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All you need is weed
#1
ALL YOU NEED IS WEED

Ezrael Achiléas & Kýra Valerius

Wenige Tage vor Celestials Tod


Glanzlose Augen fixierten den ausgetretenen Pfad vor seinen Hufen. Müde und voller Desinteresse für seine Umgebung strich der Blick an zahlreichen Blättern und Gräsern vorbei, als hätte er schon nicht alles erdenkliche ausprobiert, aber alle Mühe schien vergebens - die Prinzessin wurde immer schwächer. Das ungeborene Wesen schien alle Energie und Kraft aus ihr zu zerren und ließ sie von tag zu tag schwächer werden. Der Leibheiler wusste, dass die braune Stute nicht mehr lange zu leben hatte. Wie viel Zeit würde ihr noch bleiben - einige Tage vielleicht sogar nur noch wenige Stunden? Ezrael war kein Hellseher und ein all heilendes Kraut konnte er auch nicht herbeizaubern. Celestial musste es aus eigener Kraft schaffen, so konnte er also nichts weiter tun als abzuwarten. Seine Zeit dafür zu verwenden für die sterbende Königstochter da zu sein. 
Der Heiler ging vom vorgegebenen Pfad ab, vielleicht würde er ja etwas finden, wenn er stur in irgendeine Richtung wanderte, immer der Nase nach. Hier und da nach einem Blatt schnappend und die Namen der Kräuter vor sich hin murmelnd. 

Tief in Gedanken versunken merkte Ezrael nicht, wie seine Zunge langsam taub wurde und sich in seiner Magengegend ein tiefenwärmendes Gefühl ausbreitete. die Pupillen hatten sich etwas geweitet und seine Mundwinkel zuckten immer mal wieder. Auch war der Hengst um einiges schneller geworden und galoppierte nun geschwind durchs unterholz. Äste kratzten an seinem Fell, rissen daran und hinterließen blutige Striemen auf der Haut. Seine Ohren tief im Nacken vergraben hielt der Braune auf einen imaginären Punkt in weiter Ferne zu - wobei der braune Leib doch recht real wirkte. Und der Geruch eines Artgenossen ihn entgegen wehte. 
Ein Feind! Jemand der es gewagt hatte in das Reich Valeria einzufallen.
Seine Nüstern blähten sich und er preschte auf das fremde Pferd zu, wollte es rammen. Aber...ich kann doch gar nicht kämpfen So stemmte er seine Vorderhufe in den Boden, senkte die Hinterhand und legte somit eine Vollbremsung nicht unweit des Eindringlings ein. Er schwitze leicht und sog tief die Luft ein. 
Ruckartig wandte sich sein Kopf herum, fixierte das Gesicht der Stute, und er kniff die Augen zusammen. "Wer seid ihr, hm? Was erlaubt ihr Euch, auch nur einen Huf in dieses Land zu setzten?" In seinem vernebelten Gehirn erkannte er die Prinzessin nicht, die vor ihm stand. 

Ezrael konnte nicht wirklich gut kämpfen und selbst in diesem Zustand wurde ihm das bewusst. Aber Drama, ja das konnte er. So richtete er seinen Kopf auf: "Ähm....Hilfe?! Àlvaro so kommt doch und rettet mich! Nur irgendjemand? - Halloooo!" Es war sowieso unmöglich das jemand von der Garde seinen ´Hilferuf´ gehört hätte, dazu waren die beiden Pferde viel zu abgeschieden. Der Heiler hatte nicht all zu laut gebrüllt, weil er sich selbst, auch jetzt nicht ernst nahm. Nach dieser Erkenntnis, gab er es auf den starken Krieger mimenzu wollen. "Hört mir zu: Ich kann euch vergiften, wenn Ihr versucht irgendwelche Dummheiten zu begehen..." Andere Pferde würden sicherlich ihren Weg hierher finden und dann würde er der Held des Tages sein!
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#2
Kaum ein Tag war vergangen, als Kýra von ihrer Reise heimgekehrt war und den endgültigen Entschluss gefasst hatte, den Weg der Heilerin einzuschlagen und Ezrael Achilléas aufzusuchen, und ihn zu fragen, oder besser gesagt zu nötigen, sie als seine Schülerin unter seine Fittiche zu nehmen. Während ihrer Reise mit Desmond Aegidius hatte sie so viel Leid und Schmerz erfahren müssen, so viel Kummer und Sorge, und irgendwann während dieser langen Zeit war das Bedürfnis in ihr aufgekeimt, irgendetwas dagegen zu unternehmen. 
Abgesehen davon würde sie damit gewissermaßen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn so würde auch Nero sehen, dass auch seine kleine Schwester endlich Anstalten machte, etwas für das Königreich und seine Bewohner zu tun. Sie stand immer im Schatten Celestials, sträubte sich gegen die Lebensweise derer, und vielleicht hatte sie so die Möglichkeit, ihren eigenen Weg zu gehen, ohne dabei den Zorn ihres Bruders auf sich zu ziehen. 
Aber fernab davon... Interessierte sie sich wirklich sehr für die Kräuterkunde, ihre Wirkungsweise und ihre... Vorzüge, die unter Umständen das Leben bereichern konnte - auf welche Weise auch immer... Doch, einen Versuch war es definitiv wert!

