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Let the darkness in
#1
Liebe, was ist das schon für ein Gefühl?
Etwas das man begehrt, was man beschützen will?
Für mich ist nur mein Leben schützenswert.
Also, was soll ich mit Liebe?

Kratos A.

Am Fuß des Gebirges, Grenze zur Steppe
Eine Woche nach dem Plot, Frühling, ein lauer Abend - die Sonne ist bereits untergegangen.





Klammheimlich hatte er sich davon gemacht. Langweilig und uninteressant, er hatte keine Lust zum Schlafen und es war noch warm. Prickelnd irgendwie. Kurz blickten seine dunklen Augen dem Sonnenuntergang entgegen, ehe das Kaninchen vor ihm sein Interesse weckte.
Lauernd betrachtete Kratos es, dann sprang er vor und zielte mit einem Huf auf das kleine Wesen. Natürlich traf er es nicht feste, dann wäre der Spaß ja vorbei. Kratos war krank, aber kein Mörder – noch nicht. Kichernd betrachtete er das stark pumpende und sich windende Karnickel.
“Na du, kleines, winziges Ding!“ hauchte das Fohlen mit eiskalter, heller stimme. Leise, natürlich. Vorab hatte Kratos alles befolgt, was Mutter ihm beigebracht hatte. Schauen ob wer ihn sieht. Aber Kratos wusste, dass keiner hier war.

Angst strömte aus jeder Pore des kleinen Wesens. Oh das genoss der Hengst, dessen Huf immer noch auf dem Kaninchen lag und nur so leicht zudrückte, dass es nicht entkam.
Kichernd hob er seinen Kopf, blickte sich strahlend vor Spaß an der Freude um. Das einzige, was ihn noch mehr aufheiterte waren Schmerzen, aber er musste hier realistisch bleiben, das Ding unter seinem Huf würde nicht viel aushalten. Also erstarb das Lachen auf seinen Lippen und zog eine leichte fluppe.
“Nagut…“ maulte der Graue und gab das Karnickel wieder frei, welches in Windeseile in seinem Bau verschwand.

So drehte er sich um und trabte in Richtung Gebirge. Mama sagte, er dürfte da nicht mehr hoch, das wollte er auch nicht. Lieber blieb er hier unten, noch auf der Steppe aber am Rand des Berges, in diesen Schatten. Unentdeckt, geheimnisvoll. Er wartete. Nichts passierte. Zu früh gefreut, gerade wendete er seinen zierlichen Fohlenkörper, als Schritte an den Felswänden wiederhalten. Abrupt riss er den Kopf in die Höhe und spurtete an den Fels, verschwamm und verschmolz mit der Finsternis, welcher der Schatten des Gebirges am Fuße in der Dunkelheit trotzdem legte.
Gespannt blickte er in die Richtung, aus der die Geräusche zu hören waren.
Rabenherz der
Էᴉuƨϝԍʁuᴉƨƨ
#2
Noch immer waren seine langen Glieder erschwerend steif. Der mangelnde Schlaf zehrte an seiner Vitalität, rumorte in seinem Schädel. Ein dumpfes Dröhnen, anhaltend vibrierend übte Druck auf seine Schläfen und während er nachdenklich auf seiner Zunge kaute, malte er sich träumerisch aus wie befreiend es doch wäre, würde sein Hirn endlich platzen und Ruhe geben. Spartacus hätte kein Problem damit dumm und hilflos durch die Welt zu taumeln. Seine sich überhäufenden Gedanken, sicherlich gnadenloser Fluch von zu vielen vorhandenen Synapsen, materten sein freundliches Gemüt und pressten es in zunehmenden Missmut. Dazu gesellte sich der immer lauter klagende, bleierne Magen, welcher wild protestierend nach Nahrung verlangte. Leer wirkten die Seelenspiegel, die sich an die Umrisse der Gebiergsketten geheftet hatten. Die Schritte waren unkontrolliert und der Fohlenkörper bewegte sich auf wankenden Beinen vorwärts. Getrieben von einer unstillbaren Sehnsucht fand Spartacus sich am Fuße des Gebirges wieder. Sein Kopf legte sich in den Nacken und er spähte auf den Gipfel, der so unendlich weit oben lag, vermochte er es doch noch nicht diesen zu erreichen. Der schwächliche Körper, die wenig vorhandenen Muskeln würden ein Erklimmen des Berges unmöglich machen. Aber er konnte zumindest den Bergpfad entlanggehen, nur so weit, wie ihn seine Beine tragen würden. Ein Seufzen glitt ihm von den Lippen, als er zurückblickte. Sein Herz sehnte sich nach der Geborgenheit, die seine Mutter ihm nicht mehr geben konnte. Spartacus wandte sich ab und ging stur geradeaus.

