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Let the darkness in
#21
Jetzt! dachte der Graue und blieb an der magischen Grenze stehen, während es allen Anschein nach von dem Braunen Besitz ergriffen hatte. Herr über das Leben!
Seine Zunge fuhr bedächtig über die Lippen, als er die Muskelstränge des Braunen zucken sah, er konnte den Herzschlag hören. Sie waren dort, alleine, unter diesem großen dunklen Himmelszelt.
Leichte Blutsucht breitete sich in dem kleinen Fohlen aus, nicht das Blut als solches sondern die Qualen, die Schmerzen, danach verlangte es ihn. Es war egal, ob derjenige Starb oder nicht, aber es gierte ihn danach, ihre Ohnmacht an zu blicken.
Spartacus machte sich bereit und hielt auf das Objekt seiner Begierde zu.
Er schaffte es erstaunlich gut – ohne das Kleine zu zerquetschen (was für Kratons etwas schade war).
 
Kurz schrie das kleine Häschen auf und dann, dann konnte sich der Graue an dessen Angst laben. Pure Angst und Schmerz griffen ihn an, statt zu fliehen, wälzte sich das Monster in diesen.
Genüsslich grunzend.
Groß wurden die Augen des Winzlinges, sein Geruch drang in die Nüstern und auch das Pochende, nein stolpernd rasende Herz des kleinen drang in sein Gehörgang.
Berauschend! geilte er sich daran auf.
 
Seine Miene jedoch blieb davon unberührt. Nur der Schimmer eines hässlichen frazigen Lachens lag in seinen Augen, während die Lippen stark aufeinandergepresst warum um sich nicht zu verraten. Irgendwann… irgendwann konnte er sein, wie er war, aber Mutter wäre enttäuscht von ihm, würde er die Masken nicht beherrschen, auf die sie so viel Zeit für ihn investierte.
 
Dann brach der Bann, als Spartacus den Hasen frei ließ. Die Enttäuschung und der Verlust wogen schwer, was er versuchte zu schlucken.
 
“Sehr gut, ohne ihn zu zermatschen!“ stieß er hervor und legte noch etwas in seine Stimme, was er bei dem großen Hengst gehört hatte. Stolz?
“Du bist wahrlich ein Talent!“ gehobene Worte für einen Meister an seinen Schüler – obgleich Kratos weder Meister noch Schüler war. Er war.. ein Dämon, ein Monster, ein Ungeheuer. Schatten die vergiften und Schatten die zerstörten.
Doch dieses Wissen drang noch nicht in seinen Kopf, denn es stand vorerst in den Sternen.
 
“Okey, schaffst du zwei hintereinander?“ nun zog er den Kopf etwas hinunter und war gespannt, was er auch zeigte. Gespannt, neugierig und aufmerksam.
 
“Du weißt, es bleibt unser Geheimnis, egal was passiert, diese Nacht wird die unsere sein!“ so gerne hätte er jetzt gelacht, aber es sollte ja Freundschaftlich sein und ihn nicht erschrecken. Sein Instinkt oder sein Monster sagten ihm dies.
Rabenherz der
Էᴉuƨϝԍʁuᴉƨƨ
[Bild: apiasantekratos.png]
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#22
Es macht Spaß, wirklich es war aufregender als die Spaziergänge mit seinem Vater. Diese waren immer so - eintönig. Kratos verstand es etwas so banales wie eine Hasenjagd spannend zu gestalten. Er kannte Tricks und Kniffe um diese Fellnasen aus ihren Verstecken und Bauten zu locken, wie ein Fuchs heckte er eine List aus um die Tiere zu fangen. Ob er den Grauen bewunderte? Vielleicht. Kratos hatte eine unglaubliche Begeisterungsfähigkeit, die sogar den jungen Licinius in ihren Bann zog und ihm vom tristen Alltagsleben herausnahm. Der Graue verschaffte ihm Ablenkung  die innerhalb der Mauern des Refugiums fehlten. Er gab ihm Luft zum Atem, das Gefühl gebraucht zu werden. Kratos warf ihm keine mitledigen Blicke zu, so wie es alle anderen taten. Das  dunkle Fohlen war plötzlich oben auf dem Gebirgskamm erschienen, mitten in der Nacht. Ob ihr Treffen Zufall oder vom Schicksal gewollt war? Darüber konnte sich Spartacus nur den Kopf zerbrechen - viel wichtiger war jetzt aber, was Kratos zu sagen hatte. Das offensichtliche Lob sog er auf wie ein Schwamm, es tat gut Bestätigung für seine Taten zu erhalten. Spartacus Ohren richteten sich auf und seine Augen hefteten sich auf den anderen, die Mundwinkel zuckten - fast hätte er gelacht. "Zu viel des Lobes Kratos. Du bist wohl der einzig wahre Hasenjäger."