Auf einer Lichtung machte sie halt, blickte sich suchend um. Kýra wusste, dass Ezrael um diese Tageszeit vermutlich auf Kräutersuche war, so hatte sie zunächst die nördlichen Wälder aufgesucht, um den Leibheiler zu finden. Ein friedliches Brummeln verließ ihre Kehle, darauf folgte noch ein weiteres, aber wesentlich energischeres Wiehern. Einige Sekunden strichen ins Land, ehe sie in unmittelbarer Umgebung Geräusche vernahm. Jemand kam auf sie zu! 
Als sie in die Richtung blickte, aus der die harten Tritte auf den Boden zu vernehmen waren, spitzte sie die Ohren und ein fröhliches Lächeln legte sie auf die Lippen der braunen Stute. Jedoch... verschwand dieses augenblicklich und ihre Augen weiteten sich, als Ezrael Achilléas frontal auf zustürmte und unmittelbar vor ihrer Nase zum Halt kam. Und WIE er zum Halt kam, großer Gott!

Zimtfarbene, vor Schreck geweiterte Augen starrten den Leibheiler unvermittelt an, blieben an seinem trüben Blick kleben. Eindringlich prüfend musterte sie den großen Hengst, schluckte. Was zum..?
"Ezrael... Ist alles in Ordnung?", fragte Kýra, blickte kurz an sich herab. "Hört mal!", lachte sie. "Ich bin zwar länger weg gewesen, aber noch unerträglicher als vorher ist meine Visage doch hoffentlich nicht wirklich geworden?!"
Sie trat einen Schritt auf den Hellbraunen zu, sodass sich ihre Nasen fast berührten. Eindringlich, aber mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, starrte sie dem Achilléas in die Augen. "Alles in Ordnung. Die einzige Dummheit, die ich vorhatte zu begehen, war folgende: ich, Prinzessin Kýra Valerius, Tochter des Aurelian Valerius, Nachfahrin des Caeus Valerius, verpflichte Euch hiermit dazu, mich umgehend und ohne weiteren Widerstand als eure Schülerin aufzunehmen und mich in den Künsten der Kräuterheilkunden zu unterrichten und mich zur Heilerin des Königreiches Valeria auszubilden."
Einige wenige Sekunden verstrichen, ehe sich ein charmantes Lächeln auf Kýras Lippen legte, nachdem er offensichtlich immer noch nicht recht verstand, was sie eigentlich von ihm verlangte. Völlig unangekündigt stubste sie Ezraels Nase mit der ihren an. "Passt auf, dass Ihr nicht tot umfallt..."
We are so accustomed to disguise ourselves to others that
  • • •   in the end we become disguised to ourselves
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#3
Er starrte der braunen Stute vor sich in die Augen. Vielleicht einen Moment zu lange, bevor sein Name über die dunklen Lippen kam. Seine Ohren zuckten und er bewegte sich unsicher ein, zwei Schritte von der Fremden weg. Woher kannte sie seinen Namen und WIE hatte sie ihn herausfinden können. "Hat dir etwa ein kleines Vögelchen meinen Namen zugeflüstert - du Spion?" Die Überraschung machte dem Misstrauen Platz: Eigentlich waren die Regeln der Monarchie klar und deutlich, er müsste die Braune von ihrem Gebiet verjagen, notfalls sie mit Gewalt verscheuchen. Aber etwas in seinem Unterbewusstsein hielt ihn zurück, denn irgendwas erschien ihm komisch an der Braunen, nur was war das?
Und warum lachte sie jetzt? Lachte sie ihn aus, bereitete es ihr so viel Freude seinen Verstand zu malträtieren? Das bekommst du zurück, du Biest. Das schwor er sich und kräuselte dabei die Nüstern.
"Eure... Visage Fremde ist mir völlig gleich. Sie ist mir nur im Weg, das ist alles. Ich habe Euer Gesicht noch nie hier gesehen." Schnaubte er und wollte sich von ihr gerade abwenden, als plötzlich auf dieser Visage ein breites Grinsen erschien und sie ihm ungewöhnlich nahe vor kam. Er konnte sogar ihren Atem spüren. Oh, das wurde ihm langsam zu viel, sichtlich verschreckt hielt der Heiler die Luft an und hielt nun ganz tapfer ihrem Blick stand.