Plötzlich hielt er inne, seine Ohren drehten sich aufmerksam nach vorn. Er meinte etwas gehört zu haben, verwarf dieses Gefühl aber dann wieder und ging langsam weiter, ohne den dunklen Felswänden Beachtung zu schenken. Sein Blick war auf den Weg gerichtet und ein Schnauben verließ seine Nüstern.
When sparks begin to fly, Oh the flames they multiply, Well I'm burnin' up alive
"I'm a living legend!"
#3
Es dauerte etwas, doch die Schritte wurden Lauter und plötzlich Durchschnitt ein Schnauben die Nacht – inzwischen schien nur noch das letzte verzweifelte Licht am Horizont.
Kratos kniff die Augen zusammen, konnte er die Siluette erkennen? Klein? Schmächtig?
Die Nüstern weiteten sich und tatsächlich erkannte er den Geruch. Trauer und Schmerz, welches ihn so auf der Zeremonie genährt hatten, drangen sich in die Erinnerungswindungen.
Eiskalt zogen sich bei den Gedanken des Leichnams die Lippen zu einem frotzigen Grinsen zurück. Gedanken erhielten seine Fröhlichkeit aufrecht, denn sonst… vielleicht hätte er das Kanickel weiter gequält? Hätte er besser machen sollen.
Nun aber war vor ihm ein vielleicht neues Opfer. Kratos Ohren zuckten. Opfer hörte sich immer so… unschön an. Er hatte ja spaß mit seinen – Kumpanen.

“Hallo Duuuuh“ zischte er mit zurück zum Lächeln gezogenen Lippen. Er kam nicht mehr dazu, an jenem Tag mit den Fohlen zu plaudern, da Mutter sofort danach abgezogen ist. Das hatte er sie auch lautstark hören lassen. Unverfroren.

“Warst du nicht der Trauerklos an der…“ beinahe hätte Kratos ‚Spaßveranstaltung‘ heraus gebracht, aber Apisante hatte ihren Sohn ermahnt, dieses Wort nicht im Beisein der anderen zu Bennen. “Zeremonie, letzte Woche?“ während die Worte aus dem Maul purzelten, stellte der Kleine den Schweif auf und stolzierte regelrecht aus den Schatten. Seine Position versperrte dem anderen den Weg. Kalte Augen blickten auf den Körper des anderen. Er war etwas kräftiger, aber beide hatten noch keine Muskeln und wirklich kraft wohl auch nicht.
Rabenherz der
Էᴉuƨϝԍʁuᴉƨƨ
#4
Seine Ohren wandten sich der Geräuschquelle zu, die ihm kühl aus einer dunklen Ecke heraus zurief. Der Blick traf aud bernsteinfarbene Iridien, die ihn aus dem Schatten heraus anblitzen. Ein leichter Schauer kroch ihm die Wirbelsäule hinauf, hatte er doch gehofft allein und ungestört am Fuße des Gebierges zu sein. Tja, der Fremde machte ihm da einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Der Geruch kam ihm vertraut vor, er konnte diesen aber nicht zuordnen. Erst als sich eine dürre Gestalt auf langen Beinen aus dem Schatten schälte, erkannte er ihn. Die Lippen zu einem Lächeln verzerrt, die Augen verengt, bot er einen gar unüblichen Anblick. Die Niedlichkeit, mit der sonst jedes Fohlen gesegnet war, fehlte bei diesem Kerl zur Gänze. Seine Mundwinkel zuckten, als er ein "Hey." hervorpresste und den Kopf in einer anscheinlichen Begrüßung senkte, sodass niemand seine entnervte Mimik sah. Er wollte wirklich keine Gesellschaft haben, obwohl ihn der Graue doch recht interessierte, hatte er doch sogar während der Zeremonie mit dem Gedanken gespielt zu Kratos zu gehen. Nun, jedoch konnte er es jetzt nachholen, ob er wollte oder nicht.

