07-12-2024, 07:50 PM
Natürlich war er zu spät. Man hatte ihn noch aufgehalten, bei der Übergabe der Patroiulie. Es war ruhig, aber der junge Soldat hatte noch einige Fragen gehabt, die Acalo ihm nicht verwehren konnte. Also nahm er nun einen strammen Trab an und folgte den Geräuschen zu dem Ball, den man für die Vermählung von Penthesileas und Neptun gab. Wobei, so ganz stimmte das ja nicht. Man wollte dem Volk auch zeigen, dass der Adel nicht ausgestorben war, sondern prächtiger denn je strahlte. Sein und auch das seiner Schwester – Glück war, dass die Linie seines Vaters in den Hintergrund gerückt war, vor allem nachdem Fiasko um Lazarus und deren Eltern Tod.
Das Tuana immer noch glänzte, obgleich ihr Blut dem Untergang geweiht war, ihrer beider Blute, erstaunte den Dunkelfuchs immer wieder. Denn wenn sie keinen Erben hervorbringen würde, wären die Licinius am Ende. Auf den kleinen Prinzen war wohl eher kein Tropfen anstand gekommen. Er würde Bastarde hervorbringen, mehr nicht. Man musste für ihn wohl wirklich eine Frau finden, die willens war mit ihm auszuhalten. Acalos Augen verengten sich zu schlitzen. Wobei, so schwer würde das nicht sein, es gab zuhauf Frauen, die ihn nur wegen seines Blutes zum König heiraten würden. Also war es doch wieder nur die Aegidius, dessen Ende bevorstand. Konnte der Soldat verstehen, dass Anchor und Desmond kein Interesse (mehr) hegten, an einer Heirat?
Kopfschüttelnd und mit zusammen gepressten Lippen verscheuchte er seine Gedanken. Bald würde er genug des Adels für den Rest seines Lebens haben, da mussten diese ihn nicht noch in Gedanken quälen. Gerne hätte er die ein oder andere Patrouille weiter geführt, doch für seine Schwester war er zur Feierlichkeit gekommen.
Sie stand auf all das und war bemüht, trotz ihres Alters von 9 Jahren, schien Lutiza nicht die Hoffnung aufzugeben. Manches Mal bedauerte er sie und dann gab es Abende, da musste er mit ihr über sie lachen. Er liebte sie, über aller maßen. Dafür war er bereit, sich dem ganzen Theater zu stellen.
Nicht weit von ihm entfernt, stand Kathargo Dracas mit Artemis Miles und Nova Odyssey, abseits, verborgen. Er trat weiter, nickte dem Hengst zu und wendete dann ab ins Geschehen. Seine Augen suchten seine Schwester und als er sie fand, hob er grüßend seinen Kopf. Langsam trat er zu ihnen, sein Vater gerade in einem Gespräch mit Dinara Miles, der Mutter der Artemis. Einer von Adels zur Valkyre aufgestiegenen. In seinen Augen machte sie sich mit diesem Theater lächerlich. Ja, sie war gut, aber eine Dame, eine Frau unter den Soldaten? Acalo wusste nicht so recht was er von diesem Werdegang halten sollte. Mit dem Adel, fand er, hatte das zwar nichts zu tun, aber irgendwie gewann der Beruf des Soldats sodann weniger Achtung, wenn sich nun auch das die Klatschweiber darein setzten.
Aber mehr als eine missbilligende Miene gab es von ihm nicht, denn der ganze Trubel ging ihn nichts an. Darum würden sich andere kümmern. Nicht er.
“Guten Abend Lu, wie geht es euch?“ tauchte er von hinten neben seiner Schwester auf und drückte ihr ganz sachte die Nüstern gegen die Schulter. Das Lächeln auf seinen Lippen war ehrlich und tiefer Gefühle. Er machte seine Schwester nicht für den Tod seiner Mutter verantwortlich. Sie hatte ihre Tochter geliebt und war nach seiner Geburt bereits schwach und erkrankt. Umso mehr liebte er sie dafür, dass Lu die Herzensgüte und wärme ihrer Mutter abbekommen hatte. Auch ihr Vater hatte einen Narren an ihr gefressen. Nie auf einer boshaften, krankhaften ebene, sondern einzig und allein dass sie seine Tochter war. Sein Mädchen, sein Goldstück. Das Herz dieser Familie. „Oh werter Bruder, Ihr seid gekommen, das erfreut mich!“ hauchte sie ihm zart lächelnd entgegen und drückte sich minimal gegen seine Nüstern. “Wie wunderschön Ihr heute ausschaut! Hat schon jemand einen Tanz mit euch gefordert?“ vermutlich noch nicht, also würde er sein Versprechen einlösen und ihr einen Tanz schenken heute Nacht. Sein Vater hatte ihn gesehen, ihm lachend zugenickt und sich weiter mit der Miles unterhalten. Ein wenig argwöhnisch betrachtete er die beiden. Miles und Aegidius. Er hoffte nur nicht, dass er auf die Idee kam, Lutiza dahin zu vermählen, denn so wie er gerade Aaron entdeckte, mit Spartacus, sollte sie ganz sicher keinen der Miles zugeordnet werden. “Da scheinen aber welche ein paar Beeren zu viel einverleibt zu haben, seht!“ flüsterte der Bruder der Schwester ins Ohr. Ein wenig leid tat ihm die Dame Astoria ja schon, die dem Spektakel ein Ende setzen wollte. Acalos Augen blitzen belustigt, doch mehr als ein zartes Lächeln legte sich nicht auf seine Lippen.
