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Gavriíl
#1

Gavriíl


© DARKY

30 JAHRE » HOHER PRIESTER » HENGST » NATSCH

Jeschua Ahal x Gavríella Ahal

ÜBER DEN CHARAKTER

"
Dieses Jahr brach mein 30. Lebensjahr an. Was mag das in der Zeitrechnung Valerias bedeuten? Geboren 52. nach Bucephalus, erlebte ich bis dato drei Könige. Caeus Valerius, der die Monarchie nach der Seuche zu neuem Glanz verhelfen wollte. Aurelian Valerius, der das aufgebaute seines Vaters wieder niederriss und Nero Valerius, der sich in einem Streit beider Traditionen befindet und das Land in kleinen Schritten voran treibt. 
Doch fangen wir bei meiner Geschichte und meinem Wesen an, dass mittlerweile so viele Schichten inne hat, dass es mich selbst bei Zeiten innehalten und grübeln lässt. Meine Eltern gehörten zum Geschlecht der Ahal, eine Familie so alt, so viel Älter als die des Bucephalus. Während er bei den Menschen lebte, nie wirklich wissend woher er kam, lebte meine Familie in dem Land das einst Teke Aty hieß und heute Valeria. Wir waren hier ansässig, schon seit vielen Generationen, versteckt vor den Augen der Menschen und anderer Arten. Aber bei uns gab es kein Königtum, wir waren ein Zarengeschlecht, Kaiser, was man stumpf gesagt, durchaus mit der heutigen Herrschaftsform vergleichen konnte. Als Bucephalus damals in das Land kam, fand er es nahezu leer vor, lediglich ein Paar war dort vorzufinden. Er kümmerte sich in seiner Arroganz nicht um ihre Geschichte, um das was vor wenigen Tagen zuvor geschehen war, von dem er nie wissen würde. Was damals wohl geschah? 

Das Paar schloss sich dem selbsternannten König an, lebte unter seiner Macht, baute die Familie der Ahal wieder auf, wenngleich sie nie wieder denselben Glanz inne haben würden. Mein Vater wuchs zusammen mit den Enkel-Fohlen des Bucephalus auf, erlebte den sagenumwobenen Rappen noch, ehe jener mit 31 Jahren verstarb. Als mein Vater sich in meine Mutter verliebte, war er bereits 19 Jahre alt und ich wurde geboren, da war er 22 Jahre alt. Damit war ich, als Caeus entschloss, dass ich die Laufbahn des Klerus annehmen sollte, der letzte des Ahal-Geschlechts. Mein Vater kochte vor Wut und starb mit eben jener Wut im Bauch. Ich legte meinen Namen ab, so wie es sich gehörte und wurde Gelehrter. Ich lernte alles über den Glauben, den mein Vater nie teilte. Ich weiß nicht warum, aber es... war nie schwer für mich meiner Aufgabe zu folgen, all dem abzusagen, dass ich nie kennenlernen würde. Gewiss hatten meine Eltern mir schon eine Gemahlin ausgesucht, es mit der anderen Familie abgesprochen, ja sogar vor dem König hatten sie schon um Erlaubnis gebeten, wenngleich Sofia und ich gerade einmal ein halbes Jahr alt waren. Umso wütender war mein Vater als er erfuhr, dass meine Laufbahn der Klerus statt des Soldaten sein und ich als Stammhalter nicht mehr in Frage kommen würde. Doch Caeus Worte waren gewesen: 

"So ist Gottes Wille."


Und damit verschwand das Geschlecht der Ahal von der Bildfläche und ist heute keinem mehr ein Begriff, denn Caeus war es, der unseren Namen nicht forttrug und dafür sorgte, dass er in den Gedanken der nachfolgenden Generationen verloren ging. Nicht einmal mehr Aurelian kannte den Namen meiner Ahnen.

Mein Lehrmeister war Rías, ein Hengst der noch Älter war als ich es heute bin. Er lehrte mich die Tugenden und Pflichten eines Gläubigen, machte mich zu dem was ich heute bin. Mein Vater begegnete meiner Ausbildung und somit auch mir stets mit Groll, da ich mich so gut einzufügen schien in diese, meine, neue Welt. Als er starb, sagte er mir nur:

"Wenn du diesen Weg beschreiten willst, weiterhin beschreitest, leugnest du deine Herkunft. Du leugnest dich und du leugnest mich. Du bist geboren um ein Kaiser zu sein, nicht des Königs Asket."