Seine Augen verengten sich, als er dem anderen Fohlen ins Gesicht blickte. Er war traurig gewesen, wer wäre das denn nicht? Aber ein Kommentar bedürfte es sicherlich nicht oder wollte der Graue einfach nur provozieren? "Einer von vielen, möchte ich behaupten." er verzog keinen Muskel als er dies sagte, suchte nun wieder den Blickkontakt.
Das andere Hengstfohlen wagte es tatsächlich sich IHM in den Weg zu stellen. Ein Ruck ging durch seinen Körper und er überwand die wenige Distanz, die die beiden noch voneinander trennte. Lediglich ein schmaler Streifen Gestein zog die Grenze. Der Prinz hob den Kopf, er würde sicherlich nicht vergessen, das er ebenfalls zum Adel gehörte, ergo die gleiche Stellung wie der Graue inne hatte. Seine Seelenspiegel verengten sich erneut, taxierten Kratos. "Und du bist also Leas Cousin, hm?"
When sparks begin to fly, Oh the flames they multiply, Well I'm burnin' up alive
"I'm a living legend!"
#5
So gehässig wollte er nicht sein, ihm jetzt die Wahrheit auf seine Aussage zu antworten. Schließlich brachten die meisten Pferde bei der Wahrheit mehr in Rage als in Trauer. Also würde es hier auch nichts bringen, dem anderen zu sagen, dass ein großer Teil nicht getrauert hatte – man kannte die Stute ja schließlich nicht.
Aber das zu erzählen war wohl etwas zu… hart, denn Mutter hatte ihm ja erklärt, wer der braune vor ihm war. Sie kamen nur nicht, miteinander zu reden.
Also zog er ein trauriges Lächeln auf seine Mundwinkel und nickte ihm zu. “Das stimmt, viele waren dabei sehr traurig!“ und es war ein Spaß, ihre Visagen zu sehen. dachte er mit einem Funken in den Augen, die bedrohlich oder angsteinflößend wirkten, wenn man genau in die Seelenspiegel blickte.
Er fragte ihn etwas. Sein Kopf hob sich etwas und die Ohren stellten sich auf.
“Ich glaube ja. Mama erzählte da etwas.“ nickte er und betrachtete das Fohlen vor sich. “Du bist… Spartacus. Sohn der verstorbenen Prinzessin?“ war es der Wortlaut, den Mama ihm nannte als sie aus dem Refugium gingen und er aber wissen wollte, wer die anderen waren?
Natürlich versuchte er im Moment seine Stimmlage möglichst ruhig und sanft zu halten, obgleich ein winziges schmale Lächeln auf seinem Gesicht beinahe unsichtbar lag.
Es war eine wunderbare Zeit seine Masken aus zu probieren, wie seine Mutter es von ihm verlangte. Masken für die Güte, Liebe und Reinheit, Naivität und gut Pferd. Irgendwie widerte es ihn an, lieb und nett zu sein, aber um an sein Nektar der Lust zu kommen, brauchte er Pferde um sich, die mit ihm zu tun haben wollten. Nur so konnte er das tut, was er gerne tat.
Rabenherz der
Էᴉuƨϝԍʁuᴉƨƨ
#6
Kratos war wie ein Buch mit sieben Siegeln. Spartacus wurde aus dem jungen Hengst nich schlau. Seine Gestik und Mimik wirkte so unergründlich und entsprach nicht dem Bild, welches sich der Braune ausgemalt hatte. Auf der Zeremonie hatte dieses Fohlen auf ihn anders gewirkt...aber kann sich die bestehende Persönlichkeit so plötzlich verändern? Spartacus schüttelte den Kopf. Oh nein, er konnte den Schauer nicht vergessen, welcher ihm beim bloßen Anblick des Grauen den Rücken hoch gekrochen war. Das Hengstfohlen kaufte ihm seine Mitleidstour nicht ab, war er doch vorher recht neckisch dahergekommen. Er senkte den Blick gen Boden, trat einige Schritte zurück, um Kratos wieder auf Distanz zu bringen. Dabei entging ihm das verräterische Glühen in den Augen des Dunkleren. Du glaubst es? Du weißt also nicht wer du bist. Er dachte es, aber Kratos redete weiter. Wenn Spartacus älter gewesen wäre, wäre ihm vermutlich die Ungewissheit des anderen über seine eigene Herkunft aufgefallen, aber so war seine Aufmerksamkeit schnell wieder an das Gespräch geheftet. "Das stimmt. Und wie nennt man dich?" Erst jetzt war Sparti aufgefallen, dass er den Namen seines Gegenüber nicht wusste, nur das er Leas Cousin war. "Andererseits könnte ich mir für dich einen Spitznamen überlegen." Der Braune sah Kratos an. "Na, was meinst du dazu Leas Cousin?" er grinste. Wenn der Graue schweigen würde, würde ihn Spartacus einfach als Leas Cousin abstempeln.
Aber das wichtigste war noch nicht geklärt, wie der Braune fand. "Was machst du überhaupt hier?" wollte er wissen. Aber, was...machte er selbst überhaupt hier. Genauso gut hätte er auch im Refugium verbleiben können. Ich konnte nicht schlafen, also bin ich hierher gekommen um mir das Gebirge aus der Nähe anzusehen." Es war sein zweiter Ausflug aus dem Refugium. Allein natürlich. Spartacus warf abermals einen Blick nach oben, bevor seine Seelenspiegel sich wieder auf den Grauen richteten.
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#7
Wie schaffte es Mama nur, so mit ihren Masken spielen zu können? Das war anstrengend und mühselig. Hatte er wirklich Lust darauf? Andererseits, er wollte am Leben bleiben, das waren Mamas Worte Die Masken beschützen dich, also zieh sie auf, sonst ist dein Leben schnell vorbei! unheimlich oder?

