt, dabei einen Angreifer aus dem Weg stoßend.
"Ihr seid noch hier." seine Stimme war nicht mehr als ein Knurren, als ihm der Schwachpunkt in seinem Plan vor Augen geführt wurde. Er hatte gehofft, sie würden schneller reagieren und ihnen wäre die Flucht bereits gelungen. Doch statt in Sicherheit zu sein, befanden sich Bryna wie auch Echo inmitten des Geschehens.
Seine Augen zuckten hinüber zu der Weißen, die gemeinsam mit zwei valerianischen Soldaten eingekesselt worden war, er analysierte die Situation in Sekundenbruchteilen.
"Wir brechen zu ihnen durch, dann bringst du Echo hier raus. Ich werde euch Rückendeckung geben."
 Nun bohrte sein Blick sich wieder in die Augen der Roten, ehe sein Körper sich straffte. 
"Jetzt!"

Bryna - Heiliger Hain


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