Ihre Worte erdrückten ihn förmlich und sein Hirn ratterte nun nur noch lauter als vorhin. Seine Augen weiteten sich kaum merklich, während in ihm alles zu brodeln begann und sich seine Annahme bestätigte. Die Braune war ein Spion von einem anderen Reich, anders konnte es nicht sein! "Das...das.. Ihr." Stammelte er und wusste nicht, was er auf so einen Wortschwall erwidern sollte. Aber Kýra ließ ihn auch nicht die nötige Zeit dazu, stattdessen stupste die Braune ihn an, sagte noch etwas hinterher, aber Ezrael war so verwirrt darüber und taumelte zurück. "Was...was." Irritiert blickte er sie an. "Ich bin nicht tot!" plärrte er ihr entgegen und legte die Ohren an. "Jedenfalls noch nicht!"

Dann kamen ihn ihre Worte von Vorhin wieder in den Sinn. Erstaunlich das er sich daran wieder erinnern konnte.
"Nehmen wir einmal an, wenn ich Euch, eine völlig Fremde, als meinen Lehrling aufnehmen würde..." grübelte er laut: "Was wäre denn dann Eure Gegenleistung, wo ich doch so viele Monate Zeit und Geduld in Euch investiere?" Ein Grinsen breitete sich auf seinen Lippen aus: "Prinzessin Kýra." Darauffolgend eine übertriebene Verbeugung, sodass ihm dabei leicht schwindelig wurde.
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#4
"Oh, Seid Ihr Euch sicher, dass Ihr nicht tot seid? Ich kann Euch nämlich gar nicht sehen. Ich bin bis gerade eben eigentlich davon ausgegangen, dass ich mit einem Geist spreche."

Welchen Nutzen er davon hatte, sie zu unterrichten und zu lehren?
Ein vielsagendes, dunkles Lächeln legte sich auf die Lippen der Prinzessin.

"Euer Engagement wird sich für Euch bezahlt machen, so viel kann ich Euch versprechen. Ich könnte Euch zum Herrscher der Welt machen, wenn ich es wollte. Mein Einfluss... ist nicht unbedeutend, wisst Ihr? 
Zuerst infiltrieren wir gemeinsam Valeria, und im Anschluss erobern wir den ganzen Kontinent. Wir werden die Weltherrschaft an uns reißen, Ezrael! Das klingt verlockend... Nicht wahr?"

Kaum hatte sie zu Ende gesprochen, da küsste ihr Gegenüber fast den Boden. Der Braune kam aus seiner Verbeugung heraus ins Taumeln. Fast fiel er auf die Nase, konnte sich gerade so im letzten Moment noch fangen. Skeptisch hob die Braune eine Braue, musterte den Leibheiler wortlos. 
Okay. Irgendetwas schien wirklich nicht in Ordnung zu sein mit diesem Typen. Sie konnte nur nicht sagen, was. Aber er war gerade höchstgradig M E R K W Ü R D I G.
"Ihr erklärt mir sofort, was zur Hölle mit Euch ist. Irgendetwas stimmt mit Euch doch nicht."
Unmittelbar, nachdem sie zu ihm gesprochen hatte, trat Kýra an ihn heran, sodass nur noch wenige Zentimeter ihre Gesichter voneinander trennten. Was.. War das für ein Duft?
Die Stute rümpfte ihre Nase, blickte dem Helleren prüfend in die Augen. Erst jetzt fielen ihr seine geweiteten Pupillen auf. Das konnte doch nicht... Nein, so etwas konnte nicht passieren. Nicht ihm.
"Ezrael... Was habt Ihr heute zu Mittag gegessen?"
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