Die Augen wanderten über die Masse der Pferde. Viele aus dem Volk waren hier anzutreffen. Tuana, Nero und Anchor standen am Rand des ganzen Geschehens. Ihm war klar gewesen, dass er die weiße bei dem Schwarzen antreffen würde. Doch wo war ihr Gemahl? Über der Tanzfläche, auf dem er – sich beinahe an seiner Spucke verschluckt hatte – Desmond mit Ceres Acillius erblickte, hinweg auf die andere Seite über Köpfe hinweg. Wie gut, dass er recht groß war, obgleich er hier, bei seiner Schwester, am Rand des Geschehens stand.
“Lu, Ihr solltet dichter an die Tanzfläche treten, um gesehen zu werden.“ bat er seine Schwester. Sie folgte ihm nach vorne, obgleich er wusste, dass sie es nicht so gerne hatte, gesehen zu werden. Welch Ironie. Dachte er sich und betrachtete nun aus der Nähe, wie der Desmond Aegidius mit Ceres Acillius tanzte. Jetzt konnte er auch Ares erkennen und die Dame die bei ihm stand. Acalo wusste, wer Rhion war, ihm war es nur schlicht egal. Er verstand sich recht gut mit ihr, wie mit allen, solange sie ihn aus ihren Machenschaften heraushielten. Ein wenig weiter fand er Hestia und Lyrae. „Glaubt Ihr Bruder, dass ich heute überhaupt noch zum Tanzen komme? Die Feierlichkeiten scheinen ja schon ziemlich fortgeschritten zu sein!“ seufzte sie neben ihm und Acalo kam nicht umhin sie anzublicken. “Ihr werdet einen Tanz bekommen!“ versprach er ihr.
Das Tuana immer noch glänzte, obgleich ihr Blut dem Untergang geweiht war, ihrer beider Blute, erstaunte den Dunkelfuchs immer wieder. Denn wenn sie keinen Erben hervorbringen würde, wären die Licinius am Ende. Auf den kleinen Prinzen war wohl eher kein Tropfen anstand gekommen. Er würde Bastarde hervorbringen, mehr nicht. Man musste für ihn wohl wirklich eine Frau finden, die willens war mit ihm auszuhalten. Acalos Augen verengten sich zu schlitzen. Wobei, so schwer würde das nicht sein, es gab zuhauf Frauen, die ihn nur wegen seines Blutes zum König heiraten würden. Also war es doch wieder nur die Aegidius, dessen Ende bevorstand. Konnte der Soldat verstehen, dass Anchor und Desmond kein Interesse (mehr) hegten, an einer Heirat?
Kopfschüttelnd und mit zusammen gepressten Lippen verscheuchte er seine Gedanken. Bald würde er genug des Adels für den Rest seines Lebens haben, da mussten diese ihn nicht noch in Gedanken quälen. Gerne hätte er die ein oder andere Patrouille weiter geführt, doch für seine Schwester war er zur Feierlichkeit gekommen.
Sie stand auf all das und war bemüht, trotz ihres Alters von 9 Jahren, schien Lutiza nicht die Hoffnung aufzugeben. Manches Mal bedauerte er sie und dann gab es Abende, da musste er mit ihr über sie lachen. Er liebte sie, über aller maßen. Dafür war er bereit, sich dem ganzen Theater zu stellen.
