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the power of will
#1
the power of will
ASARIEL ACHILLÉAS & PENTHESILEA ACHILLÈAS
ZWEI TAGE VOR 'IN VERGESSENHEIT GERATEN'

Ruhig stand die junge Braune neben ihrer Mutter, den Blick auf die Kiesgrube gerichtet die sie heute aufsuchen wollten. Koraés war häufiger dort, in letzter Zeit sehr viel häufiger als in den ersten Wochen nach der Geburt der jüngsten Achilléas. Für Penthesilea war das okay, sie glaubte, dass ihr Bruder besonders motiviert war, dass er der beste sein wollte und deswegen viel trainieren musste. Doch sie bemerkte auch etwas anderes an ihrem Bruder, etwas, was sie wahrscheinlich ihrem Feingefühl zu verdanken hatte, denn Koraés zeigte es nicht deutlich. Aber auch ihre Mutter schien etwas zu merken, was Penthesilea anhand ihres Blickes immer wieder ausmachen konnte, ein Blick, der sie selbst nie traf. Das Fohlen unterdrückte ein Seufzen, pendelte mit ihrem Schweif von links nach rechts, überlegend, wie sie die Stille zwischen sich und ihrer Mutter überbrücken könnte. Da fiel ihr ihr kurzes Gespräch bei Celestials Trauerfeier ein, über Gott.
Gott war für sie etwas seltsames, etwas, was sie nicht begreifen konnte und was ihr manchmal eine schlaflose Nacht bescherte. Sie wusste nicht so recht, ob sie das was man ihr darüber erzählte, glauben konnte. "Seit wann glauben wir eigentlich an Gott? Hat Bucephalus ihn einmal getroffen?", erhob die junge Stute daher ihre Stimme, ein großes Fragezeichen zwischen ihren Ohren hängen habend.
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#2
Zusammen mit ihrer Tochter Penthesilea hatte sich Asariel heute auf den Weg zur Kiesgrube gemacht. Sie konnte sich selbst nicht einmal erklären, weshalb sie ihrem einzigen Sohn dabei zusehen wollte, wie er sich immer mehr in etwas verbiss und immer mehr von seiner einstigen Leichtigkeit verlor. Sie hatte sich immer für ihn gewünscht, dass er sich diese bewahren würde, genauso, wie sie sich das nun auch für das braune Stutfohlen an ihrer Seite wünschte. Vielleicht war dies der Lauf der Dinge. Unzufrieden mit diesem Gedanken schnaubte die Braune und beobachtete Koraés, der seine Übungen mit einem solchen Eifer ausführte, dass sie sich wahrhaft sorgte. Natürlich konnte sie nicht anders, als den jungen Hengst für seine Präzision zu bewundern, doch der Ausdruck, der mehr und mehr Platz in seinen Augen fand, missfiel der älteren Stute. Er wirkte verbissen und hart. Selbst von ihrer Position aus konnte sie erkennen, mit welcher Kraft und vor allem Wut der junge Braune trainierte. Eine Wut, die erst zu gedeihen begann, als sein Vater starb. Asariel seufzte traurig. Sie wusste bei bestem Willen nicht, wie sie ihren Sohn weiter stützen konnte. Vor allem, seit er sich dem Heer angeschlossen hatte. Dein Weg war eigentlich ein anderer, dachte sie still bei sich und betrachtete Koraés eine Weile. 
Erst Penthesileas' Fragen ließen sie sich dem Fohlen zu- und dem Geschehen in der Kiesgrube abwenden. "Nun mein Schatz, ich bin leider nicht allwissend," gab sie direkt zu und lächelte ihre Tochter zärtlich an. "Ich kann dir nur sagen, dass Gott sehr alt ist und wir vielleicht schon seit Anbeginn der Zeiten an ihn glauben. Vertraue auf ihn und alles wird gut," versuchte sie ihre Tochter ein wenig zu beruhigen. Sie hatte tatsächlich das Gefühl, dass Lea sich mit dem Gedanken an Gott nicht wirklich wohl fühlte. Verständlich, wenn man wie sie innerhalb kurzer Zeit so viel Negatives erlebt hatte oder zumindest gehört hatte. Wie sollte ein Fohlen mit ihrer Vergangenheit auch großes Vertrauen zu Gott haben? Asariel musterte ihre Tochter eine Weile prüfend. "Weißt du, es passieren nicht nur schlechte Dinge auf dieser Welt, von denen Gott weiß. Es werden auch wieder gute Tage kommen, die er uns schenken wird."
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#3
Empört kräuselten sich die Nüstern der jungen Stute als ihre Mutter zugab, dass sie nicht allwissend war. "Aber du weißt doch alles!", maulte das junge Ding, ihre Mutter einen Moment betrachtend, ehe sie wieder zu ihrem Bruder schaute, der so ernst den Kampf mit dem anderen jungen Hengst anging, dass Penthesilea sich einen Moment fragte, ob er wirklich ein Problem mit dem anderen hatte. "Aber wie soll ich auf jemanden vertrauen den ich nie gesehen habe? Und wie, wenn er zulässt, dass meinem besten Freund die Mama genommen wird?", seufzte Penthesilea und verzog die Lippen zu einer enttäuschten Schnute. Ja, sie war enttäuscht von diesem Gott, der es anscheinend über das Herz gebracht hatte Celestial zu sich zu holen. Konnte er sie nicht einfach zu ihnen zurück schicken? Spartacus würde sich sicher freuen. Und konnte er dann nicht auch ihren Papa mit Celestial zu ihnen kommen lassen? Die junge Braune seufzte leise. "Hat Gott dir auch geholfen als Papa gestorben ist?", fragte das Fohlen weiter, ihren Blick einen Moment zum Himmel gleiten lassend, von welchem ihr Vater wie auch Celestial sie angeblich beobachteten. "Ich hätte ihn gerne kennengelernt.", gestand Penthesilea und ließ ihren Blick wieder zu ihrem Bruder gleiten.
"Aber wieso merkt man sich immer nur die gemeinen Tage? Gestern zum Beispiel, war auch ein schöner Tag. Aber ich muss immer noch an Spartacus' Mama denken und wie ungerecht das alles ist.", fuhr das Fohlen fort und schaute ihre Mutter mit großen Augen an.
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