Spartacus war sichtlich überrascht zwei? er hatte schon für das eine Tier sein ganzes können einsetzten müssen, wie sollte er da also zwei Hasen hintereinander erreichen? Er brauchte eine Strategie. Seine Augen schielten zu dem Grauen hinüber. "Du hilfst mir." seine Worte waren bestimmt, er hatte einen Plan. "Stell dich ihnen in den Weg, nimm ihnen jede Fluchtmöglichkeit, während ich sie zu treffen versuche." Alleine würde er das nicht schaffen oder? Aber es war nur Fakt, dass man Verbündete im Leben brauchte, also warum sollte Kratos ihm nicht helfen wollen? Er würde diese nichtsahnenden Kaninchen direkt in die Fänge des Monsters treiben. Aber bevor es los ging hatte er noch eine Frage, doch Kratos kam ihm zuvor.

"Meine Lippen sind versiegelt. Wir wollen ja auch nicht, dass uns jemand den Spaß verdirbt." Da kam ihm doch gleich die junge  Achilléas in den Sinn.Wenn sie dies hier herausfinden würde, dann würde sie ihn mit anderen Augen sehen. Das musste er unbedingt verhindern!

Sei Blick heftete sich wieder auf Kratos, er wusste nicht ob diese Frage gerade so ausschlaggebend sein würde, aber die Antwort des Grauen interessierte den Licinius.
"Kratos, hast du schon mal getötet?"
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#23
Wie recht er hatte, aber das durfte er nicht preisgeben, Mama meinte, viele Pferde konnten damit nicht umgehen. Also machte er das, was er zuvor bei jemand anderem gesehen hatte. Sein Kopf ging zur Brust, die Augen halb geschlossen, die Ohren nach hinten.

“Ach was, Spartacus. Wir beide sind gute Jäger!“ wischte er das Lob aus. Es stach in seiner Brust, dass er es nicht zu geben konnte, was er wirklich dachte. Das niemand so gut wie er sein konnte, da niemand das Spiel wirklich verstand. Keiner von allen war so gierig nach Schmerz wie er. Sein Monster wusste es, sein dunkles Ich, sein krankes Wesen. Ja, das wusste, dass er der geborene Psychopath war. Noch konnte der junge Hengst damit nichts Anfang. Für ihn war es nur seltsam dass keiner so war wie er. Nicht aber das er seltsam war. Kratos, das war das einzige, was er für gut hieß, was in seiner sonstigen Lehre drin war. Nur der schöne, junge Hengst, der alles konnte und nichts brauchte, außer diese paar wichtigen Tropfen von Schmerz.

Eigentlich sollte der junge vor ihm wirklich beide Hasen jagen, aber diese Erkenntnis des anderen war wohl auch akzeptabel. Diesmal ließ er das frazige Lachen auf seinen Lippen zu, das nach Freude aussah. Vorfreude aber empfand er nun, auf das, was da kam.

“In Ordnung“ kam es, wie er es bei den Soldaten gehört hatte heraus und seine langen stelzigen Beine stellte er gerade nebeneinander. “Sir!“ gab er aus und ein funkeln in seinen Augen war wahrzunehmen. Kratos wusste, dass er bald allen überlegen war, das würde er sein müssen, wenn er akzeptiert werden wollte. Oh ja, mit jeder dunklen Faser trachtete er nicht nur nach Schmerz und leid sondern auch nach Macht.

Spartacus ging auf seine Bitte ein. Der graue Nickte anerkennend und dann, neigte er seinen Körper um zu warten und bereit zu sein für das Spiel aller spiele, ehe Spartacus doch noch etwas fragte.
Ob er schon mal getötet hätte?
Nein! Aber wollte er es ihm sagen? Wollte er sagen – das finde ich ekelig? Nein, denn es war nur teilweise die Wahrheit. Ja, es war widerlich, wenn seine eigenen Hufe dem leben ein ende machten, aber er empfand es als unheimlich spaßig und aufregend zu sehen, wie das Leben langsam aus den Kaninchen weicht. Natürlich hatte er nie was damit zu tun gehabt, die zwei mal. Das eine mal war es ein Fuchs, den er gesehen hatte wie er das Karnickel am Hals packte und es langsam zu strampeln nachgelassen hatte. Wie es schrie und das Leben entwich. Allein dieser Gedanke ließ alles in ihm zum Leben erwachen, was sonst lehr und kalt erschien. Das zweite Mal ist das Vieh an vermutlichem Alter gestorben und Kratos war nur zufällig da gewesen – immerhin sind es seine Freunde und mit Freunden sollte man doch jede Nacht spielen oder nicht?

“Nein, Spartacus. Man darf nicht Töten! Wir töten nicht, niemals.“ gestand er und drehte die Worte genauso, wie Kratos dachte, dass der junge Hengst es hören wollte.
“Deshalb ist es wichtig, dass du weißt, wieviel Kraft du einsetzen  musst. Es sind Freunde, die Leben wollen. Wir spielen nur, weil man mit Freunden eben spielt. Aber wir töten nicht.“
Ja, so klang es doch gut, oh Mutter wäre so stolz auf ihn, oder?
Noch einige Augenblicke versuchte er all diese Ernsthaftigkeit in seinen Ausdruck zu legen, bevor die Vorfreude am Spiel die überhand nahm.

“So, nun lass uns beginnen, bereit?“
Rabenherz der
Էᴉuƨϝԍʁuᴉƨƨ
[Bild: apiasantekratos.png]
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