Nicht weit von ihm entfernt, stand Kathargo Dracas mit Artemis Miles und Nova Odyssey, abseits, verborgen. Er trat weiter, nickte dem Hengst zu und wendete dann ab ins Geschehen. Seine Augen suchten seine Schwester und als er sie fand, hob er grüßend seinen Kopf. Langsam trat er zu ihnen, sein Vater gerade in einem Gespräch mit Dinara Miles, der Mutter der Artemis. Einer von Adels zur Valkyre aufgestiegenen. In seinen Augen machte sie sich mit diesem Theater lächerlich. Ja, sie war gut, aber eine Dame, eine Frau unter den Soldaten? Acalo wusste nicht so recht was er von diesem Werdegang halten sollte. Mit dem Adel, fand er, hatte das zwar nichts zu tun, aber irgendwie gewann der Beruf des Soldats sodann weniger Achtung, wenn sich nun auch das die Klatschweiber darein setzten.
Aber mehr als eine missbilligende Miene gab es von ihm nicht, denn der ganze Trubel ging ihn nichts an. Darum würden sich andere kümmern. Nicht er.
“Guten Abend Lu, wie geht es euch?“ tauchte er von hinten neben seiner Schwester auf und drückte ihr ganz sachte die Nüstern gegen die Schulter. Das Lächeln auf seinen Lippen war ehrlich und tiefer Gefühle. Er machte seine Schwester nicht für den Tod seiner Mutter verantwortlich. Sie hatte ihre Tochter geliebt und war nach seiner Geburt bereits schwach und erkrankt. Umso mehr liebte er sie dafür, dass Lu die Herzensgüte und wärme ihrer Mutter abbekommen hatte. Auch ihr Vater hatte einen Narren an ihr gefressen. Nie auf einer boshaften, krankhaften ebene, sondern einzig und allein dass sie seine Tochter war. Sein Mädchen, sein Goldstück. Das Herz dieser Familie. „Oh werter Bruder, Ihr seid gekommen, das erfreut mich!“ hauchte sie ihm zart lächelnd entgegen und drückte sich minimal gegen seine Nüstern. “Wie wunderschön Ihr heute ausschaut! Hat schon jemand einen Tanz mit euch gefordert?“ vermutlich noch nicht, also würde er sein Versprechen einlösen und ihr einen Tanz schenken heute Nacht. Sein Vater hatte ihn gesehen, ihm lachend zugenickt und sich weiter mit der Miles unterhalten. Ein wenig argwöhnisch betrachtete er die beiden. Miles und Aegidius. Er hoffte nur nicht, dass er auf die Idee kam, Lutiza dahin zu vermählen, denn so wie er gerade Aaron entdeckte, mit Spartacus, sollte sie ganz sicher keinen der Miles zugeordnet werden. “Da scheinen aber welche ein paar Beeren zu viel einverleibt zu haben, seht!“ flüsterte der Bruder der Schwester ins Ohr. Ein wenig leid tat ihm die Dame Astoria ja schon, die dem Spektakel ein Ende setzen wollte. Acalos Augen blitzen belustigt, doch mehr als ein zartes Lächeln legte sich nicht auf seine Lippen.
Die Augen wanderten über die Masse der Pferde. Viele aus dem Volk waren hier anzutreffen. Tuana, Nero und Anchor standen am Rand des ganzen Geschehens. Ihm war klar gewesen, dass er die weiße bei dem Schwarzen antreffen würde. Doch wo war ihr Gemahl? Über der Tanzfläche, auf dem er – sich beinahe an seiner Spucke verschluckt hatte – Desmond mit Ceres Acillius erblickte, hinweg auf die andere Seite über Köpfe hinweg. Wie gut, dass er recht groß war, obgleich er hier, bei seiner Schwester, am Rand des Geschehens stand.
“Lu, Ihr solltet dichter an die Tanzfläche treten, um gesehen zu werden.“ bat er seine Schwester. Sie folgte ihm nach vorne, obgleich er wusste, dass sie es nicht so gerne hatte, gesehen zu werden. Welch Ironie. Dachte er sich und betrachtete nun aus der Nähe, wie der Desmond Aegidius mit Ceres Acillius tanzte. Jetzt konnte er auch Ares erkennen und die Dame die bei ihm stand. Acalo wusste, wer Rhion war, ihm war es nur schlicht egal. Er verstand sich recht gut mit ihr, wie mit allen, solange sie ihn aus ihren Machenschaften heraushielten. Ein wenig weiter fand er Hestia und Lyrae. „Glaubt Ihr Bruder, dass ich heute überhaupt noch zum Tanzen komme? Die Feierlichkeiten scheinen ja schon ziemlich fortgeschritten zu sein!“ seufzte sie neben ihm und Acalo kam nicht umhin sie anzublicken. “Ihr werdet einen Tanz bekommen!“ versprach er ihr.