06-05-2024, 06:41 AM
Der Blick Gaia's ruhte im Nacken der beiden Damen vor sich, musterte die einzelnen abstehenden Haare, eine einzelne verirrte Locke die Abstand und deren Glättung nun mehr lächerlicher wäre als sie so dort stehen zu lassen. "Ich hoffe du hast deine Zunge besser im Griff, wenn du vor dem König stehst. Andernfalls wäre ich enttäuscht. Und nicht nur ich.", raunte die erfahrene Fuchsstute ihrer braunen Enkelin zu, ehe sie sie keines Blickes mehr würdigte und von dann ziehen ließ. Sollte sie diese Partie versauen, würde Vesta nicht nur Gaia enttäuschen, sondern die gesamte Familie. Enttäuschen wäre vielleicht auch ein zu schwaches Wort. Alles was dann noch auf dem Heiratsmarkt verfügbar war, wäre eine Schmach sobald die Gerüchte einsetzen würden. Sollte sie das Interesse des Königs nicht halten können, wäre sie eine weitere farblose Puppe in einer Schar. Die nächste Alternative wäre Ezrael, aber auch nur weil er die Familie Valerius um die Stuten erleichtert hatte, die Gaia ein Dorn im Auge gewesen waren.
Gaia verwarf den Gedanken, wollte ihrer Enkeltochter zumindest eine Chance geben die Dinge ins rollen zu bringen. Schließlich wusste sie um das Interesse des Königs, er hatte so etwas bei ihrem Sohn durchscheinen lassen.
Wie dem auch sei.
Gaia's Blick legte sich auf Ceres, die zwar die Farbe ihres Fellkleides teilte und bestimmt auch einen beachtlichen Anteil von Gaia's Intelligenz - doch nicht so brillieren vermochte wie die erfahrene Stute in ihrem Alter. "Meine Worte bedürfen eigentlich keiner Ergänzung.", schallte sie das Mädchen, jedoch eine gutmütige Nuance in der ruhigen Stimme. Ceres sollte sich nicht angewöhnen, Gaia's Worte nachzuplappern. "Hast du dir schon Gedanken gemacht?", Spartacus wäre eventuell eine Alternative, wenngleich der Junge noch recht... jung war und ein Temperament besaß, das Gaia für unerträglich hielt. Karthago... wenn man auch nur kurz an den Teufel dachte, wäre zumindest von seinem Namen her eine passable Partie, auch wenn die Matriarchin noch einmal mit seinem Vater würde sprechen müssen. Der Blick der dunklen Augen richtete sich auf den Rappen, der sich unverkennbar in ihrer Richtung aufmachte. Vielleicht hatte er ihre Gedanken gelesen und würde ihre kleine, pummlige Enkeltochter um einen Tanz bitten?
Nur kurz flackerte der Blick zu Hestia und ihrer Begleitung. Natürlich wurde die Schwester des Dracas - die, über die man sich manche Dinge erzählte - in der Gesellschaft einer Bäuerin, die kläglich versuchte wie ein Juwel zu wirken, gesehen. Doch ein Stein, blieb nun einmal ein Stein und würde nie mehr sein, als der Zeitvertreib einiger Soldaten. Nun denn... Gaia richtete ihre Aufmerksamkeit auf den Rappen und ein schwaches, aber freundlich wirkendes Lächeln zuckte um ihre Lippen. Seiner Verbeugung begegnete Gaia mit einem eleganten neigen ihres Hauptes. "Nun, es freut mich, dass Ihr Euch hier her bemüht habt.", entgegnete die Acillius und musterte den schwarzen Hengst einen Moment. Einige Narben zierten seinen Körper, manche wirkten frischer - war ihr nicht ein Vorfall mit den Wölfen zu Ohren gekommen?
"Das ist eine meiner Enkeltöchter, Ceres Acillius.", damit das Mädchen nicht nutzlos neben ihr stand, lenkte sie kurz den Fokus auf jene. "Ich hatte gehofft, heute Euren Vater einmal zu sprechen. Mir scheint wir hatten schon länger nicht mehr das Vergnügen.", bedauern lag in ihrer Stimme. Dann konnte der Dracas ihr vielleicht auch erklären, weshalb er seiner Tochter noch nicht den Titel nahm, wo sie sich doch offensichtlich sowieso gerne in der Gosse herumtrieb.
Gaia verwarf den Gedanken, wollte ihrer Enkeltochter zumindest eine Chance geben die Dinge ins rollen zu bringen. Schließlich wusste sie um das Interesse des Königs, er hatte so etwas bei ihrem Sohn durchscheinen lassen.
Wie dem auch sei.
Gaia's Blick legte sich auf Ceres, die zwar die Farbe ihres Fellkleides teilte und bestimmt auch einen beachtlichen Anteil von Gaia's Intelligenz - doch nicht so brillieren vermochte wie die erfahrene Stute in ihrem Alter. "Meine Worte bedürfen eigentlich keiner Ergänzung.", schallte sie das Mädchen, jedoch eine gutmütige Nuance in der ruhigen Stimme. Ceres sollte sich nicht angewöhnen, Gaia's Worte nachzuplappern. "Hast du dir schon Gedanken gemacht?", Spartacus wäre eventuell eine Alternative, wenngleich der Junge noch recht... jung war und ein Temperament besaß, das Gaia für unerträglich hielt. Karthago... wenn man auch nur kurz an den Teufel dachte, wäre zumindest von seinem Namen her eine passable Partie, auch wenn die Matriarchin noch einmal mit seinem Vater würde sprechen müssen. Der Blick der dunklen Augen richtete sich auf den Rappen, der sich unverkennbar in ihrer Richtung aufmachte. Vielleicht hatte er ihre Gedanken gelesen und würde ihre kleine, pummlige Enkeltochter um einen Tanz bitten?
Nur kurz flackerte der Blick zu Hestia und ihrer Begleitung. Natürlich wurde die Schwester des Dracas - die, über die man sich manche Dinge erzählte - in der Gesellschaft einer Bäuerin, die kläglich versuchte wie ein Juwel zu wirken, gesehen. Doch ein Stein, blieb nun einmal ein Stein und würde nie mehr sein, als der Zeitvertreib einiger Soldaten. Nun denn... Gaia richtete ihre Aufmerksamkeit auf den Rappen und ein schwaches, aber freundlich wirkendes Lächeln zuckte um ihre Lippen. Seiner Verbeugung begegnete Gaia mit einem eleganten neigen ihres Hauptes. "Nun, es freut mich, dass Ihr Euch hier her bemüht habt.", entgegnete die Acillius und musterte den schwarzen Hengst einen Moment. Einige Narben zierten seinen Körper, manche wirkten frischer - war ihr nicht ein Vorfall mit den Wölfen zu Ohren gekommen?
"Das ist eine meiner Enkeltöchter, Ceres Acillius.", damit das Mädchen nicht nutzlos neben ihr stand, lenkte sie kurz den Fokus auf jene. "Ich hatte gehofft, heute Euren Vater einmal zu sprechen. Mir scheint wir hatten schon länger nicht mehr das Vergnügen.", bedauern lag in ihrer Stimme. Dann konnte der Dracas ihr vielleicht auch erklären, weshalb er seiner Tochter noch nicht den Titel nahm, wo sie sich doch offensichtlich sowieso gerne in der Gosse herumtrieb.