Er fragte nach seinem Namen. Kratos überhörte die Spitzfindigkeit des anderen, dessen Spitzname ihn gar nicht gefiel und hob seinen kleinen Kopf in die Höhe. Stolz auf seinen Namen, zeigte er dies auch sofort.
“Kratos Achilléas!“ zog es eisig und klirrend zugleich aus seinem Rachen. Kleine Ohren stellten sich auf und blickten auf den Hengst vor sich. Überlegend, wie er an seinen Spaß kam. Er könnte ihn zum Spielen auffordern, ein Bein stellen? Ins Gebirge selber… da brach er sich noch die Beine, aber Hasenjagen? Vielleicht trat er in ein Loch, oder zermatschte eins der Langlöffel? Oder Kratos half weiter.

Diese Gedankengänge nahmen in seinem Kopf Gestalt an, ließen ihn Eisig grinsen. Süßer Spaß. Fahle Gelbe Augen blickten kalt und Leblos auf den Braunen, nur das eisige, irre Lächeln auf den Lippen. Da war er, der Blick wie vor einer Woche. Kratos würde wieder Spaß haben, spaß wie jedes andere kleine ding!
“Das Gebirge ist doch langweilig. Hier in der Steppe, da kannst du Hasen jagen, mit Schlangen Kämpfen und toben so viel man will. Was bietet das Gebirge?“ seine Stimme hatte sich etwas verändert. Nicht mehr so sanft, dafür leicht verführerisch. Janusköpfiger kleiner Bastard!
Er hoffte, dass Spartacus mit ihm mit kam und er Spaß mit ihm haben konnte.