Kurz nach dem Tod von meinem Vater, stürzte sich meine Mutter im Gebirge in den Tod und damit, war endgültig auch die letzte Ahal verschwunden und das im Jahre 56 n. Bucephalus. Seltsam nicht, wie ein ganzes Adelsgeschlecht aussterben kann, das einst dieses Land dominierte? 

Im Alter von 37 Jahren verstarb dann Ríaz, mein Lehrmeister und der Hohe Priester der Valerius. Das Geschah im Jahre 60 n. Buce. Danach erhielt ich den Posten des hohen Priesters und fülle ihn noch heute aus. Im gleichen Jahr wurde Aurelian geboren, drei Jahre darauf dessen Bruder Silas - zwei Leben die unterschiedlicher nicht verlaufen konnten und die das meine unwiderruflich prägten. 
Doch... ich sollte aufhören immerzu von den anderen zu erzählen die um mich herum gestorben oder geboren waren, denn letztlich versucht ihr ja etwas über mich herauszufinden, hm? Man verzettelt sich schnell, wenn man so viel erlebt hat wie ich..."

Der erfahrene Schimmelhengst wendet sich leicht ab, räusperte sich und hielt inne, als er versuchte den Faden zu finden welchen er soeben verloren hatte. Gavriíl war bekannt dafür, sich in seinen Geschichten so schnell zu vertiefen, dass es für ihn selbst so manches Mal schwer war, aus eben jenen wieder hinaus zu kommen. Das lässt ihn auf andere vielleicht etwas großväterlich wirken, doch der hohe Priester ist kein dusseliger alter Kerl. Ihn macht eine ausgesprochen ruhige Präsenz aus und seine Kunst mit Worten umzugehen ist selbst von dem König nicht erreicht, wenngleich er den Rappen sowie dessen Vater in der Rhetorik schulte. Der Verstand des Ältesten ist klar und gerissen, ja manches Mal vielleicht sogar tückisch für sein Gegenüber. Er ging nie planlos an eine Sache heran.
Ein Seufzen drang von den dunklen Lippen, während sich ein schmales Lächeln an seinen Mundwinkeln hochzog, die beigefarbenen ovalförmigen Augen halb geschlossen. Bei dieser kleinen Geste bewegte sich sein Körper in einer Art selbstverständlichem Anmut, Erhabenheit, die wahrscheinlich nur ein solch altes Wesen inne haben konnte. Dann sucht er deinen Blick, findet ihn und du fühlst dich wie paralysiert bei all dem Wissen, dass dir aus jenen seltsamen Augen entgegen sieht. 

"Vielleicht sollten wir unser Gespräch an einem anderen Tag fortsetzen.", du nickst, weil dir nichts anderes übrig bleibt. Man widerspricht nicht dem hohen Priester... man widerspricht nicht Gavriíl Ahal. Sein Körper setzt sich in Bewegung und dir fällt es schwer den Schimmel und sein Alter einzuschätzen, denn sein Körper lässt nicht erkennen, dass er bereits 30 Jahre hinter sich gebracht hat. Seltsam nicht wahr? So seltsam wie vieles an dem großrahmigen Hengst, der die meisten Mitglieder der Monarchie überragt. Auf sie hinabblickt mit seinem Wissen, seinem Glauben, seiner nahezu fanatischen Zuneigung zu den alten Gesetzen. Gesetze die einst Bucephalus in die Welt setzte? Oder insgeheim ein Überbleibsel der Ahal waren? Seine Idee wird deine Idee, sein Wort zu deinem Wort, sein Glaube zu deinem Glauben; kannst du dir in seiner Gegenwart überhaupt noch trauen? 


"Um erfolgreich eine Illusion zu erschaffen, benötigt man als erstes Vertrauen, doch um die Illusion perfekt zu machen, muss die falsche Realität so authentisch sein, wie die, die sie verbirgt."



AUSSEHEN



RASSE: ACHAL TEKKINER
GEBÄUDETYP: VOLLBLUT/SCHLANK
MÄHNENFARBE:  [#585858]
FELLFARBE:  [#F8F6F6]
AUGENFARBE:  [#CEB16B]
BEHANG LÄNGE: Mähne wie geschoren, minimale Stehmähne, Schweif lang aber relativ dünn und glatt
MARKINGS / BESONDERES: Dunkle Umrandung der Ohrmuschel [#585858] und dunkler Nasenrücken, ähnlich wie eine Blesse [#989795]  die in die gleichfarbige Maulpartie verläuft.

BILDERGALERIE


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