“Ich suche nach Spaß, bei Mama ist es langweilig!“
Rabenherz der
Էᴉuƨϝԍʁuᴉƨƨ
#8
Er verengte die Augen und sah seinen Gegenüber herausfordernd an, er wollte also nicht auf seinen Vorschlag eingehen? Spartacus spitze die Ohren und war auf den namen des Grauen gespannt. Kratos Achilléas huh? Der braune hatte den Familiennamen noch nie zuvor gehört. Vielleicht konnten die Namen der Eltern weiterhelfen. Jedenfalls hatte er diese Familie noch nie zuvor im Refugium gesehen, obwohl er schon einige Male da gewesen war seit er auf der Welt war. Vielleicht wusste sein Onkel mehr über Kratos Familie, ja das Hengstfohlen beschloss ihn zu fragen, wenn er und der Graue zurück im Refugium waren. "Sag mir Kratos, wie nennt man deine Eltern?" Er legte fragend den Kopf in eine Schräglage. Er hatte wirklich noch sehr viel zu lernen.

Seine Mundwinkel zuckten, als er seinen Gegenüber erneut musterte. Was er wohl gerade dachte? Spartacus blieb standhaft, schreckte nicht zurück als die Züge des Grauen etwas eigenartiges, ja abnormales annahmen. Diesen Blick kannte er, umso schwerer fiel es ihm sich unbeeindruckt zu geben und zurück zustarren. Ein Schauer bahnte sich seinen Weg am Rückrad des Hengstfohlens hinauf. Kratos Tonfall wirkte anders und hatte wohl seine Wirkung erzielt, denn der Graue gewann damit Spartacus Aufmerksamkeit. Kämpfen, Jagen? taten Fohlen so etwas überhaupt? Aber dieser Gedanke war schnell verflogen und machte der Neugier platz, die an dem Braunen schon eine gewisse Zeit nagte. Ein Grinsen schlich sich auf sein Gesicht. Freudige Erwartung. "Hört sich nach einer guten Idee an." Es kam ihm nur recht, etwas Ablenkung tat gut. Da konnte er versuchen zu vergessen, dass sich sein Vater von ihm gelöst hatte.

"Das klingt wirklich aufregend!"
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#9
Spartacus wollte wissen, wer seine Eltern waren. Wollte er etwa etwas daraus schlussfolgern? Etwas gegen ihn haben? Seine Augen kniff er zusammen und musterte den Braunen mit aufeinander gepressten Lippen. “Warum willst du wissen, wer meine Eltern sind?“ fragte er mit einem Zischen nach und hörte sich dabei an wie die Klapperschlange vor zwei Tagen. Oder war es doch eine Kobra? Ne Anakonda? Oder ein Basilisk? Er liebte Geschichten mit Schlangen!
Zurück zu dem Fohlen ihm gegenüber.
Schlicht Übergang er die ausstehende Antwort, spitze nur doch die Ohren, als Spartacus zustimmte und hob den Kopf. Das siegreiche Lächeln auf seinen Lippen halb verbergend, als zeigend.
 
“Dann komm, folg mir!“ ließ er die Worte ein bisschen zu freudig aus, hielt auf dem Absatz kehrt und eilte zurück zu dem Baum, in der riesigen Steppe, die die meisten Kaninchen beherbergten. Nicht weit von dem Gebirge, an dessen Fuße sie eben noch standen.
 
“Du musst dich anschleichen, dann auf sie Springen!“ seine Augen funkelten unter dem glanz der ersten Sterne. Es war die gleiche Kälte, wie diese funkelnden weißen Punkte über ihnen schwebten in den seinen Gelben Augen.
“Versuch es!“ drängte er ihn und ließ Spartacus den Vortritt. “Es ist schwerer als es aussieht!“
 
Wissend, dass man nicht zu feste trat, damit man noch spaß hatte, es aber nicht erklärend, in der Hoffnung etwas sehen zu können was ihm sonst versagt blieb. Es sei denn er ging wieder den Spuren der Füchse nach. Oder im Wald an den Sumpfsee. Doch vielleicht, konnte er den jungen Hengst dazu bringen, ebenso viel Spaß dabei zu haben wie er es hatte. Die erste Frage war Vergessen – jedenfalls für den Augenblick. Erst dachte Kratos, sollte er sich für würdig erweisen! beschloss der dunkel Graue.
Rabenherz der
Էᴉuƨϝԍʁuᴉƨƨ
#10
Spartacus starrte einfach zurück. Versuchte zumindest ernst zu bleiben, als der Graue seine Frage nicht beantworten wollte. Das Hengstfohlen war verärgert, das Kratos die Frage mit einer Gegenfrage abtat und das Gespräch unnötig in die Länge zog. Er wollte doch nur Informationen habe, um zu wissen mit wem er es zu tun hatte. Der Braune musste lernen geschickter zu sein, um andere aushorchen zu können, aber er würde es lernen. Es bedarf nur einen guten Lehrmeister. Vielleicht wäre Kratos der Richtige, aber im Alter von ein paar Wochen, machte man sich über so etwas keine Gedanken. Stattdessen gab Spartacus etwas mürrisch zurück: "Ich habe dich nur gefragt, wenn du es nicht sagen willst, dann lass es eben." Ein nachfolgendes Schnauben bekräftigte seinen Unmut über die fehlende Antwort.

Die Freude des Grauen über Spartacus Zustimmung ließ ihn seine getroffene Entscheidung doch nochmals überdenken, vielleicht war es wirklich keine gute Idee gewesen. Aber nun gab es kein zurück mehr, denn Kratos fackelte nicht lange und eilte, ehe es sich der Braune versah, schon voraus den Bergpfad hinab. Er war schnell und wendig in seinem Alter und ging den Weg mühelos hinab. Der Licinius befand sich nun also wieder am Fuße des Berges, neben einem alten Baum, wo Kratos Kaninchen jagen wollte. So recht geheuer war Spartacus diese ganze Situation nicht, aber vielleicht konnte er noch mehr über seinen Gegenüber herausfinden, wenn er dessen Spiel mitspielte.

Er drehte die Ohren in Richtung des Grauen und folgte dessen Ratschlägen und Anleitungsversuchen. Er tat wie ihm geheißen und schlich sich an den Baum heran, lugte vorsichtig nach vorn und erkannte eine kleine Silhouette die sich schwach abhob. Spartacus hielt den Atem an und setze im selben Augenblick mit seinen Vorderhufen nach vorn. Er traf das arme Tier, streifte es, sodass es erschrocken quiekte. Selbst erschrocken wich Spartacus zurück. Es war wohl auf pures Glück zurückzuführen, dass er erfolgreich bei seinem ersten Treffer war. Aber überhaupt die Pelznase zu treffen, war nicht seine Absicht gewesen, er wollte sie doch nur erschrecken, um sie damit aufzuscheuchen. Seine Augen weiteten sich und er blickte zu Kratos zurück. "I-ich wollte es nicht verletzen." Spartacus blickte wieder auf die Stelle, wo das Kaninchen vor wenigen Sekunden noch war und nun verschwunden war. "Es war ein Versehen. Wir wollen sie doch nur erschrecken - nicht wahr?" Zu diesem Zeitpunkt wusste der Braune noch nicht, was Kratos wirklich von ihm erwartet hatte und worin der Sinn dieses Spiels wirklich bestand. "Kratos du musst es mir zeigen." forderte er den Grauen auf.
When sparks begin to fly, Oh the flames they multiply, Well I'm burnin' up alive
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